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Intermediate Examination Paper, 2002, 30 Pages
Author: Martina Schnetter
Subject: Sport - Sport Pedagogy, Didactics
Details
Institution/College: University of Tubingen (Institut für Sportwissenschaft)
Tags: Aggression, Gewalt, Sport, Sportunterricht
Year: 2002
Pages: 30
Grade: sehr gut (1,0)
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-16530-3
File size: 248 KB
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Excerpt (computer-generated)
Aggression in der Schule und
Möglichkeiten der Intervention
und Prävention im Sportunterricht
Hausarbeit im Rahmen der Zwischenprüfung
im Fach Sportwissenschaft
Wintersemester 2002/03
an der
Eberhard - Karls - Universität Tübingen
Institut für Sportwissenschaft
vorgelegt von
Martina Schnetter
Tübingen, den 19. Dezember 2002
Gliederung
1 Einleitung 1
2 Definition und Abgrenzung der Begrifflichkeiten "Aggression" und "Gewalt" 2
2.1 Aggression 2
2.2 Gewalt 4
3 Modelle zur Entstehung von Aggression 4
3.1 Trieb- und instinkttheoretisches Erklärungsmodell 5
3.1.1 Der Aggressionstrieb bei FREUD 5
3.1.2 Der Aggressionstrieb bei LORENZ 5
3.2 Frustrations-Aggressions-Hypothese 6
3.3 Lerntheoretische Ansätze 7
3.4 "Multikausaler" Ansatz 9
4 Differenzierung des Begriffs "Aggression" 10
4.1 Formen von Aggression 10
4.2 Arten von Aggression 11
5 Aggression in der Schule 12
5.1 Häufigkeit von Aggression und Gewalt in der Schule 13
5.2 Charakteristika von Tätern, Opfern und Täter/Opfern 14
5.3 Bedingungsfaktoren aggressiven Schülerverhaltens 15
6 Möglichkeiten der Prävention und Intervention von Aggression in der Schule im Sportunterricht 16
6.1 Zum Verhältnis von Sportunterricht und Aggression 16
6.2 Pädagogische Konsequenzen der (klassischen) Aggressionstheorien für den Sportunterricht 17
6.3 Pädagogische Konsequenzen der Bedingungsfaktoren aggressiven Schülerverhaltens für den Sportunterricht 19
6.4 Unterschiedliche Schwerpunktsetzung bei der Vorgehensweise in Bezug auf die Typen-Differenzierung (Bullies, Anxious Bullies, Victims und Bully/Victims) 22
7 Fazit 23
8 Literatur 25
1 Einleitung
Nicht erst seit dem Amoklauf eines Erfurter Gymnasiastens im April diesen Jahres ist die Diskussion um aggressives und gewalttätiges Verhalten in der Schule wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. In einer Fülle von Zeitungsartikeln, Radio- und Fernsehberichten wurde zumeist von spektakulären Einzelfällen berichtet, so dass der Eindruck einer dramatischen Zunahme des Ausmaßes und der Intensität von Aggression und Gewalt im Schulbereich entstanden ist. In der Online-Ausgabe des Magazins "Der Spiegel" ist z. B. Folgendes zu lesen: "65 Jugendliche sollen regelmäßig andere Schüler verprügelt, gequält und misshandelt haben. [...] Als Grund vermutet die Staatsanwaltschaft, es habe den Schlägern schlicht Spaß gemacht, ihre Opfer zu quälen" (www.spiegel.de/panorama/0,1518,213218,00.html). Auch von Lehrkräften ist immer wieder zu hören, dass sie tagtäglich mit aggressivem Verhalten in der Schule konfrontiert werden. Dieses Verhalten reicht "von Disziplinlosigkeit im Unterricht, verbalen und physischen Attacken gegenüber Lehrern und Mitschülern, Regelverletzungen, Schulschwänzen, Zerstören von Schuleigentum (Vandalismus), Diebstahl, Raub und Erpressung bis hin zu Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Jugendgangs [...]" (BRÜNDEL/HURRELMANN 1994, 109).
Gewalt in der Schule findet auch im Sportunterricht statt. Sport(unterricht) hat aber noch einen anderen, besonderen Zugang zur Aggressionsproblematik: Da innerhalb der sportlichen Regeln ein gewisses Maß an aggressivem Handeln zugelassen ist, besteht schnell die Gefahr, dass ohne Angst vor Sanktionen Aggressionen "ausgelebt" werden. Oft wird aber auch die Meinung vertreten, dass Aggressionen im Schulsport nicht nur auftreten oder entstehen, sondern dass durch "Sport, Spiel und Bewegung [Aggressionen] selbst wieder ‚abgebaut′ werden" (RAUSCH/SCHACK 1994, 363).
Daraus lässt sich die Frage ableiten, wie man im Sportunterricht mit Aggression in der Schule (nicht nur im Sportunterricht) umgehen soll. Welche Möglichkeiten der Intervention und Prävention bietet der Sportunterricht? Welche pädagogischen Konsequenzen ergeben sich für den Sportunterricht, wenn er aggressives Schülerverhalten verhindern oder zumindest vermindern soll?
Im Folgenden soll nun zunächst eine Klärung der Begriffe "Aggression" und "Gewalt" vorgenommen werden. In Abschnitt 3 werden verschiedene Ansätze der Aggressionsforschung vorgestellt. Abschnitt 4 beinhaltet eine weitere Ausdifferenzierung des Begriffs "Aggression" hinsichtlich Aggressionsformen und- arten. Abschnitt 5 behandelt das Phänomen "Aggression in der Schule". Dabei wird auf die Häufigkeit von aggressivem Schülerverhalten, die Charakteristika von Tätern, Opfern und Täter/Opfern sowie die Bedingungsfaktoren aggressiven Schülerverhaltens eingegangen. Abschnitt 6 bietet einen Überblick über die Möglichkeiten der Prävention und Intervention von Aggression in der Schule im Sportunterricht. Zuerst wird auf das Verhältnis von Sportunterrichtet und Aggression eingegangen. Dann werden sowohl aus den klassischen Aggressionstheorien als auch aus den Bedingungsfaktoren aggressiven Schülerverhaltens mögliche pädagogische Konsequenzen für den Sportunterricht abgeleitet. Am Ende dieses Abschnitts wird noch die unterschiedliche Schwerpunktsetzung innerhalb der Präventiv- und Interventionsmaßnahmen bezüglich der Täter-, Opfer- und Täter/Opfer-Differenzierung behandelt. Den Abschluss der Arbeit bildet ein kurzes Fazit und ein Ausblick bezüglich weiterer Maßnahmen im Hinblick auf das Thema.
2 Definition und Abgrenzung der Begrifflichkeiten "Aggression" und "Gewalt"
Ziel der Definition und Abgrenzung von "Aggression" und "Gewalt" ist es, eine Verständigungsbasis für die vorliegende Arbeit zu schaffen. Dies ist insbesondere deswegen wichtig, da beides aus der Umgangssprache entnommene Begrifflichkeiten sind, deren Bedeutungsgehalt vielschichtig, unscharf und zum Teil auch inkonsistent ist.
2.1 Aggression
[...]
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