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Other, 2000, 6 Pages
Author: Sebastian Riedel
Subject: Medicine
Details
Year: 2000
Pages: 6
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-09721-5
File size: 55 KB
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Fulltext (computer-generated)
Sebastian Riedel
Referat Neurophysiologie:
07.06.00
Thema:
Die Verarbeitung visueller Information durch die
Retina
Das Farbsehen
Farbenblindheit
Retina:
Aufbau: Dicke ca. 200 µm
Besteht aus 3 Schichten:
Äußere Körnerschicht: Pigmentepithelzellen
Photorezeptorzellen
Innere Körnerschicht: Horizontalzellen
Bipolarzellen
Amakrine Zellen
Ganglienzellschicht: Ganglienzellen
Lage: liegt vor dem Pigmentepithel gefüllt mit Melanin, welches Licht
resorbiert, das nicht von der Retina eingefangen wird verhindert
Reflexion würde Schärfe des Abbildes beeinträchtigen
- proximale Neurone sind nicht myelinisiert transparent
Besonderheiten : papilla nervi optici blinder Fleck ( keine Photorezeptoren)
Fovea centralis Ort des schärfsten Sehens
2 Arten von Photorezeptoren: 1. Stäbchen
2. Zapfen
Unterschiede zwischen Stäbchen und Zapfen
Tab. 22.1 Seite 416
Stäbchen und Zapfen haben die gleichen funktionellen Bereiche:
1) Außensegment: befindet sich an der äußeren Oberfläche der Retina,
enthält lichtabsorbierendes Sehpigment
2) Innensegment: enthält Zellkern, Ablauf der meisten biochemischen
Prozesse
3) synaptische Endigung: stellt Kontakt mit Zielzellen des Photorezeptors
her
Sehpigment: kleines lichtabsorbierendes Molekül+ mit ihm verbundenes Protein,
welches die Membran durchzieht
Bilden die sogenannten Discs
Abb. 22.2 Seite 417
Phototransduktion:
Vorbemerkung: Schlüsselmolekül cGMP second messenger
Kontrolliert den Ionenfluß
Öffnung von Na+- Kanälen ( Einwärtsstrom)
Phototransduktionsprozess: 3 Stufen
1) Licht aktiviert die Sehpigmente in der Diskmembran
2) Senkung der cGMP- Konzentration durch Phosphodiesterase
3)
Schließung der cGMP gesteuerten Kanäle
Hyperpolarisation
des Photorezeptors
Aktivierung der Pigmente durch Licht:
Sehpigment der Stäbchen
Rhodopsin
Besteht aus 2 Teilen: Proteinteil Opsin
Retinal lichtabsorbierender Teil Vitamin-A-
Derivat
- bei Aktivierung des Rhodopsins durch Licht kommt es zu einer
Konformationsänderung des Retinals von der 11-cis-Form
(Rhodopsin) zur all-trans-Form (Metarhodopsin 2)
- einziger lichtabhängiger Schritt des Sehvorgangs
- diese Konformationsänderung verursacht eine Herabsetzung der
Permeabilität für Natrium und Calciumionen Schließen der
Ionenkanäle
Hyperpolarisation
Dunkelheit: cGMP- Konzentration hoch viele cGMP- Kanäle geöffnet
relative Depolarisation der Zelle (
Dunkelstrom
)
Lichtabsorbtion: Anregung einer Phosphodiesterase Aufspaltung von
cGMP Konzentrationsenkung Hyperpolarisation
Ganglienzellen
- sie bilden mit ihren Axonen den Nervus opticus
- sie teilen ihre Information als Folge von AP′s mit
- inputs zu einer Ganglienzelle stammen von denselben
Photorezeptoren in einem festgelegten Retinabereich dem
rezeptiven Feld
dieser Zelle
rezeptives Feld :
- bei Ganglienzellen kreisrund
- 2 Bereiche : Zentrum und Umfeld
2 Klassen von Ganglienzellen:
1) On-Zentrum-Neurone Erregung durch Licht auf das Zentrum des rezep.
Feldes Hemmung durch Licht auf das Umfeld
- sie reagieren am besten auf schnelle Lichtintensitätszunahme
2) Off-Zentrum-Neurone Hemmung durch Licht auf das Zentrum des rezep.
Feldes Erregung durch Licht auf das Umfeld
- sie reagieren am besten auf Lichtintensitätsabnahme
- jeder Photorezeptor besitzt Synapsen zu beiden
Ganglienzellarten 2 parallele Bahnen zur
Informationsverarbeitung
- Überträgerstoff Glutamat
- Interaktion zwischen Zentrum und Umfeld nennt man
Zentrum-
Umfeld-Antagonismus
, beruht auf
lateraler Hemmung
durch
Horizontalzellen
Horizontalzellen:
- übermitteln Informationen von entfernt liegenden Zapfen zu
den Bipolarzellen
o sind über Gap junctions miteinander gekoppelt
- Ganglienzellen antworten am besten, wenn Lichtintensitäten zwischen
Zentrum und Umfeld unterschielich sind sie reagieren daher auf
Kontraste
Verbindungen zwischen Rezeptoren und Ganglienzellen
- direkteste Verbindung stellen die
Bipolarzellen
dar
- Zapfen im Zentrum eines rezeptiven Feldes bilden direkte synaptische
Kontakte mit Bipolarzellen, die wiederum mit Ganglienzellen
direkte
oder vertikale Bahn
- Zapfen aus dem Umfeld eines rezep. Feldes bilden indirekte
Verbindungen über Horizontal- und Amakrinzellen
laterale Bahn
Besonderheit:
Stäbchen: - Bipolarzellen werden von Amakrinzellen erregt oder gehemmt
Zusammenfassung:
Das Farbensehen:
- Auge empfindlich für Wellenlängen zwischen 400 und 700 nm
- in diesem Bereich ändert sich die Farbe von Blau über Grün
nach Rot
- Eigenschaft des Farbsehens bezeichnet man als Trichromatizität
Trichromatizität :
- 3 verschiedene Arten von Zapfen
- jede mit anderem Sehfarbstoff (verschiedene Opsinarten)
Abb. 24.4
Pigmentarten:
- Pigment B kurze Wellenlängen für blau bei 419 nm
- Pigment G mittlere Wellenlängen für grün bei 531 nm
- Pigment R lange Wellenlängen für rot bei 559 nm
Im Sehsystem erfolgt eine additive Farbmischung von Komplementärfarben
Die eigentliche Verarbeitung und Farbwahrnehmung findet erst in den
Sehzentren des Gehirns statt.
Farbenblindheit:
- durch corticale Läsionen
- durch Krankheiten der Retina
Rotblindheit Protanotrope Fehlen vom langwelligen Zapfenpigments
Grünblindheit Deuteranope Fehlen des mittelwelligen Zapfenpigments
Blauviolettblindheit Tritanope Fehlen des kurzwelligen Zapfenpigments
Rot- oder Grünblindheit
- durch Mutation des X-Chromosoms (Rot- oder Grünblindheit)
- Gene für das rote und grüne Pigment sind nebeneinander auf X-
Chromosom lokalisiert
- Durch Rekombination kann es zu Verlust oder Duplikation von
Genen kommen
- Außerdem können Hybridgene entstehen
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