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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2008, 10 Pages
Author: Natalie Schlee
Subject: Pedagogy - General
Details
Institution/College: University of Osnabrück (Erziehungs- und Kulturwissenschaften)
Tags: Bedingungen, Lesesozialisation, Erforschung, Sozialisationsprozessen, Feldern, Theoretische, Zugangsweisen
Year: 2008
Pages: 10
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 13 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-10681-3
ISBN (Book): 978-3-640-17979-4
File size: 95 KB
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Abstract
Lesen spielt in unserem Berufs- und Privatleben eine wichtige Rolle. Um sich im Alltag zu orientieren und sich Wissen anzueignen ist eine ausreichende Lesekompetenz unabdingbar. Die Lesekompetenz ist vor allem das Ergebnis der Lesesozialisation, der Erfahrungen, die man im Laufe des Lebens mit dem Lesen und Lesemedien macht. Die Lesesozialisations-forschung untersucht daher, welche sozialen Faktoren, welche Einflüsse und Bedingungen für die Entwicklung zukünftiger Leser förderlich sind, und welche Hindernisse dem individuellen Werdegang zum Leser im Wege stehen. Eine Verschärfung der Diskussion um die Lesesozialisation ist nach dem Erscheinen der Ergebnisse der PISA-Studie 2000 eingetreten, in der die deutschen Jugendlichen im Bereich der Lesekompetenz unterdurchschnittlich abgeschnitten haben. Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Frage nach den Bedingungen und Einflüssen der Lesesozialisation bei Jugendlichen auseinander. Als erstes wird dabei kurz der Begriff der Lesesozialisation definiert. Als nächstes werden die wesentlichen Bedingungsfaktoren der Lesesozialisation dargestellt. Neben sozialer Herkunft und Bildung bestimmt vor allem das Geschlecht, ob man eher viel oder eher wenig liest. Im nächsten Schritt werden die Einflüsse der Lesesozialisationsinstanzen betrachtet. In der einschlägigen Forschung werden haupt-sächlich drei Instanzen der Lesesozialisation thematisiert: die Familie, weil dort die frühesten und die umfassendsten Bezüge zum Lesen hergestellt werden; die Schule und die peer groups, die mit dem Älterwerden an Bedeutung gewinnen, deren konkreter Stellenwert im Prozess der Lesesozialisation aber noch wenig erforscht ist. Abschließend wird ein Fazit gezogen.
Excerpt (computer-generated)
Universität Osnabrück
Erziehungs- und Kulturwissenschaften
Erziehungswissenschaft
WS 2007/08
Bedingungen der Lesesozialisation
bei Jugendlichen
Vorlesung und Übung
Erforschung von Sozialisationsprozessen in pädagogischen Feldern: Theoretische und
empirische Zugangsweisen
Natalie Schlee
Bachelor
Erziehungswissenschaft (7) / Kunst/Kunstpädagogik (7)
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
2
1. Definition Lesesozialisation
2
2. Bedingungsfaktoren der Lesesozialisation
3
2.1 Soziale Schicht
3
2.2 Geschlecht
4
3. Instanzen der Lesesozialisation
4
3.1 Familie
4
3.2 Schule
5
3.3 Peers
6
Fazit
7
Literaturverzeichnis
8
1
Einleitung
Lesen spielt in unserem Berufs- und Privatleben eine wichtige Rolle. Um sich im Alltag zu
orientieren und sich Wissen anzueignen ist eine ausreichende Lesekompetenz unabdingbar.
Die Lesekompetenz ist vor allem das Ergebnis der Lesesozialisation, der Erfahrungen, die
man im Laufe des Lebens mit dem Lesen und Lesemedien macht. Die Lesesozialisations-
forschung untersucht daher, welche sozialen Faktoren, welche Einflüsse und Bedingungen für
die Entwicklung zukünftiger Leser förderlich sind, und welche Hindernisse dem individuellen
Werdegang zum Leser im Wege stehen.
Eine Verschärfung der Diskussion um die Lesesozialisation ist nach dem Erscheinen der
Ergebnisse der PISA-Studie 2000 eingetreten, in der die deutschen Jugendlichen im Bereich
der Lesekompetenz unterdurchschnittlich abgeschnitten haben.
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Frage nach den Bedingungen und Einflüssen der
Lesesozialisation bei Jugendlichen auseinander. Als erstes wird dabei kurz der Begriff der
Lesesozialisation definiert. Als nächstes werden die wesentlichen Bedingungsfaktoren der
Lesesozialisation dargestellt. Neben sozialer Herkunft und Bildung bestimmt vor allem das
Geschlecht, ob man eher viel oder eher wenig liest. Im nächsten Schritt werden die Einflüsse
der Lesesozialisationsinstanzen betrachtet. In der einschlägigen Forschung werden haupt-
sächlich drei Instanzen der Lesesozialisation thematisiert:
die Familie
, weil dort die frühesten
und die umfassendsten Bezüge zum Lesen hergestellt werden;
die Schule
und
die peer groups
,
die mit dem Älterwerden an Bedeutung gewinnen, deren konkreter Stellenwert im Prozess der
Lesesozialisation aber noch wenig erforscht ist.1
Abschließend wird ein Fazit gezogen.
1. Definition Lesesozialisation
Cornelia Rosebrock definiert Lesesozialisation als ,,...den dialektischen Verlauf der Heraus-
bildung des Einzelnen in der Auseinandersetzung mit literarischen Medien und den Prozess
seines Hineinwachsens in die Schrift- bzw. die literarische Kultur."2 Einerseits wird das
Individuum beim Eingang in Gesellschaft, Kultur und Geschichte von den vorgefundenen
literalen Praktiken geprägt, andererseits hat es aber im Sinne der Selbstsozialisation Wahl-
und Einflussmöglichkeiten auf diese Vorgänge.3
1 Vgl. Bonfadelli 1999, S. 121, 122
2 Rosebrock 2006, S. 153
3 Vgl. ebd.
2
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