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Scholary Paper (Seminar), 2003, 41 Pages
Author: Rainer Hepberger
Subject: Sociology - Political Sociology, Majorities, Minorities
Details
Tags: Regierung, Macht, Krieg, Militär
Year: 2003
Pages: 41
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-16306-4
ISBN (Book): 978-3-638-73454-7
File size: 447 KB
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Abstract
Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit den Grundbegriffen und Definitionen des Themenbereichs „Krieg und Militär“, mit einer Analyse der Kriegsgeschichte unter historischsoziologischen Gesichtspunkten sowie mit einer detaillierten Zusammenfassung aktueller weltpolitischer Ereignisse. Ausgehend vom hobbesianischen Zustand werden verschiedene Formen der Kriegsüberwindung unterschieden und es wird gezeigt, dass es zur Bildung unterschiedlicher Typen von Regeln kommen kann. Anhand repräsentativer Beispiele aus der Geschichte werden die wesentlichsten Merkmale der verschiedenen Kriegsepochen unter soziologischen Gesichtspunkten aufgezeigt und im Anschluss die aktuelle globale Sicherheitslage analysiert. Ziel dieser Analyse ist weniger die detaillierte Wiedergabe empirisch-historischen Wissens, sondern die Schaffung eines kompakten Überblicks über die wesentlichsten Trends und Entwicklungen des äußerst heterogenen Themenspektrums „Krieg und Militär“. Der Abschluss der Arbeit umfasst eine kritische Auseinandersetzung mit den aktuellen Ereignissen rund um den Krieg gegen den Terrorismus sowie eine kurze Beschreibung potentieller Konfliktursachen des 21. Jahrhunderts.
Excerpt (computer-generated)
REGIERUNG, POLITISCHE MACHT UND KRIEG -
KRIEG UND MILITÄR
SEMINARARBEIT
im Rahmen des Moduls „Denken, Handeln und Sein IV –
Einführung in die Soziologie“ am Fachbereich
Wirtschaftswissenschaften der Fachhochschule Liechtenstein,
Vaduz
eingereicht von:
Rainer Hepberger
Schruns, den 01.02.2003
ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit den Grundbegriffen und Definitionen des Themenbereichs „Krieg und Militär“, mit einer Analyse der Kriegsgeschichte unter historischsoziologischen Gesichtspunkten sowie mit einer detaillierten Zusammenfassung aktueller weltpolitischer Ereignisse. Ausgehend vom hobbesianischen Zustand werden verschiedene Formen der Kriegsüberwindung unterschieden und es wird gezeigt, dass es zur Bildung unterschiedlicher Typen von Regeln kommen kann. Anhand repräsentativer Beispiele aus der Geschichte werden die wesentlichsten Merkmale der verschiedenen Kriegsepochen unter soziologischen Gesichtspunkten aufgezeigt und im Anschluss die aktuelle globale Sicherheitslage analysiert. Ziel dieser Analyse ist weniger die detaillierte Wiedergabe empirisch-historischen Wissens, sondern die Schaffung eines kompakten Überblicks über die wesentlichsten Trends und Entwicklungen des äußerst heterogenen Themenspektrums „Krieg und Militär“. Der Abschluss der Arbeit umfasst eine kritische Auseinandersetzung mit den aktuellen Ereignissen rund um den Krieg gegen den Terrorismus sowie eine kurze Beschreibung potentieller Konfliktursachen des 21. Jahrhunderts.
INHALTSVERZEICHNIS
ABBILDUNGSVERZEICHNIS ... 5
1. Einleitung ... 6
2. Definitionen und theoretische Abgrenzungen ... 9
2.1 Begriff Krieg ... 9
2.2 Dimensionen des Kriegszustandes und deren Abgrenzung ... 11
2.3 Überwindung des Kriegszustandes ... 13
2.4 Kriegspolitische Rahmenbedingungen ... 15
3. Soziologische Analyse der Kriegsgeschichte ... 17
3.1 „Ständiger Krieg“ ... 17
3.1.1 Einordnung und soziologische Charakteristika ... 17
3.1.2 Fallbeispiel: Hundertjähriger Krieg (1337-1453) ... 18
3.2 „Begrenzter Krieg“ ... 19
3.2.1 Einordnung und soziologische Charakteristika ... 19
3.2.2 Fallbeispiel: Dreißigjähriger-Krieg (1618-1648) ... 20
3.3 „Totaler Krieg ... 21
3.3.1 Einordnung und soziologische Charakteristika ... 21
3.3.2 Fallbeispiel: Erster Weltkrieg (1914-1918) ... 22
3.3.3 Fallbeispiel: Zweiter Weltkrieg (1939-1945) ... 23
3.4 Kalter Krieg und militärische Blockbildung nach 1945 ... 25
3.5 Globale Entspannung und neue Kriege ... 27
4. Aktuelle weltpolitische Sicherheitslage ... 29
4.1 Aktuelle Krisenherde und Kriegsschauplätze ... 29
4.1.1 Synoptischer Vergleich: Wandel des Krieges ... 29
4.1.2 Ungelöste Probleme des 21. Jahrhunderts ... 29
4.2 Krieg gegen den Terrorismus ... 31
5. Ausblick ... 35
QUELLENVERZEICHNIS ... 37
EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG ... 41
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Fünf Dimensionen des Kriegszustandes 11
Abbildung 2: Karte zum Hundertjährigen Krieg 18
Abbildung 3: Die Weltmächte im Kalten Krieg 26
Abbildung 4: Synoptischer Vergleich der Kriegsentwicklung 29
Abbildung 5: Wasserrisiko-Regionen im 21. Jahrhundert 31
1. Einleitung
„Die Kunst des Krieges ist für den Staat von entscheidender Bedeutung. Sie ist eine Angelegenheit von Leben und Tod, eine Straße, die zur Sicherheit oder in den Untergang führt. Deshalb darf sie unter keine Umständen verlassen werden.“1
Dieses Zitat stammt nicht etwa von einem Kriegsherrn des 20. Jahrhunderts, sondern von Sunzi, einem chinesischen General, der im fünften Jahrhundert vor Christi die Truppen des Königreichs Qi befehligt hat.2 Die Tatsache, dass dieses Zitat auch aus dem 21. Jahrhundert stammen könnte, zeigt eindeutig, dass gewisse Kernelemente des Krieges sich über Jahrhundert als Paradigmen herausgebildet und sich im Laufe der Geschichte nie entscheidend verändert haben. Es steht außer Zweifel, dass sich die Kriegsformen und Kriegstechniken massiv verändert haben3, jedoch ist der Krieg auch heute noch für einen Staat eine Angelegenheit von Leben und Tod, die entweder zu größerer Sicherheit oder in den Untergang führt4 – wie es bereits Sunzi vor 25 Jahrhunderten festgestellt hat. Die aktuellen weltpolitischen Entwicklungen zeigen unmissverständlich auf, dass das Thema nichts an Aktualität und Brisanz eingebüßt hat.5 Krieg und Militär stellen zusammen ein äußerst vielfältiges, heterogenes und komplexes Themengebiet dar, das im Rahmen einer Seminararbeit nur in Auszügen behandelt werden kann.
Dieses Themenspektrum umfasst die unterschiedlichsten Bereiche und Disziplinen. So könnten im Extremfall sowohl im Bereich der Kriegstechnik, als auch im Bereich der Friedensforschung Schwerpunkte gesetzt werden. Ziel dieser Seminararbeit ist nicht die detaillierte Aufzählung von empirischhistorischen Details, sondern das Aufzeigen großer und bedeutender Entwicklungen in den Bereichen Krieg und Militär. Der Kerninhalt dieser wissenschaftlichen Arbeit ist die Analyse der wesentlichsten globalen Entwicklungen im militärischen Bereich unter soziologischen Gesichtspunkten. Die Schwerpunkte bilden dabei die Erläuterung der historischsoziologischen Entwicklung des Krieges anhand verschiedener konstitutiver Merkmale der jeweiligen Epoche, der Kalte Krieg sowie die aktuelle weltpolitische Sicherheitslage. Nicht die historischen Fakten, sondern die Veränderungen und Einflüsse des Krieges auf die Gesellschaft stehen dabei im Mittelpunkt der Betrachtungen. Das bedeutet die Analyse der wechselseitigen Beziehungen zwischen Militär, Krieg und Gesellschaft.6 Zudem beinhaltet ein struktureller Rahmen die wichtigsten Definitionen und theoretischen Abgrenzungen. Abschließend wird noch einmal auf Sunzi´s Zitat Bezug genommen und mit den Theorien von Sir Karl Popper verglichen, der den Krieg als ein Wettbewerb der Inkompetenz bezeichnet und – wie auch Winston Churchill – feststellt, dass Kriege nicht gewonnen, sondern nur verloren werden können und zu dauerhafter Instabilität führen.7 Das widerspricht zum Teil der Theorie von Sunzi, der den Krieg als eine Straße ansieht, die unter Umständen auch zu mehr Sicherheit und Stabilität führen kann.
Der Authentizität der historischen Fakten und Hintergründe ist hohe Priorität gegeben, da sie die Basis für darauf folgenden eigenständigen Aussagen bilden. Aktuelle Ereignisse und Entwicklungen sind bis zum 31. Januar 2003 berücksichtigt. Die Form der Seminararbeit entspricht der Richtlinie für das wissenschaftliche Arbeiten an der Fachhochschule Liechtenstein vom Oktober 2002 sowie ergänzend dazu, den Inhalten des Zulassungsmoduls „Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten“.
[...]
1 (Sunzi 1999), S. 21
2 Vgl. (Sunzi 1999), S. 7-19 und S. 160
3 Man denke an dieser Stelle nur an die technischen Innovationen im Bereich der
Rüstungsgüter sowie an die völlig revolutionierte, moderne Kriegsführung. Diese
Punkte werden in nachfolgenden Kapiteln ausführlich behandelt.
4 Diese Meinung von Sunzi wird im fünften Kapitel noch eingehend diskutiert.
5 Vgl. 4. Aktuelle weltpolitische Sicherheitslage
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