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Sprachentwicklungsanalyse am Beispiel eines fernsehenden zweijährigen Kindes close

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Sprachentwicklungsanalyse am Beispiel eines fernsehenden zweijährigen Kindes

Termpaper, 2001, 25 Pages
Author: Anne Zeller
Subject: German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies

Details

Category: Termpaper
Year: 2001
Pages: 25
Language: German
Archive No.: V9711
ISBN (E-book): 978-3-638-16341-5
ISBN (Book): 978-3-638-64119-7
File size: 117 KB

Abstract

Immer wieder fragte sich die Menschheit nach dem Ursprung der Sprache – in doppeltem Sinne: Wie erwirbt der einzelne die Sprache? Und woher hat die Gattung Mensch sie? Es entstanden mit der Zeit so viele, teils absurde Theorien über die Entstehung der Sprache mit recht interessanten Spitznamen: Die Wauwau - Theorie, die Aua - Theorie oder die Hauruck - Theorie, um nur einige von ihnen zu nennen. Das Problem aber blieb: Wie kam der Mensch wirklich zur Sprache? Die Theorien konnten genauso richtig, wie falsch sein. Auf Fakten, die sie stützten, konnte keine verweisen. Das Nachdenken über die Entstehung von Sprache wurde erst in den letzten Jahren erneut aktuell. Die Paläoanthropologie hatte klären können, wo der Prozess der Menschwerdung begann, unter welchen Umständen, in welchen Zeiträumen und Schritten er sich abspielte. Die Neurophysiologie hatte mehr über den Zusammenhang von Gehirn und Sprache in Erfahrung bringen können. Die Erforschung der Kommunikation unter Tieren half wesentlich die besonderen Eigenschaften der menschlichen Sprache genauer zu bestimmen. Auch wenn das Wissen um die Sprachentstehung in der Zeit verloren gegangen ist, so lässt sich eingehender und exakter der Spracherwerb beschreiben und erklären (Zimmer, 1986). Fest steht, dass die Sprachentwicklung bei kleinen Kindern sich in ganz bestimmten Stufen regelmäßig vollzieht. Allerdings verläuft sie keineswegs bei allen Kindern gleich schnell, der individuelle Spracherwerb zeigt deutliche Variationen (Ptok, 1997). Auf die Erklärung von bestehenden Spracherwerbstheorien möchte ich im Folgenden nicht eingehen. Viel mehr interessierte mich die Sprachentwicklung bei kleinen Kindern, worauf ich auf eine Tonbandaufnahme, die vor 14 Jahren von meiner kleinen Schwester gemacht wurde, zurückgreifen konnte.


Excerpt (computer-generated)

Seminar: Spracherwerb
Wintersemester 2000/ 2001
Universität Hildesheim, Fachbereich II

Hausarbeit zum Thema:
Sprachentwicklungsanalyse am Beispiel
eines fernsehenden zweijährigen Kindes

Anne Zeller

Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen (PVO 98)
6. Semester
Hildesheim, 26. 06. 2001

 

1. Einleitung 

2. Spracherwerb
2.1 Der Kontext des Spracherwerbs  ... 3
2.2 Der Verlauf des Spracherwerbs  ... 5
2.2.1 Phonetische – phonologische Ebene der Sprachentwicklung  ... 5
2.2.1 Semantisch – lexikalische Ebene der Sprachentwicklung  ... 5
2.2.3 Syntaktisch – morphologische Ebene der Sprachentwicklung  ... 6
2.3 Spracherwerb und Fernsehen  ... 7

3. Ein praktisches Beispiel
3.1 Einleitung  ... 9
3.2 CD  ... 9
3.3 Verschriftung des Hörbeispiels  ... 10
3.4 Analyse des Hörbeispiels …… ... 12
3.4.1 Analyse der Wortebene  ... 12
3.4.1.1 Morphologie  ... 12
3.4.1.2 Syntax  ... 15
3.4.1.3 Semantik  ... 18
3.4.2 Analyse der Satzebene  ... 20
3.4.2.1 Formale Struktur  ... 20
3.4.2.2 Kommunikative Funktion  ... 22

Literaturverzeichnis

 

1. Einleitung

Immer wieder fragte sich die Menschheit nach dem Ursprung der Sprache – in doppeltem Sinne: Wie erwirbt der einzelne die Sprache? Und woher hat die Gattung Mensch sie? Es entstanden mit der Zeit so viele, teils absurde Theorien über die Entstehung der Sprache mit recht interessanten Spitznamen: Die Wauwau - Theorie, die Aua - Theorie oder die Hauruck - Theorie, um nur einige von ihnen zu nennen.

Das Problem aber blieb: Wie kam der Mensch wirklich zur Sprache? Die Theorien konnten genauso richtig, wie falsch sein. Auf Fakten, die sie stützten, konnte keine verweisen. Das Nachdenken über die Entstehung von Sprache wurde erst in den letzten Jahren erneut aktuell. Die Paläoanthropologie hatte klären können, wo der Prozess der Menschwerdung begann, unter welchen Umständen, in welchen Zeiträumen und Schritten er sich abspielte. Die Neurophysiologie hatte mehr über den Zusammenhang von Gehirn und Sprache in Erfahrung bringen können. Die Erforschung der Kommunikation unter Tieren half wesentlich die besonderen Eigenschaften der menschlichen Sprache genauer zu bestimmen. Auch wenn das Wissen um die Sprachentstehung in der Zeit verloren gegangen ist, so lässt sich eingehender und exakter der Spracherwerb beschreiben und erklären.1

Fest steht, dass die Sprachentwicklung bei kleinen Kindern sich in ganz bestimmten Stufen regelmäßig vollzieht. Allerdings verläuft sie keineswegs bei allen Kindern gleich schnell, der individuelle Spracherwerb zeigt deutliche Variationen.2 Auf die Erklärung von bestehenden Spracherwerbstheorien möchte ich im Folgenden nicht eingehen. Viel mehr interessierte mich die Sprachentwicklung bei kleinen Kindern, worauf ich auf eine Tonbandaufnahme, die vor 14 Jahren von meiner kleinen Schwester gemacht wurde, zurückgreifen konnte.

2. Spracherwerb
2.1 Der Kontext des Spracherwerbs

Wahrscheinlich führen Eltern ihre Kinder in die Sprache ein, ohne es zu merken. Sie unterhalten sich mit ihnen schon sehr früh in sogenannten Protodialogen, den elementarsten Formen von Dialogen. Die Eltern unterbrechen ihre an den Säugling gewandten Sprachäußerungen immer wieder, damit er antworten kann. Sie akzeptieren alles als gültige Antwort, was das Baby in der Sprechpause der Eltern einbringt, sogar Aufstoßen oder Niesen. Unter der Voraussetzung, dass ihnen diese Hilfestellung gegeben wird, kommunizieren Babys weit vor der Zeit, in der sie zu sprechen anfangen oder mit der Zeichensprache beginnen. Bereits Säuglinge setzen Zeigegesten und nicht verbale Äußerungen ein, um ihre Bedürfnisse und Interessen mitzuteilen. Babys sammeln also schon zu der Zeit, in der sie noch nicht über aktive Sprache (Äußern von Wörtern oder Sätzen) verfügen, vielfältige Kommunikationserfahrungen. Im Laufe der weiteren Entwicklung und während der frühen Kindheit, werden die Eltern zu immer anspruchsvolleren Gesprächspartnern. Während sie zunächst noch jede Verbalisierung des Kindes akzeptieren, bestehen sie dann auf irgendwelchen Wörtern und fordern schließlich, dass die geäußerten Wörter mit dem Gesprächsthema zu tun haben.

[...]


1 Vgl.: Zimmer, 1986, S.
2 Vgl. Ptok, 1997, S. 300


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