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Subtitle: Die Herstellung von Memoryzeichen
Scholarly Essay, 2008, 29 Pages
Author: Bernd Staudte
Subject: Instructor Plans: Natural Sciences and Technology
Details
Year: 2008
Pages: 29
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-13561-5
ISBN (Book): 978-3-640-13583-7
File size: 245 KB
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Abstract
Die folgende Arbeit untersucht bekannte Verfahren zur Herstellung von Memory-Zeichen in Kunststoffträgern und entwickelt im Ergebnis derselben einen Ansatz zu Realisierung derartiger Einträge mittels eines punktförmigen elektrischen Feldes, welches exakt fokussiert wie ein „Ladungshammer“ in einem speziellen polymerkristallinen Substratträger gezielt Deformationen im Nanometer-Bereich einbringen kann, die aufgrund des Werkstoffverhaltens wieder gelöscht werden können. Für die Lösung dieser Aufgabe werden werkstoff-und verfahrenstechnische Wege dargestellt.
Excerpt (computer-generated)
Punktförmige elektrische Ladungen
in polymerkristallinen Schichten
Die Herstellung von Memoryzeichen
von
Bernd Staudte
2008
Inhaltverzeichnis
Zusammenfassung
Einleitung
Der wissenschaftlich-technische Stand
Speicherverfahren im Phasenwechselprinzip
Speicherverfahren im Ferromagnetschichtprinzip
Speicherverfahren nach dem Magnetblasenprinzip
Eintragsverfahren in Kunststoffe durch Laser
Reversible und löschbare Eintragsverfahren
Strukturbetrachtung des Memory-Werkstoffes
Meßmethoden und Untersuchungsergebnisse
Fertigungsparameter eines POM-Substrates
Fertigungsparameter eines HDPE-und LDPE-Substrates
Parameter zum Eintrag von löschbaren Zeichen
Eintragsversuche mittels Laser-Ablation
Auswertung der Röntgen-Beugungsanalyse
Theoretisches Simulationsverfahren
Zusammenstellung der bekannten Parameter
Berechnungsgrundlagen eines punktförmigen
elektrischen Feldes und der Coulombsche Kraftbegriff
Der Feldbegriff
Die elektrische Feldstärke
Das Linienintegral der elektrischen Feldstärke, des Potentials und der Spannung
Die elektrische Verschiebung einer Punktladung
Materie im elektrostatischen Feld
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Materieverhalten elektrischer Leiter
Influenz
Materieverhalten elektrischer Nichtleiter
Polarisation
Literaturnachweis
Autorenporträt
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Zusammenfassung
Die folgende Arbeit untersucht bekannte Verfahren zur Herstellung von Memory-
Zeichen in Kunststoffträgern und entwickelt im Ergebnis derselben einen Ansatz zu
Realisierung derartiger Einträge mittels eines punktförmigen elektrischen Feldes,
welches exakt fokussiert wie ein ,,Ladungshammer" in einem speziellen polymer-
kristallinen Substratträger gezielt Deformationen im Nanometer-Bereich einbringen
kann, die aufgrund des Werkstoffverhaltens wieder gelöscht werden können. Für die
Lösung dieser Aufgabe werden werkstoff- und verfahrenstechnische Wege darges-
tellt. Die gesamte Arbeit hat einen Umfang von 102 Seiten und enthält alle versuchs-
technisch ermittelten Werte in Diagrammen, Tabellen, Zeichnungen und Berechnun-
gen. Dieser Teil stellt einen wichtigen theoretischen Teil des Ganzen dar.
4
Einleitung
Die vorliegende Arbeit ist ein Teilstück einer Arbeit, welche der Autor vor einigen
Jahren anfertigte, jedoch nicht publizierte. Dennoch ist der Kern derselben für einen
Studenten zweifelsohne von Nutzen, so dass sich der Autor entschloss diesen Teil
zu publizieren. Die Informationsverarbeitung in der Kommunikations-und Datenüber-
tragung ist eng an die Speicherkapazität der verfügbaren Hardware gekoppelt. Die
führenden High-Tech-Unternehmen der Welt arbeiten daher mit höchster Intensität
an der Entwicklung neuer und effizienter Speichermedien. Neben den Halbleiterspei-
chern haben sich Magnet-und Bubblespeicher, sowie inte-grierte optische Speicher-
werkstoffe auf dem Markt etabliert. Besonders die Entwicklung reversibler optischer
Informationsspeicher hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Magneto-
optische Speicher, Phasenwechselspeicher (phase change) usw. sind bereits zu ei-
nem industriellen Massenprodukt entwickelt worden. Neben der Methode durch La-
serablation in eine Oberfläche Lochmarkierungen, als Information zu erzeugen, gibt
es auch Versuche diese Markierungen durch Erwärmen wieder zu löschen. Partielles
Erwärmen von unterschiedlichen Schichtdomänen führte dabei zu einer thermo-
mechanischen Deformation und zu einem reversiblen Speicherverhalten. Im Markt-
segment der Speichertechnik trug, als revolutionierendste Innovation, die CD (com-
pact disk) den Sieg davon. Die erreichten Speicherkapazitäten basieren auf den, mit
einem eng fokussierten Laserstrahl erzeugten Vertiefungen in der Kunststoffscheibe,
wobei die Auslesung der digitalen Signale durch die optische Bewertung der Intensi-
tätsschwankungen des reflektierten Laserdiodenlichtes geschieht. Dennoch haftete
dieser großartigen Entwicklung ein entscheidender Nachteil an: die fehlende Lösch-
barkeit der eingebrachten Informationen und damit die uneingeschränkte Wiederver-
wendbarkeit des Speichers. Die CD ist lediglich ein ROM-Speicher. Aus technischen,
vor allem aber aus wirtschaftlichen Erwägungen nimmt die Entwicklung von Spei-
chermedien aus polymeren Kunststoffen stetig zu. Vorteilig gegenüber den Halblei-
terspeichern ist die Unempfindlichkeit derselben gegenüber elektrostatischen und
elektromagnetischen Streu- bzw. Störfeldern. Die Mehrzahl der zu bearbeitenden
technischen oder kommerziellen Vorgänge wandeln analoge Eingangs-Signale in
digitale Signale um, so dass die Vorteile eines billigen, störsicheren, löschbaren und
kapazitiv hohen Speichers aus Kunststoff offensichtlich sind. Die vorliegende Unter-
suchung befasst sich daher mit der Entwicklung und Beschreibung eines polymer-
kristallinen Kunststoffspeichers der durch seinen speziellen Aufbau Memory-
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Eigenschaften aufweist und entwickelt darüber hinaus ein praktikables und technisch
realisierbares Verfahren zum Eintrag und zur Löschung von Zeichen mittels eines
punktförmigen, elektrischen Feldes in einen solchen Speicher.
Der wissenschaftlich technische Stand
Die Notwendigkeit Versuche mit Kunststoffen als Informationsträger durchzuführen,
leitet sich aus der Annahme ab, dass ein Werkstoffverhalten wie es bei Memory-
Metall-Legierungen im Atomgitterbereich bekannt ist, ebenso auch bei molekularen
Strukturen zu erzeugen wäre. Außerdem ist ein solcher Kunststoffspeicher wesent-
lich billiger als andere Werkstoffe mit Atomgitterstruktur. Im Fertigungsprozess, z.B.
der Compact Disk werden in eine Kunststoffscheibe die mit einer dünnen Metallisie-
rung versehen ist, mithilfe eines eng gebündelten Laserstrahles Löcher in diese
Schicht gebrannt. Die Anordnung der dabei entstehenden ,,Informationsgruben" er-
folgt kreisförmig, als archimedische Spirale. Die Auslesung der Signale geschieht
optisch, wobei die Unterscheidung in Grube-Nichtgrube, also in Low-High-Pegeln der
Intensitätsschwankung des rückgestreuten Lichtes proportional ist. Nachteilig an den
erzeugten Informationsspeichern ist zum einen die fehlende Möglichkeit einen sol-
chen Speicher auf geeignete Weise löschen zu können und zum anderen sind für
das Verdampfen des Werkstoffes hohe Energiedichten des Lasers erforderlich. Dem
gegenüber haben organische Werkstoffe den Vorteil einer wesentlich niedrigeren
Schmelztemperatur, sie sind korrosionsbeständig und ihr Marktpreis ist geringer.
Diese Aspekte, verbunden mit dem einer einfach durchzuführenden Löschbarkeit war
Veranlassung, sich stärker mit Untersuchungen zur Erzeugung von Memory-Zeichen
in polymeren Strukturen zu befassen. Dabei dienten die vielfältigen Bestrebungen
und experimentellen Arbeiten auf diesem Gebiet dazu, durch Mischen verschiedener
organischer Komponenten und Verfahrensweisen Werkstoffe zu erzeugen die das
gewünschte Memory-Verhalten aufweisen und vor allem löschbar waren. Als Bin-
demittel diente dazu ein organischer Farbstoff, welcher die Eigenschaft aufwies nur
eine definierte Wellenlänge des Lichtes zu absorbieren. Dieser Farbstoff wurde zu-
sammen mit dem Träger-Kunststoff nach der Spincoating-Methode auf eine reflektie-
rende Oberfläche aufgetragen. Dabei bildete sich eine dünne Schicht im Dickenbe-
reich von 30-300 nm die relativ homogen in ihrer Verteilung war. Ein auf diese
Schicht fokussierter Laserstrahl erhitzte die stark lichtabsorbierenden Farbpartikel
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