Leben und Werk des deutschen Philosophen Ludwig Andreas Feuerbach


Seminararbeit, 1999

16 Seiten, Note: 2


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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Leben Ludwig Andreas Feuerbach
2.1 Kindheit
2.2 Jugend und die erste Studienjahre
2.3 Die reifen Jahre
2.4 Die letzten Jahre

3 Werke
3.1 „Die Unendlichkeit, Einheit und Allgemeinheit der Vernunft“, 1828
3.2 „Gedanken über Tod und Unsterblichkeit“, 1830
3.3 „Das Wesen des Christentums“, 1841 und „Das Wesen der Religion“, 1848
3.4 „Grundsätze der Philosophie der Zukunft“, 1843
3.5 „Theogonie“, 1857
3.6 „Die Geschichte der neueren Philosophie von Bacon bis Spinoza“, 1833 und „Darstellung, Entwicklung und Kritik der Leibnitz`schen Philosophie“, 1837
3.7 „Pierre Bayle“, 1838

4 Schlußbemerkung

5 Zeittafel

6 Verzeichnis der Werke

7 Literaturangaben

8 Anmerkungen

Feuerbach

Auch Feuerbach will Hegelüberwinden, er kann den absoluten Geist nicht finden. Gott ist kein Wesen, das in sich besteht. Es gibt nur irdische Realität.

Der Mensch in seines eignen Geistes Kraft sich aus sich selber seine Gottheit schafft. Entgegen allen Gottesglauben gilt:

Der Mensch allein schuf Gott nach seinen Bild. 1

2 Leben Andreas Ludwig Feuerbachs

2.1Kindheit

Ludwig Andreas Feuerbach wurde am 28. Juli 1804 in Landshut/Bayern geboren. Er lebte hier in einer Familie, die bereits Theologen, Juristen, Kunsthistoriker, Mathematiker hervorbrachte. So war sein Vater, Paul Johann Anselm Feuerbach, einer der bedeutendsten und auch erfolg-reichsten Juristen des !9. Jahrhunderts. Er schuf die Begründung des positiven Rechts und der Vergeltungstheorie im Strafrecht.

Aber schon bald verzog die gesamte Familie nach München, aufgrund von Schwierigkeiten des Vaters mit den Kollegen an der katholischen Universität in Landshut.

Dennoch wollte Paul Johann Anselm in Bayern bleiben, denn nirgends boten sich ähnliche gute Möglichkeiten sein Leben zu finanzieren.

Trotz des protestantischen Familienumfeldes taufte die Familie Ludwig nach katholischen Ritus, und gab ihn später in eine katholische Schule. Zu Hause allerdings erhielt eine freisinnige und humanistische Erziehung zum Protestantismus hin.

Die Zeit in München beinhaltete den Lebensabschnitt des Vaters, indem er den politischen Kampf für die Aufhebung des Feudalismus und anderer Rechte oder Privilegien des Erbadels führte. Dies prägte sich fest, in Feuerbachs noch kindliches Gemüt, ein. So hatte der Vater den Auftrag erhalten ein bayerisches bürgerliches Gesetzbuch zu entwerfen, im Sinne des Code Napoléon.

Im Hause der Feuerbachs lebten noch die vier Brüder Anselm, Karl, Eduard und Friedrich sowie drei Schwestern Helene, Leonore und Elise. Also das Leben einer richtigen Großfamilie mit allen Höhen und Tiefen, geistigen Anregungen, Diskussionen war der Lebensmittelpunkt des jungen Feuerbachs. Die Brüder wurden später Wissenschaftler oder Künstler, die Schwestern erlangten jedoch keine größere Bedeutung, was wohl in den Umständen jener Zeit begründet liegt. Die Harmonie im Elternhaus wurde jäh unterbrochen, als der Vater im Jahre 1816 beschloß mit seiner Geliebten einen Hausstand zu gründen und dafür seine Frau verließ. Aber damit fängt eigentlich schon ein neuer Abschnitt in Ludwig Andreas Feuerbachs Leben an.

2.2 Jugend und die ersten Studienjahre

Zu Beginn der Jugendzeit steht zum einen die Strafversetzung seines Vater im Jahre 1914 als zweiter Oberpräsident an das Appelationsgericht in Bamberg. Trotz dieser Versetzung besitzt der Vater noch genügend Geldmittel um seinen Söhnen eine umfangreiche Bildung sowie ein Studium zu ermöglichen. Bald darauf zieht er mit seiner Geliebten Nanette Brunner nach Ans-bach, wohin er seine Söhne mitnimmt, sie dort aber in einen getrennten Haushalt von einer älteren Frau betreuen ließ. Die Töchter blieben bei ihrer Mutter Wilhelmine. Unter dieser vom Vater herbeigeführten Trennung litt der jugendliche Ludwig sehr und er versucht seine Mutter zu trösten, akzeptiert wie seine Brüder dennoch die Entscheidung seines Vaters.

Bis 1916 besuchte Andreas das Gymnasium in Bamberg, das er mit vorzüglichen Noten und einer guten Beurteilung, in der seine Ordnungsliebe, der offene Charakter, gutes sittliches Betragen und großer Fleiß gelobt werden. Daraufhin begibt er sich ans Ansbacher Gymnasium, hier studiert er vorwiegend die Bibel. Dafür nimmt er sogar Hebräischunterricht, um die Bibel im Original lesen zu können. Das Interesse an der Religion wurde aber nicht durch den konventionellen Religionsunterricht geweckt, entstand vielmehr aus ihm selbst heraus. Endlich im Herbst 1822 beendet er das Gymnasium, lebt jedoch noch etwa ein halbes Jahr im Hause der mittlerweile versöhnten Eltern. Die Geliebte des Vaters verstarb zwischenzeitlich. Die Zeit bis zum Beginn des Studiums der Theologie nutzt er für die Lektüre der Werke von Opitz, Augustinus, St. Bernard und Herder. Von letzteren wurde er tief beeinflußt, besonders wegen Herders Ablehnung theologischer- sophistischer Spitzfindigkeiten. So blieb es nicht aus das der junge Feuerbach sich Heidelberg als Studienort und Karl Daub als Lehrer auswählte. Vom Vater erhielt Andreas eine Empfehlung, daß er nur um der Theologie willen studieren wolle, nicht des Geldes wegen. Diese richtete sich an Paulus, einen alten Freund des Vaters, jedoch schon bald wandte Andreas Feuerbach ganz einem anderen Lehrer zu, nämlich Karl Daub, der seit 1894 Theologieprofessor in Heidelberg war und selbst verschiedene Positionen in der Theologie durchwanderte. Der Schüler ist hellauf begeistert von seinen Lehrer, bezeichnet ihn gar als herrlich und geistreich.

Bereits im Winter 1923/24 reift bei Feuerbach wohl der Wunsch heran zur Philosophie überzuwechseln. So richtet er inständige Bitten an seinen Vater, nach Berlin gehen zu dürfen und dort das Religionsstudium fortzusetzen. Hierzu führt er die namhaftesten Wissenschaftler, so Schlei-ermacher, ein gewandter Redner, Neander u.a., seiner Zeit, die in Berlin lehren an, einzig der Name Hegels fällt überhaupt nicht. Nur am Rande erwähnt er sein Interesse am Studium der Philosophie. Der Vater erlaubt es ihm schließlich, wohl auch weil er von der Hartnäckigkeit des Sohnes beeindruckt ist. Bald jedoch wendet er sich ganz und gar der Philosophie zu, ja sieht er nur in ihr Möglichkeiten für sich zur Entfaltung seiner selbst. Andreas Ludwig Feuerbach hört jetzt die Vorlesungen bei Hegel über die Metaphysik, die Logik und Religionsphilosophie.

Im Jahre 1925 wechselt er dann offiziell in die Philosophische Fakultät. Hier zeigt Feuerbach sich tief beeindruckt von der Klarheit der Sprache Hegels, hier hebt er hervor die gesprochene Sprache bei Hegel, die sich in ihrer Klarheit noch vor das geschriebene Wort stellt. Weiterhin hört er bei seinem neuen Lehrer eine ausführliche Explikation der griechischen Religion, wobei im Mittelpunkt die Projektion menschlicher Schwächen und Fehler in die göttlichen Gestalten stand und nicht etwa die Wundertätigkeit von Göttern. Hier liegt also der Einfluß Hegels in der Religionsphilosophie auf Feuerbach. Feuerbach nutzt die Projektionsthese später, jedoch nicht in Anlehnung an Hegel, sondern zur Konfrontation mit Hegel und der spekulativen Philosophie, in seinem Werk Wesen des Christentums, welches 1941 entsteht.

1926 beendet er seine Studien in Berlin, weil der Tod des damaligen bayerischen Königs das Ende der Stipendien für alle Söhne Anselm Feuerbachs bedeutete. Ein knappes Jahr später wird Andreas an der Erlanger Landesuniversität immatrikuliert. Dort muß er versichern, daß er zu keiner geheimen Verbindung gehört und auch nicht beabsichtigt einer beizutreten. Alle dort, in Bayern Studierenden, hatten dies zu tun. Trotz dieser Versicherung ist anzunehmen, daß der Student Andreas Feuerbach Kontakt zu entsprechenden Kreisen hatte. Bereits im Jahre 1828 erscheint im Juli seine Dissertation De infinitate, unitate atque communitate rationis ( Die Un- endlichkeit, Einheit und Allgemeinheit der Vernunft). Sie gibt seine Zweifel am Verhältnis von Denken und Sein, Logik zur Natur und letztlich dem Verhältnis von Philosophie und Religion wieder. Das Ziel Feuerbachs war es eine Hochschullaufbahn einzuschlagen, nach der erfolgten Verteidigung seiner Dissertation im November 1928, diesmal unter dem Titel De ratione, una, universali, infinita ( Ü ber die eine, allgemeine, unendliche Vernunft), beginnt er sie mit der Arbeit als Privatdozent an der Universität in Erlangen. In seiner Dissertation nimmt er sehr stark Bezug auf Giordano Bruno, der für ihn zu einer Art Vorbild oder auch Idol wird.

Bis 1932 bleibt Ludwig Andreas Feuerbach als Dozent in Erlangen, und hält dort Vorlesungen über die Logik, deren Geschichte, Metaphysik sowie die Geschichte der Philosophie. Seine Studien zur Geschichtsphilosophie begründeten einen anerkannten Ruf als Philosophiehistorik-er. Bei den Vorlesungen zur Metaphysik und zur Logik explizierte er im wesentlichen Hegels dialektische Methode, wobei er jedoch seine eigene Problemstellung des Verhältnisses von Denken und Sein, Mensch und Vernunft aber auch von Einzelnem und Allgemeinen berücksichtigt. Mit dem Erscheinen der Abhandlung Gedankenüber Tod und Unsterblichkeit beginnt ein neuer Lebensabschnitt für ihn. Denn so schockierend sind seine darin aufgestellten Thesen, daß ihn fortan die Türen des Wissenschaftsbetriebs nicht mehr aufstehen. Obwohl die Schrift nicht unter dem Namen Feuerbachs veröffentlicht wurde, wußten bald alle wem sie zuzuschreiben war. Von nun an wandte er sich notgedrungen von der Lehre ab und dem Schreiben seiner Gedanken zu.

2.3 Die reiferen Jahre

Ein einschneidendes Erlebnis im Jahre 1833 dürfte der plötzliche und unerwartete Tod seines Vaters gewesen sein. Allgemein wird angenommen, daß der Tod mit dem Interesse an Kaspar Hauser und dessen Schicksal zu tun hatte, den er zeitweise sogar beherbergte und über den er einen Schrift veröffentlichte, in der er das Verbrechen an der Seele Kaspar Hausers schilderte. Hilfe konnte er von dieser Seite also nicht mehr erwarten. Wiederholt bemüht sich Feuerbach eine öffentliche Anstellung zu erlangen, hat eigentlich schon kein wahres Interesse daran. Im Frühjahr 1833 reist er nach Bruckberg, lernt dort die Tochter des Bruckberger Porzellanfabrik-besitzers Löw kennen. Von da an besteht zwischen Bertha Löw und Ludwig ein Briefwechsel.

Am 12.2.1937 wurden die beiden getraut und wohnten beide auf Schloß Bruckberg, wo Feuer-bach ein eigenes Studierstübchen erhielt. Längst hatte er sich mit dem Ende seiner Karriere ab-gefunden und arrangiert, ja dem Leben auf dem Dorf die besten Seiten abgewonnen, als aus dem Verzeichnis der Lehrenden in Erlangen gestrichen wurde. Mit der wissenschaftlichen Welt kommunizierte er nur noch auf literarischen Wege. In jener Zeit bildeten die Dorfbewohner und die Familienmitglieder Gesprächspartner für ihn. Seine Tochter Eleonore wurde am 6.9.1839 geboren und etwa ein Jahr später die zweite Tochter Mathilde, die jedoch bald verstarb. Dennoch bot ihm Schloß Bruckberg ansonsten hervorragende Möglichkeiten zur Arbeit an den philosophischen Problemen, wegen der dortigen ländlichen Idylle und Ruhe. Er hatte nun viel Zeit zum studieren und bearbeiten von Ideen. In dieser Zeit entstanden drei große Monographien zur Philosophiegeschichte. Desweiteren setzte er sich intensiv mit der Theologie und der positiven Philosophie auseinander. Feuerbach wird zu einen Verteidiger der Prinzipien Hegels gegen Angriffe und Entstellungen, nicht weil er Hegel in seinen Argumenten folgen konnte, sondern weil die Gegner Hegels eigentlich nur Gegner der Philosophie waren. Zwischen den Jahren 1835 und 1839 entstehen verschiedene Artikel gegen Antihegelianer, wie Carl Friedrich Bachmann oder Heinrich Leo, die u.a. in den Berliner Jahrbüchern für wissen- schaftliche Kritik veröffenlicht werden. Trotz dieser Verteidigung schwingt offensichtlich bereits Kritik an Hegel in diesen Schriften mit. Ab 1838 verstärkt sich die Kritik, was sich in den Aufsätzen in den Hallischen Jahrbüchern, einem Organ der radikalen Junghegelianisten zeigte. In die Zeit fällt Feuerbachs Übergang vom Idealismus zum Materialismus, den er öffentlich darlegt in seiner Schrift Zur Kritik der Hegelschen Philosophie. Außerdem beginnt nun die Arbeit am Wesen des Christentums, das 1841 im Juni veröffenlicht wird. Das ist sein vielleicht bekanntestes Werk, es machte ihn mit einem Schlag berühmt, brachte ihm herbe Kritik ein, sowie die Hinstellung als den radikalsten aller radikalen Hegelianer. Zugleich stellte Feuerbachs Abhandlung eine Befreiung der intellektuellen und akademischen Welt nach Hegels Tod dar.

1841 hält sich Andreas Ludwig Feuerbach längere Zeit in Heidelberg auf und lernt die junge Johanna Kapp, Tochter seines langjährigen Freundes Christian Kapp, seinerseits Professor in Heidelberg, kennen, die ihn sehr verehrt und in ihn verliebt ist. Doch ist dieser Liebe kein Glück beschieden. Feuerbach entscheidet sich für seine Frau und Familie, trotz zunehmender Entfremdung zwischen den beiden Feuerbachs. Ländliche Ruhe und Geborgenheit wogen für ihn wohl schwerer als eine zärtliche Leidenschaft, hinzu kam sicherlich der enorme Altersunterschied. Johanna sollte sich von dieser Liebe nie wieder erholen, lehnte an sie gerich-tete Heiratsanträge, so zum Beispiel von Hoffmann von Fallersleben, ab, und starb geistig verwirrt 1871. Feuerbach selbst trug sich schon bald mit Plänen zur Auswanderung nach den USA, dort wollte er ein neues Leben beginnen. Zunächst wollte er nach Paris reisen, machte aber in Frankfurt a. M. Zwischenstation im Jahre 1848, wo am 18. Mai das Paulskirchenparla-ment ins Leben gerufen wurde. Feuerbach nimmt an der Nationalversammlung teil.Vom Dezember 1848 bis zum März 1849 hält er in Heidelberg Vorlesungen zum Wesen der Religion. Als Vorlage diente ihm sein Heft Das Wesen der Religion, das erweitert wurde durch Exzerpte und Studien aus Bruckberg. In Paris wird Feuerbach nie ankommen, und auch Amerika rückt in weite Ferne. Nur einmal noch hegt, 1852, er Absichten dorthin auszuwandern. Leider findet sich im Amerika der damaligen Zeit kein Platz für einen Gelehrten seines Faches.

Nach den Vorlesungen in Heidelberg kehrt Ludwig nach Bruckberg zurück, unternimmt Reisen nach Tirol, Venedig und Leipzig, immer arbeitet er am Nachlaß seines Vaters.1851 beginnt er mit der Arbeit an seiner Theogonie, die sich bis 1856 erstrickt. Seine Mutter stirbt im Novem-ber 1852. Aufgrund seines Werkes Theogonie wird Feuerbach im Herbst 1856 totgesagt. Nach der Arbeit an diesem Werk folgen Jahre in denen er sich nicht zu Wort meldet. Obwohl er zeit-lebens sich körperlich betätigt hatte, als Ausgleich zur geistigen Arbeit, wurde er im Alter von verschiedenen Krankheiten heimgesucht.

2.4 Die letzten Jahre

1959 wurde es notwendig einen Umzug zu planen, aufgrund des Niedergangs der Bruckberger Porzellanfabrik seiner Frau. Lange vor diesem Zeitpunkt steckte Ludwig Feuerbach immer wieder eigenes Kapital in den maroden Betrieb. Letztendlich mußten die Feuerbachs sogar ihre Wohnung verlassen, was besonders für den Philosophen eine große Belastung darstellte, zumal er fortan nicht mehr die Ruhe seines Studierstübchen genießen konnte.In dieser mißlichen Lage halfen wieder einmal die Familie Kapp und erwiesen sich somit als echte Freunde. Friedrich Kapp veranstaltete eine Sammlung unter Feuerbach wohlgesinnten um den Umzug zu ermöglichen. In einem Nürnberger Haus konnte eine Etage angemietet werden, jedoch stellten die äußeren Bedingungen für Ludwig nicht gerade förderlich. Außerdem reduzierte sich jetzt der Freundeskreis. Friedrich Kapp aus New York, Wilhelm Bolin, späterer Biograph Feuerbachs, besuchten ihn, häufiger Gast in jenen Jahren war Konrad Deubler, ein Gastwirt aus Goisern. Der besuchte die Feuerbachs 1862 zum ersten Mal, später entwickelte sich daraus ein reger Briefwechsel, gegenseitige Besuche wurden abgehalten und schließlich entwickelte sich eine Duzfreundschaft daraus. Schriftstellerische und philosophische Werke entstanden in den letzten Jahren nur wenige, Feuerbach hatte den Zenit seiner Schaffenskraft längst überschritten. Es entstehen Studien zur Willensfreiheit und zur Ethik, die jedoch nur fragmentarisch sind und teilweise nicht veröffentlicht werden. Andreas Ludwig Feuerbach verstirbt am 13. September des Jahres 1972, nach jahrelangen Krankeiten, fast unbeachtet.

3 Werke

3.1„Die Unendlichkeit, Einheit und Allgemeinheit der Vernunft“

Die Dissertation „ De infinitate, unitate atque communitate rationis “ (Die Unendlichkeit, Ein-heit und Allgemeinheit der Vernunft) entstand 1827 im Elternhaus, wurde veröffentlicht 1828 im Juli. Im Dezember verteidigt er seine Habilitationsschrift, die jetzt einen leicht abgeänderten Titel hat, nämlich „ De ratione, una, universali, infinita “ (Über die eine, allgemeine,unendliche Vernunft). In seiner Dissertation zitiert Feuerbach an mehreren Stellen Giordano Bruno, sprich er zeigt sich tief beeindruckt von seinen Aussagen. In seinen Werk weist Feuerbach darauf hin, daß er in der Vernunft, also der Ratio, die Einheit, Unendlichkeit sowie die Universalität alles Seins erblickt. Dabei argumentiert er durchaus in Anlehnung an die Vorgehensweise Hegels, das heißt innerhalb des Verhältnisses von Einzelnen und Allgemeinen, aber besonders betont er die Gegensätzlichkeit von Sinnlichkeit und Denken. Feuerbach sagt das der Mensch durch Denken erst gemacht wird, also der Mensch charakterisiert wird über das Denken, dabei stellt er heraus, daß der Mensch beim Denken nicht einfach nur verbunden ist mit anderen Menschen, nein im Denken sind wir andere Menschen. Hierzu setzt er gegen die These „Cogito ergo sum“ (Ich denke, also bin ich.) seine Behauptung „Cogito ergo omnes sum Homines“( Ich denke, also bin ich alle Menschen.). Dieser Satz ist seine Antwort auf die Frage nach dem Ver-hältnis von Allgemeinen und Besonderen, außerdem ist er die Lösung der Frage nach der Einheit, Unendlichkeit und Universalität der Vernunft, er hat in den verschiedensten Bereichen Bedeutung erlangt, in erkenntnistheoretischen, ontologischen sowie anthropologischen und ethischen Bereichen. Bemerkenswert ist die Tatsache der Bedeutung der Fragestellung des Verhältnisses von Einzelnem und Allgemeinen für Andreas Feuerbach, weil er ein privates An-liegen verarbeitete. Nämlich wirkten hier wohl stark die Auseinandersetzungen zwischen den Eltern auf ihn ein, Feuerbach erblickt also in dem Problem ein Problem zwischenmenschlicher Natur, also das Verhalten der Menschen untereinander. Feuerbach zweifelt in seinen Werk nicht an der Existenz des Menschen, sondern am Inhalt des Allgemeinen und des Besonderen. In seiner Argumentation durchbricht er Schranken, die durch Subjektivität und Egoismus vorgegeben sind. Dafür setzt er sich mit dem christlichen Glauben auseinander, wobei er besonders den Glauben an die individuelle Unsterblichkeit angreift. Daran kritisiert er die Hinstellung des Menschen oder Individuums als ein egoistisches Einzelwesen. Feuerbach sagt das die Vernunft in der Lage ist, die Vereinzelung des ICH`s zu überwinden. Das Individuum als Wesen des Menschen ist Teil des Menschen, nicht aber im Menschen selbst, sondern außerhalb. Für die Untermauerung seiner Thesen führt er unter anderen Giordano Bruno an. Seine Argumentation ist eine phänomenologische Herangehensweise, hier liegt der Unterschied zu Anhängern Hegels und Hegel selbst, die spekulativ an Probleme herangehen.

Seine Dissertation überreicht er Hegel mit einem Begleitbrief, indem er bereits seinen Lehrer und dessen Herangehensweise kritisiert. Später sieht Feuerbach vielmehr in Giordano Bruno sein Vorbild als in Hegel.

3.2„Gedanken über Tod und Unsterblichkeit“, 1830

Diese Schrift erscheint 1830 anonym in Nürnberg und schreckte die Gelehrtenwelt auf. Bald sprach sich auch der Autor des unerhörten Werkes herum, so prophezeite Anselm Johann Feuerbach seinem Sohn schon bald, daß ihm von nun an wohl eine wissenschaftliche Laufbahn verschlossen sein würde, und er sollte recht behalten. Was aber ist nun das Unerhörte an den Gedanken und Ausführungen in Ludwig Feuerbachs Arbeit. Er entwickelt darin drei Hauptge-danken. Zum ersten stellt er den christlichen Unsterblichkeitsglauben als einen Prozeß dar, der gekennzeichnet ist durch einen zunehmenden praktischen und theoretischen Egoismus. In der zweiten These begründet er den Pantheismus als einzig wahrhafte menschliche Haltung zur umgebenden Welt. Sein letzter Gedanke gilt der Aufforderung, im Hier und Jetzt des irdischen Lebens, gerade weil es kein nächstes anderes Leben gibt, einen Sinn zu sehen, im Endliche das Unendliche zu erkennen, im Einfachen die Vielheit zu erblicken, sowie in der Liebe die Univer-salität und Wahrheit aller Beziehungen des Menschen zum Mitmenschen und der Umwelt.

Feuerbach wird hier zu einen Vertreter des Pantheismus, sprich er sieht einen Gott, der als eine der Welt innewohnende geistige Einheit betrachtet wird, er steht also im Gegensatz zum Theis-mus, der Gott der Welt gegenüberstellt und damit loslöst. Der Philosoph übt in seiner Schrift Kritik an den rationalistischen und pietistischen Schulen moderner Theologie seiner Zeit, damit versucht er die hinter den Weltanschauungen versteckten Lebensauffassungen zu entlarven. Er sieht die Gefahr vor allem in der Behinderung des menschlichen Lebens, das heißt bei ihm konkret, daß das Glück , die Menschlichkeit und die Liebe als Werte dem Menschen verloren gehen. Der Tod bringt, genauer die Anerkennung des Todes durch den Menschen, eine Rück-besinnung auf diese Welt. Erst in dem Augenblick, indem die Unausweichlichkeit des Todes angenommen wird, eröffnet sich die Einzigartigkeit und Bedeutung unserer Welt.

Die „ Gedankenüber Tod und Unsterblichkeit “ hatte Feuerbach nicht allein für die Gelehrten-welt geschrieben, vielmehr für alle Menschen, die er vor den Verführungen einer jenseitigen welt warnen will. Die Schrift wird eingeordnet als eine konsequente antitheistische Schrift. Hans Martin Sass schreibt hierzu: „.. , insofern dem christlichen Theismus der Vorwurf gemacht wird, die Natur dieser Welt, insbesondere die menschliche Natur zu knechten zugunsten eines fiktiven Jenseits.“2 Feuerbach bejaht in seinem Werk die Göttlichkeit und Un-endlichkeit von Natur wie Sinnlichkeit.

3.3„Das Wesen des Christentums“, 1841 und„Das Wesen der Religion“, 1848

Feuerbach wollte dieses Werk eigentlich „ Kritik der reinen Unvernunft “ nennen, aber sein Lektor bestand auf dem reißerischen Namen „ Das Wesen des Christentums “ und er sollte damit recht behalten. Als Lohn für die erste Auflage erhielt der Autor 400 Gulden.

In der Endphase der Entstehungsgeschichte schrieb Feuerbach einen Großteil des Werkes um, es zeichnet sich nun vor allem durch die Knappheit und Genauigkeit der These aus. Außerdem werden nicht mehr so viele Aspekte von Einzelnem und Allgemeinen angesprochen. Die „ Kritik der reinen Vernunft “ wurde konzipiert als eine Art Gegenstück zu Kants „ Kritik der reinen Vernunft “. In der Einleitung legt er seine These, von einer kopernikanischen Wende in der Denkungsart, dar, im zweiten Teil wird eine transzendentale Ästhetik und Analytik dargestellt, worin die Leistungsfähigkeit des Menschen positiv beurteilt wird, gleichzeitig aber die Beschränktheit des menschlichen Intellekts aufgezeigt wird. Im zweiten Teil werden die transzendentale Dialektik und Methodenlehre behandelt, hier bringt Feuerbach die alten Gebäude der Dogmatik zum Einsturz und entlarvt die Intellektualität der religiösen Projektion, der zweite Teil wendet konkrete Ergebnisse aus den ersten Teil an. Trotz großer Kritik durch zeitgenössische Theologen als auch Philosophen wird Feuerbach sehr große ideengeschichtliche und kulturelle Bedeutung beigemessen. In der damaligen Zeit hatte er eine befreiende Wirkung auf die akademische und intellektuelle Welt, unter anderen da er den Bruch mit Hegel vollzog.

Ein weiteres religionskritisches Werk sind seine „ Vorlesungenüber das Wesen der Religion “, basierend auf der Broschur „ Das Wesen der Religion “, die er im Revolutionsjahr 1848 in Heidelberg auf Wunsch vieler Studenten hält. Dort sind seine Zuhörer nicht nur Studenten, selbst Handwerker und Arbeiter wollen seine Worte hören. In seinen Vorlesungen stellt er anfangs den engen Zusammenhang der Religion mit der Politik dar, und er vertritt das Prinzip der Individualität. In beiden Werken trifft Feuerbach zunächst Aussagen zum Begriff oder der Definition von Religion, er fragt konkret wie und woraus ist Religion überhaupt entstanden. Seine Vorgehens-weise ist eine genetisch-kritische. Feuerbach sagt, daß Religion auf dem Unterschied zwischen Tier und Mensch beruht. Laut seinen Aussagen ist der Mensch in der Lage, sich zum Gegenstand des Denkens und Handelns zu machen. Besonders verweist er dabei auf die Fähigkeit des Menschen zu denken, lieben oder sprechen. Im Wesen des Menschen entdeckt er den Grund und Gegenstand der Religion, sie ist das Bewußtsein des Unendlichen, und stellt damit das Verhalten des Menschen zum eigenen unendlichen Wesen dar. Hierin bejaht er die Religion, sieht aber die Falschheit darin, daß Gott als entgegengesetztes Wesen zum Menschen aufgefasst wird, damit Mensch und Gott entzweit sind. Eine weitere Kernaussage seiner Werke besteht darin, daß er Gott als eine Projektion der Menschen ansieht. Aus diesen Thesen heraus zieht er die folgenden Schlüsse. Die unterschiedlichen Auffassungen von Gott sieht er anthropologisch begründet, desweiteren bedeutet der Glaube an Gott, die Menschheit gehört noch ihrem kindliche Stadium an. Mit wachsender Selbsterkenntnis schreitet die Religion fort, er meint ein Subjekt wird durch die Prädikate bestimmt, nie umgekehrt, und überträgt diese Er-kenntnis auf den Gottesglauben. So kann er auch einen wahren Atheisten bestimmen, den dem bedeuten Prädikate, wie Liebe und Gerechtigkeit rein gar nichts.

Wie sehen nun die Inhalte der Religion als Projektion der Menschen aus? Die Ansicht Gottes als absoluter Geist stellt in Feuerbachs Augen die Bejahung des Verstandes des Menschen dar. In der Inkarnation wird die Erscheinung des menschlich fühlenden Wesens vermutet. In der Trinität kommt das Bewußtsein des Menschen in der Form Ich, Du und Wir zum Ausdruck. Das Geheimnis vom leidenden Gott bringt nahe wie göttlich Leiden für andre ist. Die Anrede Gottes im Gebet mit Du, zeigt auf die Identifizierung Gottes als eigenes Ich. Alles läßt demzu-folge nur den Schluß zu, daß der Mensch an Gott glaubt, weil er an seine eigenen Fähigkeiten glaubt und nicht in Frage stellt.

3. 4 Grundsätze der Philosophie der Zukunft, 1843

Bereits 1842 liegt ein Entwurf zu seinen „ Vorläufigen Thesen zur Reformation der Philosophie “ vor. 1843 erscheint die Broschur „ Grundsätze der Philosophie der Zukunft “ in der Schweiz, da sie in Deutschland zensiert wurde. Zunächst gibt Feuerbach einen Rückblick auf die Ideengeschichte, um eine Bestandsaufnahme des europäischen Denkens durchzuführen. Dabei geht er davon aus, daß das europäische Denken erkrankt ist, und zwar am Hinaussetzen der krankhaften Projektion. Feuerbach versucht eine Diagnose zu stellen, nicht aber einzelne Krankheitsbilder genauer zu beschreiben. Seine Feststellung lautet, die Entfremdung basiert auf dem Abstrahieren. Feuerbach interpretiert den Begriff der Entfremdung damit verschieden von Hegel, hier ist Entfremdung eine Phänomenologie des Bewußtseins, sowie von dem politöko-nomischen Schema von Marx. Der Autor übt mit seinem Werk Kritik an der traditionellen Phil-osophie, in der das Unendliche außerhalb des Endlichen und ihm gegenüber steht, und Sittlich-keit und Rationalität getrennt sind. Denken muß sich verändern, so daß der Mensch denkt. Die Philosophie soll sich auf keinen Gott oder abstrakte Begrifflichkeiten mehr stützen. Der Begriff des Raumes wird bei Feuerbach aus sinnlichen Erfahrungen herbeigeleitet, er setzt direkt beim Menschen an, und formuliert den kategorischen Imperativ für die Praxis. Eine zukünftige Philosophie muß den Idealismus3 und den Empirismus4 überwinden, ist kritische und humanistische Philosophie, vertritt dabei die Grundprinzipien Sensualität5 und Individualität6. Feuerbach stellt eine Konsenstheorie7 auf, nach der die natürliche Gleichheit rationalen Vermögens natürlicher Ungleichheit, bedingt durch Alter, Geschlecht oder andere Merkmale, gegenüber steht. Nach Feuerbach hat der Mensch ein Recht auf Individualität von Ich und Du. Der Mensch soll mit sich eins sein.

3. 5 Theogonie, 1857

Die Theogonie ist Feuerbachs letzter großer Beitrag zur Religionskritik. Sie entstand in einem Zeitraum von etwa sechs Jahren, der Philosoph steckte gerade in dieses Werk sehr viel Arbeit und Kraft, trotzdem erlangte dieses Werk nie die Bedeutung und Reichweite seiner vorherigen religionskritischen Werke. Das lag wohl auch daran, daß er keine neuartigen Aussagen zum Thema traf, sondern nur eine sehr sorgfältige Quellenaufbereitung zur Untermauerung seiner Thesen betrieb. Der vollständige Titel lautet „ Theogonie nach den Quellen des klassischen, hebräischen und christlichen Altertums “ . In seiner Schrift vertieft er seine These aus dem „ Wesen des Christentums “, daß das Geheimnis der Theologie die Anthropologie ist, er leitet den Monotheismus aus dem Polytheismus her. Weiterhin betont er die Funktion der Götter als eine Art von Sammelbecken für menschliche Wünsche. Die Theogonie konnte nur in geringen Umfange abgesetzt werden.

3. 6 Geschichte der neueren Philosophie von Bacon bis Spinoza, 1833 und die Darstellung, Entwicklung und Kritik der Leibnitz`schen Philosophie, 1837

Aus den philosophiehistorischen Vorlesungen in Erlangen entstand 1833 die „ Geschichte der neueren Philosophie von Bacon bis Spinoza “. Dieses und andere Werke geschichtsträchtiger Art bescherten ihm einen Ruf als Philosophiehistoriker von hohen Rang, und ermöglichten die Mitarbeit als Rezensent philosophiegeschichtlicher Literatur. Ein Motor für seine Bemühung, Philosophiegeschichte darzustellen, war sicherlich die Überzeugung, daß Philosophie sich gerade über ihre eigene Geschichte definiert, wobei Feuerbach allerdings nur eine kleinere Zeitspanne betrachtet. Für ihn beginnt die bedeutsame Philosophie, mit gegenwärtigen Interesse, erst mit der Naturphilosophie. Feuerbach stellt Bacon8 hier als einen Vorreiter der neuzeitlichen Philosophie dar. Der Pantheismus als Prinzip einer neueren, besseren Welt wird hier hervorgehoben. Dabei beläßt es Feuerbach nicht, er stellt weiter Untersuchungen zum Zeitgeist an, findet dabei die treibende Kraft und den Antrieb für Erfindungen und Entwicklungen gerade im neuen Zeitgeist. Der Begriff der Materie erhielt durch den Autor neue Bedeutung, nämlich als eine sinnliche Grundlage der Welt.

In dieser Darstellung der Geschichte herrscht die Betrachtung der materialistischen bzw. pantheistischen Positionen von Wissenschaftlern wie Bacon, Hobbes oder auch Descartes vor. Bereits dieses Werk brachte Feuerbach den Ruf ein, Hegel sehr gut zu kennen.

Auch die Schrift „ Darstellung, Entwicklung und Kritik der Leibnitz`schen Philosophie “ läßt sich zurückführen auf seine Erlanger Zeit als Privatdozent. Sie ist ebenfalls einzuordnen als eine Analyse der Philosophie.

3. 7 Pierre Bayle, 1838

„ Pierre Bayle “ stellt einen Beitrag zur Geschichte der Philosophie sowie der Menschheit dar. Er ist die letzte philosophiehistorische Arbeit von Ludwig Feuerbach. Hierin untersucht er die Anschauungen des humanistischen Gelehrten Bayle9. Dessen Ergebnisse, daß Denker ein negatives Verhältnis zur Theologie haben, die Skepsis an der Theologie sowie die Annahme Atheisten müßten nicht notwendigerweise unmoralisch sein, wirkten stark auf Feuerbach ein und inspirierten ihn zur Kritik an der Theologie und der spekulativen Philosophie. Die Unter-suchungen führten ihn wiederum zu dem Ergebnis, daß der Atheismus eine Übergangsstufe von einem empirischen Gott zum Begriff eines göttlichen Wesens an sich war, um selbständig das Wesen der Natur erfassen zu können als auch die Merkmale der sittlichen Idee. Feuerbach macht in „ Pierre Bayle “ innere Zusammenhänge von Atheismus und sittlicher Idee deutlich. Er stellt fest, daß trotz religiöser Prägung, der Theorie der Moral, bereits atheistische Strö-mungen in den Werken von Kant und Fichte auftreten.

4 Zusammenfassung

5 Lebensdaten

1804 Ludwig Andreas Feuerbach am 28. Juli in Landshut geboren als vierter Sohn des Professors Paul Johann Anselm Feuerbach

1817-1823 Besuch des Ansbacher Gymnasiums

1823 Beginn des Studiums der Theologie in Heidelberg, bei Karl Daub (Hegelianer)

1824-1826 Studium in Berlin bei Hegel è Wechsel zum Philosophiestudium

1828 Promotion in Erlangen mit der Arbeit: „Ü ber eine allgemeine, unendliche Ver- nunft “ (De infinitate, unitate, atque communitate rationis)

1829-1832 Privatdozent in Erlangen

1830 erscheint anonym die Veröffentlichung der „ Gedankenüber Tod und Unsterb- lichkeit “

1833 „ Geschichte der neueren Philosophie von Bacon bis Spinoza “

1837 Heirat mit Bertha Löw; Übersiedlung nach Schloß Bruckberg bei Ansbach „ Darstellung , Entwicklung und Kritik der Leibnizschen Philosophie “

1838 „ Pierre Bayle “

1839 Geburt der Tochter Eleonore am 6. September; „ Zur Kritik der Hegelschen Philosophie “

1841 „ Das Wesen des Christentums “

1842 intensives Studium der Werke Luthers; „ Vorläufige Thesen zur Reformation der Philosophie “ ; unglückliche Liebe zwischen Johanna Knapp und L. Feuerbach

1843 „ Grundsätze der Philosophie der Zukunft “

1844 „ Das Wesen des Glaubens im Sinne Luthers “

1848 Öffentliche Vorlesungen über „ Das Wesen der Religion “ im Rathaussaal zu Heidelberg; Pläne zur Übersiedlung in die USA

1850 Feuerbachs Kräfte beginnen nachzulassen

1852-1857 Arbeit an der „ Theogonie aus den Quellen des klassischen, hebräischen und christlichen Altertums “

1860 Übersiedlung auf den Rechenberg bei Nürnberg, wegen wirtschaftlichen Ruin der Porzellanfabrik in Bruckberg; finanzielle Unterstützung durch Freunde und Stiftungen, wie Friedrich Kapp und die Schillerstiftung

1862 Freundschaft mit Konrad Deuber aus Goisern

1863 Studien zur „ Willensfreiheit “ und „ Ethik “; teilweise veröffentlicht

1873 Feuerbach am 13. September gestorben nach langer Krankheit und geistiger Müdigkeit 6 Verzeichnis der Werke und Abhandlungen

1828 Über die Unendlichkeit, Einheit und Allgemeinheit der Vernunft

1830 Gedanken über Tod und Unsterblichkeit

1833 Geschichte der neuern Philosophie von Bacon von Verulam bis Benedikt Spinoza

1834 Abälard und Héloise oder der Schriftsteller und der Mensch

1837 Darstellung, Entwicklung und Kritik der Leibnizschen Philosophie

1838 Pierre Bayle10

1839 Zur Kritik der Hegelschen Philosophie Über Philosophie und Christentum..11

1841 Das Wesen des Christentums

1843 Vorläufige Thesen zur Reformation der Philosophie Grundsätze der Philosophie der Zukunft

1844 Das Wesen des Glauben im Sinne Luthers

1850 Die Naturwissenschaft und die Revolution

1851 Vorlesungen über das Wesen der Religion

1852 Paul Johann Anselm Ritter von Feuerbachs Leben und Wirken

1857 Theogonie

1866 Über Spiritualismus und Materialismus

7 Literaturverzeichnis

Biedermann, Georg, 1986: Ludwig Andreas Feuerbach. Urania-Verlag Leipzig, Jena, Berlin Dölle-Ölmüller, Ruth; Ölmüller, Willi, 1997: Grundkurs Religionsphilosophie. UTB für Wiss- enschaft, München

Günther, Karl-Heinz, 1988: Geschichte der Erziehung. Volk und Wissen, Berlin

Helferich, Christoph, 1992: Geschichte der Philosophie. Metzler, Stuttgart

Ölmüller ( Hg.), 1982: Philosophische Arbeitsbücher 3: Diskurs: Religion. S. 190-199

Weinreich, Michael (Hg.), 1985: Reader Theologie. Basiswissen-Querschnitte-Perspektiven. Religionskritik in der Neuzeit. Gütersloh

Weischedel, Wilhelm, 1974: Auch eine Philosophiegeschichte. Wissenschaftliche Buchgesell- schaft, Darmstadt

8 Anmerkungen

eine Quelle für Feuerbachs Religionskritik

[...]


1 Wilhelm Weischedel in : Auch eine Philosophiegeschichte; Philosophie in Reime gebracht von W.

2 zitiert aus Sass, H. M. : Ludwig Feuerbach. S. 44

3 Idee wird ursprünglich im Menschen vermutet, ist aber abgeleitet aus dem Ich, ohne ein sinnliches Gegenüber zu besitzen.

4 Hier kommt die Idee ursprünglich aus den Sinnen, aber der Mensch findet keine Beachtung.

5 Erkenntnis ist auf Sinneswahrnehmungen zurückzuführen

6 Einzigartigkeit der Persönlichkeit

7 Übereinstimmungstheorie

8 Francis Bacon, Baron von Verulam, lebte von 1561-1626 und trat als Philosoph, Staatsmann und Jurist in Erscheinung. Nach Marx ist er ein Stammvater des englischen Materialismus.

9 Pierre Bayle lebte von 1647 bis 1706, setzte sich für humanistische Bildung und Toleranz ein und bildete

10 Beitrag Feuerbachs zur Geschichte der Philosophie sowie der Menschheit

11 eine Streitschrift Feuerbachs

16 von 16 Seiten

Details

Titel
Leben und Werk des deutschen Philosophen Ludwig Andreas Feuerbach
Hochschule
Technische Universität Chemnitz
Note
2
Autor
Jahr
1999
Seiten
16
Katalognummer
V100069
Dateigröße
377 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Leben, Werk, Philosophen, Ludwig, Andreas, Feuerbach
Arbeit zitieren
Annett Schiele (Autor), 1999, Leben und Werk des deutschen Philosophen Ludwig Andreas Feuerbach, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100069

Kommentare

  • Gast am 1.5.2002

    kaum erklärt und einfach nur blödsinn.

    Also, anfangs habe ih ja sehr viel Hoffnung in diesen Beitrag gelegt. Aber mein Fazit ist einfach nur grausam.
    Das Leben ist ja gut beschrieben, aber in dieser Ausführlichkeit sinnlos. Die Werke sind katastrophal beschireben. Lauter wissenschaftliche Begriffe und der reinste Müll für die, die nicht Philosophie studiert haben. Durch den Ausdruck schlecht verständlich. Nach diesem Beitrag bin ich kein wenig schlauer über F.

  • Gast am 29.5.2002

    "Schön" verändert (Scheiß Text).

    Da hat sich wohl jm. große Mühe gegeben die ganze Hausarbeit umzuschreiben!!!
    Die Daten Stimmen nicht mehr über ein wie z.B. stirbt er um 1970 und net um 1870!!! Die Sätze ergeben keinen Sinn da sie völlig verändert wurden!!!!
    Man muß den ganzen Text durchlesen und jeden Satz verbessern da dort verschachtelte Fehler auftreten!!! Es gibt hier sehr viele Fremdwörter die ein normaler Mensch nicht verstehen würde!!!

    Fazit: Wurde der Text so abgegeben hätte sie bestimmt ne 6-- bekommen!!!!

    Wer den Text etwas verbessert haben möchte der kann sich bei mir meld, außer ich hab ihn bis dahin gelöscht!!!

  • Elisabeth Mayr am 17.5.2007

    Feuerbachs Ende.

    Besonders getroffen hat mich der Satz, dass Feuerbach unbeachtet gestorben ist. Das ist ja so was von falsch!!! Bei seinem Begräbnis waren zwischen zehn- und zwanzigtausend Menschen anwesend. Viele Vereine hatten zur Teilnahme an seinen Begräbnis aufgerufen, er war in mehreren von ihnen Mitglied! Die SDP hat ihm sogar ein riesen Plakat drucken lassen: " Der große Kämpfer für die Befreiung des Volkes [...] ist dem Tode verfallen."
    Also bitte, Gegenrecherche zu machen ist wohl das Mindeste, dass man bei einer Arbeit verlangen kann!

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