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Hauptseminararbeit, 1999, 22 Seiten
Autor: Magister Artium Michael Krinzeßa
Fach: Filmwissenschaft
Details
Institution/Hochschule: Universität Karlsruhe (TH) (Institut für Geistes- und Sozialwissenschaften)
Tags: Nosferatu, Eine, Analyse, Stummfilmklassikers, Vergleich, Neufassung, Medienpädagogik
Jahr: 1999
Seiten: 22
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-16099-5
ISBN (Buch): 978-3-638-64100-5
Dateigröße: 422 KB
Analytischer Vergleich ohne Sekundärliteratur. 536 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Im Jahre 1922 entstand unter der Regie von Friedrich Wilhelm ( F. W.) Murnau in Deutschland der berühmte Stummfilmklassiker „Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens“, mit dem legendären Max Schreck in der Hauptrolle. Die Handlung wurde in groben Zügen dem weltweit bekannten Roman „Dracula“ nachempfunden, der 1897 von dem Professor für englische Sprache und Literatur Bram Stoker in Großbritannien veröffentlicht wurde. Murnau ist es gelungen, ein Meisterwerk des Horrorgenres zu schaffen, obwohl die filmtechnischen Mittel der Stummfilmära im Vergleich zu den Methoden der heutigen Filmproduktionen geradezu primitiv erscheinen. Auch in der gegenwärtigen Zeit scheint der Siegeszug des Klassikers ungebrochen. Zum hundertjährigen Geburtstag des Regisseurs wurde 1989 die Urfassung des Werkes rekonstruiert und mit einer extra dafür geschaffenen Hintergrundmusik, komponiert von Hans Proschka, unterlegt. Das Filmmuseum München stellte die Filmkopie zur Verfügung, deren Bearbeitung durch Enno Patalas erfolgte. Zahlreiche kommunale Kinos lassen in einer Epoche, die von Hightech und Internet geprägt ist, durch die Vorführung von „Nosferatu“ die nostalgische Zeit der zwanziger Jahre wieder aufleben. Im Kulturhaus Osterfeld in Pforzheim ist beispielsweise dieses berühmte Vampirepos ein regelmäßiger Bestandteil von Freiluftkinoveranstaltungen in der Sommerzeit. Sechsundfünfzig Jahre nach F. W. Murnaus Stummfilmklassiker hat der deutsche Regisseur Werner Herzog eine Neufassung seines berühmten Vorbildes gedreht. 1978 erschien der Farbfilm „Nosferatu - Phantom der Nacht“. Wolfgang Limmer, Redakteur des Spiegels bewunderte in einem Artikel seiner Zeitschrift vom März 1979 den Mut des Regisseurs, „an die große Tradition des deutschen Stummfilms anknüpfen zu wollen ...“, „ ... Leider spürt man Murnaus unerreichbares Vorbild allzu bedrückend.“ Seiner Meinung nach stellte Herzogs Werk in vielen Einstellungen eine Kopie des Originals dar, obwohl er versuchte, dem Film durch modifizierte Charaktereigenschaften der Hauptdarsteller oder auch durch die Veränderung der Schlußszene, eine sehr persönliche Nuance zu geben. Doch das beängstigende Flair des Grauens, das der Klassiker von 1922 ausstrahlte, konnte die Neufassung nie erreichen. So blieb Herzogs „Nosferatu“ trotz der Starbesetzung mit Klaus Kinski und Isabelle Adjani im Schatten seines historischen Originals, ohne dessen Bekanntheitsgrad zu erlangen.
Textauszug (computergeneriert)
Universität Karlsruhe (TH)
Institut für Pädagogik
- Medienpädagogik III -
WS. 1998/99
Hauptseminararbeit:
"Nosferatu". Eine Analyse des Stummfilmklassikers von 1922
im Vergleich zu seiner Neufassung von 1978.
Michael Krinzeßa
HF.: Geschichte (8.Semester)
HF.: Pädagogik (8.Semester)
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung 3
II. Hauptteil
1. Eine kurze Inhaltsangabe von "Nosferatu" 4
2. Die Analyse von "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens" 5
3. Der Vergleich des Stummfilmklassikers mit Herzogs "Remake" 18
III. Zusammenfassung 21
I. Einleitung
Im Jahre 1922 entstand unter der Regie von Friedrich Wilhelm ( F. W.) Murnau in Deutschland der berühmte Stummfilmklassiker "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens", mit dem legendären Max Schreck in der Hauptrolle. Die Handlung wurde in groben Zügen dem weltweit bekannten Roman "Dracula" nachempfunden, der 1897 von dem Professor für englische Sprache und Literatur Bram Stoker in Großbritannien veröffentlicht wurde.
Murnau ist es gelungen, ein Meisterwerk des Horrorgenres zu schaffen, obwohl die filmtechnischen Mittel der Stummfilmära im Vergleich zu den Methoden der heutigen Filmproduktionen geradezu primitiv erscheinen. Auch in der gegenwärtigen Zeit scheint der Siegeszug des Klassikers ungebrochen. Zum hundertjährigen Geburtstag des Regisseurs wurde 1989 die Urfassung des Werkes rekonstruiert und mit einer extra dafür geschaffenen Hintergrundmusik, komponiert von Hans Proschka, unterlegt. Das Filmmuseum München stellte die Filmkopie zur Verfügung, deren Bearbeitung durch Enno Patalas erfolgte. Zahlreiche kommunale Kinos lassen in einer Epoche, die von Hightech und Internet geprägt ist, durch die Vorführung von "Nosferatu" die nostalgische Zeit der zwanziger Jahre wieder aufleben. Im Kulturhaus Osterfeld in Pforzheim ist beispielsweise dieses berühmte Vampirepos ein regelmäßiger Bestandteil von Freiluftkinoveranstaltungen in der Sommerzeit.
1931 erschien mit dem Ungar Bela Lugosi ein neuer Darsteller des weltbekannten Blutsaugers auf der Leinwand. Er spielte diese Rolle so überzeugend, daß zahlreiche Fortsetzungen gedreht wurden. Doch aufgrund der vielen Neuauflagen der Gestalt "Draculas" war das Genre ziemlich überreizt, so daß nach dem Zweiten Weltkrieg der Vampirfilm zunächst eine Flaute erlebte.
Erst Ende der fünfziger Jahre erlebte der Untote eine Wiedergeburt. Christopher Lee zog als "Dracula" die Zuschauer bis in die siebziger Jahre hinein in seinen Bann.
Sechsundfünfzig Jahre nach F. W. Murnaus Stummfilmklassiker hat der deutsche Regisseur Werner Herzog eine Neufassung seines berühmten Vorbildes gedreht. 1978 erschien der Farbfilm "Nosferatu - Phantom der Nacht". Wolfgang Limmer, Redakteur des Spiegels bewunderte in einem Artikel seiner Zeitschrift vom März 1979 den Mut des Regisseurs, "an die große Tradition des deutschen Stummfilms anknüpfen zu wollen ...", " ... Leider spürt man Murnaus unerreichbares Vorbild allzu bedrückend." Seiner Meinung nach stellte Herzogs Werk in vielen Einstellungen eine Kopie des Originals dar, obwohl er versuchte, dem Film durch modifizierte Charaktereigenschaften der Hauptdarsteller oder auch durch die Veränderung der Schlußszene, eine sehr persönliche Nuance zu geben. Doch das beängstigende Flair des Grauens, das der Klassiker von 1922 ausstrahlte, konnte die Neufassung nie erreichen. So blieb Herzogs "Nosferatu" trotz der Starbesetzung mit Klaus Kinski und Isabelle Adjani im Schatten seines historischen Originals, ohne dessen Bekanntheitsgrad zu erlangen.
Im folgenden soll nun anhand der Erörterung der filmtechnischen Stilmittel aufgezeigt werden, wie im Stummfilm bei dem Zuschauer Spannung, aber auch Angst erzeugt wird. Hier liegt der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit. Dazu wird der klassische Horrorfilm von Murnau chronologisch, dem Verlauf der Handlung folgend, auf das genaueste analysiert. Dabei wird sehr nahe am Inhalt des Werkes gearbeitet. Dadurch ist eine exakte Aufschlüsselung der psychologischen Komponenten möglich, die den Zuschauer gespannt an das Leinwandgeschehen fesseln. Auch soll eine Interpretation der Handlung Aufschlüsse über die Mythologie zu jener Zeit geben. Deshalb erfolgt eine Darstellung der wichtigsten Charaktere, insofern sie für die o. g. Komponenten als wichtig erachtet werden. Zeitgenössische Situationen des Alltagslebens finden ebenfalls Beachtung. Zuvor erfolgt aber eine kurze Zusammenfassung des Inhaltes von "Nosferatu", um dem Leser der vorliegenden Abhandlung einen Überblick der Handlung zu verschaffen. Im letzten Abschnitt erfolgt dann der Versuch einer Beurteilung beider Filme. In einem kurzen Vergleich soll dargestellt werden, warum der Stummfilmklassiker von F. W. Murnau tasächlich die gelungenere Version von "Nosferatu" ist, wie schon Wolfgang Limmer feststellte.
II. Hauptteil
1. Eine kurze Inhaltsangabe von "Nosferatu"
Bevor der Inhalt des Horrorklassikers in aller Kürze wiedergegeben wird, sei an dieser Stelle vom Verfasser der vorliegenden Abhandlung bemerkt, daß bezüglich der Lokalitäten, aber auch der Namen der Hauptdarsteller, Abweichungen festzustellen sind. Diese sind in Bezug auf den Ablauf der Handlung aber unerheblich. So beginnt bzw. endet das Drama bei Murnau in Wisborg, während Herzog sein Werk nach Wismar an die Ostsee verlegte.
Der Gesandte des Häusermaklers Knock (bei Herzog: Renfield) wird von Murnau "Hutter" genannt, während er bei Werner Herzog, Bram Stokers Original entsprechend, Jonathan Harker heißt. Dessen Frau Ellen trägt in der Neufassung der Stummfilmversion von 1978, wiederum nach dem Roman Stokers, den Namen Lucy. Nosferatu (= rumänisch, "Untoter") trägt bei F. W. Murnau den bürgerlichen Namen Graf Orlock, Herzog nennt ihn medienwirksam wie Stokers berühmten Romanheld: Dracula.
Doch nun zurück zur eigentlichen Handlung. In das Schloß Nosferatus wagt sich im Auftrag eines Häusermaklers aus Wisborg (Wismar) der junge Ehemann Hutter (Jonathan), um dem Grafen ein Haus in dem deutschen Städtchen zu verkaufen. Als der Vampir in einem Medaillon ein Bild von Hutters attraktiver Frau Ellen (Lucy) sieht, willigt er in den Kauf ein und begibt sich mit Särgen voller Ratten auf den Seeweg nach Wisborg (Wismar). Während der Fahrt stirbt die gesamte Besatzung an der Pest. Das Geisterschiff landet in Wisborg (Wismar), Nosferatu und seine Ratten verbreiten dort die Seuche. Der nachgeeilte Hutter (Harker) kommt zu spät. Die fast ausgestorbene Stadt kann nur gerettet werden, wenn eine Frau "reinen Herzens" in einem Akt der Selbstaufopferung eine Nacht mit dem Untoten verbringt und diesen bis zum Sonnenaufgang "hinhält". Dann muß der Vampir sterben - das Opfer aber auch. Ellen (Lucy) wagt diesen, für beide Betroffenen tödlichen Schritt. So endet das Original von Murnau. Herzog veränderte den Schluß des Filmes, um ihm somit eine bedrohlichere Nuance zu geben: Jonathan Harker, von Dracula auf dessen Schloß ebenfalls angefallen, wird nach dessen Tod zum neuen Vampir.
Nach dieser kurzen Einführung in den Inhalt des Werkes, folgt nun die eigentliche Analyse des Stummfilmklassikers.
2. Die Analyse von "Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens"
[...]
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01.06.2007 00:07:39
Ich muss leider gestehen, dass ich von der vorliegenden Arbeit sehr enttäuscht bin und ich die Benotung mit 1,0 nicht wirklich nachvollziehen kann. Die Filmanalyse ist äußerst trivial gehalten und erinnert eher an eine oberflächliche Nacherzählung. Murnaus Verwendung filmtechnischer Mittel wird teilweise sogar komplett falsch erläutert. (z.B: die Kutschfahrt durch den verwunschenen Wald) Zumindest für Studierende der Fächer Film- oder Medienwissenschaften ist diese Arbeit auf keinen Fall zu empfehlen.