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Ansätze zur Versorgung der Unternehmung mit DV-Leistungen

Autor: Martin Potthast
Fach: Informatik - Wirtschaftsinformatik

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Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 1999
Seiten: 15
Note: 1,8
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 168 KB
Archivnummer: V97382
ISBN (E-Book): 978-3-638-95834-9

Volltext (computergeneriert)

Autor: Martin Potthast

Ansätze zur Versorgung der Unternehmung mit DV-Leistungen

 Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis................................................1

Abbildungsverzeichnis.............................................2

Tabellenverzeichnis...............................................2

Abkürzungsverzeichnis.............................................2

1. Einleitung ....................................................3

2. Aufgaben der DV einer Unternehmung.............................3

2.1. DV-Unterstützung innerhalb des Unternehmens .................3

2.1.1. Die Funktionen im Unternehmen..............................4

2.1.2. Möglichkeiten der EDV-Unterstützung........................4

2.2. DV-Unterstützung der Umwelt-Unternehmens-Kommunikation.......5

2.2.1. Kommunikationspartner der Unternehmung.....................5

2.2.2. Möglichkeiten der EDV-Unterstützung........................5

3. Die im Unternehmen benötigte Software .........................6

3.1. Ermittlung des Softwarebedarfs...............................6

3.2. Softwareangebot für die Unternehmung.........................7

3.2.1. Anwendungssoftware.........................................8

3.2.2. Systemsoftware.............................................8

4. Die Hardware-Architektur im Unternehmen.......................11

4.1. Hardware-Anforderungen ermitteln............................11

4.2. Hardware-Möglichkeiten ermitteln............................11

4.2.1. Rechnerklassen............................................11

4.2.2. Netze und Netzwerkarchitekturen...........................12

4.3. Entwurf eines Hardware-Konzeptes für das Unternehmen........13

5. Die Integration der DV in die Unternehmung....................13

5.1. Ansiedlung des DV-Management im Unternehmen.................13

5.2. Einfluß der EDV auf das Unternehmen.........................14

6. Schlußbetrachtung.............................................14

Literaturverzeichnis.............................................15

 

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1:   Hardware-Konfigurierung bei verteilter Verarbeitung..13

Abbildung 2:   Integrationsrichtung ................................14

 

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1:  Übersicht über die Arbeitsgebiete einer Unternehmung.....4

Tabelle 2:  Allgemeine Softwareübersicht mit Beispielen..............7

Tabelle 3:  Übersicht über die Aufgaben eines Betriebssystems........9

Tabelle 4:  Betriebsarten von DV-Anlagen............................10

Tabelle 5:  Nutzungsformen  von DV-Anlagen..........................10

Tabelle 6:  Betriebssysteme und Rechnerklassen......................10

 

Abkürzungsverzeichnis

BS = Betriebsystem

CAD = Computer Aided Design

CCG = Centrale für Coorganisation

CIM = Computer Integrated Manufacturing

CS = Client / Server

DFÜ = Datenfernübertragung

DV = Datenverarbeitung

EANKOM = Europäische Artikelnummer Kommunikation

EDV = Elektronische Datenverarbeitung

E-Mail = Electronic Mail (elektronische Post)

FIS = Führungsinformationssystem

IPX/SPX = Internetwork Packet Exchange / Sequenced Packet Exchange

IV = Informationsverarbeitung

LAN = Local Area Network

MADAKOM = Marktdatenkommunikation

MIS = Managementinformationssystem

NetBEUI = NetBios Enhanced User Interface

PC = Personal-Computer

PPS = Produktionsplanungs und -steuerungsystem

SEDAS = Standardregelungen einheitlicher Datenaustauschsysteme

SINFOS = Stammdateninformationssätze

TCP/IP = Transmission Control Protocol

WAN = Wide Area Network

1. Einleitung

Stark routinierten Aufgaben in Unternehmungen erfordern eine Automatisierung dieser. Zumindest müssen die im Unternehmen Beschäftigten eine technische Unterstützung ihrer Arbeit erhalten. Die

elektronische Datenverarbeitung

(EDV)

ist genau das passende Instrument. EDV ist in den meisten größeren Unternehmen schon geläufig, nur nicht auf dem richtigen Stand. Häufig wird einfach nur von „

DV

" (

D

aten

v

erarbeitung) oder wissenschaftlich von „

IV

" (

I

nformations

v

erarbeitung) gesprochen. Dieses ist ungenau, da ja in jedem Unternehmen Daten verarbeitet werden. In Unternehmen ohne Computer geschieht dieses ja manuell. Das Thema dieser Arbeit, das sich mit DV-Leistungen in Unternehmen beschäftigt, meint jedoch Leistungen durch Computer(anlagen). Das besondere an der Datenverarbeitung mittels Computer ist die Maschinisierung durch

Elektronik

, so daß das „E" in „EDV" eigentlich das Wichtigste ist. Doch werden in dieser Arbeit die Begriffe „EDV" und „DV" für EDV synonym verwendet. Nach dieser Einleitung folgt ein Kapitel, das Unternehmensstruktur und Anwendungsgebiete aufzeigt, danach Kapitel über Software- und Hardwaremöglichkeiten. Im letzten Kapitel wird die Integration der DV erläutert.

2. Aufgaben der DV einer Unternehmung

Die Aufgabe der Datenverarbeitung in der Unternehmung ist es, „überall dort im Betrieb zu automatisieren, wo das maschinelle System eine Aufgabe mindestens so gut wie ein Mensch, d.h. bezüglich Qualität, Kosten usw., zu erledigen vermag (

sinnhafte Vollautomation

)".  Wo dieses nicht möglich ist, soll die DV den Menschen bei seiner Arbeit im Unternehmen wirksam unterstützen (

Teilautomatisierung

). 

2.1. DV-Unterstützung innerhalb des Unternehmens

Die DV kann im Unternehmen die Steuerung technischer Anlagen übernehmen (t

echnische IV

bzw.

Prozeßsteuerung

), die

betriebswirtschaftliche IV

(Information als Produktionsfaktor)  und die betriebliche Kommunikation unterstützen. 

2.1.1. Die Funktionen im Unternehmen

Allgemein werden Unternehmen in die Funktionen Beschaffung, Produktion, Absatz, Verwaltung und ggf. Forschung und Entwicklung unterteilt.  Die einzelnen Funktionen eines Unternehmens gliedern sich wiederum in Bereiche oder Arbeitsgebiete: 

Tabelle 1:  Übersicht über die Arbeitsgebiete einer Unternehmung [fehlt]

Übergeordnet ist noch die Geschäftsleitung, ein weiteres Anwendungsgebiet für DV. 

2.1.2. Möglichkeiten der EDV-Unterstützung

Ziel der DV ist, die einzelnen Aufgabengebiete der Unternehmung zu unterstützen.. Hierfür gibt es spezielle Anwendungssysteme, die sich in

branchenneutrale

und

branchenspezifische

unterteilen lassen.  Außerdem wird zwischen

Administrationssystemen

(Anwendungen zur Lagerverwaltung und Abrechnung von Massendaten),

Dispositionssystemen

(Anwendungen im Logistikbereich, der Prozeßsteuerung und im Planungsbereich der operativen Ebene),

Führungsinformationssystemen FIS

bzw.

Managementinformationssystemen MIS

(Systeme zur Unterstützung der Planung und Informationsbereitstellung in den oberen Führungsebenen) und

Querschnittssystemen

(Anwendungssysteme, die sich unternehmenshierarchieunabhängig an allen Arbeitsplätzen einsetzen lassen, z.B.:Bürosysteme) unterschieden.  Administrations- und Dispositionssysteme erfordern teilweise eine branchen

spezifische

Form. Branchen

neutrale

Anwendungssysteme sind firmenunabhängig und oft durch gesetzliche Normen standardisiert.  Branchen

neutrale

Anwendungssysteme eignen sich im Unternehmen für die Verwaltungsaufgaben (Finanzbuchhaltung, Rechnungswesen und Personalwesen).  Branchen

spezifische

Anwendungssysteme sind in der Fertigungsindustrie, z.B.

CIM

,

CAD

,

PPS

, in Handelsunternehmen (Warenwirtschaftssysteme), Kreditinstituten und Versicherungen zu finden. 

2.2. DV-Unterstützung der Umwelt-Unternehmens-Kommunikation

Die DV-Unterstützung der Kommunikation des Unternehmens mit seiner Umwelt, wird auch

zwischenbetrieblich (integrierte) Informationsverarbeitung

genannt . Integriert ist sie, wenn sie bei bestimmten Vorgängen automatisch abläuft, also die Anwendungssysteme der beteiligten Betriebe aufeinander abgestimmt sind. 

2.2.1. Kommunikationspartner der Unternehmung

Die Kommunikationspartner im Unternehmen sind

Lieferanten

,

Kunden

,

Behörden

,

Banken

,

Agenturen

,

Speditionen

,

externe Datenbanken

sowie

Softwareunternehmen für Fernwartung von Software

  Geringere Transaktionskosten für Informationsaustausch und eine dem Realtransfer

zeitliche Vorlagerung

der Information ist das Ziel. 

2.2.2. Möglichkeiten der EDV-Unterstützung

Für die EDV-gestützte Umwelt-Unternehmens-Kommunikation ist eine entsprechende Infrastruktur erforderlich. Dazu gehört ein Datenübertragungsweg (Netz) zu den Kommunikationspartnern, z.B.: Telefonnetz oder Internet,  ein Transportsystem, Transportprotokolle, damit die Nachricht im Netz den Weg vom Sender zum Empfänger findet,  und ein spezielles Anwendungssystem (Kommunikationssystem). Genormte Kommunikationssysteme oder Verwendung gleicher Transportprotokolle der Kommunikationspartner ist für das Funktionieren der  Kommunikation erforderlich. Dieser zwischenbetriebliche Datenaustausch mittels

Datenfernübertragung DFÜ

dient den Unternehmungen u.a. dazu, Bestellungen abzuwickeln (z.B.: Buchhändler), Rechnungen zu versenden, Angebote zu offerieren, Mitteilungen zu machen, konkrete Informationen einzuholen (z.B.: Touristikbranche), Vertragsdatenaustausch (z.B.: Versicherungswirtschaft), electronic commerce (virtuelles Kaufhaus).  Besonders der Handel ist stark am elektronischen Datenaustausch beteiligt. Mit MADAKOM, SINFOS und SEDAS bzw. EANCOM (Internationaler Standard) hat die CCG einen allgemeinen Standard geschaffen, der die Teilnahme für ein Handelsunternehmen attraktiv macht.  Sofern der Datenaustausch nicht mit festen Partnern in abgeschlossener Form

(Extranet)

, sondern über das Internet erfolgt, müssen besondere Sicherungsvorkehrungen (z.B.: Zugangsberechtigung, Vertraulichkeit) getroffen werden. Bei elektronischem Zahlungsverkehr sind zusätzlich die Rechtsverbindlichkeit (

Authentifikation

) und die Eindeutigkeit (

Identifikation

) erforderlich.  Durch das Internet ist es möglich, bestimmte Dienste, z.B.: E-Mail unternehmensunabhängig für alle Netzteilnehmer von einem extra dafür eingerichteten Unternehmen

(Provider bzw. Online-Dienst)

zu erbringen.

3. Die im Unternehmen benötigte Software

Eine Unternehmung benötigt zur Realisierung ihres DV-Systems Software. Dieses bedeutet in erster Linie Anwendungssysteme, die die erforderliche DV-Leistungen erbringen. 

3.1. Ermittlung des Softwarebedarfs

Bevor die Anwendungssysteme ausgesucht werden, ist zunächst einmal zu prüfen, was die konkreten Anforderungen (

Bedarfsanalyse

) an die DV im Unternehmen sind . Organisationsstruktur und Größe des Unternehmens spielen ebenfalls dabei eine Rolle. Die betrieblichen Abläufe müssen genau analysiert werden (

Ist-Analyse

) . Anschließend sind Modelle zu entwickeln, die die DV-Unterstützung dieser Abläufe darstellen (

Projektanalyse

). Dabei ist jedoch darauf zu achten, daß Aufwand und Nutzen, sowohl der DV selbst, als auch der Analyse in einem vom Unternehmer gewünschten Verhältnis stehen.  Somit ist dann ein

Sollkonzept

  aus den Analyseergebnissen zu erstellen, das das Anforderungsprofil aufweist und Auskunft darüber gibt, welche Anwendungssysteme einzurichten sind. Des weiteren ist zu prüfen, inwieweit schon im Betrieb vorhandene EDV (gehört auch zur

Ist-Analyse

), weiterverwendet werden kann. Das heißt, vorhandene EDV muß entweder veräußert werden oder in die künftige EDV-Struktur miteinbezogen werden. 

3.2. Softwareangebot für die Unternehmung

Die in Unternehmungen verwendete Software läßt sich entsprechend nachfolgender Tabelle einteilen:

Tabelle 2:  Allgemeine Softwareübersicht mit Beispielen [fehlt]

Die Software läßt sich also zunächst einmal in Systemsoftware und Anwendungssoftware unterscheiden. Die Systemsoftware weist eine größere Nähe zur Hardware auf und soll diese, von der jeweiligen Anwendung unabhängig, leichter handhabbar machen.  Die Anwendungssoftware hingegen hat eine größere Nähe zum Anwender und ist somit primär auf die Unternehmensbedürfnisse auszurichten. 

3.2.1. Anwendungssoftware

Ein

Kriterium

zur Softwareauswahl ist, ob die Anforderungen sehr speziell bzw. exotisch sind oder ob auch andere Unternehmungen bzw. Anwender ähnliche Anforderungen haben. Hier besteht die Wahl zwischen

Individualsoftware

und

Standardsoftware

. Diese Sofwarearten weisen folgende Merkmale auf:

Individualsoftware bessere Anpassung an Geschäftsprozesse, aber teuer, problematisch hinsichtlich Kompatibilität zu anderen Unternehmen und Projekten, schwierige Wartung (Weiterentwicklung und Anpassung an neue Anforderungen), Pflege (Fehlerbeseitigung) , kaum Erfahrungsaustausch möglich  und Abhängigkeit von Spezialisten

Standardsoftware am Markt gängig, preiswert, aber geringere Anpassungsfähigkeit an die speziellen betrieblichen Abläufe (oft Lassen sich aber gewisse Parameter einstellen) und Abhängigkeit vom Anbieter .
Ein weiteres Kriterium ist die Unternehmensstruktur. Hierbei kommt es auf die Vielfältigkeit und Verzahnung der Aufgaben sowie die vorhandene Hardwarearchitektur, Host oder PC, an, ob eine „stand-alone"-Lösung oder eine Integrationslösung und damit Kompatibilität der Software (z.B. zu der vom Geschäftspartnern) gewählt werden sollte.   Jedoch sollte die Hardware möglichst simultan mit der Software ausgewählt werden und nicht die Software diktieren.
Schließlich ist die Benutzerfreundlichkeit der Software wichtig. Die Mitarbeiter des Unternehmens müssen mit der DV klar kommen und sie möglichst voll akzeptieren. Auch (Um-)Schulungsmaßnahmen des Personals, als wichtige Voraussetzung zur adäquaten Nutzung der DV, sind bei dabei zu berücksichtigen. 

3.2.2. Systemsoftware

Die komplette Systemsoftware, die einen Computer bzw. eine DV-Anlage (Rechnernetz) steuert wird als

Betriebssystem

bezeichnet.  Moderne Betriebssysteme sind z.B.:

MS DOS

(mit Oberflächen

Windows 3.x, 95, 98

),

Windows NT

,

OS/2

,

UNIX

,

LINUX

und speziell für Netzwerke von Novell

Netware

. Einen Überblick über die Aufgaben des Betriebssystems liefert folgende Tabelle

Tabelle 3:  Übersicht über die Aufgaben eines Betriebssystems [fehlt]

Organisationsprogramme sorgen für Start und Abschluß und die Aufteilung in Teilaufträge der Aufträge (Jobs), die Verwaltung der Dateien und Programmbibliotheken und Überwachung der Arbeitsspeicherzuteilung.     Die anderen Programme  (Dienst- Übersetzungs- und Diagnoseprogramme) sind von technischer Bedeutung und werden nicht betrachtet. Wichtig sind Betriebsarten und  Nutzungsformen.
Es sind folgende Betriebsarten zu unterscheiden :

Tabelle 4:  Betriebsarten von DV-Anlagen [fehlt]

 Es gibt folgende Nutzungsformen

Tabelle 5:  Nutzungsformen  von DV-Anlagen [fehlt]

Für Netzwerke benötigt ein Unternehmen Netzwerksoftware. Protokolle, wie TCP/IP, IPX/SPX oder NetBEUI werden zum Datentransport gebraucht.   Zum Abschluß einen Überblick über die Systemsoftware und die Rechnerklassen:

Tabelle 6:  Betriebssysteme und Rechnerklassen [fehlt]

4. Die Hardware-Architektur im Unternehmen

Software und Hardware im Unternehmen müssen aufeinander abgestimmt werden.  

4.1. Hardware-Anforderungen ermitteln

Genau wie bei der Software hängt auch die Hardware von der Unternehmensstruktur ab. Es somit analog zu Kapitel 4.1. der Bedarf der Unternehmung zu ermitteln. Jedoch muß die Software, die das Unternehmen wünscht berücksichtigt werden. Darüber hinaus sind wegen der physischen Veränderungen (Umbaukosten !) noch stärker die vorhandenen Anlagen in die Planung eines neuen Systems miteinzubeziehen. 

4.2. Hardware-Möglichkeiten ermitteln

Hardware läßt sich in

Rechnerklassen

und

Netzwerkarchitekturen

unterteilen.

4.2.1. Rechnerklassen

  • Großrechner (auch Mainframe oder Host genannt)
  • Workstations (Hochleistungswerkzeug für einen einzelnen Anwender an dessen Arbeitsplatz, Betriebsystem UNIX)
  • mittlere Systeme (auch Midrange-Systeme genannt)
  • Mikrorechner (PCs).
  • Superrechner, (soll spezielle Probleme lösen sollen, z.B. bei CIM)

 

Die

Großrechner

bieten

hohe

Verarbeitungsgeschwindigkeiten bei

Multi-User-Betrieb

an. Sie verfügen oft über erhebliche externe Speicherkapazität. Häufig werden mehrere Hostrechner zu einem Netz verbunden, womit eine größere Rechnerleistung, aber auch eine größere Ausfallsicherheit gegeben ist. Zur Entlastung von Großrechnern gibt es Vorrechner.

Nachteil

dieser Großrechner ist die Erfordernis eines klimatisierten, geschützten Standortes, in zu anderen Systemen oft inkompatibles Betriebssystem und die Benutzerunfreundlichkeit  der Anwendungssysteme. Mittlere Systeme eignen sich als Abteilungsrechner. Verbunden mit dem Zentralrechner (Großrechner) bilden sie ein Zwischenelement zwischen Host und Arbeits-platzrechner (PCs). Beim PC gibt es eine Unterklasse, die Netzwerkcomputer mit abgespeckter Hardwareausstattung und nur für den Netzwerkbetrieb geeignet.

 Sie erfordern aber einen Server (meist Rechner der Mittlere-System-Klasse für Speicherung und Versorgung). 

4.2.2. Netze und Netzwerkarchitekturen

Es gibt Nahnetze

(lokal area network LAN

) und Fernnetze (

wide area network WAN

). Für die Unternehmung ist meist das Nahnetz entscheidend. Nur bei räumlich getrennten Unternehmensteilen und zur Kommunikation mit der Außenwelt ist für die

DFÜ

(Datenfernübertragung) das Fernnetz von Bedeutung.

Netze dienen dem Verbund von Rechnern zum Austausch von Daten in verschieden Formen:

Last-/Leistungsverbund

(dient der besseren und gleichmäßigeren Auslastung der einzelnen Rechnerkapazitäten),

Datenverbund

(gemeinsame Datennutzung),

Programmverbund

(gemeinsame Nutzung von Anwendungen zur Vermeidung von Softwarepflege- und Beschaffungskosten),

Kommunikationsverbund

(Austausch von Nachrichten, z.B. e-mail),

Geräte- und Sicherheitsverbund

(gemeinsame Nutzung von bestimmter Hardware, z.B.: Drucker und besseren Zugriff auf sensible Ressourcen bei technischen Problemen).Für die Netzwerke werden neben den Rechnern mit entsprechender

Netzwerksoftware

(Unix, Netware, Windows NT) auch

Datenübertragungswege

, das heißt Verbindungsleitungen benötigt. Physisch werden diese über

Lichtwellenleiter

(z.B.: Glasfaser) mit hoher Leistungsfähigkeit, hohem Preis und schwieriger Verlegung oder über

Elektronenleiter

(

verdrilltes Kupferkabel

oder

Koaxialkabel

) realisiert. Aber auch kabellose Verbindungen mit Funk, oder im Fernnetz mit Satelliten, sind anzutreffen.

Netzwerkarchitekturen können im (PC)-LAN als

Peer-to-Peer-Netzwerk

oder als

Client-Server-Konzept

realisiert werden.  Die

Peer-to-Peer-Netzwerke

lassen sich als

Ring

netz,

Bus

netz,

Stern

netz oder

vermaschtes

Netz realisieren. Bei großrech-nerorientierten LANs gibt es nur die

Sternnetzversion

. Bei der

Client-Server-Architektur

werden den Rechnern feste Rollen (Client oder Server, bei mehrstufiger CS-Konzeption auch Client für einen und zugleich Server für einen anderen Rechner) zugewiesen. Bei dieser Architektur können, entsprechende Schnittstellen vorausgesetzt, verschiedene Rechnerklassen zusammenarbeiten, womit die jeweiligen Vorzüge ausgespielt werden können. Als Beispiel wäre folgende Vernetzung denkbar:

Abbildung 1:   Hardware-Konfigurierung bei verteilter Verarbeitung [fehlt]

4.3. Entwurf eines Hardware-Konzeptes für das Unternehmen

Aus den in 5.2. beschriebenen Möglichkeiten muß das Unternehmen das Passende auswählen. Wesentlich  ist dabei, ob zentral oder dezentral gearbeitet wird. Dies gilt insbesondere für die Datenhaltung. Größere Daten

sicherheit

und Daten

konsistenz

(Aktualisierungsverarbeitung) sind bei

zentraler

Datenhaltung möglich. Ausfallsicherung und Unabhängigkeit von leistungsstarken Datenübertragungswegen bietet eine

dezentrale

Datenhaltung.  Für die Kommunikation zwischen den Unternehmungen ist mit dem Internet und dem TCP/IP, dem http-Protokoll ein Standard gesetzt worden, der zunehmend auf die innerbetriebliche Rechnerkommunikation übertragen wird (Intranet). 

5. Die Integration der DV in die Unternehmung

Bei Größeren Unternehmungen erreicht die DV oft  Dimensionen, daß eigene DV-Abteilungen eingerichtet werden, sofern die DV nicht „outgesourced" wird. 

5.1. Ansiedlung des DV-Management im Unternehmen

Die DV-Abteilung kann als

Linieninstanz

, z.B. dem Finanz- und Rechnungswesen untergeordnet sein, als

(Linien-)Hauptabteilung

oder aber auch als

Stabsstelle

des Vorstandes mit oder ohne Weisungsberechtigung angesiedelt werden.   Sinnvollerweise geht der Trend  zur Stabstelle. Auf Weisungsberechtigung sollte besser verzichtet werden, da die DV ein Dienstleister der Anwender ist. 

5.2. Einfluß der EDV auf das Unternehmen

Es ist folgender Konflikt zu lösen: Einerseits dürfen durch die DV weder der Betriebsablauf noch  die Unternehmensziele be- oder gar verhindert werden. Andererseits soll die DV dem Unternehmen neue Möglichkeiten eröffnen, sich besser zu präsentieren (

Multimedia

), günstiger zu produzieren und effizienter an (Markt-) Informationen zu kommen. Hierfür ist es durchaus sinnvoll, die bisherige Ablauforganisation des Unternehmens möglicherweise komplett neu zu ordnen. Anzustreben wäre dabei eine starke Vereinfachung des Betriebsablaufs und der verbleibenden Arbeitaufgaben. Hierfür spielt eine gute Integration der DV in die Aufbauorganistion eine Rolle. Dabei wird zwischen

vertikaler Integration

(Datenversorgung der Planungs- und Kontrollsysteme aus den Administrations- und Dispositionssystemen) und

horizontaler Integration

(Verbindung der einzelnen Administrations- und Dispositionssysteme innerhalb der betrieblichen Wertschöpfungskette) unterschieden.  Zur Verdeutlichung folgende Abbildung:

Abbildung 2:   Integrationsrichtung [fehlt]

6. Schlußbetrachtung

Die DV ist ein wichtiges Hilfsmittel für die Unternehmung zur Erledigung ihrer Aufgaben. Nahezu alle Bereiche der DV  (Produktionsprozesse, Büroaufgaben, Kommunikation mit der Unternehmensumwelt und Management) lassen sich durch DV unterstützen, wenn nicht gar ersetzen. Die Unternehmung muß nur die für sie passende Software und Hardware besorgen oder selbst entwickeln. Dabei sind Standardsoftware und Client-Server-Architekturen in der Regel die flexibelsten Angebote der DV. Unternehmungen sollten darauf achten, Software solcher Systeme zu beschaffen, die so einfach zu bedienen sind, daß möglichst keine Schulung des Personals, sondern nur eine Einweisung erforderlich ist. Bedienungsfehler müssen ausnahmslos abgefangen werden. Unternehmen sollten möglichst Eigentümer der von ihnen genutzten Software und Hardware sein, damit im Krisenfall (z.B.: Auftragsrückgang) nicht mangels Zahlungsmöglichkeiten der Unternehmung, die DV lahmgelegt wird.

Literaturverzeichnis

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, Dieter und

Krause

, Herbert: DV-gestütztes Prozeßkostenmanagement auf Basis von PC und Host-Software in: DV-gestütztes Unternehmenscontrolling, Hrsg.: Thomas Reichmann, München 1993

Hansen, Hans Robert: Wirtschaftsinformatik I, 7. Auflage 1996

Hansmann, Karl-Werner: Skript Organisation, SoSe 1997

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Hummeltenberg, Wilhelm: Skript zur Vorlesung „Rechnernetz und verteilte Systeme" Teil 2, WS 1998/99

Mertens, Peter u.a.:  Grundzüge der Wirtschaftsinformatik, 5. Auflage Berlin Heidelberg 1998

Mertens, Peter: Aufbauorganisation der Datenverarbeitung, Wiesbaden 19858 f.

Scheer, August-Wilhelm: Wirtschaftsinformatik, 7. Aufl., Berlin u.a.1997

Schuhmann, Matthias und Linß, Heinz: Wirtschaftslichkeitsbeurteilungen Von DV-Projekten in: Informationsmanagement,  Hrsg.: Dieter  B. Preßmar, Wiesbaden 1993

Stahlknecht, Peter und Hasenkamp, Ulrich: Einführung in die Wirtschaftsinformatik, 8. Auflage, Berlin Heidelberg  New York 1997

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