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Zivilgesellschaft als Rahmenbedingung für Demokratie in Polen. Wechselseitige Beziehung zwischen Transformation und Zivilgesellschaft

Title: Zivilgesellschaft als Rahmenbedingung für Demokratie in Polen. Wechselseitige Beziehung zwischen Transformation und Zivilgesellschaft

Essay , 2020 , 7 Pages , Grade: 1.25

Autor:in: Luana Luisa Heuberger (Author)

Politics - Region: Eastern Europe
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Zivilgesellschaft als Rahmenbedingung für die Demokratie. Der inhaltliche Fokus liegt auf Zentral- und Osteuropa, insbesondere auf Polen. Die ökonomischen und politischen Veränderungen nach 1989 bedeuteten auch Veränderungen für die Zivilgesellschaft in post-sozialistischen Staaten. In dieser Arbeit wird am Beispiel Polens erklärt, in welcher Art die Zivilgesellschaft auf die Transformation zur Demokratie seit 1989 gewirkt hat. Insbesondere wird analysiert, wodurch sich die wechselseitige Beziehung zwischen Transformation und Zivilgesellschaft in Polen auszeichnet.

Die Ergebnisse zeigen, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen und der politische Umgang mit zivilgesellschaftlichen Organisationen in Polen ein Hemmnis für die Ausbildung einer aktiven und großflächigen Zivilgesellschaft waren. Weiter erschwerend haben die ökonomischen Folgen für die Bevölkerung und die nicht ausreichend aufgearbeitete post-sozialistische Vergangenheit gewirkt sowie die fehlenden 'Civic Skills' in der polnischen Bevölkerung. Die dadurch niedrige Organisationsbereitschaft erschwerte die Arbeit der NGOs deutlich.

Die Transformation machte harte ökonomische und politische Reformen notwendig. Der politische Umbruch ermöglichte damit erst eine ungehinderte Ausbildung einer Zivilgesellschaft in Polen. Die Voraussetzungen dafür wurden am Runden Tisch geschaffen, wo die Vereinigungsfreiheit einer der Hauptforderungen der Solidarność war und beschlossen wurde. Erst 1997 tritt das Grundgesetz der Republik Polen in Kraft, wodurch auch in Artikel 12 die Vereinigungsfreiheit garantiert wird. Durch die Verfassung und andere Gesetze wird der gesetzliche Rahmen für die Ausübung zivilgesellschaftlichen Engagements gegeben, trotzdem ist die rechtliche Situation oft unklar und uneinheitlich. Die Rechtslage ist weder NGO-freundlich noch an die gesellschaftlichen Gegebenheiten und an jene der Zivilgesellschaft angepasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zivilgesellschaft als Rahmenbedingung für Demokratie in Polen zur Zeit des Umbruchs

Zielsetzung & Themen

Dieses Essay untersucht die wechselseitige Beziehung zwischen der Transformation zur Demokratie und der Entwicklung der Zivilgesellschaft in Polen nach 1989. Dabei wird analysiert, inwieweit politischer Druck, ökonomische Umbrüche und die institutionellen Rahmenbedingungen das zivilgesellschaftliche Engagement beeinflusst haben.

  • Die Definition und Funktion von Zivilgesellschaft in Transformationsstaaten.
  • Der Einfluss ökonomischer Veränderungen auf das gesellschaftliche Vertrauen.
  • Die Auswirkungen politischer Exklusionsstrategien auf zivilgesellschaftliche Akteure.
  • Die Rolle der EU-Integration und externer Demokratieförderung.
  • Herausforderungen bei der Professionalisierung von NGOs.

Auszug aus dem Buch

Zivilgesellschaft als Rahmenbedingung für Demokratie in Polen zur Zeit des Umbruchs

Zivilgesellschaftliches Engagement fördert Demokratie insbesondere in Transformationszeiten. Die Zivilgesellschaft erfüllt wichtige Funktionen für eine stabile, gesunde Demokratie in einem Staat und kann auch zu mehr politischer Partizipation beitragen (Alber 2016, 151; Petrova/Tarrow 2007, 78;). Darüber hinaus kann zivilgesellschaftliche Beteiligung den Austausch mit anderen Partizipierenden ermöglichen sowie die nötigen Kompetenzen vermitteln, um auch als einzelne BürgerIn mit politischen Akteuren oder Institutionen agieren zu können oder selbst Aktivitäten zu organisieren. Es kann zudem beobachtet werden, dass zivilgesellschaftliches Engagement eine positive Einstellung auf Demokratie fördert sowie politisches und soziales Vertrauen stärkt (Morales/Geurts 2006, 135f.).

Der Term ‚Zivilgesellschaft‘ wird von TheoretikerInnen unterschiedlich definiert, wobei dieses Essay eine offene Definition von Zivilgesellschaft verwendet, jene von Michael Walzer (1998), auf die sich auch Edwards bezieht: „Civil society is the sphere of uncoerced human association between the individual and the state, in which people undertake collective action for normative and substantive purposes, relatively independent of government and market.“ (Edwards 2011, 4)

In der Definition von Edwards wird Zivilgesellschaft räumlich als Sphäre konzeptualisiert, in der Interaktionen zwischen Einzelpersonen und dem Staat erfolgen. In jener agieren die TeilnehmerInnen nach wesentlichen und normativen Zielen unabhängig von Regierung und Markt auf kollektiver Basis (Edwards 2011, 4).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zivilgesellschaft als Rahmenbedingung für Demokratie in Polen zur Zeit des Umbruchs: Das Kapitel beleuchtet die strukturellen Hindernisse und politischen Rahmenbedingungen, die die Entwicklung einer aktiven Zivilgesellschaft in Polen nach der Transformation erschwerten.

Schlüsselwörter

Polen, Zivilgesellschaft, Transformation, Demokratie, Transformation, Transformation, Partizipation, Solidarnosc, NGOs, Demokratieförderung, EU-Integration, Transformation, Transformation, Transformation, Transformation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die wechselseitige Beziehung zwischen dem Demokratisierungsprozess in Polen nach 1989 und der Entwicklung einer lebendigen Zivilgesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die rechtlichen Rahmenbedingungen, der Einfluss ökonomischer Reformen, die Rolle externer Akteure wie der EU und die Herausforderungen für Nichtregierungsorganisationen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu erklären, wie die Transformation in Polen die zivilgesellschaftliche Partizipation beeinflusst hat und warum das zivilgesellschaftliche Engagement teilweise schwach ausgeprägt blieb.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer diskursanalytischen und theoretischen Aufarbeitung des Transformationsprozesses, gestützt durch politikwissenschaftliche Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die rechtliche Ausgestaltung nach 1989, die sozio-ökonomischen Folgen der Marktwirtschaft sowie die Auswirkungen der EU-Integration auf die polnische Zivilgesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zivilgesellschaft, Polen, Transformation, Demokratie, Partizipation, NGOs und politische Transformation.

Welche Rolle spielte die Solidarnosc für die Zivilgesellschaft?

Die Solidarnosc war vor 1989 der entscheidende Akteur der Oppositionsbewegung und bildete den Kern der damaligen Zivilgesellschaft, die den Fall des Staatssozialismus einleitete.

Warum wird die PiS-Partei in diesem Essay thematisiert?

Sie dient als Beispiel für eine politische Führung, die eine "selective democracy" anwendet, welche durch Exklusionsstrategien und die Unterwanderung von Institutionen die zivilgesellschaftliche Freiheit einschränken kann.

Welche Rolle spielt die EU in der Analyse?

Die EU wird als externe Kraft gesehen, die durch Knowhow-Transfer und finanzielle Förderung den institutionellen Aufbau der Demokratie unterstützte, aber teilweise auch eine problematische Professionalisierung von NGOs forcierte.

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Details

Title
Zivilgesellschaft als Rahmenbedingung für Demokratie in Polen. Wechselseitige Beziehung zwischen Transformation und Zivilgesellschaft
College
University of Vienna  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Formen von politischer Beteiligung in Osteuropa
Grade
1.25
Author
Luana Luisa Heuberger (Author)
Publication Year
2020
Pages
7
Catalog Number
V1000824
ISBN (eBook)
9783346379764
Language
German
Tags
zivilgesellschaft rahmenbedingung demokratie polen wechselseitige beziehung transformation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Luana Luisa Heuberger (Author), 2020, Zivilgesellschaft als Rahmenbedingung für Demokratie in Polen. Wechselseitige Beziehung zwischen Transformation und Zivilgesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1000824
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