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Lesson Plan, 2001, 19 Pages
Author: Anne Zeller
Subject: Regional History and Geography (Basic Primary School Pedagogy)
Details
Institution/College: University of Hildesheim (Institut für Sachunterricht und Angewandte Erziehungswissenschaften)
Tags: ästhetische Bildung, Sachunterricht, Umweltbildung, Technik im Sachunterricht, Papier schöpfen, Rohstoffe ausnutzen, Papier recyceln
Year: 2001
Pages: 19
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-16347-7
File size: 526 KB
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Excerpt (computer-generated)
Seminar: Die Arbeit in der Lernwerkstatt: Technik und Technikgeschichte
SS 2001
Universität Hildesheim, Fachbereich II
Ausführliche Unterrichtsausarbeitung
zum Thema „Papier schöpfen im 3. Schuljahr“
Anne Zeller
Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen (PVO 98)
6. Semester
Hildesheim, 12. 04. 2001
Inhalt
Sachanalyse 3
Didaktische Analyse 4
Methodische Analyse 5
Ästhetische Aspekte zur Thematik des Papier Schöpfens 12
Anhang (5 Arbeitsblätter)
Literatur
Sachanalyse
Der Name „Papier” ist ursprünglich von dem Produkt der Papyrusstaude abgeleitet, aus dem man im Altertum (Ägypten) und in der Antike (Griechen, Römer) Schriftrollen herstellte. Vor allem als Mittel zur Kommunikation hat Papier für die Menschheit eine herausragende Bedeutung erlangt. So benutzt man Papier beispielsweise nicht nur zum Schreiben und zum Drucken, sondern auch als Verpackung und als Werkstoff für diverse Anwendungen. Selbst im Zeitalter der elektronischen Datenverarbeitung und elektronischen Medien bleibt die elementare Bedeutung des Papiers erhalten. Das grundlegende Verfahren zur Papierherstellung hat sich seit über 2 000 Jahren nicht geändert. Bei der traditionellen manuellen Papierherstellung wird das Rohmaterial – Stroh, Blätter, Rinde, Hadern oder andere faserige Materialien – in einen Bottich oder Trog gegeben und mit einem schweren Stößel oder Hammer bearbeitet, um die Fasern zu trennen. Wenn die Fasern ausreichend aufgebrochen sind, werden sie im Wasser belassen. Das flüssige Material im Bottich ist bereit für die eigentliche Papierherstellung. Nun wird der Schöpfrahmen in den Bottich eingetaucht, wird er ihm wieder genommen, ist die Oberfläche des Siebes mit einer dünnen Schicht aus Faserbrei bedeckt. Anschließend wird das Gerät in Längsrichtung und in Querrichtung gerüttelt. Damit soll bewirkt werden, dass die Mischung gleichmäßige auf der Oberfläche des Siebes verteilt wird, und die einzelnen Fasern sich miteinander verfilzen, wodurch das Papier an Festigkeit gewinnt. Beim Rüttelprozess fließt ein großer Teil des Wassers durch die Maschen des Siebes. Sieb und Papier werden umgedreht und das Blatt Papier vorsichtig auf ein Filztuch gelegt. Daraufhin kommt ein weiterer Filz auf das Blatt. Der Vorgang wird mit anderen noch feuchten Blättern wiederholt. In der Technik nennt man diesen Arbeitsschritt auch Gautschen. Wenn mehrere Blätter Papier mit Filz aufgestapelt worden sind, gelangt der ganze Stapel zur Weiterbearbeitung in eine hydraulische Presse. Dabei presst man den größten Teil des Wassers aus dem Papier heraus. Das so behandelte Papier wird dann vom Filz getrennt, gestapelt und nochmals gepresst. Den Pressvorgang wiederholt man mehrmals, wobei die Reihenfolge der Blätter immer verändert wird. Durch dieses Austauschen der Blätter verbessert man die Oberflächenqualität des Papiers. Zum Schluss gelangt das Papier in den abschließenden Trocknungsprozess. Papiere, die zum Schreiben oder Drucken verwendet werden sollen, müssen nach dem Trocknen noch weiter behandelt werden, denn ohne eine solche Behandlung würde das Papier die Tinte derartig stark aufsaugen, dass der geschriebene Text und die gedruckten Bilder verschwommen erscheinen. Die Weiterbehandlung des Papiers besteht im Leimen durch Eintauchen in eine Lösung aus Knochenleim. Danach wird das geleimte Papier getrocknet und zwischen Metallplatten oder glattem Karton gepresst. Der Druck bestimmt die Oberflächenstruktur des Papiers. Papiere mit rauer Oberfläche werden bei geringem Druck verhältnismäßig kurze Zeit gepresst. Im Gegensatz dazu ist der Verarbeitungsdruck für Papiere mit glatter Oberfläche relativ hoch und die Bearbeitungsdauer in diesem Falle lang. Die Grundschritte bei der maschinellen Papierherstellung sind im Prinzip identisch mit denen bei der manuellen Herstellung von Papier. Sie sollen hier nicht weiter behandelt werden, da sich das Papierschöpfen mit den Kindern auf die traditionelle Papierherstellung beschränkt. Ein wichtiger Aspekt bei der Papierherstellung ist die Verwendung von Altpapier. So wurden beispielsweise 1995 etwa 56 Prozent des in Deutschland hergestellten Papiers (knapp 15 Millionen Tonnen) aus Altpapier gewonnen. In Europa ist Deutschland einer der größten Papierhersteller. Das Altpapier wird zunächst mit Wasser behandelt und anschließend in mehreren Wasch- und Reinigungsverfahren von Druckfarben und Füllstoffen getrennt. Der dabei entstehende Faserbrei gelangt anschließend in die Weiterverarbeitung. Altpapier kommt vor allem zur Herstellung von Verpackungen, Zeitungspapier und Hygienepapier zum Einsatz.
Didaktische Analyse
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