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Inwieweit Utilitarismus auch Ökonomie ist - Birnbachers Sichtweise

Termpaper, 2008, 16 Pages
Author: mag. Markus Kiesling-Luef
Subject: Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)

Details

Category: Termpaper
Year: 2008
Pages: 16
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 5  Entries
Language: German
Archive No.: V94246
ISBN (E-book): 978-3-640-10001-9
ISBN (Book): 978-3-640-12466-4
File size: 217 KB

Abstract

Die vorliegende Arbeit sollte sich anfangs in erster Linie um den Essay von Dieter Birnbacher „Der Utilitarismus und die Ökonomie“ aus dem Jahre 1990 drehen. Nach und nach wurde mir jedoch klar, dass ich generell zu wenig über den Utilitarismus, oder besser die verschiedenen Formen dieses Ansatzes, wusste. Deshalb gliedert sich die Arbeit nun in zwei Teile, wobei der erste sich mit den verschiedenen Ansätzen des Utilitarismus kritisch auseinanderzusetzen sucht, der zweite dann auf den besagten Aufsatz eingeht. Am Ende folgt eine kurze Stellungnahme.


Excerpt (computer-generated)

Inwieweit Utilitarismus auch Ökonomie ist

Birnbachers Sichtweise

Markus Kiesling-Luef


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung 3

i. Der

Utilitarismus 4

ii. Der

Utilitarismus und die Ökonomie 8

(1) Berührungsebenen 8

(2) Gemeinsamkeiten und Unterschiede innerhalb der utilitaristischen Ethik

9

iii.

Die Bedeutung des Utilitarismus für die Ökonomie 12

iv. Stellungnahme 14

v. Literatur 15

2


0 Einleitung

Die vorliegende Arbeit sollte sich anfangs in erster Linie um den Essay von Dieter

Birnbacher ,,Der Utilitarismus und die Ökonomie" aus dem Jahre 1990 drehen. Nach

und nach wurde mir jedoch klar, dass ich generell zu wenig über den Utilitarismus,

oder besser die verschiedenen Formen dieses Ansatzes, wusste.

Deshalb gliedert sich die Arbeit nun in zwei Teile, wobei der erste sich mit den

verschiedenen Ansätzen des Utilitarismus kritisch auseinanderzusetzen sucht, der

zweite dann auf den besagten Aufsatz eingeht. Am Ende folgt eine kurze

Stellungnahme.

3


i.

Der Utilitarismus

There are few circumstances among those which make up the

present conditions of human knowledge, more unlike what

might have been expected, or more significant of the

backward state in which speculation on the most important

subjects still lingers, than the little progress which has been

made in the decisions of the controversy respecting the

criterion of right and wrong.1

So wenig erfreulich diese Aussage klingen mag, so wahr ist sie immer noch. Als

John Stuart Mill mit diesen Worten seinen Essay 1871 beginnt, hat er kaum

absehen können, auf welche Art von Problemen dieses ,,criterion of right and wrong"

noch alles wird angewendet werden müssen. Er versuchte in seinem Werk

Utilitariarism/Der Utilitarismus

eine

Verteidigung und Erweiterung des zuvor von

Jeremy Bentham in

Introductions to the Principles of Morals and Legislation

(printed

for publication 1780, published 1789) entwickelten Reformprojektes von Ethik und

Recht in England. Bentham ist damit der eigentliche Begründer des Utilitarismus.

In Kontinentaleuropa gilt der Utilitarismus als ,,Gegenposition zur kantischen Ethik"2.

Der Utilitarismus ist eine so genannte konsequentialistische Konzeption von Moral -

jede Handlung wird danach überprüft und beurteilt, welchen Nutzen sie hat. Und als

gut zu beurteilen ist sie, wenn der Nutzen für möglichst viele gegeben ist.

Während diese Theorie vor allem im deutschsprachigen Raum immer noch ­ oder

seit Singers Praktischer Ethik auch wieder vermehrt ­ skeptische beäugt wird, war

sie doch ursprünglich eine sozialreformerische Bewegung, die ,,sich als eine der

ersten Bewegungen

für das Wohl der Gesamtgesellschaft

"3 interessiert hat. Mit

anderen Worten kann der Utilitarismus als eine humanistische Theorie gesehen

werden, die möglichst vielen Menschen Wohlstand, Glück und Zufriedenheit

zusichern und die bestehenden Verhältnisse aufbrechen wollte. Als einige der

ersten Moralphilosophen wollten Bentham und seine Nachfolger ­ beruhend auf den

Erkenntnissen von zum Beispiel David Hume ­ den Wert eines Arbeiters - und noch

1

Mill, John Stuart (2006):

Utilitarianism/Der Utilitarismus.

Stuttgart, 6f.

(,,In kaum einen Punkt entspricht der gegenwärtige Stand der menschlichen Erkenntnis so wenig den

Erwartungen, zu denen man sich berechtigt glaubte, und nichts ist so bezeichnend für die Rückständigkeit, in

der sich die Auseinandersetzung gerade mit den wichtigsten Problemen der Philosophie befindet, wie der

geringe Fortschritt auf dem Weg zur Lösung der Streitfrage, welches das Kriterium von Recht und Unrecht

sei.")

2

Pauer-Studer, Herlinde (2003):

Einführung in die Ethik.

Wien, 31. (In Zukunft zitiert als EE.)

3

Gesang, Bernward (2003):

Eine Verteidigung des Utilitarismus.

Stuttgart, 9. (In Zukunft zitiert als

VU.)

4



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