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Aktivierungstheorien / universelle Anregungsprozesse

Presentation (Elaboration), 1998, 6 Pages
Author: Klaus Lorenzen
Subject: Psychology - Biological Psychology

Details

Category: Presentation (Elaboration)
Year: 1998
Pages: 6
Language: German
Archive No.: V95940
ISBN (E-book): 978-3-638-08618-9

File size: 226 KB


Fulltext (computer-generated)

Aktivierungstheorien / universelle Anregungsprozesse

Aktivierung = universelle Anregungsprozesse = Hintergrund für Verhalten u. Erlebensvorstellung

(Wahrnehmung, Vorstellung, Handlung)

Die Zustände der Aktivierung sind unterschiedlich: z.B. starke Aktivierung bei Berwertungssituationen und schwache im Gespräch mit Freunden.

Aus den 50er Jahren stammt das eindimensionale Aktivierungskonzept. In Anlehnung an die Jerkes-Dodson-Beziehung erstellte Bartenwerfer eine Skala nach der ein mittleres Aktivationsniveau für max. Leistung und Wohlbefinden sorgt:

I. E. Duffy = Aktivationsforscherin

Aktivierung = Arousal = Energiefreisetzung in unterschiedlichen Systemen.

II. Jahnke 1974 beschreibt Aktivierung als einen Prozeß

Eine Handlungsbereitschaft des Organismus wird durch Umweltvariationen ausgelöst oder verändert. Aktivierung des Organismus durch äußeren Reizeinstrom.

Aktiviertheit ist in der Disco oder auf der Autobahn generell größer, als wenn man in den Bergen in der Ruhe ist.

III. Fahrenberg 1979

Aktivierungsprozesse sind universelle, in der Regel reversible Anregungszustände, die unter vielen primär physiologischen (kälte, Wärme) oder primär psychologischen Bedingungen (Streß) auftreten bzw. ausgelöst werden.

Mahno 1959 (Wundt 1893) Theorie des optimalen Stimulationsniveaus

Die netzartig angelegte Formatio reticularis (im Mittelhirn) mit diffusen Kerngebieten reicht von der Medulla Oblongata bis zum Diencephalon.

Durch die sog. Bremerschen Schnitte konnte nachgewiesen werden, daß die Formatio reticularis für die Aktiviertheit zuständig ist.

1. Schnitt: encephale isolé zw. Rückenmark u. Medulla oblongata

2. Schnitt: cerean isolé zw. unterer u. oberer Vierhügelplatte

Nach Schnitt 1 zeigten Katzen einen normalen Schlaf-Wachrythmus.

Nach Schnitt 2 schliefen die Katzen nur noch.

Durch Die Stimulation des Mittelhirns wird Schlaf induziert durch Stimulation der FR kammmen Tiere in den Zustand der Erregung.

Aszendierendes Retikuläres Aktivations System

ARAS oder RAS

Die Formatio Reticularis erhält sensorische Einströme von allen Reizen; sie erhält Infos und Impulse aus allen möglichen Regionen des Gehirns. Die FR wird als das Substrat des Aktivationssystemsbezeichnet.

Wirkung der Formatio Reticularis

Die FR erhält über Kollaterale alle möglichen Reize

Hormoneller Einfluß auf die FR

Großman (1967) Injektion von Hormonen

Folge: deutliche Desynchronisation (=hyp. Reaktion für Aktiviertheit.

Ingwar 1955 Großhirnareale getrennt vom übrigen Nervensyystem.FR- Reizung elektr. Stimulation => tonische Aktivierung in Froßhirnarealen. Erregung über Hormone FR = ????? Anbindung aus ZNS ????

Verbindung von FR zum Großhirn (unspezifisch) 1. capsula interna = Faserbahn, die durch Kerne von der FR zum Cortex laufen (schnell). 2. mittlere Thalamusareale mit vielen Schaltstellen (langsam).

Dempsey und Morrisson 1942 stimulierten Thalamusareale unregelmäßig: es erfolgte Antwort vom Cortex. Die Autoren benutzen folgende Bezeichnungen Aktiviertheit = Zustand Aktivierung = Prozeß tonisch = beim Joggen langanhaltender phasisch = Schreck = kurzer Prozeß

Villablanca Experimente mit Katzen. Nach einer Läsion der FR erfolgte Schlaf. Nach 4 Tagen nahmen die Tiere den Schlaf-Wach-Rhythmus wieder auf. Vermutung: Außerhalb der FR noch andere Bereich an der Aktivierung mitwirken.

1. stimulusspezifische vs individualspez. Erregungszustände

2. generelle vs differentielle Aktivíerungsprozesse (Haider 1959)

3. tonische vs phasische Aktivierungsprozesse

4. synergetische vs antagonistische Aktivíerungsprozesse

5. zentralevs periphere Aktivíerungsprozesse

6. sympathische vs parasympathische Aktivíerungsprozesse

Physiologische Indiktoren

1. Evozierte Potentiale

2. Langsame Hirnpotentialänderungen

3. EEG

4. EMG, MV

5. PGR

6. Atmung, Kreislauf

7. Langsame Hautpotentialänderungen

8. Energieumsatz, Körpertemperatur

Aktivierung zeigt sich nicht in allen Indikatoren (die phasische Aktivierung ist gut im EEG zu sehen).

Olds & Milner

implantierten Elektroden im Thalamus

Thalamusreizung als Belohnung

Bei Schreck = RS fördert, Limbisches System hemmt

bei hohem Triebniveau = Anreiz gehemmt (limb. System)


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