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Asset Backed Commercial Papers

Subtitle: Der deutsche Markt im Lichte der US-Immobilienkrise

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2008, 27 Pages
Author: Uwe Trambo
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2008
Pages: 27
Grade: 1,5
Bibliography: ~ 21  Entries
Language: German
Archive No.: V94622
ISBN (E-book): 978-3-640-10686-8
ISBN (Book): 978-3-640-11220-3
File size: 178 KB

Abstract

Asset Backed Commercial Papers: Der deutsche Markt im Lichte der US-Immobilienkrise Die vorliegende Seminararbeit bietet einen Überblick über die Geschehnisse der Fi-nanzmarktkrise und beschreibt die Auswirkungen auf den deutschen Kapitalmarkt. Dabei werden erwartete Effekte ebenso wie bereits realisierte Ereignisse beleuchtet. Als Ursprung der Krise wird die US-Immobilienkrise in Verbindung mit dem US-Subprime-Markt identifiziert. Die Wirkung der Krise, mit ihrem Ursprung in den USA, wird dabei durch eingesetzte Asset Backed Securities (ABS) und Asset Backed Commercial Papers (ABCP) auch auf den deutschen Kapitalmarkt transferiert.Beginnend werden in dieser Arbeit die Grundprinzipien der Verbriefung sowie ver-schiedene Arten der ABS vorgestellt. Im Folgenden konzentriert sich die Arbeit auf Mortgage Backed Securities, da diese durch die Ergebnisse der US-Immobilienkrise direkt betroffen sind und durch sie die Resultate der Subprimekrise auch auf den deutschen Kapitalmarkt transferiert werden. Dabei wird insbesondere auf die Grund-lagen der Immobilienfinanzierung in Deutschland sowie den USA Bezug genommen. Indirekte Folgen durch Vertrauensverlust und daraus resultierende Liquiditätseng-pässe am US-amerikanischen und deutschen Kapitalmarkt werden ebenfalls kurz aufgegriffen. Um ein abgerundetes Bild darstellen zu können, werden zusätzlich Conduit- und Structured Investment Vehicle Operationen sowie ABCP und damit verbundene Risiken betrachtet. Zum grundlegenden Verständnis werden wichtige Entwicklungen am US-Immobilienmarkt und deren Effekte betrachtet. Weiterführend wird die Entwicklung des deutschen Marktes für ABS in Verbindung mit der True Sale Initiative und Pro-jekten der Kreditanstalt für Wiederaufbau reflektiert. Abschließend erörtert die Seminararbeit die derzeit bekannten Resultate der Krise und aufgetretene Problemfälle am deutschen Kapitalmarkt. Hierzu werden beispiel-haft die Fälle der Deutschen Industriebank (IKB) und der Sächsischen Landesbank kurz aufgegriffen. Bereits erkennbare Folgen sowie mögliche Ursachen der Krise werden festgehalten und das Instrument der Verbriefung zwar als Transferkanal der Krise, aber nicht als Ursache bestimmt. Eine überregionale Wirkung der US-Subprime-Krise wäre auch ohne die Verbriefung möglich.


Excerpt (computer-generated)

Hauptseminar SS 2008

Asset Backed Commercial Papers:

Der deutsche Markt im Lichte der US-Immobilienkrise

Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre

mit dem Schwerpunkt Finanz- und Bankwirtschaft

vorgelegt von: Uwe Trambo

Graben, den 30. April 2008


I

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis I

Abbildungsverzeichnis II

Abkürzungsverzeichnis III

1. Einleitung 1

2. Das Grundprinzip der Verbriefung 1

2.1

Arten der Asset Backed Securities 3

2.2

Asset Backed Commercial Paper, Conduit und SIV 5

2.3 Grundlagen

der

Immobilienfinanzierung 7

3. Marktüberblick in den USA 7

3.1 Entwicklungen

am

US-Immobilienmarkt 8

3.2 Kreditvergabestandards

in

den USA und Deutschland 10

4. Marktüberblick in Deutschland 11

5. Auswirkungen auf den deutschen Markt 12

6. Zusammenfassung 15

Literaturverzeichnis 18


II

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Überblick einer true sale Verbriefung 2

Abbildung 2 Übersicht verschiedener Asset Backed Securities 4


III

Abkürzungsverzeichnis

ABCP

Asset Backed Commercial Paper

ABS

Asset Backed Security (Securities)

BaFin

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

CBO

Collateralized Bond Obligation

CDO

Collateralized Debt Obligation

CLO

Collateralized Loan Obligation

CMBS

Commercial Mortgage Backed Security

Fed Federal

Reserve

FHLMC (Freddie Mac)

Federal Home Loan Mortgage Corporation

FNMA (Fannie Mae)

Federal National Mortgage Association

GNMA (Ginnie Mae)

Government National Mortgage Association

IKB

IKB Deutsche Industriebank

KfW Kreditanstalt

für

Wiederaufbau

LB Landesbank

LBBW Landesbank

Baden-Württemberg

MaRisk

Mindestanforderungen an das Risikomanagement

MBS

Mortgage Backed Security

PROMISE

Promotional Mittelstands Loan Securitisation

PROVIDE Promotional

Residential Mortgage Securitisation

RMBS

Residential Mortgage Backed Security

S&P

Standard and Poor′s

SIV

Structured Investment Vehicle

SPV

Special Purpose Vehicle

TSI True

Sale

International GmbH


1

1. Einleitung

,,We estimate aggregate potential writedowns and losses to be approximately $945

billion as of March 2008...Aggregate losses are on the order of $565 billion for U.S.

residential loans (nonprime and prime) and securities and $240 billion on commer-

cial real estate securities. Corporate loans (including leveraged loans and CLOs) are

expected to account for $120 billion of losses, while consumer loan losses are likely

to add an additional $20 billion."1

Dieses Zitat beschreibt die im März 2008 durch den International Monetary Fund

erwarteten Wertberichtigungen sowie Vermögensverluste und das mögliche Ausmaß

einer Finanzkrise, die in der folgenden Arbeit beschrieben wird.

Ziel dieser Seminararbeit ist es, einen Überblick über die Auswirkungen der US-

Immobilienkrise auf den deutschen Kapitalmarkt unter Berücksichtigung eingesetzter

Asset Backed Commercial Papers (ABCP) und Asset Backed Securities (ABS) zu

schaffen. Zu Beginn werden die Grundprinzipien der Verbriefung sowie verschiede-

ne Strukturen und unterschiedliche Arten der ABS in Verbindung mit den Grundla-

gen der Immobilienfinanzierung vorgestellt. Anschließend werden wichtige Entwick-

lungen am US-Immobilienmarkt und deren Auswirkungen auf den deutschen Kapi-

talmarkt beleuchtet. Zum Schluss werden daraus resultierende Entwicklungen, Pro-

jekte und Problemfälle am deutschen Kapitalmarkt erörtert.

2. Das Grundprinzip der Verbriefung

Durch die Verbriefung, oder auch Securitisation2 genannt, werden aus illiquiden Ak-

tiva wie Vermögens- oder Forderungsbeständen marktfähige Wertpapiere, so ge-

nannte ABS geschaffen. Dabei verkauft ein Forderungsinhaber (Originator) seine

gepoolten und abgegrenzten Forderungen an eine insolvenzferne und steuerneutrale

Zweckgesellschaft, welche eigens zum Zweck der Verbriefung gegründet wurde und

sonst keine weiteren Aktiva besitzt. Diese, im Englischen auch Special Purpose Ve-

hicle (SPV) genannte Gesellschaft, finanziert den Aufkauf des Forderungspools

durch die Ausgabe der ABS, deren Zins- und Tilgungszahlungen aus dem Cash Flow

1 Vgl. International Monetary Fund (2008), S. 10 ­ 11.

2 Die Schreibweise ist im britischen Englisch Securiti(s)ation und im US-amerikanischen Englisch

Securiti(z)ation. In dieser Arbeit wird die britische Schreibweise verwandt.


2

der erworbenen Vermögenswerte bestritten wird.3 Der zu verbriefende Forderungs-

pool sollte aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und unter Bedacht auf ein anschlie-

ßendes Rating eine gewisse Homogenität in Bezug auf die Fälligkeit aber auch Di-

versifikation der Bonität verschiedener Schuldner besitzen.4 Meist werden im Rah-

men der Verbriefung unterschiedliche Tranchen gebildet, deren Zahlungsansprüche

kaskadenartig erfüllt werden (Wasserfallprinzip).5 Somit kann den unterschiedlichen

Risikoneigungen der Investoren in ABS entsprochen werden. Es entsteht üblicher-

weise eine Senior Tranche mit dem höchsten Rang, welche im Allgemeinen mit ei-

nem erstklassigen Rating versehen ist. Das Rating entspricht erfahrungsgemäß einer

exzellenten Staatsanleihe (AAA). Des Weiteren entstehen eine oder mehrere Mezza-

nine Tranchen sowie die unterste Equity- oder Junior Tranche, welche auch als First

Loss Piece (FLP) bezeichnet wird. Sie hat die zuerst auftretenden Zahlungsausfälle

im zu verbriefenden Forderungspool zu tragen.6 Ratingagenturen wie beispielsweise

Standard and Poor′s (S&P), Moody′s oder Fitch können anhand empirischer Daten

Ausfallwahrscheinlichkeiten ermitteln und so den zugrunde liegenden Forderungs-

pool sowie die einzelnen Tranchen raten.

ABS- Tranchen

Senior Tranche

Originator

Kaufpreis

Zweckgesellschaft Kupon und Tilgung

abzgl.

(AAA )Rating

Kosten

(SPV)

Zins und

Emissionserlöse

Tilgung

Forderungs-

Forderungs-

pool

Forderungs-

verkauf

Pool

Wertpapier-

Mezzanine

,,True Sale"

emission

Tranchen

Junior Tranche

/ First Loss

Piece

Abbildung 1 Überblick einer true sale Verbriefung7

3 Vgl. z.B. Bund (2001), S. 686; Bund (2000), S. 10.

4 Vgl. Brenken/Papenfuß (2007), S. 17.

5 Vgl. Perridon/Steiner (2006), S. 441.

6 Vgl. Krahnen (2005), S. 6.

7 Vgl. Perridon/Steiner (2006), S. 440.



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