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Vor- und Nachteile eines Leitwährungssystems

Essay, 2001, 7 Pages
Author: Florian Schoetzke
Subject: Economics / Business: Economic Policy

Details

Event: Theorie und Politik zur monetären Koordination
Institution/College: Free University of Berlin (Volkswirtschaftspolitik)
Tags: Vor-, Nachteile, Leitwährungssystems, Theorie, Politik, Koordination
Category: Essay
Year: 2001
Pages: 7
Grade: 2,3
Language: German
Archive No.: V9585
ISBN (E-book): 978-3-638-16247-0

File size: 128 KB

Abstract

Fragestellung: Diskutieren Sie das Pro und Contra eines Leitwährungssystems! In dem folgenden Aufsatz werden die Stärken und Schwächen eines Leitwährungssystems diskutiert. Grundsätzlich wird zwischen einem Regime der flexiblen und der festen Wechselkurse unterschieden, die ihrerseits unterschiedliche Auswirkungen der Fiskal- und Geldpolitik aufweisen. Ein Regime fixer Wechselkurse zeichnet sich dadurch aus, dass die Tauschparitäten zwischen den Währungen stetig konstant sind und auch gehalten werden. Gerät eine Austauschbeziehung zweier Währungen in ein Ungleichgewicht, so greifen die jeweiligen Zentralbanken mittels Kauf oder Verkauf von Devisen stabilisierend ein. So besteht die hauptsächliche Aufgabe der Zentralbanken die Wahrung der Stabilität der Wechselkursparität zwischen den Währungen. Ein Regime der flexiblen Wechselkurse lässt eine Schwankung der Austauschverhältnisse mindestens zweier Währungen zu. Die Zentralbanken intervenieren nicht sofort, wenn ein Ungleichgewicht auftritt, sondern verfolgen eher das Ziel der Preisstabilität bzw. der internen Stabilität des Landes....


Excerpt (computer-generated)

Vor- und Nachteile eines Leitwährungssytem

Essay zur Übung ,,Theorie und Politik der monetären Koordination"
SS 2001

von Florian Schoetzke

Gruppe C, Mittwoch

 

Literaturliste:

Thomasberger, C. (1993): Europäische Währungsintergration und globale Währungskonkurrenz, J.C.B. Mohr: Tübingen

Herr, H. (1992): Geld, Währungswettbewerb und Währungssysteme, Campusverlag: Frankfurt

Jarchow H.J., Rühmann, P. (1997): Monetäre Aussenwirtschaft, Band II.
Internationale Währungspolitik, Vandenhoeck und Ruprecht: Göttingen

Tomann, H., [Stabilitätspolitik], Stabilitätspolitik. Theorie, Strategie und europäische Perspektive, 1997

 

Fragestellung: Diskutieren Sie das Pro und Contra eines Leitwährungssystems!

In dem folgenden Aufsatz werden die Stärken und Schwächen eines Leitwährungssystems diskutiert.
Grundsätzlich wird zwischen einem Regime der flexiblen und der festen Wechselkurse unterschieden, die ihrerseits unterschiedliche Auswirkungen der Fiskal- und Geldpolitik aufweisen. Ein Regime fixer Wechselkurse zeichnet sich dadurch aus, dass die Tauschparitäten zwischen den Währungen stetig konstant sind und auch gehalten werden. Gerät eine Austauschbeziehung zweier Währungen in ein Ungleichgewicht, so greifen die jeweiligen Zentralbanken mittels Kauf oder Verkauf von Devisen stabilisierend ein. So besteht die hauptsächliche Aufgabe der Zentralbanken die Wahrung der Stabilität der Wechselkursparität zwischen den Währungen. Ein Regime der flexiblen Wechselkurse lässt eine Schwankung der Austauschverhältnisse mindestens zweier Währungen zu. Die Zentralbanken intervenieren nicht sofort, wenn ein Ungleichgewicht auftritt, sondern verfolgen eher das Ziel der Preisstabilität bzw. der internen Stabilität des Landes.
Ein Leitwährungssystem ist durch ein Regime der festen Wechselkurse gekennzeichnet und wird angeführt durch ein Leitwährungsland, an dem sich die Nicht-Leitwährungsländer wirtschaftspolitisch orientieren. Die wichtigste Voraussetzung für ein Leitwährungsland ist die Liquiditätsprämie der Leitwährung. Sie beinhaltet die weltweite Verfügbarkeit und die damit implizite Anerkennung als Zahlungsmittel auf wichtigen Handelsplätzen der Welt.
Innerhalb eines Leitwährungssystems existiert eine Währungshierarchie zwischen den Ländern mit einer hohen und niedrigen Liquiditätsprämie. Aufgrund des Zuflusses liquiditätsorientierter Mittel findet sich das Land mit der höchsten Liquiditätsprämie - unabhängig von den geldpolitischen Aktivitäten - in der Position eines Leitwährungslandes. Damit ergibt sich eine Währungskonkurrenz zwischen Ländern mit international unterschiedlicher Liquiditätsgrade, die die polare Struktur des Leitwährungssystem erklärt. Die Asymmetrie des Zwangs zur Aufrechterhaltung der externen Zahlungsfähigkeit führt zu einer polaren Struktur innerhalb von Leitwährungssystemen, weil die Währungskonkurrenz eine Einseitigkeit liquiditätsorientierter Kapitalströme begründet. Wie die Stellung eines Leitwährungslandes den Zufluss von liquiditätsorientierten Kapital impliziert, so die Stellung eines Landes mit abhängiger Währung den Abfluss desselben. In einer einfach konstruierten Währungshierarchie ist das Spiegelbild der Überbewertung des Leitwährungslandes die Unterbewertung der Nicht - Leitwährungsländer. Daraus ergibt sich, dass das Leitwährungsland überwiegend Leistungsbilanzdefizite durch Kapitalbilanzüberschüsse finanziert, umgekehrt die Nicht - Leitwährungsländer vorwiegend ihre Zahlungsfähigkeit und Konvertibilität der Währung durch Leistungsbilanzüberschüsse stabilisieren.

[...]


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