Hegels Philosophie - die Dialektik


Referat / Aufsatz (Schule), 2000
4 Seiten

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtliche Einordnung

3. Kurzbiographie

4. Dialektik

5. Quellen

1. EINLEITUNG

- unter den großen Wegbereitern der Philosophie des Marxismus - also des dialektischen und histori- schen Materialismus Georg Wilhelm Friedrich Hegel einer der bedeutendsten
- gr öß ter Vertreter der deutschen klassischen Philosophie, die dem Marxismus vorausging
- wichtigste Errungenschaft Hegels: Dialektik - Lehre von der Entwicklung in ihrer vollständigsten, tiefs- ten und von Einseitigkeit freiesten Gestalt, Lehre von der Relativität des menschlichen Wissens
- Hegel: systematische Ausarbeitung der dialektischen Betrachtung der Welt und entsprechende dialekti- sche Methode ihrer Erforschung
- zu bemerken jedoch: Hegel hat es nicht geschafft, die Dialektik zu einer Wissenschaft und wissenschaft- lichen Methode zu machen à konnte es auch nicht schaffen, da er Idealist war
- Problem: Wissenschaft beruht auf materialistischen Weltanschauung; Idealismus und Materialismus im Gegensatz zueinander
- Verdienst Hegels: Stellung der Grundfragen der Dialektik als Wissenschaft à bedeutender Beitrag zur Entwicklung der Erkenntnis
- Somit Hegel eine Art Wegbereiter für nachkommende Philosophen wie Feuerbach und Marx, deshalb Wichtigkeit seiner Person und Notwendigkeit, sich mit ihm zu beschäftigen

2. GESCHICHTLICHE EINORDNUNG

- Hegel ist einzuordnen in die Zeit des deutschen Idealismus
- Idealismus, Definition: „ Als Idealismus bezeichnet man alle philosophischen Systeme, die das Bewusst- sein gegenüber der materialen Wirklichkeit betonen, indem davon ausgegangen wird, dass das Denken (Fühlen, Wahrnehmen) oder eben das Bewusstsein die Wirklichkeit bestimmt. “ à dem Materialismus entgegengesetzte Position (hier: Materie primär, Bewusstsein sekundär)
- Voraussetzungen dafür durch Immanuel Kant
- Zeitepoche: Ende 18. bis Mitte 19. Jahrhundert
- Geschichtlicher Hintergrund: Vorbereitung, Verlauf und Folgen der Französischen Revolution; Napo- leons Herrschaft mit Koalitionskriegen, der französischen Besetzung und den Befreiungskriegen; der Wiener Kongress und seine Folgen
- Weiterhin: Zeit der Aufklärung à Gedanken von Vernunft und Freiheit
- Dialektik im 19. Jahrhundert: löste metaphysische Weltauffassung ab (lässt die Wirklichkeit simpel er- scheinen und leugnet den Charakter des wechselseitigen Zusammenhangs und der Entwicklung der Er scheinungen; im 17./18. Jahrhundert historisch gerechtfertigt, aber im 19. Jahrhundert musste ange sammeltes Faktenmaterial systematisiert und verallgemeinert werden à Metaphysische Betrachtungsweise erwies sich als unzureichend à Dialektische Verallgemeinerung wurde gefordert)

3. KURZBIOGRAPHIE

- geboren am 27.8.1770 in Stuttgart
- stammte aus alten Theologen- und Beamtenfamilie
- wechselte nach Besuch der Deutschen und Lateinischen Schule in Stuttgart an das Gymnasium illustre
- verließdieses 1788 nach der Matura
- aufgrund hervorragender Leistungen lebte er anschließend als herzoglicher Stipendiat im Tübinger Stift und studierte dort Theologie und Philosophie
- schloss Freundschaft mit Hölderlin (bedeutender Dichter) und Schelling (Philosoph) à alle drei Be- geisterung für Ideen der Französischen Revolution
- arbeitete ab 1793 in Bern und ab 1797 in Frankfurt am Main als Hauslehrer
- durch Vermittlung Schellings: Dozententätigkeit in Jena ab 1801, anschließend (1805) zum Professor für Philosophie ernannt
- aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten: 1807 Beendigung der Lehrtätigkeit; vorübergehend Redak- teur der „ Bamberger Zeitung “
- 1808: Rektor des Nürnberger Aegydiengymnasiums; 1816 Berufung als Professor nach Heidelberg, ab 1818 nach Berlin (Professor für Philosophie an Berliner Universität)
- in Berlin: Hegel wurde zum einflussreichsten Philosophen seiner Zeit
- Werke wurden zum maßgeblichen Ausgangspunkt der nachfolgenden Philosophen von Marx bis Nietz- sche
- starb am 14.11.1831 in Berlin an den Folgen einer Choleraepidemie
- bedeutende Werke: - „ Phänomenologie des Geistes “ (1807); „ Wissenschaft der Logik “ (1812-16); „ Enzyklopädie der Wissenschaften “ (1817, 1827, 1830); „ Grundlinien der Philosophie des Rechts “ (1821)

4. DIALEKTIK

- Begriff trotz häufiger Verwendung insofern schwierig, als dass er auf Traditionen zurückgeht, die bis in die Moderne verschiedene Abänderungen erfuhren
- kurze Definition zum Verständnis: „ Dialektik - ursprünglich die Kunst der Gesprächsführung; dann ei- ne philosophische Methode; in ihrer heutigen Form von Hegel geprägt: Ein Begriff (These) erzeugt sei- nen eigenen Gegenbegriff (Antithese); in der Synthese ist der Widerspruch >>aufgehoben<< (d.h.ü- berwunden und zugleich aufbewahrt) à Doppelsinn: Ein so Aufgehobenes ist ein Vermitteltes, das die Bestimmtheit seiner Herkunft noch in sich hat
- Dialektik zeigt die Widersprüche (z.B. Endliches - Unendliches) als Momente des Ü bergangs oder des Werdens in einem Ganzen, dessen jeweils letzte Stufe die beiden vorherigen hinter sich gelassen hat, ohne deren eigene Bedeutung preiszugeben
- auch Positionen und Phänomene in der Geschichte sind für Hegel nicht zufällige Erscheinungen, son- dern notwendige Phasen der Entfaltung eines reicheren Organischen (einer höheren Ebene)
- Hegel wandte Dialektik hauptsächlich an, um die Gegenwart aus der Vergangenheit abzuleiten, um den Ursprung des zur gegeben Zeit Existierenden zu erforschen
- er stellte durch seine Auffassung der Dialektik „ zum ersten Mal die ganze natürliche, geschichtliche und geistige Welt als einen Prozess, d.h. als in steter Bewegung, Veränderung, Umbildung und Entwicklung dar. “ (Engels) (siehe Metaphysik) à somit machte Hegel als erster den Versuch, ein System der dialektischen Weltbetrachtung (der dialektischen Methode, Logik) zu schaffen, auch wenn es auf falscher, idealistischer Grundlage stattfand (siehe oben - Einleitung)
- Annahme Hegels: Grundlagen der menschlichen Erkenntnisändern sich von Generation zu Generation
- à daher keine ewigen Wahrheiten, einzig fester Punkt: die Geschichte selber
- keine Kriterien außerhalb des historischen Prozesses, die entscheiden können, was am wahrsten oder vernünftigsten ist à von geschichtlicher Position abhängig; durch Wachsen der menschlichen Erkenntnis wächst auch die menschliche Vernunft
- Bsp: Sklavenarbeit - Argumentation 1990 und vor 2500 Jahren
- daher: Geschichte zeigt uns, was vernünftig ist, denn nur das ist laut Hegel lebensfähig
- Objektiver Idealismus Hegels: Behauptung à Bestehen einesübermenschlichen,übernatürlichen Be- wusstseins, das der Ursprung, die letzte Ursache und das innere Wesen aller Dinge sei
- folglich: Natur etwas Niederes, eine Folge, ein Produkt von etwas Höherem, Geistigen à „ Weltgeist “ , „ Weltwillen “ oder „ absolute Idee “ (Hegel)
- „ absolute Idee “ : nach der Meinung des Philosophen reines Denken à nach Hegels Lehre: aktive, schöpferische Tätigkeit, Schaffen und Zerstören, Veränderung, Umgestaltung, Entwicklung
- Ausgangspunkt des Hegelschen Systems: idealistische Identifizierung des Seins mit dem Denken, die Reduktion aller Prozesse auf den Denkprozess, durch den sie nicht bloßerkannt werden, sondern auch existieren, entstehen, verschwinden, sich verändern usw.
- Hauptbestandteile des Hegelschen Systems: Logik, Naturphilosophie und die Philosophie des Geistes
- Logik : Hegel dehnte Gesetze des Denkens auf die ganze Wirklichkeit aus und suchte weiterhin die all- gemeinsten Gesetzm äß igkeiten der objektiven Welt logisch zu interpretieren à alles ist nach Hegel letzten Endes vernünftig, logisch
- LOGIK = WISSENSCHAFT DER REINEN IDEE AN UND F Ü R SICH
- Naturphilosophie: Abstreitung der Entwicklung: Mensch hat sich nicht aus dem Tier entwickelt, dieses sich nicht aus der Pflanze à jedes Wesen sogleich und ganz und gar das, was es ist
- steht der Dialektik sehr fern - widersprüchlich
- NATURPHILOSOPHIE = WISSENSCHAFT VON DER IDEE IN IHREM ANDERSSEIN
- Philosophie des Geistes: = IDEE, DIE AUS IHREM ANDERSSEIN AUS SICH ZUR Ü CKKEHRT
- Idealistische Interpretation der Entwicklung des individuellen und gesellschaftlichen Bewusstseins, der geistigen Entwicklung der Menschheitüberhaupt
- rationaler Kern der Hegelschen Dialektik: geniale Ahnungen Hegels vom wechselseitigen Zusammen- hang, von der Bewegung und Entwicklung der Erscheinungen, vom Widerspruch als Quelle der Bewe- gung und Entwicklung, vom Umschlagen quantitativer in qualitative Veränderungen, vom Charakter des theoretischen Denkens, der logischen Formen und Kategorien, durch die es realisiert wird

§QUELLEN

§ GESCHICHTE DER PHILOSOPHIE VON DER ANTIKE BIS HEUTE

- Könemann Verlag; Herausgeber: Peter Delius; 2000

§ DTV-ATLAS ZUR PHILOSOPHIE

- dtv Verlag; 1991

§ DIE PHILOSOPHIE HEGELS

- Dietz Verlag Berlin; Herausgeber: T. I. Oiserman; 1959

§ MITREDEN BEIM THEMA PHILOSOPHIE

- Humboldt Taschenbuch Verlag; Jim Hankinson; 1994

§ SCH Ü LERDUDEN - DIE PHILOSOPHIE

- Meyers Lexikon Verlag; 1985

§ DER IDEALISMUS VON KANT BIS HEGEL

- Akademie-Verlag Berlin; Gottfried Stiehler; 1970

§ SOFIES WELT - ROMAN Ü BER DIE GESCHICHTE DER PHILOSOPHIE - Carl Hanser Verlag; Jostein Gaarder; 1996

§ INTERNET

- www.hausarbeiten.de

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Details

Titel
Hegels Philosophie - die Dialektik
Autor
Jahr
2000
Seiten
4
Katalognummer
V100070
Dateigröße
482 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hegels, Philosophie, Dialektik
Arbeit zitieren
Katharina Pankoke (Autor), 2000, Hegels Philosophie - die Dialektik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100070

Kommentare

  • Gast am 10.1.2003

    marxistischer quatsch.

    Selten soviel Unsinn auf einmal ueber Hegels Philosophie gelesen. Der Inhalt scheint darueberhinaus mehr oder weniger aus alten DDR-Schinken entnommen zu sein. Es findet sich kein einziges bekannteres Werk der Sekundaerliteratur zu Hegel in der Literaturliste, von Hegel auch nichts (das die Autorin Hegel nicht gelesne hat ist klar).

    Die Darstellung entbehrt jeder philosophischen Argumentation, es wird einfach das (SED) parteiuebliche Zerrbild von Hegel mit der "materuialistischen" "Wahrheit" der SED verglichen und daran Hegel fuer zu leicht befunden.

    Mit dem Quatsch kommt man hoffentlich heutzutage wohl auch nicht mehr in der ehemaligen DDR an einer Note Ungenuegend vorbei.

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