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Antihelden bei Jim Jarmusch

Essay, 2007, 13 Seiten
Autor: Gloria Höckner
Fach: Filmwissenschaft

Details

Institution/Hochschule: Universität Wien
Tags: Antihelden, Jarmusch
Kategorie: Essay
Jahr: 2007
Seiten: 13
Literaturverzeichnis: ~ 8  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V94433
ISBN (E-Book): 978-3-640-12850-1

Dateigröße: 69 KB

Zusammenfassung / Abstract

„Ich finde es ziemlich komisch, dass man versucht, Delphine zu erforschen und ihre Sprache zu verstehen. Man sieht da einen Typen mit Millionen von Dollars an Computer - Equipment, und sie versuchen zu entschlüsseln, was die Delphine sagen. In der Zwischenzeit taucht ein Delphin auf und sagt auf Englisch:’ Ich will Fische.’ Sie lernen mühelos unsere Sprache, deshalb finde ich das seltsam. Wir suchen an den falschen Stellen nach Antworten.“ In diesem Zitat von Jim Jarmusch spiegelt sich die etwas skurrile, humorvolle und irgendwie weltfremde Art seiner Filme wider. Er kam mit 17 nach New York um Literatur zu studieren, entdeckte seine Liebe zum Film in Paris und lebte diese nach seiner Rückkehr in den „Big Apple“ aus. Die Nähe zur literarischen Form und zur Musik sowie, dass er, als amerikanischer Regisseur, einen Gegenentwurf des typischen Hollywoodkinos darstellt und ein wichtiger Akteur des Independent – Kinos ist, sind Vorzüge, die ihn Auszeichnen. Mit „Stranger than paradise“ (1984) und „Down by Law“ (1986) wurde die Bezeichnung „American Independent Cinema“ zu einem gebräuchlichen Terminus und Jim Jarmusch zu einem (bis heute unabhängigen) „Star-Regisseur“ stilisiert, dessen Filme Kultcharakter erlangten. Sein Ehrgeiz besteht darin, eine neue kinematographische Sprache zu schaffen, die von dem Weltkino zwischen Japan und Europa sowie dem klassischen Hollywood geprägt ist: „Ich will eine Brücke zwischen diesen Polen finden, ohne eine Seite gegen die andere auszuspielen.“


Textauszug (computergeneriert)

Universität Wien

Antihelden bei Jim Jarmusch

Von Gloria Höckner


Inhaltsverzeichnis

1 Down by law (1986) ______________________________________________________ 3

1.1 Eine Einführung _____________________________________________________ 3

1.2 Zusammenfassung des Films __________________________________________ 4

1.3 Beleuchtung der Figur Roberto (Roberto Benigni) _________________________ 5

2 Dead Man (1995) ________________________________________________________ 6

2.1 Handlung___________________________________________________________ 7

2.2 William Blake (Johnny Depp) __________________________________________ 8

3 Gegenüberstellung der Figuren Roberto und William Blake ___________________ 10

4 Schlusswort ___________________________________________________________ 11

Literaturverzeichnis ______________________________________________________ 12

2


1 Down by law (1986)

1.1 Eine Einführung

,,Ich finde es ziemlich komisch, dass man versucht, Delphine zu erforschen

und ihre Sprache zu verstehen. Man sieht da einen Typen mit Millionen von

Dollars an Computer - Equipment, und sie versuchen zu entschlüsseln, was

die Delphine sagen. In der Zwischenzeit taucht ein Delphin auf und sagt auf

Englisch:′ Ich will Fische.′ Sie lernen mühelos unsere Sprache, deshalb finde

ich das seltsam. Wir suchen an den falschen Stellen nach Antworten." 1

In diesem Zitat von Jim Jarmusch spiegelt sich die etwas skurrile, humorvolle und

irgendwie weltfremde Art seiner Filme wider. Er kam mit 17 nach New York um

Literatur zu studieren, entdeckte seine Liebe zum Film in Paris und lebte diese nach

seiner Rückkehr in den ,,Big Apple" aus. Die Nähe zur literarischen Form und zur

Musik sowie, dass er, als amerikanischer Regisseur, einen Gegenentwurf des

typischen Hollywoodkinos darstellt und ein wichtiger Akteur des Independent ­ Kinos

ist, sind Vorzüge, die ihn Auszeichnen.

Mit ,,Stranger than paradise" (1984) und ,,Down by Law" (1986) wurde die

Bezeichnung ,,American Independent Cinema" zu einem gebräuchlichen Terminus

und Jim Jarmusch zu einem (bis heute unabhängigen) ,,Star-Regisseur" stilisiert,

dessen Filme Kultcharakter erlangten. Sein Ehrgeiz besteht darin, eine neue

kinematographische Sprache zu schaffen, die von dem Weltkino zwischen Japan

und Europa sowie dem klassischen Hollywood geprägt ist:

,,Ich will eine Brücke zwischen diesen Polen finden, ohne eine Seite gegen die

andere auszuspielen."2

1 Aurich, Rolf/Stephan Reinecke(Hg.),

Jim Jarmusch

.Berlin:Bertz,2001, S.28f

2 Eue, Ralph, ,,Off-Beat Heroes",

Jim Jarmusch

, Aurich/Reinecke, S.50.

3



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