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Authentische Polizei- und Kriminalgeschichten

Untertitel: Stationen und Situationen mit Bildern aus einem langen Berufsleben - Teil 1 (1962 bis 1988)
Autor: Ernst Hunsicker
Fach: Biographien

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Details

Institut: keine
Kategorie: Anderes
Jahr: 2008
Seiten: 137
Note: keine
Literaturverzeichnis: ~ -  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 10707 KB
Archivnummer: V94116
ISBN (E-Book): 978-3-638-07047-8
ISBN (Buch): 978-3-638-95544-7

Zusammenfassung / Abstract

Ernst Hunsicker, Kriminaldirektor a.D., schreibt vordergründig über Stationen und Situationen aus seinem Berufsleben, die durch Bilder ergänzt werden. Menschliches und Privates kommen dabei nicht zu kurz. Die Polizei ist Teil dieser Gesellschaft. Alles, was diese Gesellschaft zu bieten hat, ist auch der Polizei nicht (völlig) fremd. Die Geschichten sollen - mit zeitlichem Abstand - überwiegend erheitern; aber das Spektrum polizeilicher Arbeit enthält auch weniger Erfreuliches oder sogar Tragisches. Teil 1 befasst sich mit den Berufsjahren des Autors von 1962 bis 1988; Teil 2 (bis zur Pensionierung im Jahr 2004) ist für eine weitere Veröffentlichung vorgesehen.

Textauszug (computergeneriert)

Ernst Hunsicker

Authentische Polizei- und Kriminalgeschichten

Stationen und Situationen mit Bildern

aus einem langen Berufsleben

Teil 1 (1962 bis 1988)


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Vorwort

Am 29. Februar 2004 wurde ich nach fast zweiundvierzig Jahren Polizei-

vollzugsdienst mit Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze durch

Rolf
Sprinkmann

in den Ruhestand verabschiedet.

Osnabrück:

Hunsicker verabschiedet

Der Planungsbeauftragte für die künftige PD Osnabrück und amtie-
rende Leiter der PI Osnabrück-Stadt, Rolf Sprinkmann, verabschiede-
te jetzt Kriminaldirektor Ernst Hunsicker in den Ruhestand.

Hunsicker hatte zu dieser Feierstunde neben vielen Kolleginnen und Kolle-

gen auch Gäste aus anderen Bereichen eingeladen. Und so staunten Staats-

anwälte, Professoren, Oberbürgermeister, und mutmaßliche intime Kenner

des künftigen Ruheständlers nicht schlecht, als dieser in seinem Vortrag

seine sehr persönlichen Erinnerungen vorstellte aus den Tagen seiner frü-

hesten Kindheit und Jugend.

Hunsickers Betätigungsfeld bei der Polizei Niedersachsen ist vielfältig und

wurde von Rolf Sprinkmann nachgezeichnet:

Die ersten Jahre als Schutzpolizist unter anderem im Lingener Bereich tä-

tig, wechselte Ernst Hunsicker 1967 zur Kriminalpolizei, wurde 1975 Kri-

minalkommissar und 1981 Kriminalrat.

Er arbeitete in Stäben, als Fachlehrer und als Leiter verschiedener Basis-

dienststellen. Die letzten zehn Jahre leitete er den Zentralen Kriminaldienst

in Osnabrück und vertrat den dortigen Leiter der Polizeiinspektion.

In dieser Funktion setzte sich Ernst Hunsicker vehement für die Belange

seines Bereiches ein und machte sich einen Namen als Fachmann für Prä-

ventionsangelegenheiten.

Viele wegweisende Projekte in Osnabrück gehen auf seine Initiative zu-

rück: Ressortübergreifende Präventionskommission, Runde Tische in den

Stadtteilen, Schüler- und Bürgerbefragungen, Kriminologische Regional-

analyse und Gründung eines Präventionsvereins.

Zuletzt verfasste er in seiner Freizeit ein Buch über das Thema ,,Präventive

Gewinnabschöpfung".

Die Osnabrücker Polizei verliert mit Ernst Hunsicker einen beliebten

Dienststellenleiter, einen außerordentlich kompetenten Fachmann und ei-

nen Mann mit viel Herz.

Martin Ratermann

PI Osnabrück-Stadt/kn

Quelle: Polizei-Extrablatt Nr.50/2004, Seite 2.

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Ich war, das kann ich rückschauend schreiben, mit Leib und Seele Polizist

und Kriminalist. Sicherlich gab es in über vier Jahrzehnten Dienst zum

Wohle gesetzestreuer Bürgerinnen und Bürger auch Tiefen und persönliche

Rückschläge. Doch die mehr oder weniger positiven oder auch erfreulichen

Erlebnisse sind präsenter.

Ich schreibe vordergründig über Stationen und Situationen aus meinem Be-

rufsleben, die durch Bilder ergänzt werden. Menschliches und Privates

kommen dabei nicht zu kurz.

Die Geschichten sollen ­ mit zeitlichem Abstand ­ überwiegend erheitern;

aber das Spektrum polizeilicher Arbeit enthält auch weniger Erfreuliches

oder sogar Tragisches.

Namen und Bilder beteiligter Personen sind so ausgewählt, dass durch die-

se Veröffentlichung keine Rechtsverletzungen entstehen. Aus vorgenannten

Gründen halte ich es für angemessen, mehrheitlich ­ was Polizeibedienste-

te betrifft ­ mit namentlichen Abkürzungen zu arbeiten oder auf Namen

gänzlich zu verzichten.

Ich habe immer wieder überlegt, ob ich dieses Manuskript, das ich im We-

sentlichen bereits vor Jahren erstellt habe, überhaupt der Öffentlichkeit zu-

gänglich machen soll. Auch deshalb, weil der ehrbare Polizeiberuf auf

Grund einiger Auswüchse, an denen ich zum Teil beteiligt war, in eine

Schieflage geraten könnte. Aber: Der Polizeidienst ist ein Beruf mit viel

Anspannung, der eben manchmal auch Entspannung sucht und braucht. Ge-

rade in Kasernierungszeiten führt das auch schon mal dazu, dass selbst er-

wachsene Personen ,,über die Stränge schlagen", also die Grenze des Übli-

chen oder Erlaubten auf übermütige, unbekümmerte Weise überschreiten,

wovor offenbar auch die solidesten Familienväter nicht gefeit sind (vgl.

Duden 11, Redewendungen).

Meine (früheren) Kolleginnen und Kollegen könnten bestimmt über ähnli-

che oder vergleichbare Erlebnisse schreiben. Sie tun es aber nicht. Leider,

denn so geht Vieles an ,,Polizeileben" (Polizeigeschichte, Polizeikultur)

verloren.

Ich habe mich dazu entschlossen, das ­ auch autobiographische ­ Gesamt-

werk in

Teil 1

(Jahre 1962 bis Mai 1988) und

Teil 2

(Juni 1988 bis zur

Pensionierung im Jahr 2004) aufzuteilen, da meine Rückkehr in die Krimi-

nalpraxis im Jahr 1988 nach zehnjähriger ,,Abstinenz" eine Zäsur ist.

In Teil 2, an dem ich bereits arbeite, folgen noch viele interessante Ge-

schichten, in denen auch (sehr) bekannte Persönlichkeiten eine Rolle spie-

len.

Ernst Hunsicker

(2008)

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Inhaltsverzeichnis

Seite

Die Berufswahl

11

Polizeischule: erste Eindrücke und Episoden

13

Bier aus Stöckelschuhen

14

Zur Abwechselung ein Ernteeinsatz

16

Orientierungsmarsch bei klirrender Kälte

17

,,Erschossene Koreaner"

17

Große Geländeausbildung

18

Die letzte Nachtzigarette

20

Sommernachtstraum in Bad Hersfeld (mit Götz George)

20

Bildungsfahrt

20

Stinkende Mäuse

21

Bereitschaftspolizei Hannover

23

Kleine Ruhepausen im Hainhölzer Bahnhof

23

,,Verpflegung" durch einen Krankenpfleger

23

Verkehrsregelung auf einer Großkreuzung

24

Alkohol an der Kugel

25

K., der mehr als fürsorgliche Krankenpfleger

27

Flächenbrand am Steinhuder Meer

28

Urlaubsfahrten

31

Die Mittagspause verpennt

35

Polizeiabschnitt Lingen (Ems)

39

Kein guter Auftakt

39

Nicht nur Blutproben

40

Der beißwütige Hund

42

Die ausgebrochene Kuh

43

Massenschlägerei bei ,,Mia" W.

43

Schwer Verkehrsunfall und großes Glück am eigenen Leibe

44

Noch einmal Glück am Bahnübergang

45

Eine unmögliche Pressemitteilung

45

Richter H.: gnadenlos

46

Der Unfalltod von drei jungen Menschen

49

Die fliegende Kuh

49

Ausbildung für die Kriminalpolizei

51

,,Sie sind für die Kriminalpolizei ungeeignet!"

52

Wer hat da nicht aufgepasst?

53

7


Seite

,,Wir machen keine Gefangenen im Milieu!

"

54

Die erste ,,Leichensache"

55

Landeskriminalpolizeistelle Osnabrück

57

Eine suizidgefährdete Sintofrau

57

Ibrahim S.: ein Passfälscher und Fliegenfänger von Format

59

Wir gründen eine neue Gewerkschaft

60

Die nächtliche Weihnachtsfeier

60

Die Pendellampe und eine brennende Theke

61

,,Ich kenne Sie nicht!"

63

Terroristeneinsatz in Nordhorn

64

,,Da schreibt einer unsere Kennzeichen auf!"

65

Der spuckende Automatenaufbrecher

65

Rückblende: Übertriebene Härte beim Dienstsport

66

,,Die Leiche lebt"

66

Der obdachlose ,,Hähnchenwäscher"

67

Der 22. Oberstufenlehrgang

69

14 Tage Selbststudium auf den Stuben

69

Stress, und nichts als Stress

73

Eine widerwärtige Vergewaltigung

73

Der Kommissarslehrgang

75

Der uneinsichtige Hörsaalleiter

75

Die Situationssituation

76

Hängende Betten und Karibikflair in meinem Zimmer

76

Frauen an der Polizeischule

77

Schreck während der mündlichen Prüfung

77

Drei Jahre Stabsarbeit

79

Ein klärendes Gespräch

80

Der Rausschmiss

81

Abschiebung in die Türkei

82

,,Sie bleiben jetzt drei Tage zu Hause!"

82

Raketennachbau: ,,Plop" und Flop

83

Intermezzo bei der Kriminalpolizeiinspektion (KPI) Lingen

85

Völlig ungefährliche Kernenergie?

85

Die überwiegend lästigen ,,Knastvorgänge"

85

Willy Brandt und Genossen in Nordhorn

87

8


Seite

Das ungewohnte und arbeitsintensive Lehrerdasein

89

Darf ich mal Ihren Dienstausweis sehen?

89

Zwei Jahre Studium für den höheren Polizeivollzugsdienst

91

1. Studienjahr

91

Crash mit einer Nonne

92

Rosenmontag in Mainz

92

2. Studienjahr

93

Die Berliner Löschübungen

93

Der nachgiebige Präsident

96

Lyon und Umgebung

97

Zum Schluss ein fader Beigeschmack

97

Erneute Rückkehr zur Landespolizeischule Niedersachsen

99

,,Hunsicker ist ein Vandale!"

100

Fast sechs Jahre Polizeiausbildungsstätte (ASt) Bad Iburg

105

,,Festlicher Barockabend auf Schloß Iburg ..."

109

Der Professor aus den USA

111

Der Tod meines Förderers

114

Morbus Boeck (Sarkoidose) überstanden

114

Das Berlin-Seminar vom 13. bis 17. Mai 1985

115

Ein Tag in Ost-Berlin voller Eindrücke

116

Der künstlerisch begabte Pfarrer

117

Abschließende Erklärung

127

Personenregister (Polizei)

129

Personenregister (außerhalb Polizei)

131

Ortsregister

133

Berufliche Vita im Überblick

135

9


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