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Project Report, 2008, 22 Pages
Authors: Martin Denzel, Younes Alj
Subject: Computer Science - Technical Computer Science
Details
Tags: Videosequenzen, Bewegungsvektoren
Year: 2008
Pages: 22
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-21314-6
File size: 450 KB
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Abstract
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Objekterkennung in Videosequenzen anhand der Ähnlichkeit der enthaltenen Bewegungsvektoren. Nachdem die Grundlagen und Prinzipien verschiedener Ähnlichkeitsmodelle behandelt werden, wird näher auf die Ähnlichkeitssuche bei Videodaten eingegangen. Dazu gehört eine Einführung in die Funktionsweise von Videokompression und ein kurzer Überblick über den Videostandard MPEG-4. Anschließend wird erklärt wie Featuremerkmale – in unserem Fall Bewegungsvektoren – aus Videos extrahiert und zur Ähnlichkeitssuche verwendet werden können.
Excerpt (computer-generated)
Ähnlichkeitssuche über Videosequenzen
anhand Bewegungsvektoren
Martin Denzel, Younes Alj
Lehr- und Forschungseinheit für Datenbanksysteme
Ludwig-Maximilians-Universität München
Zusammenfassung
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Objekterkennung in Videosequenzen anhand der
Ähnlichkeit der enthaltenen Bewegungsvektoren. Nachdem die Grundlagen und
Prinzipien verschiedener Ähnlichkeitsmodelle behandelt werden, wird näher auf die
Ähnlichkeitssuche bei Videodaten eingegangen. Dazu gehört eine Einführung in die
Funktionsweise von Videokompression und ein kurzer Überblick über den
Videostandard MPEG-4. Anschließend wird erklärt wie Featuremerkmale in unserem
Fall Bewegungsvektoren aus Videos extrahiert und zur Ähnlichkeitssuche verwendet
werden können.
2
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 5
2. Ähnlichkeitsmodelle 5
2.1 Distanzfunktionen 6
2.2 Datentypabhängige Ähnlichkeitssuche 7
2.3 Ähnlichkeitssuche über Videodaten 8
3. Videogrundlagen 8
3.1 Videokompression 8
3.1.1 Bewegungskompensation (motion compensation) 9
3.1.2 Bewegungsschätzung (motion estimation) 10
3.1.3 Berechnung von Bewegungsvektoren 11
3.2 MPEG 4 12
3.2.1 Dekodiervorgang 12
3.2.2 Verschiedene Frame-Typen 13
4. Featureextraktion Gewinnung von Bewegungsvektoren .. 13
4.1 Frameworks aus Bild- und Videobearbeitung
13
4.2 Implementierung ,,VideoTracker" 14
5. Auswertung der gewonnen Daten 17
5.1 Vorbereitungen 17
5.2 Benutzung der Software ,,TTime"
18
5.3 Average-Precision Wert
18
6. Zusammenfassung
19
7. Literatur
20
3
Abbildungsverzeichnis
[1-5] Böhm, C. : Skript zur Vorlesung Datenbanksysteme II, 2006, Kapitel 5, LMU
München.
[6-8] Knorr, W.: ,,Motion Estimation Motion Compensation", 2005
[9]
Patrick-Emil Zörner, GNU-License, besucht am 10.04.2008 unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:MPEG-4_ASP_Dekoder_Blockschaltbild.png
[10]
Alj, Denzel: Screenshot der Software VideoTracker
[11] Alj, Denzel: Screenshot: Makroblöcke mit der jeweiligen Verschiebung X und Y
[12] Alj, Denzel: Screenshot des VLC-Player im Bewegungsvektormodus
[13] Alj, Denzel: Screenshot: Häufigkeit der Winkel Pro Frame und Dimension
[14] Alj, Denzel: Screenshot der TTime Software
[15] Alj, Denzel: Screenshot: Precision/Recall Analyse mit der Software TTime
4
1 Einleitung
Die rasanten technologischen Entwicklungen der letzten Jahre haben es möglich gemacht,
große Mengen von Bild- und Videomaterial in sogenannten ′Multimediadatenbanken′
elektronisch abzuspeichern und gleichzeitig Millionen von Nutzern zum Abruf zur Verfügung
zu stellen. Jüngste Beispiele der Internetgeschichte sind Videocommunities wie
YouTube
oder
MyVideo
, die Ihren Nutzern Webspace und Serverleistung zur Speicherung und Abrufbarkeit
der Videoaufnahmen anbieten.
Mit der Fortsetzung dieses Trends gewinnt allerdings auch das Problem der effizienten Suche
in zunehmend unüberschaubaren Datenmengen immer mehr an Bedeutung. Traditionelle
Techniken wie die Suche über z.B. den Dateinamen oder das Entstehungsdatum machen bei
großen Datenmengen oder mehreren neu hinzugefügten Videos pro Sekunde keinen Sinn.
Auch die aufwändige Indexierung mit Metadaten oder die Vergabe von Schlüsselbegriffen für
jedes Multimedia-Objekt ist nur begrenzt effektiv und genau. Schon eher eine Lösung
scheinen daher inhaltsbezogene Suchsysteme zu bieten. Sie benötigen keine zusätzlich
generierten Informationen, sondern extrahieren aus der tatsächlichen Datenrepräsentation
geeignete Merkmale (Features) heraus, die für die Unterscheidung oder die Klassifikation der
Multimedia-Objekte relevant sind. Für jede Art von Daten können sich hierbei
unterschiedliche Features als geeignet erweisen. Bei Zeichnungen können z.B. Höhe, Breite
und Kurvatur entscheidend sein, bei Bildern die Farbwerte der Pixel und bei Texten die
Begriffshäufigkeiten. Man könnte jetzt denken, dass eine Suchanfrage, die sich für die
Farbwerte eines Bildes interessiert sehr selten und ungewöhnlich ist. Das ist richtig, allerdings
sind Anfragen wie ,,Finde alle Bilder, die ebenfalls einen Sonnenuntergang enthalten" schon
wahrscheinlicher und können dann anhand der ähnlichen Farbverteilungen eventuell
beantwortet werden.
Fasst man alle Features eines Objektes zusammen erhält man als Ergebnis einen sog.
′Feature-Vektor′. Unter Einsatz von Distanzfunktionen können diese Vektoren verwendet
werden, um die Ähnlichkeit zwischen Objekten zu bestimmen. Die Ähnlichkeit zweier
Objekte ist dann durch den Abstand der jeweiligen Feature-Vektoren definiert, und zwar so,
dass je geringer der Abstand der Feature-Vektoren ist, umso ähnlicher sich die Objekte sind.
[1]
Im Rahmen dieser Arbeit konzentrieren wir uns auf Videodateien und versuchen anhand des
Features ′Bewegungsvektor′ ähnliche Videos bzw. Videos mit ähnlichen Objekten zu
bestimmen. Die Frage ist, ob Bewegungsvektoren als unterscheidendes Merkmal geeignet
sind und vor allem ob sie als alleiniges Merkmal ausreichen, um brauchbare Klassifizierungen
und Ähnlichkeiten herauszuarbeiten.
Bevor diese Frage beantwortet werden kann, werden wir im Folgenden noch näher auf
unterschiedliche Ähnlichkeitsmodelle eingehen sowie zum Verständnis notwendige
Grundlagen der Videokompression und des Videostandards MPEG-4 betrachten.
2 Ähnlichkeitsmodelle
Wie bereits in der Einleitung erwähnt werden Objekte anhand ihrer charakterisierenden
Merkmale in Form von Featurevektoren dargestellt. Um Feststellungen bzgl. der Ähnlichkeit
zweier Objekte bzw. ihrer Featurevektoren treffen zu können, müssen Kriterien definiert
werden, die festlegen warum ein Objekt A einem Objekt B mehr ähnelt als einem Objekt C.
Es muss also eine Ähnlichkeitsfunktion existieren, die ein Maß für die Ähnlichkeit zweier
Objekte angibt. Das Ergebnis dieser Funktion gibt dann Aufschluss über den
Ähnlichkeitsgrad. In der Regel deutet ein Wert nahe 1 auf eine hohe und ein Wert gegen 0 auf
geringe Ähnlichkeit hin.
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