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Demenz - Forschungsstand und Perspektiven

Seminararbeit, 2007, 27 Seiten
Autor: Frank Fischer
Fach: Gesundheitswissenschaften

Details

Veranstaltung: Zur Gesundheitssituation älterer Menschen. Ergebnisse der Epidemiologie und der Gesundheitsberichterstattung
Institution/Hochschule: Hamburger Fern-Hochschule
Tags: Demenz, Forschungsstand, Perspektiven, Gesundheitssituation, Menschen, Ergebnisse, Epidemiologie, Gesundheitsberichterstattung
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2007
Seiten: 27
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 30  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V94635
ISBN (E-Book): 978-3-640-10692-9

Dateigröße: 180 KB
Anmerkungen :
Zusammenfassende Bewertung: Herrn Fischer gelingt es, einen umfassenden Überblick über den aktuellen Forschungsstand zur Demenz zu geben. Er verwendet die neueste Literatur und geht besonders auf die pflegerische Versorgung ein. Eine sehr gute Arbei!


Zusammenfassung / Abstract

Nicht nur für den Einzeln spielt Gesundheit eine große Rolle, sondern Gesundheit ist auch für die Gesellschaft von immenser Bedeutung, da die sozialen Sicherungssysteme zu einem großen Teil für die Kosten durch entstehende Krankheiten aufkommen. Es ist daher im Interesse aller, wenn möglichst umfangreiche und wissenschaftlich gesicherte Informationen vorliegen, um die begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen möglichst gezielt und effektiv einzusetzen. Diese Informationen und Daten zu liefern ist Aufgabe der Epidemiologie und der Gesundheitsberichterstattung (GBE). Zu Beginn der Arbeit werden beide dargestellt, da sie von grundlegender Bedeutung für die Probleme und Fragestellungen sind, die sich bei der Beschäftigung mit der Gesundheitssituation älterer Menschen ergeben, die anschließend erörtert wird. Mit zunehmendem Alter wird die Gesundheitssituation durch das Auftreten und die Manifestation von chronischen Erkrankungen und natürlichen Alterungsprozessen bestimmt, die von großen interindividuellen Unterschieden geprägt sind und nicht immer Leiden und Pflegebedürftigkeit bedeuten (vgl. RKI 2002, 7). Ab dem 65. Lebensjahr taucht aber mit der Demenz eine spezielle Erkrankung des höhern Alters auf, die für den Betroffenen, die Angehörigen und auch für die Gesellschaft von immer größerer Bedeutung werden wird. Deshalb wird in dieser Arbeit, im Rahmen des Themenkomplexes „Gesundheitssituation älterer Menschen“, der Schwerpunkt auf diese spezielle Erkrankung des Alters gelegt. Durch die demographische Entwicklung ist mit einem starken Anstieg der Zahl der Demenzerkrankten zu rechnen. Schon heute geht man von 1,2 Millionen Erkrankten aus und Berechnungen für das Jahr 2050 kommen auf über zwei Millionen an Demenz erkrankten Menschen (vgl. Bickel 2001: 50). Bedingt durch diese Entwicklung kam es in den letzten Jahren zu einer kaum mehr überschaubaren Flut an Veröffentlichungen, Studien und wissenschaftlichen Untersuchungen zum Themenbereich Demenz. Diese Arbeit will dazu beitragen den aktuellen Stand der Epidemiologie, der GBE und der Forschung im Bereich der Krankheitsformen, der Therapiemöglichkeiten und der pflegerischen Versorgung von Demenzkranken aufzuzeigen. Denn nur durch gesicherte Informationen können Fragen beantwortet, Ängste abgebaut, politische Entscheidungen getroffen und Handlungsschritte eingeleitet werden. Eine Zusammenfassung und die aktuellen Reformansätze in der sozialen Pflegeversicherung und deren Auswirkung auf die Versorgungssituation von Demenzerkrankten bilden den Abschluss der Arbeit.


Textauszug (computergeneriert)

Hamburger Fern-Hochschule

Studiengang Pflegemanagement

Studienzentrum Stuttgart

Studienfach Gesundheitswissenschaft

Zur Gesundheitssituation älterer Menschen.

Ergebnisse der Epidemiologie und der Gesundheitsberichterstattung

Demenz ­ Forschungsstand und Perspektiven

Frühjahrssemester 2007

von

Frank Fischer


Frank Fischer

Seite 2/26

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

3

1 Aufbau und Ziele der Arbeit 4

2 Epidemiologie 5

2.1 Definitionen von Epidemiologie 5

2.2 Aufgaben der Epidemiologie

6

2.3 Epidemiologische Maßzahlen Prävalenz und Inzidenz 7

2.4 Methoden der Epidemiologie

7

2.4.1 Deskriptive Studien

8

2.4.2 Analytische Studien

8

3 Gesundheitsberichterstattung

9

3.1 Definitionen der Gesundheitsberichterstattung 9

3.2 Aufgaben und Zielsetzung der Gesundheitsberichterstattung 9

3.3 Verhältnis von Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung 10

4 Zur Gesundheitssituation von älteren Menschen

11

5 Demenz ­ Einordnung des Krankheitsbildes

12

5.1 Epidemiologie der Demenzerkrankungen

13

5.1.1 Prävalenz der Demenz

13

5.1.2 Inzidenz der Demenz 13

5.2 Krankheitsformen der Demenz

14

5.2.1 Einteilung der Demenzerkrankungen 14

5.2.2 Alzheimer-Erkrankung 15

5.3 Therapiemöglichkeiten bei Demenz 16

5.3.1 Medikamentöse Therapie 16

5.3.2 Psychologische und pflegerische Intervention 17

5.4 Pflegerische Versorgung von Menschen mit einer Demenzerkrankung 18

5.4.1 Familiäre und ambulante Versorgung 18

5.4.2 Teilstationäre Pflege 19

5.4.3 Stationäre Pflege 20

6 Zusammenfassung und Ausblick 22

Literaturverzeichnis

24



Frank Fischer

Seite 3/26

Abkürzungsverzeichnis


AFI

Alzheimer Forschung Initiative e.V.

BMG

Bundesministerium für Gesundheit

BMFSFJ

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

ca.

circa

EUR

Euro

GBE

Gesundheitsberichterstattung

GPZ

Gerontopsychiatrische Zentren

HIV

Humanes Immundefizienz-Virus

PEG

Percutane endoskopische Gastrostomie

PfLEG

Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetz

RKI

Robert Koch-Institut

s.

siehe

SET

Selbst-Erhaltungstherapie

SDAT

Senile Demenz vom Alzheimer-Typ

SGB

Sozialgesetzbuch

v.a.

vor allem

vgl.

vergleich

VKT

Verhaltenstherapeutisches Kompetenztraining

WG

Wohngemeinschaft

z.B.

zum Beispiel






Frank Fischer

Seite 4/26

1 Aufbau und Ziele der Arbeit

Nicht nur für den Einzeln spielt Gesundheit ein große Rolle, sondern Gesundheit ist

auch für die Gesellschaft von immenser Bedeutung, da die sozialen Sicher-

ungssysteme zu einem großen Teil für die Kosten durch entstehende Krankheiten

aufkommen. Es ist daher im Interesse aller, wenn möglichst umfangreiche und

wissenschaftlich gesicherte Informationen vorliegen, um die begrenzten perso-

nellen und finanziellen Ressourcen möglichst gezielt und effektiv einzusetzen.

Diese Informationen und Daten zu liefern ist Aufgabe der Epidemiologie und der

Gesundheitsberichterstattung (GBE).

Zu Beginn der Arbeit werden beide dargestellt, da sie von grundlegender

Bedeutung für die Probleme und Fragestellungen sind, die sich bei der

Beschäftigung mit der Gesundheitssituation älterer Menschen ergeben, die

anschließend erörtert wird.

Mit zunehmendem Alter wird die Gesundheitssituation durch das Auftreten und die

Manifestation von chronischen Erkrankungen und natürlichen Alterungs-prozessen

bestimmt, die von großen interindividuellen Unterschieden geprägt sind und nicht

immer Leiden und Pflegebedürftigkeit bedeuten (vgl. RKI 2002, 7).

Ab dem 65. Lebensjahr taucht aber mit der Demenz eine spezielle Erkrankung des

höhern Alters auf, die für den Betroffenen, die Angehörigen und auch für die

Gesellschaft von immer größerer Bedeutung werden wird.

Deshalb wird in dieser Arbeit, im Rahmen des Themenkomplexes ,,Gesundheits-

situation älterer Menschen", der Schwerpunkt auf diese spezielle Erkrankung des

Alters gelegt.

Durch die demographische Entwicklung ist mit einem starken Anstieg der Zahl der

Demenzerkrankten zu rechnen. Schon heute geht man von 1,2 Millionen

Erkrankten aus und Berechnungen für das Jahr 2050 kommen auf über zwei

Millionen an Demenz erkrankten Menschen (vgl. Bickel 2001: 50).

Bedingt durch diese Entwicklung kam es in den letzten Jahren zu einer kaum mehr

überschaubaren Flut an Veröffentlichungen, Studien und wissenschaftlichen

Untersuchungen zum Themenbereich Demenz.

Diese Arbeit will dazu beitragen den

aktuellen Stand

der Epidemiologie, der GBE

und der Forschung im Bereich der Krankheitsformen, der Therapie-möglichkeiten

und der pflegerischen Versorgung von Demenzkranken


Frank Fischer

Seite 5/26

aufzuzeigen. Denn nur durch gesicherte Informationen können Fragen beantwortet,

Ängste abgebaut, politische Entscheidungen getroffen und Handlungsschritte

eingeleitet werden.

Eine Zusammenfassung und die aktuellen Reformansätze in der sozialen

Pflegeversicherung und deren Auswirkung auf die Versorgungssituation von

Demenzerkrankten bilden den Abschluss der Arbeit.

2 Epidemiologie

Die sozialen Sicherungssysteme in Deutschland stehen vor großen Heraus-

forderungen und Problemen die es zu lösen gilt, dies gilt ganz besonders für die

Problematik der stetig zunehmenden Demenzerkrankungen in der älteren

Bevölkerung. Um hier die richtigen Entscheidungen für die Zukunft treffen zu

können benötigt man wissenschaftlich gesicherte Daten und Informationen, um die

begrenzten finanziellen Ressourcen optimal einzusetzen. Das ist Aufgabe der

Epidemiologie, die im Folgenden anhand von Definitionen, Aufgaben und

Methoden vorgestellt wird.

2.1 Definitionen von Epidemiologie


Im Fremdwörterlexikon wird Epidemiologie als ,,

Lehre von den Epidemien

"

bezeichnet wobei Epidemie als ,,

ansteckende, sich rasch und weit verbreitende,

plötzlich auftretende und abflauende Massenerkrankung, Seuche

" definiert wird

(Wahrig 1999, 262).

,,Epidemiologie ist die Lehre von der Häufigkeit und Verteilung von Risiko-

faktoren, Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen in der Bevölkerung"

(Kuhn,

Wildner 2006: 12).

Diese sehr engen, auf überwiegend akute Erkrankungen und Risikofaktoren

begrenzte Definitionen, werden zunehmend von erweiterten Definitionen ersetzt,

die neben der quantitativen Erforschung der Verteilung und der Risikofaktoren von

Krankheiten und Gesundheitszuständen auch auf die Prävention und Behandlung

von Krankheiten bezug nimmt (vgl. Stark, Guggenmoos-Holzmann 1998: 285).


Frank Fischer

Seite 6/26

Die ursprüngliche Dominanz der Medizin wird dabei zunehmend von anderen

Professionen verdrängt. Sozialwissenschaftler, Pädagogen, Ökonomen, Statistiker

und andere setzen andere Schwerpunkte und entwickeln dadurch neue Blick-winkel

auf die Epidemiologie. So lautet eine aktuelle Definition:

,,Epidemiologie ist die Bearbeitung von Fragen aus dem Bereich der Medizin, der

Gesundheitssystemforschung und der Gesundheitswissenschaften mit Methoden der

empirischen Sozialforschung und der Statistik

" (Brand et al. 2006: 257).

In dieser Definition klingen die Aufgaben der Epidemiologie bereits durch, die im

folgenden genauer betrachtet werden.

2.2

Aufgaben der Epidemiologie

Nicht die optimale Behandlung des Individuums ist das Ziel der Epidemiologie,

sondern die Unterstützung der Entwicklung und Steuerung des gesamten

Gesundheitssystems, um der Gesamtbevölkerung eine möglichst effektive und

effiziente Versorgung zu ermöglichen. Die Aufgabe epidemiologische Forschung

ist daher:

- Risikofaktoren und Ursachen von Krankheiten zu identifizieren

- Gesundheitsförderliche (salutogene) Faktoren zu identifizieren

- Regionale Unterschiede in der Häufigkeit von Erkrankungen zu erklären

- Wirksamkeit und Effizienz von medikamentöser Therapie zu beurteilen

- Präventionsmaßnahmen und medizinische, rehabilitative und psychosoziale

Interventionen auszuwerten (vgl. Stark, Guggenmoos-Holzmann 1998: 285).

Die in standardisierter Weise gemessenen und durch Anwendung statistischer

Methoden quantitativ ausgewerteten Daten können dann als Grundlage für

Entscheidungen und Maßnahmen der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung

herangezogen werden.

Trotz dieses allgemeinen Ansatzes der Epidemiologie können Ergebnisse und Er-

kenntnisse der epidemiologischen Forschung auch dem einzelnen Individuum hel-

fen zu erkennen ,,

...welche Verhaltensweisen sein Risiko für bestimmte Erkran-

kungen erhöhen oder verringern

" (Stark, Guggenmoos-Holzmann 1998: 285).

Daher ist es auch Aufgabe und ethische Selbstverpflichtung der Epidemiologie

,,...der Öffentlichkeit ein verständliches Bild von der jeweiligen Problematik zu



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