Das Migrationskonzept im Film "Heute bin ich Samba"

Die Bewegung im Vorgang des Ankommens


Hausarbeit (Hauptseminar), 2018

20 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung - Bewegung im vermeintlichen Angekommensein

2 Theoretische Grundlagen
2.1 Die Identitätsfrage
2.1.1 Nomadismus und Migration
2.1.2 Doppel-R-Axiom
2.1.3 Identität
2.2 Grenzkonzept: Arbeitskraft versus Mensch

3 Bewegung in Heute bin ich Samba
3.1 Abschiebehaft
3.2 Arbeit
3.3 Identität

4 Fazit - Integration durch Bewegung ungleich erfolgreiche Immigration

5 Literaturverzeichnis

6 Filmverzeichnis

7 Internetquellen

1 Einleitung - Bewegung im vermeintlichen Angekommensein

„Immer mehr Menschen auf der ganzen Welt verlassen ihre Heimat, um ihren Lebensmittelpunkt an einen anderen Ort zu verlegen. Mehr als 150 Millionen Menschen weltweit leben als Migranten in einem Staat, der nicht ihre ursprüngliche Heimat ist.“ (bpb 2017)

Die Gründe dafür sind ebenso vielfältig wie die Ziele, die am Ende des Aufbruchs oder der Flucht stehen. Das Einzige, was all diese Menschen gemeinsam haben, ist die Bewegung an sich, die früher oder später auf physische wie auch psychische Grenzen stößt. (Mezzadra 2003, 9) Die jeweilige Verlaufsform der Bewegung eines Individuums ist daher niemals linear, sondern ergibt sich während der Reise aus Reaktionen auf Situationen und durch das Austesten von Grenzen. Ob das einzelne Individuum jemals ankommt, bleibt oder weiterzieht, resultiert aus dem Zusammenspiel vieler Faktoren. Man spricht daher auch von einer „erstarrten Bewegung“ (Holert/Terkessidis 2006, 46), was im Umkehrschluss bedeutet, dass Menschen, die irgendwo ankommen, nicht unbedingt wirklich ankommen, sondern weiterhin in Bewegung sind.

Um diese Bewegung im Ankommen oder im vermeintlichen Angekommensein innerhalb eines konkreten Kontextes zu veranschaulichen, werden verschiedene Aspekte, die damit einhergehen, anhand des dieser Arbeit zugrunde liegenden Films Heute bin ich Samba untersucht. Dazu gehören die Behandlung der Identitätsfrage und die Betrachtung der begrenzten Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt.

Entsprechend werden im ersten Teil der Arbeit die theoretischen Grundlagen erläutert, wozu neben der Unterscheidung beziehungsweise Parallelisierung von Nomadismus und Migration außerdem eine Definition des Doppel-R-Axioms gehört. Diese zwei Disziplinen werden in der Filmanalyse die Beobachtungen leiten, wobei der Fokus durchweg auf der Mobilität und deren Festsetzung während der Reise beziehungsweise auf der weiterhin andauernden Bewegung nach der Ankunft liegt.

Im zweiten Teil der Arbeit steht die Filmanalyse, wobei die oben genannten Aspekte an spezifischen Filmszenen festgemacht werden. Dabei wird nicht chronologisch der Narration des Films gefolgt, sondern es werden innerhalb von drei Kapiteln jeweils lediglich diejenigen Filmszenen herangezogen, die dem für die Arbeit ausgewählten Konzept der Migration entsprechen und zur Veranschaulichung der Bewegung, deren Stagnation und der Bewegung im Ankommen dienen, woraus letztlich die Identitätsfragen resultiert. Demzufolge behandelt das erste Unterkapitel die Bewegung, die sich durch die Abschiebehaft ergibt, während sich das zweite der Bewegung innerhalb der Arbeit und das dritte der beweglichen Identität widmet.

Entsprechend ist das Untersuchungsziel der Arbeit, anhand von Heute bin ich Samba, darzulegen, dass die Bewegung nach der eigentlichen Mobilitätsphase nicht endet. Daraus hervorgehend soll die These bestätigt werden, dass die Integration in eine Kultur nicht gleichgesetzt werden kann mit einer erfolgreichen Immigration, was dazu führen kann, dass durch die unstete Lebensweise die Frage nach der eigenen Identität aufgeworfen wird.

2 Theoretische Grundlagen

Um die in der Einleitung formulierte These untersuchen zu können, ist es notwendig, die thematisch relevanten Aspekte des angewendeten theoretischen Migrationskonzepts der Bewegung hinsichtlich der Identitätsfrage und Arbeitskraft zu erläutern und diese miteinander in Beziehung zu setzen, bevor deren Darstellung im Film untersucht wird.

Da es sich bei dem Gegenstand um einen Spielfilm und keine Dokumentation handelt, müssen eventuell idealisierte Begebenheiten ignoriert sowie die Tatsache, dass einige Hintergrundinformationen weggelassen werden und nur ein Ausschnitt des Lebens des Migranten aufgezeigt wird, akzeptiert werden. Dementsprechend wird in dieser Arbeit nicht das Ziel verfolgt, empirisch wertvolle Daten zu erheben, sondern viel mehr der Film als ein stereotypisierter Gegenstand angesehen, um wahre Begebenheiten zu veranschaulichen.

Die Ausrichtung der Identitätsfrage auf das Mobilitäts- und Grenzkonzept ermöglicht es, anhand des Films individuelle Problematiken einer Migration trotz Integration darzustellen und zu beschreiben. Gleichzeitig werden anhand des Kontextes der Arbeitskraft Grenzen innerhalb eines Staates aufgezeigt, die Migrantinnen und Migranten von einer vergleichbar freien Bewegung - in diesem Falle auf dem Arbeitsmarkt - wie die der Staatsbürger trennt.

2.1 Die Identitätsfrage

Für Menschen, die aus ihrem Heimatland auswandern und aufgrund äußerer Blockaden nicht zielgerichtet von einem Ort A nach einem Ort B ziehen können, sondern dauerhaft in Bewegung sind und sich ständig neu erfinden müssen, dürfte sich die Beantwortung der Frage nach der eigenen Identität schwierig gestalten. Da dieser Schwebezustand ein grundsätzlicher Bestandteil von Migration ist, ist es notwendig, ihn und das damit verbundene Bewegungskonzept zu erläutern. Dazu ist es sinnvoll, im Voraus den Nomadismus der Migration zu skizzieren, um darauf aufbauend das sogenannte Doppel- R-Axiom zu definieren und schließlich konkret die Identitätsfrage zu behandeln.

2.1.1 Nomadismus und Migration

Die beiden Theoretiker Dimitris Papadopoulos und Vassilis Tsianos argumentieren, dass „[d]as Diktum des Nomadismus: ‘Man kommt niemals irgendwo an’ [...] die Matrix der heutigen Migrationsbewegung [bildet].“ (Papadopoulos/Tsianos 2008, 1) Ebenso wie die Nomaden seien Migranten unterwegs, ohne einen Ort zu haben, zu dem sie zurückkehren oder an dem sie zweifellos ankommen und bleiben könnten, sodass sie lediglich das Begehren hätten, zwei Punkte miteinander zu verbinden und letztlich immer den Raum dazwischen besetzen würden. (Papadopoulos/Tsianos 2008, 2)

Entgegen des allgemeinen Verständnisses von Migration als ein zielgerichteter, geplanter Mobilitätsprozess, weisen Papadopoulos und Tsianos darauf hin, dass Migration „durch die steten Verlagerungen und radikalen Neuartikulationen individueller Bewegungsbahnen gekennzeichnet [sei]“ (Papadopoulos/Tsianos 2008, 2) und demnach nicht durch die Verbindung eines Start- und eines Ankunftspunkts definiert werden könne. Viel mehr würden sich Migrantinnen und Migranten auf einen Weg begeben, der sich während der Reise ständig neu definiere und die Reisenden in eine Vielzahl unterschiedlicher sozialer Netzwerke und Gesellschaften treten ließe. Damit gehe zwangsläufig eine grenzüberschreitende Transformation des sozialen Raums einher, wobei Staaten dazu gedrängt würden, die souveräne Bevölkerungskontrolle neu zu gestalten, indem sie individuelle Bewegungen kontrollierten. (Papadopoulos/Tsianos 2008, 3)

Daraus lässt sich folgern, dass der entstandene soziale Konflikt letztlich aus einer Kette von Abläufen resultiert, an deren Anfang die Flucht oder der Aufbruch von Subjekten steht, woraus schließlich ein dauerhafter Zustand der Mobilität wird, der Migrantinnen und Migranten unfreiwillig zu Nomaden werden lässt. Sie haben kein Zuhause mehr und befinden sich in Bewegung, auch dann, wenn sie irgendwo angekommen zu sein scheinen. Dementsprechend scheint die Aussage Papadopoulos’ und Tsianos’, in der Migration käme man niemals an, eher im übertragenen Sinne seine Gültigkeit zu besitzen. Physisch erreichen Migrantinnen und Migranten nämlich sehr wohl Länder und überqueren Grenzen, allerdings treffen sie innerhalb dieser Länder auf neue Grenzen. Das Diktum der Migration lautet also viel mehr „Du kommst niemals vom Fleck“ (Holert/Terkessidis 2006, 47). Dass man in der heutigen

Migrationsbewegung niemals irgendwo ankommt, (Papadopoulos/Tsianos 2008, 1) ist zwar nicht falsch, jedoch etwas abstrakter, weshalb in Kapitel 2.1.2 näher darauf eingegangen wird.

Demzufolge ist Migration „Weltgestaltung“ (Papadopoulos/Tsianos 2008, 2). Das individuelle Begehren von Einzelpersonen verbindet sich zu einer großen Bewegung, die Länder miteinander verbindet und Auswirkung auf deren politische, wirtschaftliche und soziale Systeme hat. Inwiefern die Reisenden darin integriert werden, hängt teils vom Land ab (Papadopoulos/Tsianos 2008, 4), ist aber hauptsächlich geregelt durch eine nur scheinbar souveräne humanitäre Doktrin einer ,Rettung der Menschen’ [,welche] nichts anderes ist als eine gewaltsame Fixierung auf die Politik einer ,Rettung nationaler Grenzen’ und auf den Schutz des nationalen Korpus vor unkontrolliertem Eindringen. (Papadopoulos/Tsianos 2008, 3)

Wie genau diese Grenzen verteidigt und errichtet werden, soll im Zusammenhang mit der Repräsentation von sozialen Gruppen und den jeweiligen Rechten ausgeführt werden.

2.1.2 Doppel-R-Axiom

Resultat der Differenzierung von sozialen Gruppen innerhalb eines Staates und Teil der nationalen Souveränität ist der Ausschluss gewisser sozialer Gruppen aus der Anteilnahme an bestimmten Rechten und dem Zugang zu speziellen Ressourcen. (Papadopoulos/Tsianos 2008, 7) In diesem Rahmen spielt sich besagte Bewegung im Ankommen ab, die dadurch charakterisiert ist, dass man niemals irgendwo ankommt. (Papadopoulos/Tsianos 2008, 1) Grundsätzlich ist Migration zwar ein Teil der egalitären Gesellschaft, der Status von Menschen ist allerdings schon immer abhängig von ihrer Nationalität, ergo ihrer Identität, gewesen. Im Gegensatz zu politischen Rechten haben Migrantinnen und Migranten meist ein Recht auf Arbeit, während sie selbst im Falle einer Eingliederung in die Politik immer noch Opfer von Rassismus werden können. (Papadopoulos/Tsianos 2008, 7) Aus dieser Situation ergibt sich die „Forderung nach uneingeschränkten Rechten und umfassender Repräsentation, das so genannte Doppel-R-Axiom“ (Papadopoulos/Tsianos 2008, 8).

Migration wirkt der „Deckungsgleichheit von ,Volk’ und Territorium entgegen“ (Papadopoulos/Tsianos 2008, 7) und zeigt neben der Staatsgrenze an sich außerdem Grenzen innerhalb eines Territoriums auf. Diese spalten wiederum die einem Territorium zugewiesene Gesellschaft in unterschiedliche Gesellschaftsgruppen auf, wodurch ein Paradox entsteht, das in der Ungleichheit innerhalb einer egalitären Nation besteht. Denn „[d]ie Macht der nationalen Souveränität besteht mithin, seit sie existiert, darin, Grenzen in ihrem eigenen Korpus errichten zu können [...].“ (Papadopoulos/Tsianos 2008, 8), sodass einige Gesellschaftsgruppen repräsentiert werden und andere nicht, wodurch wiederum einigen Gruppen gewisse Rechte zugesichert werden und anderen nicht. (Papadopoulos/Tsianos 2008, 9)

Migrantinnen und Migranten stoßen demnach während ihrer Bewegung nicht nur auf geographische, psychische und nationale Grenzen, sondern auch auf Grenzen innerhalb der Nationen, in denen sie ankommen. Diesem Vorhandensein interner Grenzen sind schließlich sowohl das Nicht-Ankommen der Aufgebrochenen als auch der nomadische Lebensstil und die damit einhergehende, womöglich lebenslängliche Reise geschuldet. (Papadopoulos/Tsianos 2008, 4) Dieser Sachverhalt ist es, der beschrieben wird, wenn Papadopoulos und Tsianos sagen, den Rahmen der Migrationsbewegung bilde das Diktum „Man kommt niemals irgendwo an’ [...].“ (Papadopoulos/Tsianos 2008, 1)

2.1.3 Identität

Durch die Bewegung, das Überqueren von nationalen Grenzen, das Ankommen in fremden Staaten und die fortlaufende Bewegung, geht die eingehende Konfrontation mit der eigenen Identität einher. Dabei handelt es sich um ein doppelseitiges Verhältnis. Auf der einen Seite wollen Staaten, die Migrantinnen und Migranten aufnehmen, deren Identität erfassen, auf der anderen Seite versuchen diese, die Kontrollsysteme der Repräsentation zu untergraben. (Papadopoulos/Tsianos 2008, 8) Grund dafür ist, dass die nationale Souveränität auf der einen Seite Menschen innerhalb der Grenzen einer Nation zwar auf scheinbar egalitäre Weise Rechte zusichert, tatsächlich aber durch die Einteilung in gewisse Gruppen, doch Unterscheidungen in der Zuweisung von Rechten vornimmt. (Papadopoulos/Tsianos 2008, 8)

Im Gegensatz zu anderen subversiven Gruppen ist das Bestreben der Migrationsbewegung nach Papadopoulos und Tsianos infolgedessen kein Sichtbar- oder Repräsentierbar-Werden, sondern genau das Gegenteil: das Unwahrnehmbar-Werden, um der politischen Überwachung der Migrationsbewegung ebenso zu entkommen wie einer herkunfts- und identitätsbezogenen Differenzierung. (Papadopoulos/Tsianos 2008, 6) Denn aus staatlicher Sicht und insbesondere in europäischen Staaten wird auf die Frage nach der Identität die Antwort nach der kulturellen Herkunft, also einem geographisch festgelegten und begrenzten Raum, erwartet, um eine Ordnung in die Multikulturalität zu bringen, deren Gruppen repräsentierbar sind. (Mezzadra 2003, 10) Der Migrationsbewegung geht es jedoch nicht darum, durch Differenzierung repräsentiert werden zu können, sondern nicht repräsentierbar zu sein, indem man immer etwas anderes repräsentiert. Es geht darum, das System der Differenzierung und die Politik der Repräsentation zu verlassen, was nur funktioniert, indem man unwahrnehmbar wird. Dieses Unwahrnehmbar-Werden geht mit einer ständigen Transformation einher, deren verschiedene Modi (Tier-Werden, Frau-Werden, Amphibisch-Werden, Unwahrnehmbar-Werden) (Papadopoulos/Tsianos 2008, 1)

immer aus dem hervorgehen, was man bereits und gerade ist. (Papadopoulos/Tsianos 2008, 5) Es handelt sich um einen Transformationsprozess, der die Migrantinnen und Migranten ebenso in einen beständigen Übergangszustand versetzt wie sie beständig einen Raum zwischen zwei Räumen besetzen. (Papadopoulos/Tsianos 2008, 2)

Der Nomadismus der Migration geht folglich Hand in Hand mit den unterschiedlichen Formen des Werdens-Prozesses, dessen Ziel es ist, nach der Transformation der eigenen Identität in eine oder mehrere andere schließlich unsichtbar zu sein. Dementsprechend richtet sich dieser Prozess „gegen das allgegenwärtige Modell des methodologischen Individualismus und die souveränen Regime der Bevölkerungskontrolle.“ (Papadopoulos/Tsianos 2008, 1)

Bewegung bringt Überschreitungen von Grenzen und somit das Eintreten in Kontrollsysteme von Staaten mit sich, welche es in der Migration porös zu machen gilt, um das System der Kontrolle zu verlassen. (Papadopoulos/Tsianos 2008, 4)

[...]

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Details

Titel
Das Migrationskonzept im Film "Heute bin ich Samba"
Untertitel
Die Bewegung im Vorgang des Ankommens
Hochschule
Universität zu Köln  (Medienkultur und Theater)
Veranstaltung
Schwerpunktmodul 2: Histografie von Medien und Theater
Note
1,3
Autor
Jahr
2018
Seiten
20
Katalognummer
V1000538
ISBN (eBook)
9783346385888
ISBN (Buch)
9783346385895
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Das Untersuchungsziel der Arbeit ist es, anhand des Films "Heute bin ich Samba", darzulegen, dass die Bewegung nach der eigentlichen Mobilitätsphase nicht endet. Daraus hervorgehend soll die These bestätigt werden, dass die Integration in eine Kultur nicht gleichgesetzt werden kann mit einer erfolgreichen Immigration, was dazu führen kann, dass durch die unterste Lebensweise die Frage nach der eigenen Identität aufgeworfen wird.
Schlagworte
Migration, Identität, Film, Nomadismus, Integration, Immigration
Arbeit zitieren
Lynn Schwamberg (Autor), 2018, Das Migrationskonzept im Film "Heute bin ich Samba", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1000538

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