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Arbeitstechniken des Vergolders

Termpaper, 2003, 18 Pages
Author: Susanne Petri
Subject: Metal Engineering / Metal Processing / Metal Structure

Details

Event: Einführung in die berufliche Fachwissenschaft
Institution/College: Technical University of Berlin
Tags: Vergolder
Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 18
Grade: sehr gut
Bibliography: ~ 3  Entries
Language: German
Archive No.: V9860
ISBN (E-book): 978-3-638-16457-3

File size: 176 KB
Notes :




Excerpt (computer-generated)

Arbeitstechniken des Vergolders

von Susann Petri

 

Inhaltsverzeichnis

1 Geschichte des Vergolderhandwerks 4

2 Ausbildungszeit und Gehalt 5

3 Aufgaben und Tätigkeiten 5

4 Herstellung von Blattgold 6

5 Arten der Vergoldung 8

5.1 Mechanische Vergoldungen 8
5.2 Chemische Vergoldungen 9

6 Gängige Arten der Vergoldung 9

6.1 Mattvergoldung 9
6.1.1 Untergrundvorbehandlung 10
6.1.2 Das Anlegen 10
6.1.3 Das Anschießen 11
6.1.4 Das Einkehren 12

6.2 Polimentvergoldung 13

6.3 Hinterglasvergoldung 15

7 Quellennachweis 18

 

 

1 Geschichte des Vergolderhandwerks

Das Vergolderhandwerk kann auf über 5000 Jahre Geschichte zurückblicken. Sein Ursprungsland ist Indien. Das Vergolden von Figuren, Möbeln, Sakral- und Gebrauchsgegenständen war schon den Völkern des alten Orients bekannt. Im Laufe der Jahrtausende ist es über den Vorderen Orient nach Ägypten, Griechenland, Jugoslawien und nach Mitteleuropa vorgedrungen. Babylonier, Hethiter und Assyrer führten die Technik des Vergoldens tausende Jahre vor Christi Geburt aus. Im Alten Ägypten ist die Glanzvergoldung z.B. schon 2500 v. Chr. belegt.
Als in der Renaissance Adel und Klerus die Künstler mit Aufträgen überhäuften, blühte der Vergolderberuf auf. Bilder- und Spiegelrahmen wurden eigenständige Kunstwerke. Ganze Vergolderfamilien ließen sich nahe den Kirchenzentren und Höfen nieder, vererbten Berufsgeheimnisse von einer Generation zur anderen.
Außer der Kirche und dem Adel gehört im 18. Jahrhundert auch das zu Wohlstand gekommene Bürgertum zu den potentiellen Auftraggebern des Vergolders. Die weitere Ausdehnung in die bürgerlichen Wohnstuben dokumentiert sich im 19. Jahrhundert vor allem in der Herstellung von Bilderrahmen, die durch berufsspezifische Verzierungstechniken eine eigenständige Gestaltungsform entwickeln.
Der erste literarische Hinweis auf Materialien zur Vergoldung findet sich bei dem römischen Schreiber Plinius d. Ä. ("Naturalis historia", 1. Jh.). Spätere Rezeptsammlungen wie das sogenannte "Lucca- Manuskript" (9.Jh.) oder die "Schedula diversarum artium" des Mönchs Theophilus von Helmershausen (12.Jh.) kennen bereits mehrere Arten von Blattvergoldungen, die unseren heutigen Verfahren schon sehr nahe kommen.
Das "Malerbuch vom Berge Athos" aus dem 13. Jahrhundert enthält eine detaillierte Anleitung zur Durchführung einer Polimentvergoldung (Kreidegrund und Tonerde bilden den Untergrund, Polieren auf Hochglanz nur bei dieser Vergoldertechnik möglich), die nur mehr geringfügig von der heute üblichen Praxis abweicht. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Technik der Polimentvergoldung stetig verfeinert und erweitert, bis sie in der Skulpturenfassung der Spätgotik ihren vielleicht bedeutsamsten Leistungsstandard erreicht hatte. Spätestens seit diesem Zeitpunkt stellt sich die Polimentvergoldung als ein so kompaktes und ausgereiftes Verfahren dar, daß es handwerkstechnisch nicht mehr verbesserungsfähig war und bis in unsere Tage auch tatsächlich nicht mehr wesentlich verändert wurde.
Vergolder ist nach der Handwerksordnung ein Vollberuf. Frühere Fachrichtungen wie Vergolder- Fassmaler und Rahmenvergolder werden im heutigem Berufsbild nicht mehr geführt. Sowohl in der Geschichte wie auch in der gegenwärtigen Berufspraxis deckt sich in einigen Bereichen das Berufsbild des Vergolders mit dem des Maler und Lackierers (z.B. in der Kirchenmalerei).

2 Ausbildungszeit und Gehalt

[...]


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