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Die doppelte Kontingenz und ihr Einfluss auf Kommunikation

Eine Analyse am Beispiel von Loriots Sketch „Herren im Bad“

Titel: Die doppelte Kontingenz und ihr Einfluss auf Kommunikation

Hausarbeit , 2015 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lynn Schwamberg (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit damit, warum Kommunikation trotz des Phänomens der "doppelten Kontingenz" möglich ist.

Ein jeder hat sich schon einmal in der Situation wiedergefunden, nicht handeln oder reden zu wollen,
bevor er nicht wusste, wie das Gegenüber darüber denken würde. Soll man diesen Witz wirklich anbringen? Wird er als lustig empfunden oder blamiert man sich damit? Was denkt das Gegenüber? Dessen Meinung kann allerdings nur in Erfahrung gebracht werden, wenn man schon gehandelt und dem anderen die Gelegenheit gegeben hat, darauf zu reagieren.

Da man die Reaktion jedoch im Voraus zu wissen wünscht, steckt man in einem ‚Teufelskreis’ fest. In der soziologischen Systemtheorie spricht man bei diesem Phänomen von der "doppelten Kontingenz". Das Gegenüber befindet sich dabei in demselben Dilemma.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung - Grundsätzliches Problem der Kommunikation

2. Definition „Doppelte Kontingenz“

3. Untersuchung anhand des Sketches

3.1. Inhalt von HERREN IM BAD

3.2. Kommunikation

3.2.1. Unwahrscheinlichkeit der Kommunikation

3.2.2. Anschlusskommunikation

3.2.3. Die Überwindung der doppelten Kontingenz

4. Fazit

7. Anhang

7.1. Transkript: HERREN IM BAD

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der „doppelten Kontingenz“ auf zwischenmenschliche Kommunikation. Dabei wird analysiert, wie Kommunikation trotz der soziologischen Unwahrscheinlichkeit des Gelingens in sozialen Interaktionen möglich wird, wobei der Sketch „Herren im Bad“ von Loriot als zentrales Fallbeispiel dient.

  • Grundlagen der soziologischen Systemtheorie nach Niklas Luhmann und Talcott Parsons
  • Analyse des Phänomens der doppelten Kontingenz in einer konkreten Interaktionssituation
  • Untersuchung der Entstehung von sozialer Ordnung durch Kommunikation
  • Diskussion von Metakommunikation und Anschlussselektionen als Mechanismen zur Überwindung von Kommunikationshindernissen

Auszug aus dem Buch

3.1. Unwahrscheinlichkeit der Kommunikation

Sowohl in „Die Unwahrscheinlichkeit der Kommunikation“, als auch in „Vorbemerkungen zu einer Theorie sozialer Systeme“ heißt es, dass die „Reproduktion sozialer Systeme“, und somit die Kommunikation, unwahrscheinlich ist. Doch Loriots Sketch besteht offensichtlich aus Kommunikation. Denn Kommunikation produziert soziale Ordnung und folglich gleichzeitig die Voraussetzungen für sich selbst, ist anders formuliert ein autopoietisches System, das „soziale Ordnung voraussetz[t].“ Sie ist der Grundstein unseres Lebens. Daher erscheint uns Kommunikation als etwas Normales und Selbstverständliches, während Luhmanns Theoriemodell „gerade das Normale für unwahrscheinlich hält“. Dadurch betitelt Luhmann Kommunikation als unwahrscheinlich, obwohl sie als Werkzeug für die „Reproduktion sozialer Systeme“ dient, also normal ist.

Eine Begründung für diese Unwahrscheinlichkeit findet Luhmann in drei Hindernissen. Zum einen in der Fraglichkeit, ob das Gegenüber dasselbe Hintergrundwissen hat wie man selbst und die Botschaft überhaupt verstehen kann, zum anderen in dem Problem räumlicher und zeitlicher Distanz zwischen Sprecher und Hörer und der Aufmerksamkeitsweckung des Hörers, und zuletzt in der Ungewissheit, ob der Hörer das Gesagte aufnimmt, egal ob als Handlungsvorbild oder als Denkanstoß. All dies sind laut Luhmann „Schwellen der Entmutigung“, wodurch die Motivation, eine Kommunikation zu beginnen, verschwindet. Ego will wissen, ob Alter ihn überhaupt verstehen kann sowie erreichbar und ihm wohl gesonnen ist. Hier setzt die doppelte Kontingenz ein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung - Grundsätzliches Problem der Kommunikation: Einführung in das Konzept der doppelten Kontingenz und Festlegung der Fragestellung anhand des Sketches „Herren im Bad“.

2. Definition „Doppelte Kontingenz“: Theoretische Herleitung des Begriffs durch die Systemtheorie von Luhmann und das Modell von Parsons als Voraussetzung für soziale Interaktion.

3. Untersuchung anhand des Sketches: Anwendung der theoretischen Konzepte auf die spezifische Interaktion zwischen den Protagonisten im Sketch.

3.1. Inhalt von HERREN IM BAD: Zusammenfassende Darstellung der Handlung und der Protagonisten des Loriot-Sketches.

3.2. Kommunikation: Analyse des Kommunikationsbegriffs und der Entstehung sozialer Systeme im Kontext der Unwahrscheinlichkeit.

3.2.1. Unwahrscheinlichkeit der Kommunikation: Diskussion der von Luhmann benannten Hindernisse und deren Relevanz für das menschliche Miteinander.

3.2.2. Anschlusskommunikation: Erläuterung der Mechanismen, durch die Dissens und Konsens soziale Systeme stabilisieren.

3.2.3. Die Überwindung der doppelten Kontingenz: Untersuchung, wie durch Metakommunikation und selektives Verhalten Kommunikation trotz Kontingenz aufrechterhalten wird.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Forschungsfrage und Schlussfolgerung zur alltäglichen Bewältigung von Kommunikationsunsicherheiten.

7. Anhang: Bereitstellung des vollständigen Dialogtranskripts zur Nachvollziehbarkeit der Analyse.

Schlüsselwörter

Doppelte Kontingenz, Niklas Luhmann, Talcott Parsons, Kommunikation, Soziale Systeme, Interaktion, Herren im Bad, Loriot, Metakommunikation, Anschlussselektion, soziale Ordnung, Unwahrscheinlichkeit, Systemtheorie, Handlungsselektion, Konventionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Analyse von Kommunikation unter der Bedingung der doppelten Kontingenz, angewandt auf den Sketch „Herren im Bad“ von Loriot.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Systemtheorie nach Luhmann, der Begriff der doppelten Kontingenz, die Unwahrscheinlichkeit von Kommunikation sowie die soziale Interaktion zwischen Individuen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kommunikation trotz der von Luhmann postulierten Unwahrscheinlichkeit und der wechselseitigen Abhängigkeit (doppelte Kontingenz) in der Realität erfolgreich stattfinden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Analyse, bei der soziologische Fachbegriffe auf ein konkretes, fiktionales Medienbeispiel (den Sketch) angewendet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Definition der doppelten Kontingenz, erläutert die Hindernisse der Kommunikation und analysiert detailliert, wie die Protagonisten Klöbner und Müller-Lüdenscheidt diese durch ihr Handeln überwinden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Doppelte Kontingenz, Systemtheorie, Kommunikation, Interaktion und soziale Ordnung.

Wie trägt der Sketch „Herren im Bad“ zum Verständnis bei?

Er dient als anschauliches Fallbeispiel, an dem sich die abstrakte Theorie der doppelten Kontingenz durch konkrete Sprechakte und Verhaltensweisen der Protagonisten nachweisen lässt.

Was bedeutet der Begriff „doppelte Kontingenz“ in dieser Analyse?

Er beschreibt die wechselseitige Abhängigkeit zweier Handelnder, die ihr eigenes Verhalten an das des jeweils anderen anpassen müssen, ohne dessen Reaktion sicher vorhersehen zu können.

Warum wird Metakommunikation im Text hervorgehoben?

Metakommunikation wird als Werkzeug thematisiert, das hilft, die doppelte Kontingenz zu verdrängen, indem die Kommunikation selbst zum Gegenstand wird und dadurch den Interaktionsprozess stabilisiert.

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Details

Titel
Die doppelte Kontingenz und ihr Einfluss auf Kommunikation
Untertitel
Eine Analyse am Beispiel von Loriots Sketch „Herren im Bad“
Hochschule
Universität zu Köln  (Medienkultur und Theater)
Veranstaltung
Basismodul 1: Einführung in die Medienkulturwissenschaft
Note
1,3
Autor
Lynn Schwamberg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
18
Katalognummer
V1000541
ISBN (eBook)
9783346386014
ISBN (Buch)
9783346386021
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kommunikation Doppelte Kontingenz Loriot Anschlusskommunikation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lynn Schwamberg (Autor:in), 2015, Die doppelte Kontingenz und ihr Einfluss auf Kommunikation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1000541
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Leseprobe aus  18  Seiten
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