Autor: Mirja Schnoor
Fach: Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwiss.
Details
Institution/Hochschule: Universität Bielefeld (Universität)
Tags: Fachdidkatik, Handlungsorientierung, Produktionsorientierung, Menzel, Spinner, Literaturunterricht
Jahr: 2002
Seiten: 27
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 292 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-16420-7
Textauszug (computergeneriert)
Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht
von Mirja Krüger
Inhalt
Einleitung 3
1. Handlungs- und produktionsorientierter
Literaturunterricht theoretisch 4
1.1 Geschichtlicher Abriss 4
1.2 Theorie und Ziele 5
1.2.1 Begriffe 5
1.2.2 Ziele 5
1.3 Vertreter des handlungs-
und produktionsorientierten Literaturunterrichts 7
1.3.1 Gerhard Haas 8
1.3.2 Günter Waldmann 8
1.3.3 Karlheinz Fingerhut 9
1.3.4 Kaspar H. Spinner 9
1.3.5 Harro Müller-Michaels 10
1.3.6 Gerhard Rupp 10
1.4 Kritik an handlungs-
und produktionsorientiertem Literaturunterricht 11
2. Handlungs- und produktionsorientierter
Literaturunterricht praktisch 13
2.1 ′ottos mops′ (Herstellung eines Vokalgedichts) 14
2.2 ′Die Lokomotiven tönen′ (Zeilenkombination) 16
2.3 ′Reiterlied′ (Collage) 17
3. Bewertung des handlungs- und
produktionsorientierten Literaturunterrichts 21
Fazit 23
Literaturverzeichnis 25
Einleitung
Bei vielen Untersuchungen ist in der letzten Zeit erkannt worden, dass der klassische analytische Literaturunterricht vielen Schülern nicht gerecht wird. Die Schüler empfinden den Unterricht als langweilig und die Literatur als wenig ansprechend.
"Sie empfinden die herkömmliche schulische Beschäftigung als ein Zerreden der Texte, das ihnen jede Lust am Lesen nimmt. Vor allem die langsamen Lerner (die von der rein auf kognitive Ziele ausgerichteten Schule rasch als ′schwach′ und ′unbegabt′ abqualifiziert werden) und die mehr praktisch als intellektuell Begabten verlieren meist schon in der Primarstufe den Anschluß an den unterrichtlichen Diskurs. Man kann die Augen nicht davor verschließen, daß der Literaturunterricht bei vielen Kindern und Jugendlichen genau das Gegenteil dessen bewirkt, was er erreichen will: Statt die Heranwachsenden zu Lesern zu machen, schafft er Antipathie gegenüber dem geschriebenen Wort" (Haas/ Menzel/ Spinner 1994, S. 17).
Genau bei diesem Problem setzt der handlungs- und produktionsorientierte Literaturunterricht an. Er will Schüler durch Ansprechen von Emotionalität und Kreativität wieder dazu bringen, sich gern und erfolgreich mit Literatur zu beschäftigen.
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit diesem Ansatz auseinander. Dazu werden im theoretischen Teil die Entwicklung des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht nachgezeichnet und seine heutigen Ziele herausgearbeitet.
Außerdem erfolgt eine Vorstellung der didaktischen Diskussion um diese Methode durch die Darstellung der Konzepte einiger wichtiger Vertreter (Haas, Waldmann, Fingerhut, Spinner, Müller-Michaels und Rupp) und des schärfsten Gegners (Kügler), denn der handlungs- und produktionsorientierte Literaturunterricht ist Gegenstand vieler Kontroversen, und auch seine Verfechter setzen zum Teil ganz unterschiedliche Schwerpunkte.
Um sich ein besseres Bild machen zu können, wessen Argumente und Vorstellungen stichhaltig sind, werden im praktischen Teil einige Beispiele für produktionsorientierte Aufgaben und Ergebnisse von Schülern dargestellt. Um diese Beispiele überschaubar zu halten, werden nur Aufgaben aus dem Bereich Lyrik vorgestellt, dafür aber aus verschiedenen Klassenstufen und mit verschiedenen Arbeitstechniken.
Abschließend erfolgt eine Bewertung des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts auf der Grundlage der didaktischen Diskussion und der konkreten Beispiele.
1. Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht theoretisch
1.1 Geschichtlicher Abriss
[...]
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