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Theorien und Konzepte des Gesundheitsverhaltens

Termpaper, 2004, 15 Pages
Author: BSc. Kamil Wrona
Subject: Health Science

Details

Event: Sozialisation und Gesundheit
Institution/College: Bielefeld University
Tags: Theorien, Konzepte, Gesundheitsverhaltens, Sozialisation, Gesundheit
Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 15
Grade: 2
Bibliography: ~ 4  Entries
Language: German
Archive No.: V93787
ISBN (E-book): 978-3-638-07318-9

File size: 76 KB

Abstract

In meiner Hausarbeit stelle ich einen Teil der wissenschaftlichen Theorien über Gesundheit und Krankheit vor, die in der Vorlesung BHC 11 (Bildung, Sozialisation und Gesundheit) im Wintersemester 2004/2005 an der Universität Bielefeld diskutiert wurden. Diese Arbeit beruht auf den in der Vorlesung gemeinsam erarbeiteten Ergebnissen und der von mir verwendeten Literatur. Im ersten Abschnitt stelle ich die Vorteile und Nachteile der Gesundheitsdefinition der WHO aus dem Jahre 1946 dar. Nachdem ich mich im zweiten Abschnitt mit der Frage beschäftige, welche unterschiedlichen Vorstellungen von Krankheit und Gesundheit die wissenschaftlichen Theorien über Krankheit und Gesundheit haben, zeige ich im dritten Abschnitt auf, was man unter den subjektiven Vorstellungen von Krankheit und Gesundheit zu verstehen hat. Im letzten Abschnitt versuche ich zu klären, ob die subjektiven und objektiven Theorien sich gegenseitig nutzbringend beeinflussen. 1 Gesundheit als Schlüsselbegriff von Public Health Die World Health Organisation (Weltgesundheitsorganisation, WHO) hat im Jahre 1946 folgende Definition von Gesundheit in ihre Charta aufgenommen: „Gesundheit ist der Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Frei- sein von Krankheit und Gebrechen“ (Charta, 1946) In diesem Kapitel werden die Stärken und Schwächen der Definition aufgezeigt und Verbesserungsvorschläge unterbreitet.


Excerpt (computer-generated)

Fakultät für Gesundheitswissenschaften

Veranstaltung: BHC11-Sozialisation und Gesundheit

an der

Universität Bielefeld

Wintersemester 2004/2005

H A U S A R B E I T

Ausarbeitung:

Theorien und Konzepte des Gesundheitsverhaltens

vorgelegt von

Kamil Wrona



Inhalt

Vorwort ___________________________________________________________________ 3

1

Gesundheit als Schlüsselbegriff von Public Health ____________________________ 3

1.1

Stärken der WHO-Definition von 1946_________________________________ 4

1.2

Schwächen der WHO-Definition von 1946 und Verbesserungsvorschläge ____ 4

2

Theorien von Gesundheit und Krankheit ____________________________________ 5

2.1

Lerntheorien von Gesundheit und Krankheit ___________________________ 5

2.1.1 Die klassische Lerntheorie __________________________________________ 6

2.1.2 Die

soziale

Lerntheorie von Albert Bandura_____________________________ 6

2.1.3 Das

Gesundheits-Erwartungs-Modell

(Health Belief Modell) _______________ 7

2.2

Persönlichkeitstheorien von Gesundheit und Krankheit __________________ 8

2.3

Stress- und Bewältigungstheorien von Gesundheit und Krankheit __________ 9

3

Subjektive Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit ______________________ 10

4

Wechselseitige Beeinflussung der subjektiven Vorstellungen und objektiven Theorien

12

5

Literaturverzeichnis ____________________________________________________ 14

2


Vorwort

In meiner Hausarbeit stelle ich einen Teil der wissenschaftlichen Theorien über Gesundheit

und Krankheit vor, die in der Vorlesung BHC 11 (Bildung, Sozialisation und Gesundheit) im

Wintersemester 2004/2005 an der Universität Bielefeld von Herrn Prof. Dr. Klaus

Hurrelmann und seinen Studenten/innen diskutiert wurden.

Diese Arbeit beruht auf den in der Vorlesung gemeinsam erarbeiteten Ergebnissen und der

von mir verwendeten Literatur.

Im ersten Abschnitt stelle ich die Vorteile und Nachteile der Gesundheitsdefinition der WHO

aus dem Jahre 1946 dar.

Nachdem ich mich im zweiten Abschnitt mit der Frage beschäftige, welche unterschiedlichen

Vorstellungen von Krankheit und Gesundheit die wissenschaftlichen Theorien über Krankheit

und Gesundheit haben, zeige ich im dritten Abschnitt auf, was man unter den subjektiven

Vorstellungen von Krankheit und Gesundheit zu verstehen hat.

Im letzten Abschnitt versuche ich zu klären, ob die subjektiven und objektiven Theorien sich

gegenseitig nutzbringend beeinflussen.

1 Gesundheit als Schlüsselbegriff von Public Health

Die World Health Organisation (Weltgesundheitsorganisation, WHO) hat im Jahre 1946

folgende Definition von Gesundheit in ihre Charta aufgenommen:

,,Gesundheit ist der Zustand des vollständigen körperlichen,

geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Frei-

sein von Krankheit und Gebrechen"

(Charta,

1946)

In diesem Kapitel werden die Stärken und Schwächen der Definition aufgezeigt und

Verbesserungsvorschläge unterbreitet.

3


1.1 Stärken der WHO-Definition von 1946

Die Gesundheitsdefinition der WHO berücksichtigt eine physiologische, mentale und soziale

Dimension des Wohlbefindens einer Person und bringt damit die Ganzheitlichkeit und

Mehrdimensionalität des Menschen zum Ausdruck. Die Definition geht über die

medizinischen Ansätze hinaus.

Der Begriff Gesundheit wird als eigene Größe definiert. Die Fixierung auf die Krankheit wird

aufgehoben, indem sie in Relation zum Krankheitsbegriff gesetzt wird.

Gesundheit wird als ein Kontinuum zwischen einem Pol der Gesundheit und einem Pol der

Krankheit verstanden. Die drei oben genannten Dimensionen haben ihr eigenes Kontinuum.

Gesundheit wird als eine Fließgröße verstanden. Sie verliert an Substanz, erneuert und

entwickelt sich.

Die Definition entmachtet die Gesundheitsprofessionellen mit ihrer objektiven und

normativen Einschätzung über Krankheit oder Gesundheit.

Das subjektive Wohlbefinden entscheidet über Krankheit oder Gesundheit.

Durch die subjektive Bewertung wird die Eigenverantwortlichkeit des Individuums betont.

1.2 Schwächen der WHO-Definition von 1946 und Verbesserungsvorschläge

Die Verwendung des Begriffes ,,Zustand" (im Original: state) ist unglücklich, da er zu statisch

ist. Die Verwendung des Begriffes ,,Stadium" ist sinnvoller.

Die politische Ausstrahlung der WHO-Definition ist schwach, da das Kontinuum von

Krankheit nicht genug zum Ausdruck kommt. Es ist sogar so, dass es durch den Begriff

,,Zustand" zurückgenommen wird.

Bedauerlicherweise fehlt der Definition eine aktivierende Kraft, die dazu auffordert an der

eigenen Gesundheit zu ,,arbeiten".

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