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Beschreibungen von Vögeln und Säugetieren, die im weiteren Sinne als jagbar gelten

Autor: Michael Müller
Fach: Forstwirtschaft / Forstwissenschaft

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Details

Veranstaltung: 1. Semester, Zoologie und Wildbiologie
Kategorie: Skript
Jahr: 2000
Seiten: 9
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 141 KB
Archivnummer: V96209
ISBN (E-Book): 978-3-638-08885-5

Volltext (computergeneriert)

1. Großtrappe (Landbewohner, J, Vork.: Großraum Berlin/Brandenburg und

Spanien)


Familie: Rallen

1. Bläßhuhn (Bläßralle) (eutrophe Gewässer, T, Pflanzenfresser)

2. Teichhuhn (Grünfüßiges Teichhuhn) (kleiner als é , Schnabel rot mit gelb. Spitze,

Beine und Zehen grün, sonst schwarz bis grau)

3. Wachtelkönig (Wiesenralle) (Wiesenbewohner, Zugvogel)


II. Ordnung: Lappentaucher


Familie: Lappentaucher (keine Schwimmhäute, aber Verbreiterung der Zehen è

Lappen)

1. Haubentaucher (lebt haupts. Im Wasser, T, an Land u. i. d. Luft schwerfällig

einziger Vertreter der Lappent. der dem Jagdrecht unterliegt)

2. Zwergtaucher (sehr agiler Taucher, T, Verbr. bis teilweise nach Skandinavien)


III. Ordnung: Schreitvögel


Familie: Reiher (u. Störche) (Ardeidae)

1. Graureiher (Flug S-förmig, angezogener Kopf, bevorzugt seichte Ufer, schwimmt

nicht, brütet in Kolonien)

2. Rohrdommel (Tarnstellung in Pfahlstellung, scheu)

3. Zwergdommel (kleinster Reiher Europas)

4. Silberreiher (schneeweißes Gefieder)

5. Purpurreiher (schlanker u. langhalsiger als Graureiher, gelbbraun)

6. Seidenreiher (klein, schneeweiß mit schw. Schnabel/Beinen u. gelb. Füßen)

  • Ordnung: Singvögel (Passeriformes)

Familie: Rabenvögel (Corvidae)

1. Kolkrabe

2. Rabenkrähe/Nebelkrähe

3. Saatkrähe

4. Dohle

5. Elster (Verbreitung bis Finnland und Südeuropa; sehr aufmerksamer und lern-

fähiger Vogel; schwer zu bejagen)

6. Eichelhäher

7. Tannenhäher (Vorkommen: höhere Lagen wie z.B. Schwäb. Alb, Schwarzwald

oder Alpen, benötigt Tannenwald zum leben)


V. Ordnung: Tauben (Columbidae)

Familie: Tauben

(i.d.R. 2 Eier, einfaches Nest, Ernährung der Nesthocker mit

Kropfmilch)

1. Ringeltaube (brütet in parkähnlichen Strukturen, Zugvögel, territoriales Brüten)

2. Hohltaube (kleiner wie é , schimmernder Glanz, scheu und relativ selten)

3. Turteltaube (noch kleiner wie é )

4. Türkentaube


VI. Ordnung: Watvögel (Limicola)


Familie: Schnepfen (fast alle sind Teilzugvögel und die meisten Zugvögel)

1. Waldschnepfe (Jagdverbot im Frühjahr, sehr schwer zu finden und sehr gut ge-

tarnt, Schnabel kann u.a. auch nur vorn geöffnet werden)

2. Bekassine (kleiner und dunkler wie é )

3. Großer Brachvogel (ist im Rückgang begriffen und selten)


Familie: Regenpfeifer

1. Kiebitz


Familie: Möwen

1. Lachmöwen (leben auch im Binnenland an Gewässern, profitiert von der An-

wesenheit des Menschen)


VII. Ordnung: Entenvögel

Schwimmvögel, kurze Beine, dichtes, wasserabweisendes

Gefieder (durch Sekret aus der Bürzeldrüse), Schwimm-

häute, Hornlamellen an den Schnabelrändern, Nestflüchter

Flugunfähigkeit bei Großgefiedermauser, zeigen alle Flug-

verhalten, Zugverhalten, Fortpflanzung è monogam, z.T.

lebenslänglich, Nahrung rein pflanzlich an Ufer u. Land

(è Höckerschwan, Gänse); gemischt, vorw. pflanzlich

gründelnd, schwimmend u. am Land (è Enten); tierisch u.

Mollusken (è Meeresenten); gemischt aber tierisch (è

Löffel- u. Reiherente), Schlundfalte = Erweiterung des

Schlundes; Blinddarm = zur Vergärung der Zellulose;

vor der Mauser legen die Erpel ein Schlichtkleid an (Tar-

nung), um in der unbeweglichen Mauser geschützt zu sein


Familie: Schwäne (groß, weiß, Nahrung: haups. Wasserpflanzen)

1. Höckerschwan (gelber Schnabel mit schw. Höcker, Jungtiere grau)

2. Singschwan

3. Zwergschwan (è Brut im Norden, im Winter bei uns anzutreffen, Schnabel schw.

mit gelber Spitze)


Familie: Gänse (graue u. schw./weiße Gänse)

1. Graugans (fleischfarbene Schnäbel, ca. 5 kg schwer und recht groß)

2. Saatgans (schw./gelb. Schnabel u. Füße, Überwinterung in Oberrheinischer Tief-

ebene, frißt landwirtsch. Produkte)

3. Bläßgans (weiße Blässe, schw.getigerte Brust)


Familie: Enten

1. Stockente (blauer Flügelspiegel m+w, häufigster Brutvogel, weit verbreitet)

2. Spießente (è Schwanzspieß)

3. Schnatterente (w weißer Flügelspiegel, m grau, braune Flügelzeichnung, w

ähnlich Stockente)

4. Pfeifente (grüner Flügelspiegel, bis nach Eurasien, nicht im Binnenland)

5. Löffelente (Löffelschnabel, blaugrüne Flügelzeichnung, m viol./dugrü. Kopf)

6. Krickente (relativ klein, grüner Spiegel, brauner Kopf mit schw./grün. Zeichng.)

7. Knäkente (ohne grüne Zeichnung, m weiße Zeichnung vom Auge aus n. hinten)


Familie: Tauchenten

1. Reiherente (m sch./weiß, Kopffedern ähnlich wie beim Reiher, w dubrau. Ober-

kleid)

2. Schellente

3. Bergente

4. Tafelente

5. Kolbenente (fuchsroter Kopf, roter Schnabel)

6. Moorente

7. Gänsesäger (Baumhöhlenbrüter, m dugrü. Kopf, schw./weiß. Kleid; gezähnter,sägeartiger Schnabel mit Spitze è nach unten gebogen)

8. Brandente


VIII. Ordnung: Greifvögel

(räuberische Lebensweise; Grifftöter è gute u. große Krallen oder Bißtöter (è Habichtszahn); Hakenschnabel mit Spitze è nach unten gebogen)


Art: Jagdfläche (ha) / Paar:

Steinadler 8000 - 14000

Uhu 6000 - 10000

Habicht 3000 - 5000

Sperber 700 - 1200

Wanderfalke 4000 - 8000

Turmfalke 200 - 600

Mäusebussard 100 - 800

Waldkauz 400 - 800

Waldohreule 100 - 400


IX. Ordnung: Säugetiere

Familie: Bieber (zähe Nahrung; Weichhölzer, Wasserpflanzen oder Feldfrüchte,

Bieberburg bedarf konstanten Wasserspiegel, Eingang unter

Wasser)


Familie: Baumratten

1. Nutria, auch Sumpfbieber (ähnliches Aussehen wie Bieber, aber normaler Schwanz; auch mit Schwimmhäuten; Pflanzenfresser)


Familie: Wühlmäuse

1. Bisamratte (ursprünglich aus Nordamerika, hat sich aber in fast ganz Europa

verbreitet, jagbar außerhalb der Brutzeit; Unterwasserbau; Pflan-

zenfresser)


Familie: Hörnchen

1. Murmeltier (ursprünglich nur in den Westalpen, heute in den ganzen Alpen

vertreten; gut getarnt; nutzt waldfreie Gegenden; Almwiesen è

sehr nährstoffreich; leben in Kolonien und sind sehr sozial; gra-

ben Baue in die Erde; während des Winterschlafes wird der Ener-

giebedarf auf 1/20 heruntergesetzt)


X. Ordnung: Hasenartige (Lagomorpha)

Familie: Hasen (Leporidae è Caecotrophie: Vergärung der Zellulose aus der

Pflanzennahrung im Blinddarm des Tieres durch Ein-

zeller (Symbioten) è somit Nutzung flüchtiger Fett-

säuren (FFS); wichtig: hinter oberen Schneidezähnen

rudimentäre Stiftzähne; fressen ihren Blinddarmkot

(energiehaltig und vitaminreich); Nestflüchter è

Junge verstecken sich in einer Erdvertiefung und

werden nur einmal am Tag gesäugt

1. Feldhase (hellbraun-gräuliches Fell mit weißen Bauch; lange Löffel mit schw.

Spitzen; ursprüngliche Verbreitung: Steppengebiet Eurasiens (wald-

frei) heute in ganz Europa - bis auf Nordeuropa - (Kultursteppe

Mitteleuropa è Zeit der Rodungen im Mittelalter); Pflanzenfresser:

junge grüne Vegetation; Hasen liegen in der Sasse è Erdmulde è

Deckung; Nachtaktiv)

2. Kaninchen (kleiner é , grauer Balg, graue Unterwolle, deutlich kürzere Löffel,

schw. Augen, tragen den Schwanz nach oben è Blume, gut sicht-

bar (weiß) im Gegensatz zum Feldhasen); Bau unter der Erde

(Höhlen) in sandigen, schluffigen Böden; Gaumenspalte im Ober-

kiefer; mehr Tagaktiv; sehr sozial lebend; Fortpflanzung ab Februar

Tragzeit nur 4 Wochen, pro Wurf bis zu 12 Junge; Superfoetation è

Begattung kann teilweise schon während der Schwangerschaft ge-

schehen; Aufzucht wie beim Feldhasen aber in einer Satzröhre

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