Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Scholary Paper (Seminar), 2006, 25 Pages
Author: Julia Püschel
Subject: Economics / Business: Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research
Details
Tags: Repräsentativität, Online-Befragungen, Marktforschung
Year: 2006
Pages: 25
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 25 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-06968-7
File size: 244 KB
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
Beschäftigt man sich mit Literatur zum Thema Online-Befragung, so sticht hervor, dass diesbezüglich ein Aspekt besonders kritisch und stark diskutiert wird: Die Repräsentativität von Online-Befragungen (Göritz/Moser 2000). Die Frage nach der Verallgemeinerungsfähigkeit von gewonnenen Daten stellt sich allerdings nur, wenn quantitative Aussagen über eine bestimmte Gruppe von Personen angestrebt werden (Grossnickle/Raskin, S.49ff.). Eine Diskussion über die Grenzen und Möglichkeiten von Online-Befragungen zu repräsentativen Daten zu führen, basiert also implizit auf diesem Ziel. Die vorliegende Arbeit soll diesbezüglich einen kritischen Überblick zur Repräsentativität von Online-Befragungen im Rahmen der Marktforschung liefern. Dazu wird zunächst ein grundlegendes Verständnis des Begriffes der Repräsentativität, ihrer Relevanz sowie potentieller Gefahren bei ihrer Gewährleistung vermittelt. Nachfolgend wird die Erhebungsmethode Online-Befragung anhand konkreter Erscheinungsformen genauer betrachtet. Im Zentrum der anschließenden Ausführungen steht dann die zentrale Online-Befragungsform, die WWW-Befragung. Darauf auf-bauend lassen sich zwei grundsätzliche Wege aufzeigen, Teilnehmer für Online-Befragungen zu gewinnen. Diese werden differenziert betrachtet, und zwar in Hinblick auf ihre Möglichkeiten und Grenzen zu repräsentativen Daten zu führen.
Excerpt (computer-generated)
Freie Universität Berlin
Fachbereich Wirtschaftswissenschaft
Institut für Marketing
Seminararbeit im Fach Marketing
Wintersemester 2005/06
Repräsentativität von Online-Befragungen
in der Marktforschung
Abgabedatum
09. Januar 2006
I
Inhaltsverzeichnis
Seite
1
Einleitung 1
2
Grundlagen 2
2.1 Repräsentativität und Verzerrungsquellen 2
2.2 Online-Befragung 4
3
WWW-Befragung 6
3.1 Online-Stichprobenziehung 7
3.1.1 Problem der Selbstselektion 8
3.1.2 Besonderheiten und weitere Probleme 10
3.1.3 Nth-Viz-Methode 12
3.2 Medienbruch zur Stichprobenziehung 14
3.2.1 Internetnutzer als Grundgesamtheit 15
3.2.2 Gesamtbevölkerung als Grundgesamtheit 17
4
Kritische Zusammenfassung und Ausblick 18
1
1
Einleitung
In unserer Gesellschaft ist das Internet inzwischen als günstige und schnelle Informa-
tions- und Kommunikationsplattform kaum mehr zu missen. Mit einer rasanten Ge-
schwindigkeit hat es viele Bereiche des alltäglichen Lebens durchdrungen. Auch die
Marktforschung nutzt die sich hier bietenden Potentiale einer schnellen, günstigen,
sowie weltweit möglichen Datenerhebung. Besonders verbreitet ist dabei, wie auch
in der klassischen Marktforschung, die Erhebungsmethode der Befragung (Bati-
nic/Bosnjak 1997, S.288). Beschäftigt man sich mit Literatur zum Thema Online-
Befragung, so sticht hervor, dass diesbezüglich ein Aspekt besonders kritisch und
stark diskutiert wird: Die Repräsentativität von Online-Befragungen (Göritz/Moser
2000). Die Frage nach der Verallgemeinerungsfähigkeit von gewonnenen Daten
stellt sich allerdings nur, wenn quantitative Aussagen über eine bestimmte Gruppe
von Personen angestrebt werden (Grossnickle/ Raskin, S.49ff.). Eine Diskussion über
die Grenzen und Möglichkeiten von Online-Befragungen zu repräsentativen Daten
zu führen, basiert also implizit auf diesem Ziel. Die vorliegende Arbeit soll
diesbezüglich einen kritischen Überblick zur Repräsentativität von Online-
Befragungen im Rahmen der Marktforschung liefern.
Dazu wird zunächst ein grundlegendes Verständnis des Begriffes der Repräsentativi-
tät, ihrer Relevanz sowie potentieller Gefahren bei ihrer Gewährleistung vermittelt.
Nachfolgend wird die Erhebungsmethode Online-Befragung anhand konkreter Er-
scheinungsformen genauer betrachtet. Im Zentrum der anschließenden Ausführungen
steht dann die zentrale Online-Befragungsform, die WWW-Befragung. Darauf auf-
bauend lassen sich zwei grundsätzliche Wege aufzeigen, Teilnehmer für Online-
Befragungen zu gewinnen. Diese werden differenziert betrachtet, und zwar in Hin-
blick auf ihre Möglichkeiten und Grenzen zu repräsentativen Daten zu führen.
2
2
Grundlagen
Im folgenden Teil werden wichtige Grundlagen zum besseren Verständnis der vor-
liegenden Arbeit dargestellt. Zunächst wird das hier zugrunde gelegte Verständnis
von Repräsentativität wiedergegeben und der Blick für besonders problematische
Bereiche und Grenzen bei der Gewährleistung dieses Gütekriteriums geschärft. An-
schließend wird der Begriff ,,Online-Befragung" definiert und einführend einige re-
levante Formen, sowie deren generelle Charakteristika dargestellt. Davon ausgehend
wird die Fokussierung auf eine besonders verbreitete Form, die WWW-Befragung
abgeleitet, welche die Darstellung methodisch besonders kritischer, online-
spezifischer Aspekte bezüglich der Repräsentativität ermöglicht.
2.1
Repräsentativität und Verzerrungsquellen
Vollerhebungen zur Gewinnung von statistischen Daten sind sehr kosten- und zeitin-
tensiv, sowie strukturell oft gar nicht möglich. Daten werden daher meist nur bei
einer bestimmten Teilgruppe, einer Stichprobe der interessierenden Grundgesamtheit
erhoben. Dafür muss zuerst diese Grundgesamtheit sachlich, zeitlich und räumlich
abgegrenzt werden. Besteht bei Teilerhebungen der Anspruch, die gewonnenen Da-
ten über den Kreis der tatsächlich Befragten hinaus auf die Grundgesamtheit zu ver-
allgemeinern (z.B. bei quantitativen Untersuchungen), kommt die Frage nach der
Repräsentativität der Stichprobe auf (Schell et al. 1988, S.249ff.). Denn nur wenn die
Stichprobe repräsentativ für die definierte Grundgesamtheit ist, sind die Daten gültig
verallgemeinerbar. Die Stichprobe muss also bezüglich der relevanten unabhängigen
Variablen ein verkleinertes, unverzerrtes Abbild der Grundgesamtheit darstellen.
Die Gewährleistung von Repräsentativität ist aufgrund der Vielfalt der zu berück-
sichtigenden Einflussfaktoren nur schwer möglich. Alleine die Uneinheitlichkeit bei
der praktischen Auslegung des Repräsentativitätsbegriffes verdeutlicht dies (Schnell
et al. 1988, S.280f.; Deutsche Forschungsgemeinschaft 1999, S.16f.). So erscheint es
nahe liegend, eher die potentiellen Verzerrungen zu minimieren und somit statt nach
einer absoluten nach einer möglichst hohen Repräsentativität zu streben. Allgemein
werden zwei Quellen potentieller Verzerrungen der Stichprobe unterschieden: das
3
Auswahlverfahren und die Ausschöpfungsquote (Göritz/Moser 2000; Schnell et al.
1988, S.280ff.).
Bezüglich des Auswahlverfahrens besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass nur
Zufallsauswahlen zu repräsentativen Daten führen können (Schnell et al. 1988,
S.280ff.; Deutsche Forschungsgemeinschaft 1999, S.13f). Bei Zufallsstichproben
basiert die Auswahl der Stichprobenelemente auf einem Zufallsprinzip, wodurch
jedes Element der Grundgesamtheit eine berechenbare, von Null verschiedene Wahr-
scheinlichkeit besitzt Element der Stichprobe zu werden und somit der Stichproben-
fehler berechenbar ist. Die zufällige Ziehung von Untersuchungseinheiten ist in der
Praxis jedoch oft nicht möglich, da sie ein vollständiges Verzeichnis der Grundge-
samtheit voraussetzt. Daher wird besonders in der Marktforschung häufig noch auf
bewusste Auswahlen zurückgegriffen, wie z.B. die Quotenauswahl. Dabei werden
Personen anhand bestimmter Merkmale ausgewählt. Die bewusste wie auch die will-
kürliche Auswahl basieren nicht auf einem Zufallsprozess, weshalb folglich der
Stichprobenfehler nicht berechenbar ist. Im Gegensatz zu willkürlichen Auswahlen
bergen bewusste Auswahlen den Vorteil, dass sie eindeutig festgelegten, intersubjek-
tiv nachvollziehbaren Verfahren folgen (Schnell et al 1988, S.271ff.; Deutsche For-
schungsgemeinschaft 1999, S.13f.). In der Praxis wurden mit Hilfe der bewussten
Verfahren relativ positive Ergebnisse bezüglich der Repräsentativität erzielt. Will-
kürliche Auswahlen dagegen gelten in der wissenschaftlichen Forschung gemeinhin
als nicht anwendbar (Schnell et al. 1988, S.271f.; Deutsche Forschungsgemeinschaft
1999, S.13f.).
Neben dem Auswahlverfahren kann auch eine geringe Ausschöpfungsquote der je-
weiligen Stichprobe verzerrend auf die gewonnenen Daten wirken (Schnell et al.
1988, S.282ff.). Die Ausschöpfungsquote bezeichnet dabei den Anteil der tatsächlich
Befragten in Relation zu den Personen, welche zur Teilnahme aufgefordert wurden.
Die zur Teilnahme aufgeforderten Personen nehmen freiwillig an einer Befragung
teil, haben also grundsätzlich auch die Möglichkeit, die Teilnahme zu verweigern. Es
kommt zu sogenannten ,,Ausfällen". Unterscheiden sich die Befragungsteilnehmer
systematisch in bestimmten, als verhaltensrelevant einzuschätzenden Charakteristika
4
von den Nichtteilnehmern, können die Ergebnisse nicht mehr gültig auf die interes-
sierende Grundgesamtheit verallgemeinert werden (Couper 2000, S.473; Schnell et
al., S.282ff.).
2.2
Online-Befragung
Die Datenerhebung über das Internet erfolgt, wie in der klassischen Marktforschung,
aus kosten- und zeitökonomischen Gründen, sowie aufgrund des großen Anwen-
dungsbereiches primär über Befragungen (Batinic/Bosnjak 1997, S.288). Der Online-
Befragung kommt somit eine zentrale Stellung innerhalb der Online-
Erhebungsmethoden zu (Lütters 2004, S.53). In der vorliegenden Arbeit wird unter
einer Online-Befragung eine
,,Befragung auf Basis von Internettechnologien ver-
standen
" (Lütters 2004, S. 54). Der
Arbeitskreis Deutscher Markt- und Forschungs-
institute e.V.
(2001, S.3) versteht darunter ,,
Befragungen (...), bei denen die Teilneh-
mer den...
-
auf einem Server abgelegten Fragebogen im Internet online aus-
füllen,
-
Fragebogen von einem Server herunterladen und per E-Mail
zurücksenden,
-
Fragebogen per E-Mail zugeschickt bekommen und zurücksen-
den.
"
Es geht mittels der Befragung um die reaktive Erhebung von Primärdaten, bei wel-
cher das Internet als Instrument dient. Ausgeschlossen bleiben somit in dieser Be-
trachtungsweise nicht-reaktive Formen der Datenerhebung (wie z.B. Logfile-
Analysen) sowie experimentelle Designs. Zusätzlich werden Verfahren ohne Reprä-
sentativitäts- und Verallgemeinerungsanspruch ausgeblendet, da sich hierbei die Fra-
ge nach diesem erübrigt. Dazu zählen Verfahren der qualitativen Forschung mit rein
explorativem Charakter oder Methodentests.
Als besonders verbreitete Online-Befragungsformen lassen sich - nach den dabei
eingesetzten Diensten - Befragungen per E-Mail, Newsgroup-Befragungen im Use-
net1 sowie WWW-Befragungen unterscheiden (Batinic/Bosnjak 1997, S.289ff.).
1 Die verschiedenen Newsgroups sind im Usenet zusammengefasst (Bandilla/Hauptmanns 1999).
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Neue Perspektiven für das Konsumgütermarketing durch Online-Marktforschung
Author: Petra JustEconomics / Business: Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research, 2005 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für Microsoft Word
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für OpenOffice.org
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Formatvorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit / Vorlage zur Erstellung einer Hausarbeit
Author: Marco FeindlerPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit
Author: Zoran ZivkovicPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Author: Claudia NickelPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Author: Maik PhilippPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - Hausarbeiten - Seminararbeiten
Author: Mark RichterPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008
This text can be quoted and accessed from this url: