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Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2002
Seiten: 107
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 1115 KB
Archivnummer: V9695
ISBN (E-Book): 978-3-638-16326-2

Textauszug (computergeneriert)

 

Anwendungsintegration durch Webservices

DIPLOMARBEIT
zur Erlangung des Grades eines
Diplom-Kaufmannes
an der Philipps Universität Marburg
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Fachgebiet Wirtschaftsinformatik

von

Benjamin Krischer

18.06.2002

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis ... V
Abbildungsverzeichnis ... VIII
Tabellenverzeichnis ... IX
Listings  ... IX

1 Webservices - Mehrwert für Anwendungsintegration? ... 1

2 Anwendungsintegration ... 3
   
2.1 Begriffliche Abgrenzung ... 3
    2.2 Entstehung und heutige Bedeutung ... 5
        2.2.1 Integrationsziele ... 5
        2.2.2 Historische Entwicklung ... 7
        2.2.3 Die Rolle von Electronic Data Interchange ... 9
        2.2.4 Anwendungsintegration heute ... 11
    2.3 Kommunikationsmodell: Synchron versus Asynchron ... 12
    2.4 Integrationsansätze ... 13
        2.4.1 Präsentationsintegration ... 13
        2.4.2 Integration von Daten ... 14
        2.4.3 Funktionsbasierte Integration ... 14
    2.5 Integrationstopologien ... 16
        2.5.1 Point-to-Point ... 16
        2.5.2 Hub-and-Spoke ... 17
        2.5.3 Bus / Pipeline ... 17
    2.6 Ausgewählte Middleware als Beispiel für Integrations-
    plattformen ... 18
        2.6.1 Grundlegende Differenzierungskriterien ... 19
        2.6.2 CORBA - Die Common Object Request Broker 
        Architecture ... 20
        2.6.3 Enterprise Java Beans ... 22
        2.6.4 Das (Distributed) Component Object Model ... 23

3 Webservices - Eine Einführung ... 25
   
3.1 Grundlegende Funktionsweise ... 26
    3.2 Einsatzmöglichkeiten ... 27

4 Die Webservices-Technologie ... 28
   
4.1 XML - normierte Auszeichnungssprache als technologische 
    Grundlage ... 29
    4.2 Discovery - Das Auffinden von Webservices ... 31
        4.2.1 UDDI - Grüne Seiten für Webservices ... 32
        4.2.2 WSIL ... 32
    4.3 Description - Selbstbeschreibende Dienste ... 33
        4.3.1 WSDL ... 33
        4.3.2 Ergänzende Beschreibungsansätze ... 34
            4.3.2.1 User Interfaces ... 34
            4.3.2.2 Weitere Beschreibungssprachen ... 35
    4.4 Packaging - Die Übertragungsprotokolle ... 36
        4.4.1 SOAP ... 36
        4.4.2 Ergänzungen des SOAP Protokolls ... 37
    4.5 Transport - Wege zur Verteilung ... 38
        4.5.1 HTTP ... 39
        4.5.2 Alternative Transportwege ... 39
    4.6 ebXML - Konkurrierendes Framework oder Ergänzung? ... 40

5 Werkzeuge zur Entwicklung von Webservices ... 42
   
5.1 Java 2 Enterprise Edition ... 42
        5.1.1 Die J2EE Architektur ... 43
        5.1.2 Die Entwicklung von Webservices mit J2EE ... 44
    5.2 Microsoft .NET ... 45
        5.2.1 Die Vision hinter .NET ... 45
        5.2.2 .NET Framework und Services  ... 45
        5.2.3 .NET Server ... 46
    5.3 Vergleichende Betrachtung: J2EE versus .NET ... 47

6 Der Einsatz von Webservices zur Integration heterogener Welten ... 50
   
6.1 Einordnung von Webservices in das Integrationsschema ... 50
    6.2 Webservices - Ein Paradigmenwechsel? ... 51
    6.3 Prämissen beim Einsatz von Webservices zur Anwendungsintegration ... 53
        6.3.1 Standardisierung ... 53
        6.3.2 Interoperabilität ... 55
        6.3.3 Verbreitungsgrad ... 56
        6.3.4 Sicherheit ... 58
        6.3.5 Transaktionsunterstützung ... 59
        6.3.6 Quality of Service ... 60
        6.3.7 Weitere Faktoren ... 61
    6.4 Weitere technische Gesichtspunkte ... 61
    6.5 Webservices und heutige Middleware ... 62
    6.6 Betriebswirtschaftliche Faktoren ... 65
    6.7 Integration innerhalb von Unternehmensgrenzen ... 67
    6.8 Organisationsübergreifende Integration ... 68

7 Webservices zwischen Vision und Wirklichkeit ... 70

Anhang A: Listings ... X
Anhang B: Ergänzende Abbildungen ... XIV

Literaturverzeichnis ... XVII

Abkürzungsverzeichnis

[...]

Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Systematisierung der Integration ... 3
Abb. 2: EDI Übertragung ... 10
Abb. 3: Integrationsstufen von EDI ... 10
Abb. 4: AI Markt Deutschland 2000 ... 11
Abb. 5: Multistep Process Integration ... 15
Abb. 6: Point-to-point Schnittstellenspaghetti ... 16
Abb. 7: Hub-and-Spoke Architektur ... 17
Abb. 8: Bus / Pipeline Architektur ... 17
Abb. 9: Die CORBA Architektur ... 21
Abb. 10: Das EJB Modell ... 23
Abb. 11: Funktionsweise von Webservices ... 26
Abb. 12: Vorteile durch WS ... 27
Abb. 13: Potentielle Einsatzgebiete von WS ... 27
Abb. 14: Die Beziehung zwischen SGML, HTML und XML ... 29
Abb. 15: Bücher in HTML (s. a. Listing 3) ... 30
Abb. 16: Aufbau eines WSDL Files ... 33
Abb. 17: WSUI Implementierung ... 34
Abb. 18: SOAP Aufbau ... 37
Abb. 19: ebXML Geschäftsprozess ... 41
Abb. 20: Die J2EE Architektur ... 43
Abb. 21: Das .NET Framework ... 46
Abb. 22: WS Investitionen ... 57
Abb. 23: Entwicklung des AI Marktes ... 57
Abb. 24: Denial of Service Attacke ... 59
Abb. 25: Service Broker ... 65
Abb. 26: Beispielhafte EDI Rechnung ... XIV
Abb. 27: Rechnung in XML ... XV
Abb. 28: UDDI Datenstruktur ... XVI
Abb. 29: CORBA Domain Interfaces ... XVI

Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Vergleich von Ansätzen zur funktionalen Integration ... 15
Tabelle 2: Charakteristika von Systemarchitekturen ... 52
Tabelle 3: Spezifische WS Technologien ... 55
Tabelle 4: Sicherheitsanforderungen an Webservices ... 58
Tabelle 5: Vergleich bisheriger Middleware mit Webservices ... 63
Tabelle 6: Erschwerende Faktoren von IEI. ... 69

Listings
Listing 1: Bücher in XML ... 30
Listing 2: Beispielhafte DTD ... 31
Listing 3: Abb. 15 in HTML ... X
Listing 4: Beispielhafter Visual Basic Webservice ... X
Listing 5: Gekürztes WSDL File des Beispiels ... XII
Listing 6: SOAP Request des Beispiels ... XII
Listing 7: SOAP Response des Beispiels ... XIII


1 Webservices - Mehrwert für Anwendungsintegration?
Wenn sich IT-Systeme heutzutage nicht schnell genug an neue Unternehmensstrategien oder Rahmenbedingungen anpassen können lähmen sie den Betrieb. Eine schnelle Reaktionsfähigkeit ist demnach unabdingbar – permanent entstehen neue Märkte, die Nachfrage ändert sich, neue Services entstehen. Es gilt, den Spagat zwischen möglichst hoher Flexibilität und Unterstützung des laufenden Geschäftsbetriebs zu bewältigen. Architekturen müssen dazu wandlungsfähig sein, heutige Systeme verfügen jedoch nur sehr begrenzt über die geforderte Beweglichkeit.

Die zunehmende Vernetzung von Unternehmen verlangt eine Kooperation von IT-Systemen in ständig wechselnden Kombinationen. Dabei richtet sich das Interesse zunehmend auf die Integration mit Geschäftspartnern, problematisch daran ist aber, dass bis zu 80% unternehmensinterner Systeme bisher noch nicht online fähig sind und ein stark wachsendes Bedürfnis besteht, diesen Zustand zu ändern.1 Insbesondere der E-Business Bereich begünstigt solche Anliegen und mit dessen Hilfe eröffnen sich weltweit neue Perspektiven für Unternehmen aller Branchen und Größen. Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit der digitalen Datenübertragung machen es möglich, auf Anforderungen und Präferenzen der einzelnen Kunden und Partner schneller und wirksamer eingehen zu können als jemals zuvor, was von sinkenden Kosten für Hardware und Bandbreite unterstützt wird. Konsequenz ist, dass Geschäftsprozesse gegenwärtig nicht mehr an eigenen Unternehmensgrenzen enden, sondern darüber hinausgehen und eine Vielzahl an Geschäftspartnern miteinbinden.

Für die Realisierung dieses Vorhabens sind mächtige Integrationswerkzeuge erforderlich, damit auf die sich kontinuierlich ändernden Anforderungen flexibel reagiert werden kann. Deren Effizienz und Effektivität ist, besonders beim unternehmensübergreifendem Austausch von Geschäftsinformationen, vom Standardisierungsgrad der verwendeten Verfahren abhängig. Auch wenn zwischenbetrieblicher Informationsaustausch seit langem technisch realisierbar ist, basiert dieser zumeist auf proprietären Verfahren und ist mit hohem Aufwand verbunden.

So genannte Webservices (WS) die im Mittelpunkt der diesjährigen Cebit standen, könnten ein adäquates Werkzeug sein, um diese Trends einfacher als bisher unter Nutzung ubiquitärer Standards umzusetzen. Die WS-Technologie verspricht eine intelligentere Nutzung des Internets: Bislang sind dort vor allem Daten auf Webseiten verknüpft, WS sollen einen Schritt weitergehen und neben den Daten auch Programme vernetzen.2

Einige Analysten vergleichen die Entwicklung von WS mit dem Übergang von maschinennaher Assembler Programmierung auf Programmiersprachen der 4. Generation oder mit dem Schritt von MS-DOS zu Windows. Weitere Argumente für den Einsatz von WS liefern die Auguren der Gartner Group: Sie gehen davon aus, dass WS im Jahr 2004 die dominante Softwarearchitektur verkörpern werden.3 Diese Aussagen verdeutlichen die großen Hoffnungen und Erwartungen in die neue Technologie.

Ziel dieser Arbeit ist es, Antworten auf die Fragen „Inwieweit kann die noch junge WS-Technologie schon heute bei der Realisierung von Aufgaben im Bereich der unternehmensinternen und -übergreifenden Anwendungsintegration zum Einsatz kommen?“ und „Welchen Mehrwert bietet ein derartiger Einsatz gegenüber anderen Technologien?“ zu finden. Dazu bedarf es neben einer Ausarbeitung der Unterschiede zwischen WS und anderen heutigen Architekturen einer Beurteilung der Eignung von WS für unternehmenskritische Anwendungen, sowie einer technischen und betriebswirtschaftlichen Bewertung der Technologie. Zudem wird aufgezeigt, wie die weitere Entwicklung von WS sich auf Anwendungsintegration (AI) auswirken könnte.

Im ersten Teil der Arbeit wird sowohl die Entstehung und heutige Bedeutung der AI systematisch erarbeitet, als auch ein Überblick über die derzeit bedeutendsten Standards gegeben. In den folgenden Kapiteln wird dem Leser die Welt der WS näher gebracht. Hierzu dient der 3. Abschnitt als generelle Einführung in Funktionsweise und Anwendungsbereiche. Darauf aufbauend werden in Kapitel 4 die Grundlagen der Technologie erörtert. Ein Vergleich des WS-Frameworks mit der ebXML Initiative beendet das Kapitel. Im 5. Kapitel rundet eine vergleichende Betrachtung von Werkzeugen zur Erstellung von WS den technischen Teil der Arbeit ab. Der 6. Teil liefert eine detaillierte Analyse der Eignung von WS zur Integration unternehmensinterner und -externer Anwendungen. Das 7. und letzte Kapitel schließt die Arbeit mit einem kurzen Resümee ab.

[...]


1 Vgl.: o. V. / Silverstream / 2001 / S. 1.

2 Vgl.: Alexander / Webservices & Cebit / 2002 / S. 1.

3 Vgl.: Arndt / XML-Webservices / 2002 / S. 1.

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