Presentation (Pre-University), 2000, 3 Pages
Author: Benjamin Sorg
Subject: Social Studies/ Civics
Details
Tags: Repräsentation, Plebiszite, Bürgerinitiativen
Year: 2000
Pages: 3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-97587-2
File size: 56 KB
Die Lösungen sind auch vom Klausurersteller
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Fulltext (computer-generated)
Oligarische Tendenzen
in den Parteien lässt sich damit begrün-
Gemeinschaftskunde-Klausur 1
den, dass innerparteiliche Demokratie im Konkurrenzkampf eher
lästig ist. Es sind schnelle Entscheidungen nötig, um sich auf den
Gegner einzustellen. Da kann man nicht immer einen Parteitag
Demokratie:
einberufen, was viel zu lang dauern würde.
Direkte Dem.:
Volk stimmt direkt ab
Von Bürgerinitiative zur Partei: Die Vorraussetzungen
Repräsentative Dem.:
Volk herrscht durch gewählte Vertreter.
1.) pol. Programm erstellen
Prinzipien der Repräsentation:
2.) dauerhaftes Zusammenkommen
1.) Abgeordnete sind Vertreter des ganzen Volkes
3.) auf die pol. Willensbildung d. Volkes einwirken
2.) Abgeordnete sind nicht weisungsgebunden = freies Mandat,
4.) innere demokratische Grundordnung
faktisch ist aber der Fraktionszwang, der nicht juristisch ein-
5.) Sie müssen über Herkunft & Verwendung ihrer finan-
klagbar ist.
ziellen Mittel Rechenschaft geben
Möglichkeiten der Bürger sich am pol. Leben zu beteiligen:
6.) Ernsthaftigkeit muss gewährt sein
1.) Petitionsrecht
7.) Verfolgung eines breiten Zielbereichs.
2.) Widerstandsrecht
8.) Mindestens alle sechs Jahre an Bundes- oder Landtags-
3.) Meinungs-/Informations- und Pressefreiheit
wahl teilnehmen.
4.) Versammlungsfreiheit
Politisches System in Deutschland:
Die Wähler bilden
5.) Recht zur Wahl
Verbände und Bürgerinitiativen und wählen Parteien. Die
6.) Parteiengründung
Verbände & BI versuchen, Einfluss auf staatliche Institutionen
7.) Berufsfreiheit
auszuüben. Zudem verleihen die Verbände Ausdruck gegenüber
8.) Gleicher Zugang zu öffentlichen Ämtern
den Parteien, welche wiederum zu staatlichen Institutionen
Korporatismus:
Geflecht von Großorganisationen, Parteien und
komprimiert sind. Durch die Entscheidungen der Institutionen
Staatsorganen, aus dessen Zusammenwirkung die wirtschafts- &
ergibt sich eine Rückkopplung auf den Rest.
sozialpolitischen Entscheidungen des modernen Staates hervor-
Einflüsse der Verbände auf die Politik:
gehen. Wegen Verantwortung des Staates für die soz. und wirt-
1.) Sie bilden einen Teil der öffentlichen Meinung durch Infor-
schaftliche Entwicklung versucht der Staat Großverbände zu
mationen, Stellungnahmen, Demonstrationen und beeinflus-
einer gemeinsamen Politik zu verpflichten. Die Interessengrup-
sen dadurch Wahlen & Reaktionen auf Entscheidungen der
pen werden also Partner auf der Suche nach optimalen Lösungen
Reg.
politischer Probleme.
2.) Informieren durch ihren Sachverstand & erzwingen perso-
Plebiszite:
nelle Besetzung im Bundestag
Formen von Plebisziten (Beispiel Weimar):
3.) Unterstützen oder Sabotieren Maßnahmen der Regierung &
1.) Volksbegehren: Begehren aus dem Volk, dass über ein
stellen Forderungen ? Auswirkungen auf die Öffentlichkeit
Gesetz abgestimmt wird.
4.) Vergeben Stimmenpakete & Spenden an Parteien und er-
2.) Volksentscheid: Entscheidung durch das Volk, ob ein
zwingen somit personelle Durchsetzungen ? Einfluss auf
Gesetz in Kraft tritt.
Regierung & Bundestag
3.) Volksbefragung: Regierung legt Frage vor, über die
5.) Geben Informationen an Ministerialbürokratie, schaffen
abgestimmt wird.
Kontakte zu Bürgern, können Forderungen stellen und Be-
Warum keine plebiszite Elemente im GG:
Parlamentarischer Rat
setzung von Posten z.T. mitbestimmen ? Einfluss auf
hatte Angst vor Volksaufhetzung der SED und damit vor der An-
Bundesregierung.
fechtung der Verfassung und Änderung dieser zugunsten dem
Gesetzgebungsverfahren (in Stationen):
Kommunismus und Anschluss an den Osten. Das repräsentative
1.) Bundesreg. legt Gesetztesvorlage dem Bundesrat vor, wel-
System war nur übergangsweise bis zur deutschen Einheit
cher dazu Stellung nimmt, der Reg zurücksendet, die dann
geplant, dann sollten wieder Plebiszite eingeführt werden.
die Vorlage mit Stellungnahme dem Bundesrat zusenden.
Zudem wollte man die Fehler von Weimar (Machstellung des
2.) Vorlage wird in drei Lesungen beraten und einem Ausschuß
Präsidenten, Leichtigkeit eines Sturzes der Regierung durch
zur intensiven Beratung (unter Ausschluß der Öffentlichkeit)
Plebiszite) vermeiden.
übergeben. Danach wird das Gesetz beschlossen/abgelehnt
Weitere Gründe dafür & dagegen:
und dem Bundesrat zugeleitet (falls beschlossen)
Pro
Contra
3.) Nach Beschluss des Bundesrates wird die Vorlage dem
Bundespräsidenten, Bundeskanzler und dem zuständigen
Sachliche (keine personelle) Volksabstimmungen können
Minister zur Unterschrift vorgelegt ? Gesetz tritt dann zwei
Wahl durch die Bev.
Politik lähmen.
Wochen nach Verkündigung im Bundesgesetzblatt in Kraft
Direktes Eingreifen in Politik, Parlament verliert an Macht
Der Bundesrat ist keine zweite vollwertige Parlamentskammer,
Politiker müssen Pol. differen- Manipulation durch Medien
da nur bei Zustimmungsgesetzten (Greifen in die Verwaltungs-
ziert & spezifisch recht- und Minderheiten
hoheit der Länder ein, beeinflussen die Finanzen der Länder,
fertigen
ändern die Verfassung). Bei einfachen Gesetzen hat er nur ein
Einspruchsrecht.
Direkte Demokratie als Politikverdrossenheit, zu we-
Vorläufer des Bundesrates:
Zwang für die Regierung nig Sachverstand der Bevölke-
1.) Immerwährender Reichstag (altes Reich)
immer wieder legitimiert zu rung & kein Vertrauen der
2.) Bundestag (Dt. Bund)
werden
Politiker ins Volk
3.) Bundesrat (Bismark-Reich)
Mehr Demokratie ? Diskus-
4.) Reichsrat (Weimarer Republik)
sionen zw. Volk ? Regierung
Klassische Parlamentsrechte:
Sachliche Änderungen, nicht
1.) Gesetzgebung
nur personelle durchs Volk
2.) Budgetrecht (Kontrollrecht der Opposition)
3.) Möglichkeit, die Regierung zu stürzen (nur im
?
Plebiszite Elemente als Ergänzung, nicht als Ersetzung in der
parlamentarischen System)
Demokratie.
Kontrollmöglichkeiten des Parlaments:
1.) Kleine Anfragen
2.) Große Anfragen
3.) Mündliche Anfragen
4.) Aktuelle Stunden
5.) Untersuchungsausschüsse
6.) Wehrbeauftragter
7.) Budgetrecht
8.) Petitionsausschuss des Bundestags
9.) Konstruktives Misstrauensvotum
Bundestagswahlsystem:
Für die Wahl zum Bundestag und zum
Landtag gilt ein Wahlsystem, das als "Personalisierte Ver-
hältniswahl" bezeichnet wird; es entspricht im Ergebnis der Ver-
hältniswahl, auch wenn es Elemente der Mehrheitswahl enthält.
Bei der Bundestagswahl hat der Wähler zwei Stimmen. Mit der
Erststimme wählt er einen Kandidaten einer Partei im Wahlkreis
nach dem Prinzip der Mehrheitswahl, mit der Zweitstimme die
Liste einer Partei nach dem Prinzip der Verhältniswahl. Die Sitze
werden entsprechend dem Anteil an den Zweitstimmen verteilt.
Ausschlaggebend ist also die Zweitstimme. Die Listen werden
für alle 16 Bundesländer getrennt ausgestellt (Landeslisten). Der
Wähler kann mit der Erststimme für den Wahlkreiskandidaten
einer Partei und mit der Zweitstimme für die Liste einer anderen
Partei stimmen. Überhangmandate entstehen, wenn für eine Par-
tei in einem Bundesland mehr Kandidaten in den Bundestag
gewählt werden, als ihr nach dem Ergebnis der Zweitstimmen in
diesem Land zusteht. Bei der Verteilung der Sitze werden nur
Parteien berücksichtigt, die mehr als 5% der Stimmen oder
mindestens 3 Direktmandate erlangt haben.
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