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Das Falkenlied des Kürenbergers: Eine Interpretation

Seminararbeit, 2002, 10 Seiten
Autor: Dennis Horn
Fach: Germanistik - ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Details

Veranstaltung: Grundlagen des Studiums der älteren deutschen Sprache und Literatur
Institution/Hochschule: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Germanistisches Seminar (Germanistik III))
Tags: Falkenlied, Kürenbergers, Eine, Interpretation, Grundlagen, Studiums, Sprache, Literatur
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 10
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V9391
ISBN (E-Book): 978-3-638-16107-7
ISBN (Buch): 978-3-638-93374-2
Dateigröße: 120 KB

Zusammenfassung / Abstract

Das Falkenlied bietet bis heute Stoff für eine große Zahl an Diskussionen in der Literaturwissenschaft: Es gibt zahlreiche teils sehr widersprüchliche und umstrittene Interpretationen, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass das Lied für eine textimmanente Analyse nur äußerst wenig Spielraum lässt. So lassen sich in erster Linie die Fragen nach dem Sprecher, der übertragenen Bedeutung des Falken sowie der Bedeutung des letzten Verses nicht vollständig beantworten. Gerade die Kontroversen, die aus diesen Fragen erwachsen sind, machen das Falkenlied des Kürenbergers jedoch beliebt bei den literaturwissenschaftlichen Interpreten. Diese Hausarbeit geht auf die wichtigsten vertretenen Deutungsansätze der Literaturwissenschaft ein und kommt anhand derer zu einer eigenen Interpretation des Falkenliedes.


Textauszug (computergeneriert)

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Germanistisches Seminar (Germanistik III)

Grundseminar
,,Grundlagen des Studiums der älteren deutschen Sprache und Literatur"

WS 2001/2002

Das Falkenlied des Kürenbergers:
Eine Interpretation

Dennis Horn

1. Semester, M.A.
Germanistik, Medienwissenschaften

Inhalt

1. Das Falkenlied als Objekt literaturwissenschaftlicher Kontroversen 3

2. Interpretation des Falkenliedes 3

2.1. Einordnung in den historischen und literatur-historischen Kontext 3
2.2. Interpretationsansätze des Falkenliedes 4
2.2.1. Wechsel des Sprechers (Dialogform) 4
2.2.2. Der Sprecher als Mann 5
2.2.3. Der Sprecher als Frau 5
2.3. Der Schlussvers 6

3. Schlusswort 7

4. Literaturverzeichnis 8

 

1. Das Falkenlied als Objekt literaturwissenschaftlicher Kontroversen

Das Falkenlied1 bietet bis heute Stoff für eine große Zahl an Diskussionen in der Literaturwissenschaft: Es gibt zahlreiche teils sehr widersprüchliche und umstrittene Interpretationen, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass das Lied für eine textimmanente Analyse nur äußerst wenig Spielraum lässt. So lassen sich in erster Linie die Fragen nach dem Sprecher, der übertragenen Bedeutung des Falken sowie der Bedeutung des letzten Verses nicht vollständig beantworten.
Gerade die Kontroversen, die aus diesen Fragen erwachsen sind, machen das Falkenlied des Kürenbergers jedoch beliebt bei den literaturwissenschaftlichen Interpreten.
Ich werde in dieser Hausarbeit auf die wichtigsten vertretenen Deutungsansätze der Literaturwissenschaft eingehen und anhand derer zu einer eigenen Interpretation des Falkenliedes kommen.

2. Interpretation des Falkenliedes
2.1. Einordnung in den historischen und literatur-historischen Kontext

Das Falkenlied entstand Mitte des 12. Jahrhunderts zur Zeit des donauländischen Minnesangs. Wie im gesamten Mittelalter, so war auch in dieser Zeit die Falkenbeize in der adligen Gesellschaft, zu deren Unterhaltung der Minnesang diente, sehr verbreitet2. Das Falkenmotiv galt als internationales Wandermotiv3 und somit als Symbol der Freizügigkeit. Der Schlussvers des Falkenliedes deutet jedoch an, dass es sich nicht um eine realistische Darstellung eines Falkenfluges handelt - vielmehr besitzt der Flug eine übertragene Bedeutung.

[...]


1 Der von Kürenberg: Ich zôch mir einen valken (Falkenlied). In: Des Minnesangs Frühling (MF). Unter Benutzung der Ausgaben von Karl Lachmann und Moritz Haupt, Friedrich Vogt und Carl von Kraus; bearbeitet von Hugo Moser und Helmut Tervooren. I: Texte. 37., revidierte Auflage. Stuttgart: Hirzel, 1982. 8,33 - 9,12.

2 vgl. Peter Wapnewski: Waz ist minne: Studien zur Mittelhochdeutschen Lyrik. München: Beck, 1975. S.27.

3 vgl. Hilkert Weddige: Einführung in die germanistische Mediävistik. 4. Auflage. München: Beck, 2001. S. 250.


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