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Presentation (Pre-University), 1999, 4 Pages
Author: Alexander Scheerbaum
Subject: Theology / Religion (For Pre-University Students)
Details
Institution/College: Gymnasium Aschaffenburg
Tags: Kategorische, Imperativ, Immanuel, Kant, Klasse
Year: 1999
Pages: 4
Grade: 14 Punkte
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-08693-6
File size: 69 KB
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Fulltext (computer-generated)
Der Kategorische Imperativ nach Immanuel Kant
Alexander Scheerbaum
Alexander.Scheerbaum@t-online.de
Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne!
Dieser kategorischer Imperativ entwickelte sich aus mehreren Vorstufen und baut auf den Überlegungen des Philosophen Kants (1724 - 1804) auf:
n Der Mensch steht kraft seiner Freiheit über dem mechanischen Kausalzusammenhang der Natur.
n Diese Freiheit/ Autonomie verpflichtet ihn, auf dem Weg des Denkens zur Einsicht in das Gute zu kommen.
Kant wollte keine neuen Vorschriften aufstellen, sondern er entwickelte ein allgemeines Prinzip der Sittlichkeit. Denn nicht alles was legal ist und von Gesetzen gebilligt wird, ist zugleich sittlich.
Sittlich handelt, wer ohne Rücksicht auf Neigung oder Abneigung, Erfolg oder Mißerfolg, Lohn oder Strafe das Gute allein der Pflicht wegen tut.
Das Gegenteil wäre ein ,,hypothetischer Imperativ", der so lauten könnte:
Tue das Gute, wenn es dir Spaß macht, dir nützt!
Solches Handeln wäre zwar, wenn gesetzmäßig, legal, aber nicht sittlich!
Immanuel Kant lehnt die Gebote nicht ab, lehrt aber, dass mit ihrer Einhaltung der Sittlichkeit nicht Genüge getan ist. Ihrem Anspruch wird man nur gerecht, wenn man sich vom ,,Kategorischen Imperativ" leiten läßt. Kant hat ihn mehrfach formuliert:
n Handle nur nach derjenigen Maxime (= Grundsatz), durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde
Aus diesem Imperativ lassen sich alle Imperative der Pflicht vom Prinzip her ableiten. ,,Pflicht" ist aber nur ein leerer Begriff. Jedoch läßt sich mit diesem Imperativ die Bedeutung dieses Wortes definieren.
n Handle so, als ob die Maxime deiner Handlung durch deinen Willen zum allgemeinen Naturgesetz werden solle.
Diese Formulierung entstand aus dem Gedanken, dass die Allgemeinheit des Gesetzes eigentlich von der Natur gegeben ist und somit vom Verstand aktzeptiert wird.
n Handle so, dass du die Menschheit, sowohl in deiner Person als in der Person eines jeden anderen, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst.
Beispiel:
Sähe sich einer durch Not gedrungen Geld zu borgen, weiß aber, dass er es nicht zurückzahlen kann.
Er weiß auch, dass ihm dann niemand mehr Geld leihen würde, wenn er nicht verspricht zu einer bestimmten Zeit zu bezahlen.
Würde er das Versprechen abgeben, wozu er Lust hat, stellt sich die Frage (durch das Gewissen), ob es nicht pflichtwidrig und unerlaubt ist sich auf diese Art aus dr Notlage zu helfen?
Seine Maxime lauten dann:
wenn ich mich in Geldnot zu befinden glaube, werde ich mir Geld borgen und versprechen es zurückzuzahlen, obwohl ich genau weiß, dass dies nie geschehen wird.
Dieses Prinzip der Selbstliebe ist wohl mit seinem Wohlbefinden zu vereinbaren, aber jetzt ist die Frage, ob es recht sei?
Wandelt man diese Selbstliebe also in ein allgemeingültiges Gesetz sieht man gleich, dass dies nie ein geltendes Naturgesetz werden könne ohne sich selbst zu widersprechen. Das würde nämlich bedeuten, dass jeder, der sich in Not glaubt versprechen könne, was ihm gerade einfällt, mit dem Vorsatz, es nicht einzuhalten. Den Zweck, den man damit erreichen wollte, würde gar nicht erreicht werden, da jeder über solche Äußerungen lachen würde und nicht behilflich wäre.
Referent: Alexander Scheerbaum
Quelle: Farbe Bekennen 13, Seite 17 - 18
Kurs: k3, 13/1
Datum: 07.10.99
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