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Termpaper, 1999, 17 Pages
Author: Simone Schroth
Subject: German Studies - Didactics
Details
Institution/College: University of Dusseldorf "Heinrich Heine" (Institut für Didaktik)
Tags: Heinrich Heine, Didaktik, Vorworte, Vorwort, Klappentext, Lew Kopelew, Jochanan Trilse-Finkelstein, Juden, Literatur, Klappentext, Waschzettel
Year: 1999
Pages: 17
Grade: sehr gut
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-16293-7
File size: 205 KB
Die Hausrabeit befasst sich mit zwei Vorworten zu Heinrich Heine-Biographien. Eines wurde von Lew Kopelew verfasst, das andere von Jochanan Trilse-Finkelstein. Des weiteren geht es um den didaktischen Wert von Vorworten: Was lernt der Leser aus diesen Vorworten über den Autor Heinrich Heine ?162 KB
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Excerpt (computer-generated)
Zwei Vorworte zu Heine: Ein Vergleich der Vorworte
zu den Heinrich Heine -Biographien von Lew Kopelew
und Jochanan Trilse-Finkelstein
von Simone Schroth
Inhaltsverzeichnis
I) Einleitung 1
I.1) Vorworte im Blickfeld der Germanistik - eine Abgrenzung 1
I.2) Vorworte im didaktischen Zusammenhang - eine kurze Einführung 2
II) Hauptteil 3
II.1) Über die Autoren 3
II.1.1) Über Lew Kopelew 3
II.1.2) Über Jochanan Trilse-Finkelstein 4
II.2) Inhaltliche Zusammenfassung der Vorworte 4
II.2.1) Das Vorwort Kopelews 4
II.2.2) Die Vorrede Trilse-Finkelsteins 6
II.3) Ein Thema - zwei Werke: Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden
Vorworte 9
III) Schlußteil: Wie gelingt die didaktische Vermittlung
- ein Resümee 13
Literaturverzeichnis 15
I) Einleitung:
I.1) Vorworte im Blickfeld der Germanistik - eine Abgrenzung
Beschäftigt man sich im Rahmen der Germanistik mit Vorworten als Textsorte, stellt man schnell fest, daß es praktisch keine wissenschaftliche Sekundärliteratur zu diesem Thema gibt. Dabei können Vorworte bereits derart viel über das nachfolgende Werk, die Biographie des Autors und seine Intentionen aussagen, daß schon Ludwig Börne bezüglich der Vorworte seines ,,feindlichen Bruders" Heinrich Heine, wenn auch spöttisch, anmerkte, daß dessen Vorworte oft besser seien, als die nachfolgenden Werke . Diese Worte Börnes entstanden, als Vorworte als Textsorte geradezu ihre ,,Hoch-Zeit" erlebten, im 19. Jahrhundert. Heute dagegen sind sie als literarische Textsorte aus der Mode gekommen, besonders im Zusammenhang mit fiktionalen Texten. Dort existieren mittlerweile Vorworte und Einleitungen, Pro- und Epiloge, Waschzettel und Klappentexte nebeneinander. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, eine klare Abgrenzung zwischen diesen Textsorten zu treffen.
Das Vorwort ist eine eröffnende Vorrede zu einem Buch, welche über Entstehung, Sinn und Zweck des Werkes berichtet . Es ist meistens vom Autor selbst verfaßt worden und spricht den Leser direkt an. Oft, gerade auch bei Heine und Börne, enthält das Vorwort auch eine Rechtfertigung des Verfassers und Erwiderungen auf frühere Kritiken z.B. von Kollegen .
Ein Klappentext dagegen ist der auf die Klappen des Schutzumschlages gedruckte Einführungstext über das Buch, der vom Verlag verfaßt wird und neben der Information vor allem Werbezwecken dient . Auch der Waschzettel wird vom Verlag verfaßt. Es ist der den Besprechungsexemplaren beigelegte Zettel mit Inhaltsangabe, Charakteristik des Buches und sonstigem wissenswerten Material für den Rezensenten .
Pro- und Epilog dagegen sind ein typisches Dramenphänomen. Der Prolog ist dabei eine kurze Einleitung in das Dramengeschehen, durch welche die Personen und Handlungen vorgestellt werden . Der Epilog dagegen bildet die Schlußrede eines Theaterstückes, die sich, oft belehrend, an die Zuschauer richtet und im modernen Drama eine satirisch-parodistische Funktion hat .
I.2)Vorworte im didaktischen Zusammenhang - eine kurze Einführung
Da Vorworte als didaktische Textsorte betrachtet werden sollen, ist es nötig, eine kurze Einführung in die Didaktik der eigentlichen Textarbeit voranzustellen. Die Didaktik wird durchweg als die Wissenschaft vom Lehren und Lernen verstanden Dabei gibt es themenmäßige Schwerpunkte in der Auswahl und Vermittlung von Inhalten (Bildungsdidaktik), in der Organisation und Optimierung von Lernprozessen (Informationsdidaktik), in der Bestimmung von Faktoren, die den Unterricht prägen (lerntheoretische Didaktik), sowie in der Durchführung unterrichtlicher Interaktionen (schülerorientierte Didaktik) . Zudem gibt es eine weitere Unterteilung der Didaktik, die sich auf die einzelnen Unterrichtsfächer bezieht (Fachdidaktik) Im vorliegenden Fall werden die Vorworte in Hinsicht auf die germanistische Fachdidaktik und hier insbesondere die Literaturdidaktik untersucht. Die Funktion der Literaturdidaktik liegt vor allem darin, daß durch den Umgang mit Literatur eine Auseinandersetzung mit praktischer und ästhetischer Sprache sowie eine Bewußtseinserweiterung und die Aktivierung von Phantasie, Distanz, Identifikation und Genuß gefördert werden soll. Zudem soll die Arbeit mit der Literatur ein direkt praxisbezogenes Lernen und Handeln beim Lernenden hervorrufen .
Ob und inwieweit diese und andere Lernziele der Literaturdidaktik mit Hilfe der vorliegenden Vorworte verwirklicht werden, kann erst festgestellt werden, nachdem eine genaue literaturwissenschaftliche Untersuchung der Texte vorgenommen wurde.
II) Hauptteil:
[...]
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