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Frauen und die innerfamiliäre Hausarbeit. Theorien zur Erklärung der Aufteilung im Haushalt

Titel: Frauen und die innerfamiliäre Hausarbeit. Theorien zur Erklärung der Aufteilung im Haushalt

Hausarbeit , 2016 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Cavidan Oguz (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Inhalt der Arbeit richtet sich auf die einzelnen Theorien, die die Arbeitsteilung innerhalb einer Beziehung bzw. einem Haushalt erklären sollen. Hierbei werden ressourcenbasierte Theorien, wie auch Geschlechtsrollentheorien verwendet. Letztere werden im Zusammenhang mit Rollenbildern, Identitäten und Normen erwähnt.

Da die Fragestellung sich auf Erklärungen und Gründe stützt, soll im nächsten Punkt Begründungen mithilfe von empirischen Untersuchungen behandelt werden, die erklären sollen, wieso eine Frau eher der Hausarbeit nachgeht. Zu Beginn wird die innerfamiliale Arbeitsteilung in Bezug auf die Elternschaft betrachtet. In diesem Punkt wird die Arbeitsteilung unter dem Einfluss von Kindern beobachtet innerhalb sowie auch unter dem Einfluss des Zeitpunktes der Geburt. Folglich werden Faktoren wie die Bildung und die Erwerbs –und Einkommenschancen der Frau behandelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hausarbeit

2.1. Materielle Hausarbeit

2.2 Psychische Hausarbeit

3. Theoretische Erklärungsansätze

3.1. Ressourcentheorie

3.2 Familienökonomische Theorie

3.3 Geschlechtsrollentheorien im Zusammenhang mit Normen und Identitäten

4. Empirische Befunde

4.1. Elternschaft

4.2 Bildung

4.3 Erwerbs –und Einkommenschancen

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die soziologische Fragestellung, warum Frauen trotz gesellschaftlicher Fortschritte und moderner Gleichberechtigungsideale nach wie vor den Großteil der innerfamilialen Hausarbeit übernehmen. Dabei wird analysiert, inwiefern ökonomische Ressourcen, individuelle Bildungsgrade sowie tief verwurzelte geschlechtsspezifische Rollenbilder und Normen die Verteilung der häuslichen Arbeit beeinflussen.

  • Unterscheidung zwischen materieller und psychischer Hausarbeit
  • Analyse ressourcenbasierter und familienökonomischer Erklärungsansätze
  • Untersuchung geschlechtsspezifischer Rollentheorien und des Doing-Gender-Ansatzes
  • Empirische Überprüfung anhand des Bamberger Ehepaar Panels (BEP)
  • Einfluss von Elternschaft, Bildung und Einkommen auf die Arbeitsteilung

Auszug aus dem Buch

3.3 Geschlechtsrollentheorien im Zusammenhang mit Normen und Identitäten

Auch das Geschlecht bzw. die Geschlechterrollen und die Normen, die im Laufe der Zeit verinnerlicht wurden, spielen eine Rolle bei der Aufteilung der innerfamilialen Arbeit. Unter Geschlechtsrollenorientierungen versteht man Einstellungen zu normativen Erwartungen und die dazugehörige geschlechtsspezifische Rollenübernahme. Dabei gibt es zwei Extrempunkte, die Traditionalität und die Nontraditionalität. Das traditionelle Extrem symbolisiert geschlechtsspezifische Aufteilungen der familialen Rollen und befürwortet die traditionelle Zuweisung der Versorger –und Ernährerrolle an den Mann und den Reproduktionsbereich, d.h. die Haushaltsführung und die Kindererziehung, an die Frau. Der Kern des Ansatzes liegt in der Vermutung, dass das eigene Verhalten durch äußere Einstellungen und Vorstellungen beeinflusst wird. Personen, die in ihrer Partnerschaft nach nontraditionellen Orientierungen leben, auch in der innerfamilialen Arbeitsteilung nontraditionell vorgehen. Personen, die in ihrer Partnerschaft von traditionellen Orientierungen überzeugt sind, leben diese auch in der innerfamilialen Arbeitsteilung aus (vgl. Künzler 1994: 61).

Nun gibt es auch weitere geschlechtsorientierte Theorien, die sich vor allem an den asymmetrische Geschlechtsrollenwandel anlehnen. Theorien, wie die Ressourcen –oder Familienökonomische Theorien nehmen an, dass Frauen, die sich mehr auf ihre Bildung, ihren Beruf und ihr Einkommen konzentrieren, sich mehr aus der Hausarbeit zurückziehen und dadurch die Beteiligung der Männer an der Hausarbeit steigt. Dies wird als eine symmetrische Veränderung der Geschlechtsrollen dargestellt, in der das Geschlecht keinen Einfluss auf den Wandel hat. Jedoch gibt es auch Theorien, die der Ansicht sind, dass im Laufe der Sozialisation, die erworbenen Geschlechterrollen und Identitäten ein einen Einfluss auf die innerfamiliale Arbeitsteilung haben. Diese stellen den asymmetrischen Geschlechtsrollenwandel dar (vgl. Coltraine 2000: 1208ff.). Da die Theorien der Geschlechtsrollen und Geschlechtsidentitäten für die innerfamiliale Arbeitsteilung ein wesentlicher Einflussfaktor sind, wird genauer auf die Theorien, wie beispielsweise dem Doing-Gender-Ansatz eingegangen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der ungleichen Verteilung von Hausarbeit ein und verdeutlicht, dass traditionelle Rollenbilder trotz emanzipatorischer Fortschritte fortbestehen.

2. Hausarbeit: Dieses Kapitel differenziert Hausarbeit in materielle Tätigkeiten, wie Putzen oder Kochen, und psychische Beziehungsarbeit, welche die emotionale Komponente des Zusammenlebens abdeckt.

3. Theoretische Erklärungsansätze: Hier werden verschiedene soziologische Modelle wie die Ressourcentheorie, die familienökonomische Theorie und geschlechtsrollentheoretische Ansätze gegenübergestellt, um die Arbeitsteilung zu erklären.

4. Empirische Befunde: Anhand des Bamberger Ehepaar Panels (BEP) wird untersucht, wie Faktoren wie die Geburt von Kindern, das Bildungsniveau und Einkommensunterschiede die tatsächliche Arbeitsteilung in Paaren beeinflussen.

5. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass gesellschaftliche Normen und geschlechtsspezifische Identitäten stärkere Einflussfaktoren auf die Arbeitsteilung darstellen als rein ökonomische Ressourcen.

Schlüsselwörter

Hausarbeit, Geschlechterungleichheit, Arbeitsteilung, Ressourcentheorie, Familienökonomische Theorie, Geschlechterrollen, Doing-Gender, Familienidentität, Berufsidentität, Bamberger Ehepaar Panel, Elternschaft, Beziehungsarbeit, Geschlechtsidentität, Erwerbschancen, Sozialisation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die soziologischen Gründe dafür, warum die innerfamiliale Hausarbeit trotz moderner gesellschaftlicher Entwicklungen weiterhin überwiegend Frauen zugeschrieben wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Hausarbeit, der Gegenüberstellung ökonomischer und identitätstheoretischer Erklärungsmodelle sowie der empirischen Überprüfung dieser Theorien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, das Phänomen der ungleichen Arbeitsteilung zu erklären, wobei der Fokus auf dem Einfluss von Geschlechtsrollenbildern und den Erwartungen der Partner liegt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung soziologischer Fachliteratur sowie die sekundäranalytische Auswertung von Daten des Bamberger Ehepaar Panels (BEP).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Formen der Hausarbeit definiert, anschließend werden Theorien zur Arbeitsteilung erläutert und schließlich empirische Befunde zu Elternschaft, Bildung und Einkommen präsentiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hausarbeit, Geschlechterrollen, Doing-Gender, Ressourcen, Familienidentität und Arbeitsteilung.

Warum spielt die Geburt des ersten Kindes laut der Arbeit eine so große Rolle?

Die Untersuchung zeigt, dass der Eintritt in die Elternschaft die Arbeitsteilung traditionell verfestigt und die Beteiligung der Männer an der Hausarbeit statistisch signifikant sinkt.

Wird durch ein höheres Einkommen der Frau die Hausarbeit automatisch gleichmäßiger verteilt?

Nein, die Ergebnisse der Arbeit deuten darauf hin, dass ein Ressourcenüberschuss der Frau allein meist nicht ausreicht, um eine symmetrische Aufteilung zu erreichen, da normative Identitätsvorstellungen stark entgegenwirken.

Welche Bedeutung hat der Doing-Gender-Ansatz für die Argumentation?

Dieser Ansatz erklärt, dass Frauen und Männer durch die Erledigung typischer Aufgaben ihre Geschlechtsidentität ständig neu produzieren, was eine Abkehr von traditionellen Rollen erschwert.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Frauen und die innerfamiliäre Hausarbeit. Theorien zur Erklärung der Aufteilung im Haushalt
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Soziologie I)
Veranstaltung
Geschlechterungleichheit auf dem Arbeitsmarkt
Note
1,3
Autor
Cavidan Oguz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
17
Katalognummer
V1001384
ISBN (eBook)
9783346376176
ISBN (Buch)
9783346376183
Sprache
Deutsch
Schlagworte
frauen hausarbeit theorien erklärung aufteilung haushalt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Cavidan Oguz (Autor:in), 2016, Frauen und die innerfamiliäre Hausarbeit. Theorien zur Erklärung der Aufteilung im Haushalt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1001384
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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