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Notwendigkeit und Rechtheit bei Aristoteles und Anselm von Canterbury

Seminararbeit, 2001, 18 Seiten
Autor: Thomas Eimer
Fach: Philosophie - Philosophie der Antike

Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2001
Seiten: 18
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V9478
ISBN (E-Book): 978-3-638-16174-9

Dateigröße: 249 KB


Textauszug (computergeneriert)

Notwendigkeit und Rechtheit
bei Aristoteles und
Anselm von Canterbury






Hausarbeit im Grundstudium
Philosophie M.A.
WS 01/02
bei Roman Oeffner


Berlin, den 30.12.01


(Thomas R. Eimer)




Inhaltverzeichnis

Einleitung 3

Einschwenken in die Notwendigkeit:
Aristoteles 4

Zur Rechtheit notwendig ist Gnade:
Anselm von Canterbury 9

Akzidentielle und formale Kontingenz
bei Aristoteles und Anselm von Canterbury 14

Abschließende Bemerkungen 19

Verzeichnis der zitierten Werke 21

Verzeichnis der verwendeten Sekundär-
Literatur 22

 


Einleitung

Der Titel dieser Arbeit ist mißverständlich.
Denn das Interesse des Verfassers konzentriert sich weniger auf Notwendigkeit und Rechtheit bei Aristoteles und Anselm von Canterbury als vielmehr darauf, jenen Freiraum auszuloten, den der Stagirit und der Scholastiker menschlichem Handeln zubilligen.
Um diesem Erkenntnisinteresse zu folgen, bietet es sich allerdings bei beiden Philosophen an, ex negativo - eben aus der Notwendigkeit - auf Bedingungen einer möglichen Kontingenz zu schließen.
Aus diesem Grund soll in einem ersten Abschnitt untersucht werden, welche Implikationen sich aus dem Bedeutungfeld der Notwendigkeit bei Aristoteles für die Bedingungen menschlicher Praxis ergeben. Im zweiten Abschnitt wird die gleiche Fragestellung auf die Schriften Anselm von Canterburys bezogen. Schließlich soll in einem Vergleich der beiden Philosophen herausgearbeitet werden, inwieweit ihr Denken menschlichen Handeln eine Kontingenz zuspricht.
Aus dem Rahmen einer Seminararbeit ergibt sich, daß die hier skizzierte Fragestellung nur angerissen werden kann. Als weiteres Erschwernis kommen die mangelnden Griechischkenntnisse des Verfasser hinzu. Nichtsdestotrotz dürfte auch ein zwangsläufig oberflächlicher Vergleich dazu dienen, einen ersten Eindruck über grundlegende Auffassungen zur Möglichkeit menschlicher Freiheit in Antike und Scholastik zu gewinnen.


1. Einschwenken in die Notwendigkeit: Aristoteles

Daß Aristoteles die Notwendigkeit als ontologisch gegebenenes Prinzip und epistemisch plausibles Konstrukt ansieht, soll hier mit Wolf vorausgesetzt werden. Erinnert sei nur an die Physik des Aristoteles, in der alle Abläufe der Natur, sofern sie wissenschaftlich erfaßt werden sollen, auf Notwendigkeiten zurückgeführt werden. Die mögliche Kontingenz von Ereignissen aufgrund von Fügung und Zufall wird damit zwar nicht negiert, aber als nicht wissenschaftsfähig gekennzeichnet.
Um dieser Einschätzung angemessen zu begegnen, ist es sinnvoll,

[...]


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