In diesem Essay wird untersucht, inwieweit die Schulbuchreihe "Go-Ahead" von Cornelsen logisches Denken im Englischunterricht unterstützt. "Die Logik, logisches Denken sowie deduktives und induktives Schlussfolgern sind ein Teil unseres Alltags." Wenn das logische Denken später, zum Beispiel beim Erlernen einer Sprache, eine wichtige Rolle spielt, können nach Kuhn selbst die einfachsten Vorgänge, wie etwa das Einkaufen, nur bewältigt werden, wenn man Herr über seine eigenen logischen Denkvorgänge ist. Mit diesem Beispiel könnte man, wie Kuhn, behaupten, dass selbst hier jeder von logischen Denkprozessen Gebrauch macht, wenn er etwa Preise vergleicht, Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei den jeweiligen Produkten erkennt und auf diese Art und Weise logisch denkt.
So findet man bei Solso im Lehrbuch für kognitive Psychologie folgende Definition in Hinblick auf das logische Denken: Logik ist die Wissenschaft des Denkens. Das Denken beschreibt hier den Vorgang einer mentalen Beschäftigung in einem bestimmten Themenbereich. Von Logik hingegen kann gesprochen werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind: Menschen machen von logischen Denkkonzepten Gebrauch, wenn sie nicht nur schlichtweg über eine Sache nachdenken, sie müssen aus der jeweiligen Denkaufgabe ebenfalls logische Schlussfolgerungen ziehen. Hier kann man, so Solso, wiederum zwischen dem induktiven dem deduktiven Schließen unterscheiden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Vermittlung logischer Denkprozesse in Schulbüchern
3. Der Gebrauch von logischen Denkprozessen im Schulbuch „Cornelson- Schulbuch aus der GO >> AHEAD- Reihe“
4. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und praktische Umsetzung der Vermittlung logischer Denkprozesse im Englischunterricht am Beispiel des Schulbuchs „GO >> AHEAD“ für die siebte Klasse der Realschule. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie gezielte logische Denkansätze in die Gestaltung moderner Schulbücher integriert werden, um nicht nur Fachwissen, sondern auch übergeordnete Schlüsselkompetenzen zu fördern.
- Grundlagen des logischen Denkens in der kognitiven Psychologie
- Die Rolle von Schulbüchern bei der Förderung von Denkprozessen
- Analyse logischer Anforderungen im Englischunterricht (Grammatik und Sprachverständnis)
- Verknüpfung von rationalem und emotionalem Denken in der Unterrichtspraxis
- Bedeutung logischer Fähigkeiten für lebenslange Lernprozesse
Auszug aus dem Buch
Die Vermittlung logischer Denkprozesse in Schulbüchern
Nach Solsos Definition wenden Schülerinnen und Schüler also logisches Denken an, wenn sie nicht nur schlichtweg über Dinge nachdenken, sondern, wenn sie aus der jeweiligen Denkaufgabe ebenfalls logische Schlussfolgerungen ziehen. Im Hinterkopf zu halten ist dabei, dass nicht erst die Schülerinnen und Schüler logisches Denken anwenden. Bereits in den Anfängen der Entwicklung von Schulbüchern war das logische Denken neben der Individualisierung, der Demokratie und der Differenzierung im sozialen sowie kulturellen Bereich Voraussetzung für die Autoren selbst. So hält, laut Hiller, Martin Giesecke fest, dass Schulbücher neben der Schaffung von standardisierten Informationen, und der Funktion des „interaktionsarmen Lernen(s)“, eben auch dazu da sind, als Kanon zu erfassen, „wie Menschen wahrnehmen, denken und handeln sollen bzw. wie nicht“. Unter dem Begriff des Denkens lässt sich wohl ebenfalls die speziellere Art des logischen Denkens fassen. Schulbücher sollten folglich den Schülern und Schülerinnen Aspekte des logischen Denkens nahebringen, nicht zuletzt, da Hiller und Giesecke bereits die entscheidende Rolle des Denkprozesses bei der Schulbuchentstehung betonen. Speziell um die 1970er Jahre kam es dazu einer Wende bezüglich der Gestaltung der Schulbücher. Fuchs hält Dieter Marenbachs Aussage aus dem Jahr 1980 fest, das Schulbuch gehe den Weg der Veränderung, vom „>Gesinnungslehrlesebuch<< zum >>kommunikationsorientierten Lesebuch<<“. Wenn früher also der Schwerpunkt auf der Vermittlung von Wissen an sich lag, ist hier letztendlich eine endgültige Wende zu erkennen. Der neue Lehrplan Plus setzt das Hauptaugenmerk ebenfalls nicht auf das Wissen, sondern besonders die Kompetenzen, verschiedene Fähigkeiten und Fertigkeiten bei den Schülern und Schülerinnen fördern. Dies muss hier erwähnt werden, da das Vermitteln von logischen Denkprozessen sich in jene besagte Kategorie des Lernens von Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten einordnen lässt. Müller betont diese Aussage nochmals. Der Wissenschaftler nimmt sich zur Aufgabe, den Grammatikunterricht an bayrischen Volks-/Haupt- und Mittelschulen genauer zu analysieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die theoretischen Grundlagen des logischen Denkens ein und beleuchtet die Relevanz der Thematik für den schulischen Kontext.
2. Die Vermittlung logischer Denkprozesse in Schulbüchern: Hier wird der historische Wandel von Schulbüchern hin zu kompetenzorientierten Medien analysiert und die Rolle des logischen Denkens dabei hervorgehoben.
3. Der Gebrauch von logischen Denkprozessen im Schulbuch „Cornelson- Schulbuch aus der GO >> AHEAD- Reihe“: Das Kapitel untersucht konkrete Beispiele aus dem untersuchten Lehrwerk, die Schüler zum logischen Denken in Bereichen wie Wortschatzarbeit, Grammatik und emotionalem Textverständnis anregen.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die Integration logischer Denkansätze eine entscheidende Komponente für den nachhaltigen Lernerfolg darstellt.
Schlüsselwörter
logisches Denken, Schulbuchanalyse, Englischunterricht, Kompetenzorientierung, Schlussfolgerungen, Kognitionspsychologie, didaktische Reduktion, Lehrplan Plus, rationales Denken, emotionales Denken, Sprachvermittlung, Syllogismen, GO >> AHEAD, Bildungsforschung, Schlüsselkompetenzen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung und der methodischen Umsetzung von logischen Denkprozessen im Englischunterricht der siebten Jahrgangsstufe.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den kognitionspsychologischen Grundlagen des Denkens, der historischen Entwicklung von Schulbüchern und der konkreten Analyse eines modernen Englisch-Lehrwerks.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Schulbücher durch gezielte Aufgabenstellungen das logische Denken fördern und welche Rolle dies für den Erwerb von Fremdsprachenkompetenz spielt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse von Fachliteratur sowie einer exemplarischen Untersuchung von Inhalten des Englischschulbuchs „GO >> AHEAD“ basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Auseinandersetzung mit der Rolle von Schulbüchern für die Denkentwicklung sowie eine praktische Analyse spezifischer Aufgabenformen im Englischunterricht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe umfassen logisches Denken, Kompetenzorientierung, Englischunterricht, Schulbuchgestaltung und kognitive Lernprozesse.
Wie trägt logisches Denken zum Grammatiklernen bei?
Durch die Anwendung logischer Regeln können Schüler Strukturen (wie Satzbau oder Phrasen) besser analysieren und auf neue Kontexte übertragen, anstatt sie nur auswendig zu lernen.
Gibt es auch eine emotionale Komponente beim logischen Denken?
Ja, die Arbeit zeigt, dass Schüler auch bei emotionalen Inhalten, wie der Interpretation von Filmkonflikten, durch gezielte Fragen zu logischem und rationalem Nachvollziehen angeregt werden können.
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- Anonym (Author), 2020, Logisches Denken im Englischunterricht. Die Vermittlung, Darstellung und der Gebrauch im Cornelson- Schulbuch aus der "GO-AHEAD- Reihe", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1001528