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Eltern und Gleichaltrige (Peers) als Instanzen politischer Sozialisation

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 1998, 20 Pages
Author: Bianka Rademacher
Subject: Sociology - Children and Youth

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 1998
Pages: 20
Grade: 1,3
Language: German
Archive No.: V9877
ISBN (E-book): 978-3-638-16472-6

File size: 208 KB


Excerpt (computer-generated)

Eltern und Gleichaltrige (Peers)
als Instanzen politischer Sozialisation

von Bianka Rademacher


Inhalt

1. Einleitung 4

2. Jugend in einer "politisch-ideologischen
Werte- und Orientierungskrise"? 5

3. Jugend und Gewalt 8

3.1. Fremdenfeindliche Gewalt 9

4. Politische Sozialisation Jugendlicher
und die Rolle der Eltern 10

4.1. Vier Handlungstypen von Jugendlichen 11

4.2. Problemkonstellationen in der politischen Sozialisation 12

5. Die Rolle der Gleichaltrigen
("peer group") in der politischen Sozialisation 14

6. "Ohne Gewalt läuft nichts" 16

7. Wechselbeziehungen im Spannungsfeld
zwischen Gleichaltrigen und der Familie 17

8. Jugend und Politik 17

9. Resümee und Ausblick 18

10. LITERATURVERZEICHNIS 20

 

 

1. Einleitung

In meiner Hausarbeit befasse ich mich mit dem Beziehungsgeflecht von Eltern und Gleichaltrigen als Instanzen politischer Sozialisation für Jugendliche.
Für eine angehende Lehrerin ist natürlich die Frage nach der Rolle des Umfeldes eines Jugendlichen von besonderem Interesse und Grund genug sich eingehend mit dem Thema auseinanderzusetzen. Diese Hausarbeit ist eingebettet in das übergeordnete Seminarthema: Politische Sozialisation.
Gleich zu Beginn meiner Arbeit, stellte sich mir ein Grundsatzproblem. Wenn die ostdeutschen Jugendlichen heute in einer Umfrage Stellung beziehen, dann waren sie in der DDR natürlich noch keine Jugendlichen. Sie können also auf heutige Fragen bezüglich der DDR Erfahrungen und Meinungen, nicht aus jugendlicher Sicht eines ehemaligen DDR-Bürgers sprechen. Wie geht jemand mit Wahlen und Befragungen zur politischen Einstellung um, der es nicht gelernt hat, seine Meinung sagen zu dürfen?
Über die Problematik der Orientierungskrise der ostdeutschen Jugendlichen und die Auseinandersetzung mit neuen Lebensumständen gelange ich in meiner Arbeit zu dem Punkt "Jugend und Gewalt". In welcher Form es zu Gewaltanwendungen kommt und wie fremdenfeindliche Gewalt entsteht, dies wird deutlich, wenn wir den Rechtsextremismus als die mögliche Folge einer Prägung während der Jugendphase verstehen, in der sich eine Identitätsfindung vollzieht.
Jugendliche werden durch ihr Elternhaus und Gleichaltrige geprägt. Es findet politische Sozialisation im Handlungsfeld mit den Eltern statt. Welche Rolle die Eltern spielen, wie groß ihr Einfluß auf die politische Einstellung ihres Kindes ist und warum die Kommunikation tragendes Element im Zusammenleben bleibt, zeige ich im Anschluß.
Nach einer Vorstellung der vier Handlungstypen in den Definitionen von Karl Lenz im Kapitel 4.1. skizziere ich die Problemkonstellationen in der politischen Sozialisation. Mein Anliegen ist es, Ursachen für gewaltbefürwortende oder gewalttätige Jugendliche in der Familie zu erkennen. Mich interessiert, wodurch Eltern gekennzeichnet sind, deren Kinder in Gruppen geraten, die Gewalt verherrlichen. Im Kapitel 5 äußere ich mich zur Rolle der Gleichaltrigen für die politische Sozialisation. "Ohne Gewalt läuft nichts", so der Titel einer Untersuchung zweier Kölner Soziologen und so auch das Programm Jugendlicher die darin zu Worte kommen. Im darauf folgenden Teil gehe ich auf die Wechselbeziehungen zwischen Gleichaltrigen und den Eltern ein. Zum Ende meiner Arbeit zeige ich auf, wie Jugend und Politik heute verstanden werden und sich selbst verstehen. Die Wahlen von 1998 kann und will ich da nicht unberücksichtigt lassen. Ein zukunftsweisendes Forschungsprojekt, daß Jugend und politische Sozialisation in unterschiedlichen Lebensumfeldern zum Kernpunkt hat, beendet meine Arbeit.
Zum Verständnis meiner Arbeit merke ich an, daß ich von Jugendlichen als Oberbegriff schreibe und damit sowohl das männliche als auch weibliche Geschlecht meine.

2. Jugend in einer "politisch-ideologischen Werte- und Orientierungskrise"?

[...]


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