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Plattformökonomie. Befinden wir uns in einer wirtschaftlichen Neuordnung durch digitale Plattformunternehmen?

Wissenschaftstheoretische Grundlagen und Entwicklungen in der ökonomischen Realität

Titel: Plattformökonomie. Befinden wir uns in einer wirtschaftlichen Neuordnung durch digitale Plattformunternehmen?

Seminararbeit , 2020 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Louis Höfert (Autor:in)

Informatik - Wirtschaftsinformatik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Seminararbeit soll einen Beitrag zur weiteren wissenschaftlichen Systematisierung und Analyse leisten, um die Fragestellung zu beantworten, ob wir uns durch digitale Plattformunternehmen in einer wirtschaftlichen Neuordnung befinden bzw. wie Peter Sondergaard formuliert, ob die Plattform- bzw. Daten-Ökonomie das Öl-Geschäft des 21. Jahrhunderts ist.

In den vergangenen Dekaden waren in Deutschland die Automobilhersteller – und damit klassische Industrieunternehmen - wesentlicher Motor der Volkswirtschaft, doch auf globaler Ebene sind längst andere Unternehmen die Big Player, die das Marktgeschehen zunehmend bestimmen. Diese Verschiebung in der Marktbedeutung zeigt sich allein daran, dass alle Dax-Unternehmen, gemessen an Ihrer Marktkapitalisierung, zusammen weniger wert sind als Amazon. Dabei ist Amazon nur eines der vielen neuartigen Unternehmen, die über keinerlei Produktionshallen zur Herstellung von physischen Gütern verfügen, sondern deren Hauptgeschäft darin besteht, Markttransaktionen über eine eigene Plattform zu ermöglichen. Im privaten Bereich kann jeder einzelne Konsument die Kraft und Bedeutsamkeit dieser digitalen Transformation daran messen, wie sich das soziale Verhalten innerhalb von nur zwei Jahrzehnten grundlegend verändert hat: Kurz was googeln, die Chatnachricht an einen Freund, schnell mal das preiswerteste Angebot finden, eine App runterladen oder ein Taxi rufen, etc. Diese Veränderungen im privaten Lebens- und im Geschäftsalltag haben digitale Plattformen wie z.B. Facebook, Google, idealo, Uber und andere angestoßen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINFÜHRUNG

1.1 Befinden wir uns in einer wirtschaftlichen Neuordnung durch digitale Plattformunternehmen?

1.2 Aufbau

2 PLATTFORMEN

2.1 Definition und Abgrenzung einer digitalen Plattform

2.2 Klassifizierung von digitalen Plattformen

3 PLATTFORMÖKONOMIE – WISSENSCHAFTSTHEORETISCHE GRUNDLAGEN UND ENTWICKLUNGEN IN DER PRAXIS

3.1 Genese der Plattformökonomie

3.2 Systemimmanente Eigenschaften und Erfolgsfaktoren digitaler Plattformen

4 HERAUSFORDERUNGEN DER PLATTFORMÖKONOMIE

4.1 Digitale Plattformen als Auslöser von Disruptionen

4.2 Risiken und Herausforderungen der Plattformökonomie

5 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die These, ob sich das ökonomische System durch den Aufstieg digitaler Plattformunternehmen in einer grundlegenden wirtschaftlichen Neuordnung befindet. Dabei steht die Analyse wissenschaftstheoretischer Grundlagen sowie die Evaluierung der ökonomischen Realität im Vordergrund, um zu klären, ob Plattformen als das "Öl des 21. Jahrhunderts" zu betrachten sind.

  • Wissenschaftstheoretische Einordnung digitaler Plattformmodelle
  • Analyse der Genese und systemimmanenter Erfolgsfaktoren (Netzwerkeffekte, Skalierbarkeit)
  • Diskussion des disruptiven Potenzials für traditionelle Märkte
  • Untersuchung ökonomischer Risiken und politischer Regulierungsnotwendigkeiten

Auszug aus dem Buch

3.2 Systemimmanente Eigenschaften und Erfolgsfaktoren digitaler Plattformen

Nachdem die Plattformökonomie in theoretischen Rahmen erklärt, ihre historische Entwicklung bzw. Dynamik aufgezeigt und ihre Hauptaufgabe darin definiert wurde, mehrseitige Märkte effektiver als bisher miteinander zu verbinden, werden in diesem Kapitel die immanenten Eigenschaften und Wesensmerkmale untersucht, die eine digitale Plattformen aufweisen müssen, um sie erfolgreich zu machen. Engelhardt, Wangler und Wischmann führen sechs Schlüsselkategorien auf, die den Erfolg digitaler Plattformen definieren: Die Funktion der Plattform, das Finanzierungs- und Erlöskonzept, die Offenheit der Plattform, die Unabhängigkeit der Plattform, der Kontakt zu anderen Marktteilnehmern und dynamische Strategien (vgl. Engelhardt, 2017, S.12 ff.). Im Rahmen dieser Seminararbeit können nicht alle Einzelelemente dieser sechs Grundkategorien erschöpfend untersucht werden, deshalb werden im Folgenden die grundlegenden systemimmanenten Eigenschaften von digitalen Plattformen aufgeführt, die gleichzeitig den Charakter von Wesensmerkmalen und Erfolgsfaktoren in sich tragen:

Die Kritische Masse als grundlegende Starthürde

Das Wesensmerkmal, das hier an erster Stelle zu nennen ist, knüpft an die in Kapitel 3.1 beschriebene generelle Bedeutung von Dynamik für digitale Plattformen an und konkretisiert diese Dynamik bereits auf den Zeitpunkt des Neustarts dieser digitalen Plattform. Ziel jeder neuen Plattform ist es, möglichst schnell die kritische Masse zu erreichen. In der Ökonomie wird die kritische Masse dabei als jener Punkt definiert, an dem eine Institution oder ein Produkt eine ausreichende Eigendynamik oder einen genügend großen Marktanteil erreicht hat, um sich selbst im gewählten Markt zu halten oder dort weiter zu wachsen (vgl. Clement, 2018, S.145 ff.). Dieses kritische-Masse-Phänomen lässt sich bei digitalen Plattformen bildhaft mit der Henne-Ei-Problematik vergleichen. Es konstituiert zu Beginn die Herausforderung, Akteure, also Nutzer und Anbieter, auf die Plattform zu bringen und beide dauerhaft aktiv daran zu binden. Die Problematik der kritischen Masse liegt nun darin, dass die Akteure der Plattform zum Startzeitpunkt keinen direkten eigenen Vorteil durch ihre Teilnahme haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINFÜHRUNG: Die Einleitung beleuchtet die Verschiebung der Marktbedeutung hin zu digitalen Plattformunternehmen und führt in die zentrale Forschungsfrage der wirtschaftlichen Neuordnung ein.

2 PLATTFORMEN: In diesem Kapitel werden digitale Plattformen definiert, von klassischen Unternehmensformen abgegrenzt und anhand ihrer funktionalen Merkmale klassifiziert.

3 PLATTFORMÖKONOMIE – WISSENSCHAFTSTHEORETISCHE GRUNDLAGEN UND ENTWICKLUNGEN IN DER PRAXIS: Hier werden die historische Entstehung sowie die kritischen Erfolgsfaktoren wie Netzwerkeffekte, Lock-in-Effekte und die Bedeutung von Daten als Asset analysiert.

4 HERAUSFORDERUNGEN DER PLATTFORMÖKONOMIE: Dieses Kapitel thematisiert das disruptive Potenzial digitaler Plattformen und die daraus resultierenden politischen sowie ordnungspolitischen Herausforderungen.

5 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die These, dass sich das globale Wirtschaftssystem in einer strukturellen Transformation zur Plattform- und Datenökonomie befindet.

Schlüsselwörter

Plattformökonomie, Digitale Transformation, Netzwerkeffekte, Kritische Masse, Disruption, Datenökonomie, Marktkapitalisierung, Lock-in-Effekte, Wertschöpfung, Plattformisierung, Digitale Plattformen, Transaktionskosten, GAfA-Ökonomie, Wirtschaftspolitik, Skalierbarkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie digitale Plattformunternehmen das traditionelle Wirtschaftsgefüge verändern und ob dies eine umfassende wirtschaftliche Neuordnung darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die wissenschaftstheoretische Einordnung von Plattformen, ihre Erfolgsmechanismen wie Netzwerkeffekte, das disruptive Potenzial sowie die politischen Regulierungsherausforderungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es, wissenschaftlich zu begründen, ob wir uns in einer neuen "Daten-Ökonomie" befinden, in der Daten als das Öl des 21. Jahrhunderts fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine systematisierende Literaturanalyse und verbindet diese mit empirischen Beobachtungen, insbesondere der Entwicklung der Marktkapitalisierung globaler Plattformriesen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Definitionen, Genese), die Identifikation von Erfolgsfaktoren (wie kritische Masse) und eine kritische Diskussion der ökonomischen Auswirkungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Plattformökonomie, Netzwerkeffekte, Skalierbarkeit, Disruption, Daten als Asset und die regulatorische Herausforderung für die Politik.

Warum wird die "Kritische Masse" als Starthürde bezeichnet?

Da digitale Plattformen zu Beginn für Nutzer oft keinen direkten Vorteil bieten, ist das Erreichen einer kritischen Masse an Akteuren eine ressourcenintensive Herausforderung, die über den Erfolg entscheidet.

Wie unterscheidet sich die "Plattformökonomie" von traditionellen "Pipeline-Unternehmen"?

Im Gegensatz zu Unternehmen mit vertikaler Wertschöpfung verbinden digitale Plattformen lediglich Anbieter und Kunden und minimieren Transaktionskosten durch Standardisierung.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Politik in diesem Wandel?

Die Politik steht vor der Aufgabe, ordnungspolitische Rahmenbedingungen (Wettbewerbsrecht, Datenschutz) an die neuen Dynamiken anzupassen, ohne die Innovationskraft zu ersticken.

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Details

Titel
Plattformökonomie. Befinden wir uns in einer wirtschaftlichen Neuordnung durch digitale Plattformunternehmen?
Untertitel
Wissenschaftstheoretische Grundlagen und Entwicklungen in der ökonomischen Realität
Hochschule
Hochschule Aschaffenburg
Note
1,0
Autor
Louis Höfert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
26
Katalognummer
V1001124
ISBN (eBook)
9783346373908
ISBN (Buch)
9783346373915
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Plattformökonomie Amazon Apple Google Alphabet Disruption Transformation Digitale Transformation Old Economy New Economy IT Plattform Microsoft Alibaba Tencent Piplineunternehmen Marktkapitalisierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Louis Höfert (Autor:in), 2020, Plattformökonomie. Befinden wir uns in einer wirtschaftlichen Neuordnung durch digitale Plattformunternehmen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1001124
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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