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Bauelemente der Detektivgeschichte

Ein Vergleich von Theorie und Praxis anhand von Arthur Conan Doyles "Sherlock Holmes"

Titel: Bauelemente der Detektivgeschichte

Hausarbeit , 2013 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Hausarbeit ist es, die allgemein als eine der berühmtesten Vertreter der Detektivgeschichte bekannten Sherlock-Holmes-Geschichten anhand der theoretischen Aspekte, die von Theoretikern als typisch für eine Detektiverzählung erachtet werden, zu untersuchen. Aufgrund der Menge der Betrachtungsaspekte ist es notwendig, einen Schwerpunkt auszuwählen. Dabei soll es sich um die Handlungselemente von Detektivgeschichten, darunter die Chronologie, das Verbrechen, die Täter, die Ermittlung und die Auflösung handeln. Leider können andere Aspekte, wie die Figurenkonstellation oder der Ort des Verbrechens, nicht mit aufgenommen werden.

Im ersten Teil der Hausarbeit sollen die zur Analyse nötigen theoretischen Grundlagen eingeführt werden. Als erstes wird dabei genauer auf die Problematik der Definition eingegangen, da diese den Ausgangspunkt der Überlegungen bildet. Darauf folgt die als Schwerpunkt gesetzte Betrachtung der Handlungselemente in der Detektivgeschichte. Der zweite Teil der Hausarbeit beinhaltet die Analyse von zwei Sherlock-Holmes-Geschichten und konzentriert sich ausschließlich auf die Untersuchung der beiden Geschichten und die Darstellung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur Theorie. Dafür ausgewählt wurden zwei Sherlock-Holmes-Geschichten, die sich in ihren Handlungselementen und -strukturen essentiell unterscheiden. Dabei handelt es sich um "Das Geheimnis vom Boscombe-Tal" aus der ersten Kurzgeschichtensammlung "Die Abenteuer des Sherlock Holmes" und "Charles Augustus Milverton" aus der dritten Sammlung "Die Rückkehr des Sherlock Holmes". Zur Begründung der Auswahl dieser Werke lässt sich sagen, dass sich gravierende Unterschiede in oben genannten theoretischen Aspekten finden lassen, auf die im Hauptteil der Arbeit näher eingegangen werden soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie

2.1 Definition „Detektivgeschichte“

2.2 Handlungselemente-und -strukturen

3. Analyse

3.1 „Das Geheimnis vom Boscombe-Tal“

3.2 „Charles Augustus Milverton“

4. Schlussteil

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das primäre Ziel dieser Hausarbeit ist es, die als Vertreter der Detektivgeschichte bekannten Sherlock-Holmes-Erzählungen anhand theoretischer Kriterien auf ihre Übereinstimmung mit dem klassischen Gattungsmodell zu prüfen, wobei ein besonderer Fokus auf den Handlungselementen liegt.

  • Definition und theoretische Einordnung der Detektivgeschichte
  • Analyse relevanter Handlungselemente: Chronologie, Verbrechen, Ermittlung und Auflösung
  • Vergleichende Untersuchung der Kurzgeschichte "Das Geheimnis vom Boscombe-Tal"
  • Vergleichende Untersuchung der Kurzgeschichte "Charles Augustus Milverton"
  • Diskussion der Diskrepanz zwischen literaturwissenschaftlicher Theorie und praktischer Umsetzung

Auszug aus dem Buch

2.2. Handlungselemente und –strukturen

Betrachtet man die unzähligen theoretischen Aufsätze über die Detektivgeschichte, so stellt man fest, dass es viele unterschiedliche Meinungen zu den Basiselementen und der Grundstruktur der Detektiverzählung gibt. Im Folgenden soll nun versucht werden durch Vergleiche von verschiedenen Aufsätzen, die ihnen gemeinsamen Punkte herauszuarbeiten, um diese dann im Schritt der Analyse mit den Sherlock-Holmes-Geschichten zu vergleichen.

In Alewyns Aufsatz „Anatomie des Detektivromans“ versucht der Autor den Detektivroman vom Kriminalroman zu unterscheiden, indem er folgendes Kriterium als grundlegend ansetzt: „Der Unterschied der beiden Erzählungen liegt also nicht im Gegenstand-beide behandeln einen Mord—sondern in der Form: Der Kriminalroman erzählt die Geschichte eines Verbrechens, der Detektivroman die Geschichte der Aufklärung eines Verbrechens“ (Alewyn, 1971: 53). Dies sieht Alewyn, und neben ihm viele weitere Kritiker (vgl. z.B. Broich, 1978: 97) als das stärkste Unterscheidungsmerkmal der beiden Formen, und somit als das essentielle Merkmal des Detektivromans. Stimmt man also mit Alewyn überein, dann beruht die Detektivgeschichte auf der Umstellung der Chronologie: Man setzt bei einem gegenwärtigen Ereignis—dem Mord—an und geht von dort aus immer weiter in die Vergangenheit zurück, um den Tathergang zu rekonstruieren und den Täter zu identifizieren.

Ein zweites Basiselement, das Alewyn in dem obigen Zitat beinahe beiläufig aufzählt, ist das Verbrechen, genauer der Mord. Dies sieht er als so elementar an, dass er darauf nicht weiter eingeht und auch viele der anderen Kritiker akzeptieren den Mord als das Verbrechen der Detektivgeschichte. Nusser erklärt, dass es ein Mord sein muss, weil dieser unwiderruflich ist und somit nicht rückgängig gemacht werden kann (vgl. 2009: 25). Desweiteren zog nur ein Mord im 19ten Jahrhundert eine Todesstrafe nach sich, sodass die „oppositionelle Konstellation“ (Nusser, 2009: 25) zwischen Detektiv und Verbrecher verstärkt wurde, weil der Täter zusätzlich zu der Entdeckung des Verbrechens auch noch um sein Leben fürchten musste (vgl. Nusser 2009: 25).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt das Ziel der Arbeit fest, Sherlock-Holmes-Geschichten anhand theoretischer Handlungselemente zu untersuchen, und begründet die Auswahl der beiden untersuchten Erzählungen.

2. Theorie: Dieses Kapitel erläutert die Schwierigkeiten einer stringente Definition der Detektivgeschichte und definiert zentrale Elemente wie die rückläufige Chronologie, das Verbrechen (Mord), die Ermittlung durch Beobachtung und Kombination sowie die Auflösung.

3. Analyse: In diesem Kapitel werden zwei Sherlock-Holmes-Geschichten mit den theoretischen Modellen abgeglichen, wobei die eine das Modell bestätigt, während die andere signifikante Abweichungen aufweist.

4. Schlussteil: Der Schlussteil fasst die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis zusammen und stellt fest, dass eine allgemeingültige Definition für alle Werke dieser Gattung kaum erreichbar ist.

Schlüsselwörter

Detektivgeschichte, Sherlock Holmes, Arthur Conan Doyle, Handlungselemente, Mord, Chronologie, Ermittlung, Beobachtung, Kombination, Literaturwissenschaft, Gattungstheorie, Analyse, Kriminalroman, Theorie und Praxis, Erzählstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, inwieweit die Detektivgeschichten von Arthur Conan Doyle den theoretischen Anforderungen entsprechen, die Literaturwissenschaftler an das Genre der Detektiverzählung stellen.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Analyse behandelt?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Analyse der Handlungselemente, konkret auf die Chronologie, das Verbrechen, die Täter, die Ermittlung sowie die abschließende Auflösung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist ein Vergleich zwischen der Theorie der Detektivgeschichte und der praktischen Umsetzung anhand von zwei ausgewählten Sherlock-Holmes-Erzählungen, um zu prüfen, ob die Geschichten dem theoretischen Muster folgen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Literaturanalyse, bei der theoretische Kriterien (z. B. nach Alewyn, Nusser und Broich) als Maßstab für die Analyse von Primärtexten verwendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Definition und Struktur von Detektivgeschichten sowie eine detaillierte Analyse der Geschichten "Das Geheimnis vom Boscombe-Tal" und "Charles Augustus Milverton".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Detektivgeschichte, Handlungselemente, Beobachtung und Kombination, Gattungstheorie sowie die Analyse spezifischer Sherlock-Holmes-Motive charakterisieren.

Warum weicht "Charles Augustus Milverton" so stark von der Theorie ab?

Die Geschichte weicht ab, da sie progressiv statt rückläufig erzählt wird, das zentrale Verbrechen eine Erpressung ist und die Ermittlung nicht auf logischer Schlussfolgerung, sondern auf persönlichem Einsatz beruht.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf die Gattungsdefinition?

Der Autor stellt fest, dass es aufgrund der großen Diskrepanz zwischen theoretischen Modellen und der literarischen Praxis schwer ist, eine Definition zu finden, die tatsächlich alle Vertreter der Detektivgeschichte umfasst.

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Details

Titel
Bauelemente der Detektivgeschichte
Untertitel
Ein Vergleich von Theorie und Praxis anhand von Arthur Conan Doyles "Sherlock Holmes"
Hochschule
Universität Trier
Veranstaltung
Genretheorie
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
14
Katalognummer
V1000225
ISBN (eBook)
9783346375261
ISBN (Buch)
9783346375278
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sherlock Holmes Detektiverzählung Handlungselemente Definition
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2013, Bauelemente der Detektivgeschichte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1000225
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Leseprobe aus  14  Seiten
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