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Die Netzwerkkarte als Methode der sozialraumorientierten Sozialarbeit in der Jugendarbeit

Titel: Die Netzwerkkarte als Methode der sozialraumorientierten Sozialarbeit in der Jugendarbeit

Hausarbeit , 2020 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lydia Wicki (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Methode der Netzwerkkarte und deren Anwendung in der Jugendhilfe.

Was haben alle Menschen gemeinsam? Sie sind eingebettet in ihre Umwelt und interagieren auf individuelle Art und Weise mit ihr und den darin lebenden Menschen. Diese Interaktion mit der Umwelt wird korrekterweise als soziales Netzwerk bezeichnet und dient dem Menschen dazu, Informationen vermittelt zu bekommen, Verhaltensformen zu erlernen, Sozialkompetenz zu erwerben und Anerkennung zu bekommen.

Die interdisziplinäre Methode des Netzwerkes basiert auf soziologischen und netzwerktheoretischen Ansätzen. Bereits in den 1930er Jahren beschäftigte sich der Psychologe Wolfgang Köhler (1887-1967) mit der Gestalttheorie. Der psychologische Ansatz verbindet Wahrnehmung und Denken als ganzheitliche Prozesse. Als Leitidee wird dabei die Gesamtheit der sozialen Beziehungen und Interaktionen im sozialen Netzwerk einer Gesellschaft verstanden. Diese Strukturen einer Gesellschaft werden als äußerst stabil und als nur durch externe Faktoren wandelbar angesehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.Methoden in der Sozialen Arbeit

2.1 Begriffsbestimmung Methode und methodisches Handeln

2.2 Klassische Methoden in der Sozialen Arbeit

2.3 Diversität aktueller Methoden

3. Die Arbeit am und im Netzwerk

3.1 Die Geschichte der Netzwerkkarte

3.2 Die Netzwerkkarte in der Praxis

4. Sozialraumarbeit in der Sozialen Arbeit

4.1 Definition Sozialraum

4.2 Maxime in der Sozialraumorientierung SOMI

5. Jugendhilfe

5.1 Jugendhilfe und Sozialraumorientierung

6.Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendung der Netzwerkkarte als Methode der sozialraumorientierten Sozialarbeit innerhalb der Jugendhilfe. Ziel ist es zu analysieren, inwiefern diese Methode Jugendlichen in prekären Lebenslagen dazu verhelfen kann, eigene Ressourcen im sozialen Umfeld zu identifizieren und zu nutzen sowie den professionellen Anforderungen der heutigen Sozialen Arbeit gerecht zu werden.

  • Grundlagen und methodisches Handeln in der Sozialen Arbeit
  • Entwicklung und Einsatz der Methode Netzwerkkarte
  • Sozialraumorientierung als Arbeitsprinzip in der Jugendhilfe
  • Analyse der Netzwerkdichte und Ressourcenmobilisierung bei Jugendlichen

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Netzwerkkarte in der Praxis

Die Methode dient der Erhebung und Analyse des sozialen Netzwerkes bzw. der Beziehungen im sozialen Umfeld aus der Sicht einer einzelnen Person. Mittels dieser erstellten Netzwerkkarte werden die relevanten Bezugspersonen, die Beziehungen zwischen diesen Personen sowie die Eigenschaften und Qualität der Beziehungen im persönlichen Umfeld einer Person erhoben, visualisiert und bei Bedarf verglichen. Ziel ist es, die Vernetzung des Adressaten in seinem sozialen Netzwerk auszuwerten, um im Anschluss eine passende Intervention zu wählen. Zeitlich gesehen passt diese Methode zu Beginn eines Falls bzw. Beratung oder Gespräch. Anwendung findet häufig eine egozentrierte Netzwerkkarte. Der Adressat bildet den Mittelpunkt und von ihm aus gehen 4, 6 oder 8 Sektionen/Felder ab. Die Sektionen stehen für unterschiedliche Lebensbereiche. Am Beispiel einer vier Kategorien Karte sind das Familie, Schule/Beruf, Freunde/Bekannte und professionelle Beziehungen. Bei Netzwerkkarten mit mehr als vier Kategorien, können diese noch genauer differenziert werden (Früchtel u.a. 2013). Die Netzwerkkarte wird zusammen mit dem Adressaten ausgefüllt. dieser benennt alle seine Kontakte, die ihm einfallen und bestimmt die Nähe zu sich als Mittelpunkt auf der Karte. Die Kontakte werden mit einem Strich zu sich oder anderen untereinander bekannten Personen auf der Karte verbunden. Die Dicke des Strichs zeigt an, wie intensiv die Beziehung ist. Besteht kein Kontakt zu einer Person, gibt es keinen Strich. Technisch ist es möglich mittels einer Software die Netzwerkkarte an einem PC zu erstellen und direkt auszuwerten, dabei werden die Einzelpersonen und die Personenpaare (kennen sich und haben Kontakt) in ein Verhältnis zu einander gesetzt und das Ergebnis ist die Maßzahl der Netzwerkdichte. Bei Systemen mit hoher Dichte, kennen sich viele Menschen untereinander auf der Netzwerkkarte und es erfolgt ein reger Kommunikationsaustausch. Für den Adressaten bedeutet das jedoch wenig Flexibilität, begrenzter Umfang der Ressourcen und wenig Autonomie. Ziel ist es daher, für den Adressaten, sein Netzwerk zu erweitern und neue Kontakte in neuen bzw. fast leeren Sektoren zu knüpfen, um unabhängiger zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung sozialer Netzwerke ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Methode der Netzwerkkarte im Kontext der Jugendhilfe kritisch zu beleuchten.

2.Methoden in der Sozialen Arbeit: Das Kapitel differenziert zwischen Handlungsmodell, Methode und methodischem Handeln und gibt einen Überblick über klassische sowie moderne Ansätze in der Sozialen Arbeit.

3. Die Arbeit am und im Netzwerk: Hier werden die theoretischen Wurzeln der Netzwerkkarte sowie deren praktische Anwendung zur Visualisierung und Analyse persönlicher Beziehungen dargestellt.

4. Sozialraumarbeit in der Sozialen Arbeit: Dieses Kapitel definiert den Begriff Sozialraum und erläutert das SONI-Modell zur systemischen Strukturierung sozialräumlicher Arbeit.

5. Jugendhilfe: Es wird die gesetzliche Basis der Jugendhilfe gemäß SGB VIII aufgezeigt und die Verknüpfung der Jugendhilfe mit dem Prinzip der Sozialraumorientierung diskutiert.

6.Fazit: Das Fazit bewertet die Netzwerkkarte als wertvolles, niedrigschwelliges Instrument für die Arbeit mit Jugendlichen, das bei korrekter fachlicher Anwendung die Autonomie der Adressaten stärken kann.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Netzwerkkarte, Sozialraumorientierung, Jugendhilfe, Netzwerkanalyse, SGB VIII, Ressourcenmobilisierung, Fallarbeit, Methodisches Handeln, Sozialraum, Intervention, Lebensweltorientierung, Egozentrierte Netzwerke, Sozialpädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Netzwerkkarte als ein methodisches Werkzeug in der Sozialen Arbeit, um soziale Beziehungen und Ressourcen im Kontext der Sozialraumorientierung zu erfassen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Kernbereichen gehören die Methodenlehre der Sozialen Arbeit, die Historie und Praxis der Netzwerkkarten, die Definition des Sozialraums sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Jugendhilfe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, herauszufinden, ob die Netzwerkkarte Jugendlichen in prekären Lebenslagen hilft, ihre Ressourcen zu erschließen, und ob sie professionellen Standards genügt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur und der Analyse von Konzepten wie dem SONI-Modell sowie der netzwerktheoretischen Diagnostik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodologische Einordnung, die geschichtliche Entwicklung der Netzwerkkarte, die sozialräumliche Definition nach Hinte und die praktische Anwendung in der Jugendhilfe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Netzwerkkarte, Sozialraumorientierung, Jugendhilfe, Ressourcenmobilisierung, Soziale Diagnostik und methodisches Handeln.

Wie unterscheidet sich die Netzwerkkarte von klassischen Methoden?

Während klassische Methoden oft stärker am Defizit ansetzen, dient die Netzwerkkarte der Visualisierung bestehender Ressourcen und Beziehungen zur Stärkung der Autonomie des Klienten.

Welche Rolle spielt die Software bei der Netzwerkanalyse?

Programme wie Vennmaker oder easyNWK ermöglichen eine computergestützte Auswertung, insbesondere der Netzwerkdichte, was eine objektivere Analyse der sozialen Einbettung des Adressaten erlaubt.

Warum ist das SONI-Modell für diese Arbeit relevant?

Das SONI-Modell ermöglicht es, verschiedene Handlungsebenen der Sozialen Arbeit, wie Sozialstruktur und Netzwerkarbeit, analytisch zu trennen und besser zu reflektieren.

Was wird unter der "Netzwerkdichte" verstanden?

Die Netzwerkdichte beschreibt, wie stark die verschiedenen Personen innerhalb des Netzwerks eines Adressaten miteinander vernetzt sind; eine zu hohe Dichte kann die Autonomie des Einzelnen einschränken.

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Details

Titel
Die Netzwerkkarte als Methode der sozialraumorientierten Sozialarbeit in der Jugendarbeit
Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Zentrale
Veranstaltung
pädagogische Grundlagen
Note
1,3
Autor
Lydia Wicki (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
17
Katalognummer
V1000071
ISBN (eBook)
9783346421616
ISBN (Buch)
9783346421623
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Netzwerkkarte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lydia Wicki (Autor:in), 2020, Die Netzwerkkarte als Methode der sozialraumorientierten Sozialarbeit in der Jugendarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1000071
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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