Beethoven Sinfonie Nr. 7


Referat / Aufsatz (Schule), 2001

6 Seiten, Note: 12 Punkte


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Biographie des Komponisten

Ludwig van Beethoven wurde im Dezember 1770 in Bonn geboren. Das genaue Datum ist unbekannt, nur der Taufschein vom 17.12.1770, der in St. Remigius ausgestellt wurde, blieb erhalten. (Ludovicus; Parentes: D1: Joannes van Beethoven & Helena2 Keverichs conjuges; Patrini: D: Ludovicus van Beethoven & Gertrudis Müllers dicta Baums.) .Er entstammt väterlicherseits einer aus Flandern eingewanderten Musikerfamilie und wird bereits als Vierjähriger von seinem ehrgeizigen Vater Johann gezwungen, auf dem Stuhl stehend bis in die Nacht Klavier zu üben. Als Kind lernt Beethoven ebenfalls Violine und Orgel unter der Leitung von Christian Gottlieb Neefe. Mit acht Jahren hat er seinen ersten öffentlichen Auftritt, mit dreizehn wird er vom Vater aus der Schule genommen, damit er sich ganz der Musik widmen konnte. Beethoven wird tatsächlich 1784 kurfürstlicher Hilfsorganist und Mitglied der kurfürstlichen Hofkapelle in Bonn.

1792 ging Beethoven nach Wien und nahm Kompositionsunterricht bei Schenk (1794), Albrechtsberger (1795) und Salieri (1795-1802).

1792 veranlasst Joseph Haydn beim Kurfürsten Beethovens Übersiedlung nach Wien und übernimmt dessen Ausbildung.

Als Pianist macht sich Beethoven nicht nur in den Häusern des Wiener Adels schnell einen Namen, sondern auf Konzertreisen auch in Prag, Leipzig und Berlin. 1795 trat er erstmalig öffentlich mit seinem Klavierkonzert B-Dur op. 19 auf. Im Jahr 1800 gab Beethoven sein erstes eigenes Konzert: Zur Aufführung kamen die 1. Sinfonie op. 21, das Septett op. 20 und ein Klavierkonzert.

1802 schrieb Beethoven sein ,,Heiligenstädter Testament."

1805 wurde seine Oper ,,Fidelio" aufgeführt. Insgesamt schrieb Beethoven bis zu seinem Tode neun Sinfonien, 17 Streichquartette, fünf Klavierkonzerte, ein Violinkonzert, eine Oper, 23 Klaviersonaten und zahlreiche weitere kammermusikalische Werke. Eine feste musikalische Anstellung hatte Beethoven seit seiner Wiener Zeit nicht wirklich gehabt. Er war der erste Komponist, der als ,,freier" Autor existieren konnte; zunächst eher schlecht denn recht von Verleger- und Unterrichtshonoraren sowie Kompositionsaufträgen. Um 1809 erhielt Beethoven einen Ruf nach Kassel, der ihm eine feste Anstellung gebracht hätte. In diesem Moment boten ihm drei adelige Männer eine lebenslange Pension bis er eine Anstellung gefunden hätte: ,,Sollte diese Anstellung unterbleiben und Herr Ludwig van Beethoven durch einen unglücklichen Zufall oder Alter verhindert sein, seine Kunst auszuüben, so bewilligen ihm die Herren Teilnehmer diesen Gehalt auf Lebenszeit." Zwar hatte sich diese Finanzierung nicht durchhalten lassen, aber für die besondere Position Beethovens im damaligen Musikleben ist sie bezeichnend. Schon während der 90er Jahre des 18. Jahrhunderts machten sich Anzeichen seines Gehörleidens bemerkbar, das schließlich zur vollständigen Ertaubung führte. 1827 stirbt Beethoven an den Folgen einer Leberzirrhose.

Zur Sinfonie

Als Beethoven sich der Sinfonie zuwandte, war diese bereits Bestandteil des Konzertwesens geworden. Mozart und Haydn hatten bereits kompositionstechnische Maßstäbe gesetzt und den Musikcharakter dieser Zeit geprägt. Beethovens Sinfonie wurde zum zentralen Sprachrohr der Musik, da sie eine nunmehr öffentliche Veranstaltung war. Der Reiz der Sinfoniekomposition lag eben darin, dass der Komponist versuchen musste einer breiten Masse zu gefallen. Doch sind heute viele der Komponisten unbekannt, die sich seinerzeit großer Beliebtheit erfreuten.

Die Sinfonie wird innerhalb der Instrumentalmusik in eine ähnliche Stellung gebracht, wie die Oper innerhalb der Vokalmusik.

Die neue Stellung der Sinfonie im Rahmen einer ,,Theorie der Schönen Künste" hat Johann Abraham Peter Schulz 1794 so beschrieben: ,,Die Symphonie ist zu dem Ausdruck des Großen, des Feierlichen und Erhabenen vorzüglich geschickt." Und Schulz begründet diese These innermusikalisch: ,,Die Allegros der besten Kammersymphonien enthalten große und kühne Gedanken, freie Behandlung des Satzes, anscheinende Unordnung in der Melodie und der Harmonie ... plötzliche Übergänge und Ausschweifungen von einem Ton zum andern, die desto stärker frappieren, je schwächer oft die Verbindung ist."

Die Mischung von musikalischer Struktur und allgemeinem Interesse bewirkte schließlich den Aufstieg dieser musikalischen Gattung, die beinahe religiöse Dimensionen erreicht und in der breiten Öffentlichkeit ihren Widerhall findet.

Die 7. Sinfonie wurde im Dezember 1813 zum ersten Mal aufgeführt. Nach dieser Premiere wurde Beethoven endgültig allgemein als der beste lebende Komponist anerkannt. Die Reaktion auf diese neue längere und komplexe Sinfonie war so stark, dass die Aufführung vier Tage später in einem Wohltätigkeitskonzert zugunsten der in der Haunauer Schlacht verwundeten österreichischen und bayrischen Truppen wiederholt wurde.

Die Premiere der Siebten war Beethovens letzter öffentlicher Auftritt als Direktor. Sein Gehör hatte sich über die Jahre hinweg verschlechtert bis er 1813 nur noch die lautesten Töne hören konnte. Dies wurde bei Proben offensichtlich, wenn Beethoven sich ganz zum Orchester hinbücken musste, um die leiseren Töne zu hören, und sich langsam wieder aufrichtete, wenn die Musik lauter wurde.

Die siebte Sinfonie hat einen außerordentlichen, rhythmischen Schwung. Wagners Beschreibung dieser Musik als ,,Vergöttlichung des Tanzes" blieb bestehen, weil sie so treffend erscheint, obwohl die Sinfonie keineswegs eine richtige Tanzmusik beinhaltet.

Analyse:

Symphonie Nr. 7, 1. Satz: Poco sostenuto Aufführungsdauer: 11:33 Minuten Diese Symphonie kann man als das ,,Evangelium der Freude" bezeichnen. Beethoven wendet die Grundform einer Sonatenhauptsatzform in erweiterter, veränderter Form an.

Takt 1-9: Mit vier kurzen Akkorden des gesamten Orchesters wird in zweitaktigen Abständen die im langsamen Tempo gehaltene Einleitung mit einem viertönigen Motiv (1. Motiv der Einleitung), das aus dem A-Dur Dreiklang gewonnen wurde, eröffnet. Oboe, Klarinette, Horn, Fagott mit Oboe spielen sich das Motiv zu.

Tonleiterketten (2. Motiv) in Sechzehnteln schaffen dazu einen interessanten Kontrast (Takt 10-22).

In Takt 23 variiert die Musik nach C-Dur und ein drittes Motiv erklingt. Fortissimo erklingen das 1. und 2. Motiv in Takt 34.

Danach erklingt erneut das 3. Motiv in Flöte und Fagott in C-Dur (Takt 41).

Diese langsame Einleitung geht in Takt 63 in ein rasches Tempo über, aus dem das Hauptthema des ersten Satzes entspringt.

Zuerst spielen dies nur die Holzbläser und wird in Takt 84 von den ersten Violinen übernommen.

In Takt 119 erklingt das erste Seitenthema mit einer unmittelbar darauffolgenden Imitation.

Unmittelbar darauf folgt in Takt 130 das 2. Seitenthema, das zuerst von den Bläsern, dann erst von den Streichern aufgenommen wird.

Die Exposition endet mit dem im Fortissimo angestimmten Hauptthema. Ein vollständiger Tonleiteranstieg in den Violinen führt in eine zweitaktige Generalpause. Unisono-Schläge der Streicher, unterstützt von den Bläsern und durch Generalpausen getrennt, führen in Takt 177 zur Durchführung.

Die ersten Violinen spielen den Grundrhythmus des Satzes, der sich mit dem aus der Einleitung gewonnenen Tonleiter-Anstieg verbindet.

Der Grundrhythmus des Hauptthemas bleibt die bestimmende Kraft der Durchführung. So entwickeln sich in Takt 190 neue kontrapunktische Themen, die sich aus diesen TonleiterAnstiegen aufbauen.

Sämtliche Saiteninstrumente nehmen in Takt 201 den Rhythmus des Satzes auf, die Holzbläser ergänzen diesen. Im Piano wird nun der Hauptthemenkopf aufgenommen (Takt 220), vielfältig verarbeitet und gesteigert.

Diese daraus folgende Steigerung entwickelt sich aus dem Hauptthemen-Rhythmus.

In Takt 300 endet diese Steigerung in der Reprise. In Takt 423 wird der Hauptrhythmus des Werkes vom Gesamtorchester im Fortissimo aufgenommen. Wie schon mehrmals in diesem Satz entwickelt sich zwischen den Streichern und Holzbläsern eine Art Zwiegespräch. Der Satz schließt mit dem Im Fortissimo angestimmten Hauptthemenkopf des Satzes. Das Ende des Satzes ist klar und deutlich erkennbar.

2. Satz: Allegretto:

Aufführungsdauer: 7:38 Minuten

Dieser sehr ruhige Satz wird mit einem a-Moll Akkord eröffnet. Konnte man im ersten Satz eine Art Daktylus-Rhythmus heraushören, herrscht hier ein zweitaktiger Rhythmus vor. Dieser Grundrhythmus durchzieht den ganzen Satz. Er wird von Streichern, ohne die Violinen mit dem Hauptthema des Satzes, angestimmt. Diesem Thema wird in Takt 27 ein zweites Thema in den Bratschen und Violoncelli dazugestellt. Beide erklingen gleichzeitig und vermischen sich, was einen sehr klagenden Ausdruck gewinnt.

In Takt 51 wandert das Hauptthema in die ersten Geigen, während das zweite Thema von den zweiten Geigen übernommen wird. Dynamisch wachsen die Themen zu immer größerer Lautstärke an (crescendo poco a poco).

Das Gesamtorchester nimmt beide Themen im Fortissimo in Takt 75 auf, Holzbläser und Hörner den Grundrhythmus, die ersten und zweiten Violinen die zweite Stimme. Nun klingen die beiden Themen auch nicht mehr so düster, sondern sehr hell. In Takt 102 folgt ein Mittelteil, der den Rhythmus des ersten Teils nur noch in Ansätzen andeutet, dann erklingt ein Thema, abgeleitet aus der Einleitung des ersten Satzes, in den Holzbläsern. Weiter werde ich diesen Satz nun nicht behandeln, da Sie uns sagten, dass wir die restlichen Sätze nur ansatzweise behandeln sollen.

3. Satz: Presto: Assai meno presto Aufführungsdauer: 8:18 Minuten

Der dritte Satz ist ein Scherzo. Das Thema des Scherzos wird in schnellem Tempo vorgetragen, wirbelt geradezu dahin und führt in eine Sphäre von Freude und Übermut.

Schwungvoll ansteigend, mündet das Thema in ein absteigendes Staccato (Takt 24).

Ähnlich wie bei einer themenverarbeitenden Durchführung wird das Hauptthema durch einzelne Teile fortgeführt. Der auftaktige 1. Takt des Themas schließt in Takt 149 diesen Teil ab.

Danach schließt sich das Trio an, das für Kontrastwirkung sorgt: im Gegensatz zu den lebhaften Rhythmen des ersten Teils stimmen Klarinetten, Fagotti und Hörner ein ruhiges Thema an, das sich aus einem Wallfahrerlied aus Niederösterreich ableitet. Takt 641: In der Coda erklingen nochmals vier Takte des Trio-Themas. Fünf starke Tuttischläge des Orchesters führen das Satzende herbei.

4. Satz: Allegro con brio

Aufführungsdauer: 6:34 Minuten

Das Thema wird in den ersten Violinen gespielt, Violincelli, Kontrabässe, Blechbläser und Pauken skandieren mit dem Sforzando auf dem zweiten Viertelschlag. Als Einleitung wird das Grundmetrum des Daktylus, durch Pauken getrennt, vorgestellt.

Takte 24-36: Das erste Thema des Zwischensatzes wird von der A-Dur Tonleiter abgeleitet. In den Violinen folgt ein zweites Zwischensatzthema, das einerseits aus dem Themenkopf des Hauptthemas, andererseits aus der Tonleiter des Zwischensatzes gebildet wurde. Die Coda wird durch das Daktylus-Motiv des Satzbeginnes eingeleitet. In farbenprächtiger, ständig sich steigender Art wurden bereits vorgestellte Themen rekapituliert. Eine längere Passage ist nur mit dem ersten Takt des Hauptthemas gestaltet. Letzte Steigerungsmöglichkeiten stecken im ersten Zwischensatzthema, dieses aus der Tonleiter gebildete Thema, das in auf- und niederwogenden Terzketten mündet, die sich aus einer Motivabspaltung ergeben.

Takte 451-465: Der Schluss des Satzes endet mit einem aus dem Hauptthema gebildeten Thema in ekstatischem Taumel.

Meine Meinung:

Lieber Herr Abel, jetzt haben Sie uns nun endlich doch mal die Möglichkeit gegeben über unser Schicksal selbst zu entscheiden und ich denke das hatte uns alle gefreut, aber trotzdem habe ich bereits von einigen gehört, dass sie an ihren Stücken verzweifelt sind.

Ich hatte mich für Beethoven entschieden, da ich das Stück zuhause auf CD hatte und dachte, dass ich so vielleicht einen Vorteil hätte. Jetzt bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Beethoven ja interessant und vielfältig klingt, allerdings auch seine kleinen Tücken vorzuweisen hat. Es gab Stellen, an denen ich fast verzweifelt wäre und es sehr bedauerte nicht mehr Zeit gehabt zu haben.

Ich hoffe für Sie, dass es Ihnen einfacher beim Lesen meiner Arbeit ergeht, als es mir beim Erstellen dieser erging.

Damit noch viel Spaß und seien Sie doch bitte nicht zu streng mit uns, wir sind eben auch nur Schüler...

6 von 6 Seiten

Details

Titel
Beethoven Sinfonie Nr. 7
Note
12 Punkte
Autor
Jahr
2001
Seiten
6
Katalognummer
V100186
Dateigröße
373 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Beethoven, Sinfonie
Arbeit zitieren
Daniela Balser (Autor), 2001, Beethoven Sinfonie Nr. 7, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100186

Kommentare

  • Gast am 31.12.2007

    Beethoven Symphonie Nr.7 Autor Daniela Balser.

    Frau Balser schreibt: Beethoven komponierte "23 Klaviersonaten" - Das ist nicht richtig. Es sind 32! Und sage jetzt keiner: ach ein kleines Versehen. Bei uns Musikern heissen kleine Versehen Rauswurf aus dem Orchester!

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Titel: Beethoven Sinfonie Nr. 7



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