Autor: Jörg Mönnich
Fach: Metallbautechnik / Metallverarbeitung
Details
Jahr: 2000
Seiten: 6
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 97 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-96938-3
Word 97/2000
Volltext (computergeneriert)
JoshDD@web.de
Fertigungstechnik 1 / 2.Sem. Prüfungsfragen C:\WINDOWS\DESKTOP\inArbeit\metall-abtrenntechnik.doc
1.) Nennen Sie die Kenngrößen zur Bewertung der Zerspanbarkeit und geben Sie je ein Beispiel für einen
leicht-, normal- und schwerzerspanbaren Werkstoff an! Durch welche Eigenschaft ist Automatenstahl
besonders gekennzeichnet
Zerspanbarkeit:
à zusammengesetzt aus Kenngrößen (Werkstoffeigenschaften) die das Verhalten des
Werkstoffes beim Zerspanen kennzeichnen.
Kenngrößen:
1.) Werkzeugverschleiß und Standzeit des Werkzeuges
2.) Zerspankraft und Energieaufwand
3.) Oberflächengüte am Werkstück
4.) Spanbildung und Spanform
leicht zerspanbar:
Messing, Aluminium, Automatenstähle
normal zerspanbar:
Gusseisen, niedriglegierte Stähle
schwer zerspanbar:
hochlegierte Stähle, Keramik, Gestein, Glas
Automatenstahl:
... ist besonders gekennzeichnet durch Schwefel, Phosphor und Blei-Zusätze
welche die Sprödigkeit erhöhen und das Spanverhalten verbessern.
(,,Spanbrecher" à kurz gebrochene Späne)
2.) Bei einem Zerspanvorgang können die Späne in verschiedene Formen auftreten und das Werkzeug
verschleißt
a) Beschreiben Sie drei prinzipielle Möglichkeiten, wie das in der automatisierten Fertigung
angestrebte Ziel ,,günstige Spanform kurz gebrochen Späne" erreicht werden kann!
b) Beschreiben Sie drei prinzipielle Möglichkeiten zur Verschleißminderung an
Zerspanwerkzeugen
a)
I.) Spanleitstufen:
(Spanbrecher) bringt durch umlenken des Spanes ihn zu brechen!
Spanleitplatte
II.) Auswahl der Schnittwerte:
(Schnittgeschwindigkeit/Vorschub/Schnitttiefe): vC, f , ap
III.) Auswahl des Werkstoffes der bearbeitet werden soll:
günstig: Automatenstahl, Guss
b)
Verbesserung der Oberflächengüte am Werkzeug
durch Feinschleifen oder Läppen der Kontaktzonen (Freifläche, Spanfläche)
àReibung sinkt à mechanischer Antrieb kann gesenkt werden.
Erhöhung der Oberflächenhärte und Verschleißfestigkeit
der Span- und Freifläche bei
Erhaltung einer ausreichender Zähigkeit des Grundgefüges z.B.: Beschichten mit
Hartstoffen (TiN)
Einsatz von Kühlschmierstoffen
: kühlt, schmiert, spült, (schreckt ab, Späne verspröden und brechen)
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3.) Welcher Inhalt verbirgt sich hinter der Angabe vcT480 = 90 m/min? Nennen und erläutern Sie einen
Anwendungsfall!!
90 m/min ist die einzustellende Schnittgeschwindigkeit, bei der sich eine
Standzeit von T= 480 min ergibt.
vcT480 ist eine Wirtschaftliche Vorgabe der Standzeit bei einer best. Schnittgeschwindigkeit für
den Facharbeiter hier für Drehautomaten. Da bei Drehautomaten das Einrichten von
Werkzeugen sehr Zeitaufwendig ist, wird eine hohen Standzeit gewählt, damit nicht ständig
das Werkzeug gewechselt werden muss.
4.) Worin unterscheidet sich Fräsen und Schleifen? Wesentliche Unterschiede!
- Beim Schleifen sind die
Schneidkeile geometrisch unbestimmt
!
- Schnittwinkel unterschiedlich (Grund s.o.)
- etwa 10facher spez. Energieaufwand als beim Fräsen
- Anzahl der Zähne ist wesentlich höher (und kleinere Größe) als beim
Fräsen
- bessere Oberflächerauheit als beim Fräsen
- Maßgenauigkeit ist besser (beim Schleifen)
5.) Stellen sie das Prinzip und die kinematischen Verhältnisse (Bewegung zwischen Werkzeug und
Werkstück) des Fertigungsverfahrens ,,Spitzenlosschleifen" in einer Skizze mit Erläuterungen dar!
Nennen Sie typische Bearbeitungsbeispiele!
Werkstück (,,übermittig!", wird abgebremst gegenüber
Schleifscheibe
[wegen Regelscheibengeschw.])
Schleifscheibe
Regelscheibe
(angetrieben)
(angetrieben aber langsamer als Schleifscheibe)
Auflage
Spitzenlos-Querschleifen
wird für runde Werkstücke, die sich nicht zwischen Spitzen
spannen lassen genutzt! z.B.: Normteile, gehärtete Stifte, Nadellager...
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1.
a) Welche Anforderungen werden an einen Schneidwerkstoff gestellt?
b) Ordnen Sie die Schneidwerkstoffe Schnellarbeitsstahl, Hartmetall, Schneidkeramik, Kubisches
Bornit und TiN-beschichteten Schnellarbeitsstahl in das Schaubild Härte = (Zähigkeit) ein!
Kennzeichnen Sie die Lage des ,,idealen" Schneidwerkstoffes!
c) Welche Produktivitätssteigerung lässt sich beim Übergang von Schnellarbeitsstahl- zu
Hartmetallwerkzeugen erreichen?
a)
-
Härte und Druckfestigkeit
- Warmfestigkeit, Warmhärte
(Thermoschockunempfindlichkeit)
(Temperaturwechselbeständigkeit)
-
Zähigkeit, Biegefestigkeit
(versch. WZ-Belastungen!)
(harte Oberfläche und Zäher Kern)
-
Verschleißfestigkeit
(Abriebfestigkeit)
(Oxidationsbeständigkeit)
(geringe Diffusions- und Klebneigung)
(Kantenfestigkeit)
-
Reproduzierbares Verschleißverhalten
b)
ideal
Härte
CBN
SK
HM
TiN-HSS
HSS
Zähigkeit
2.) Worin unterscheidet sich Fräsen und Schleifen? Wesentliche Unterschiede!
- Beim Schleifen sind die
Schneidkeile geometrisch unbestimmt
!
- Schnittwinkel unterschiedlich (Grund s.o.)
- etwa 10facher spez. Energieaufwand als beim Fräsen
Anzahl der Zähne ist wesentlich höher (und kleinere Größe) als beim
Fräsen
- bessere Oberflächerauheit als beim Fräsen
- Maßgenauigkeit ist besser (beim Schleifen)
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3.) Stellen Sie das Prinzip und die kinematischen Verhältnisse der Verfahren Nachformfräsen und
Kernbohren dar! Nennen Sie typische Fertigungsbeispiele!
-Nachformfräsen
Steuerung
überträgt Form
Fräser
Bezugsformstück (Modell)
Werkstück
wird abgefahren und 1:1
übernommen
Anwendungsbeispiel: Nacharbeiten von Schmiedegesenken
-Kernbohren
für große Durchmesser
Kernbohrer
Kern
4.) Zeichnen Sie folgende Abhängigkeiten in Form von Tendenzdiagrammen! Standzeit =
f(Schnittgeschw.) / spezifische Schnittkraft = f(Spanungsdicke) / Schnittleistung = f(Schnittgeschw)
Welcher Inhalt verbirgt sich hinter der Angabe vcT480 = 90 m/min? Nennen und erläutern Sie einen
Anwendungsfall!!
spez. Schnittkraft
Standzeit
Spanungsdicke
Schnittgeschwindigkeit
90 m/min ist die einzustellende Schnittgeschwindigkeit, bei der sich eine Standzeit von T=
480 min ergibt.
vcT480 ist eine Wirtschaftliche Vorgabe der Standzeit bei einer best. Schnittgeschwindigkeit für
den Ingenieur hier für Drehautomaten. Da bei Drehautomaten das Einrichten von
Werkzeugen sehr Zeitaufwendig ist, wird eine hohen Standzeit gewählt, damit nicht ständig
das Werkzeug gewechselt werden muss.
5.) Welche Voraussetzung muss beim Räumen eines Innenprofils erfüllt sein und welcher besonderen
werkstückseitigen Einschränkung unterliegt dabei das Verfahren Räumen?
Voraussetzung ist ein vorbearbeitete Bohrung! es ist nur für ein durchgehendes Profil anzuwenden!
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Kinematik des Zerspanvorgang:
Vorschubbewegung
ve
vc
n ... Drehzahl
n
d
f ... Vorschub (Weg pro Umdrehung)
Pfe
Schnittbewegung
v
c... Schnittgeschwindigkeit vc = d . . n
v
f... Vorschubgeschwindigkeit vf = f . n
vf
WZ
ve... Wirkgeschwindigkeit
Pfe... Arbeitsebene
... Vorschubrichtungswinkel
WSt
Spanen
mit geometrisch unbestimmten Schneiden
mit geometrisch bestimmten Schneiden
gebundenes Korn ungebundenes Korn einschneidig mehrschneidig
Schleifen... Läppen... Drehen... Bohren...
Flächen und Schneiden am Schneidkeil:
Span
Nebenschneide S′
Spanfläche
Freifläche
Eckradius r
Hauptschneide S
vf
Dreharten:
Längsdrehen, Querdrehen , Plandrehen, Abstechdrehen, Profildrehen, Nachformdrehen
Längsdrehen
Querdrehen
Quer-Plandrehen
Quer-Abstechdrehen
Längs-Plandrehen
Profildrehen
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