Alte römische Religion


Referat / Aufsatz (Schule), 2001
3 Seiten, Note: 1-

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„Alte römische Religion"

Stichpunkte:

- Der römische Alltag war mehr von der Religion, der Bindung der Menschen zu den göttlichen Mächten und den daraus erwachsenden wechselseitigen Verpflichtungen geprägt, als das in der heutigen Gesellschaft der Fall ist

- Die alte römische Religion lässt sich grundsätzlich in 2 Bereiche unterteilen: Den privaten und den staatlichen Kult

- Dabei wurde kein privater und öffentlicher Bereich ausgespart um den Göttern Dank und Respekt zu erweisen, da man glaubte, dass alles vom Willen der Götter gelenkt wird

- Kein Zorn der Götter durfte auf sich gezogen werden, sonst folgte eine Bestrafung ihrerseits

- Die Verehrungen durch Gebet, Opfer, Weihgaben unterlagen strengsten Vorschriften über die eine Priesterschaft sorgsam wachte

- Die Hauptkultstätte war ein runder Tempel auf dem Forum Romanum

- In diesem Tempel brannte unaufhörlich das heilige Feuer und nur einmal im Jahr wurde es von den vestalischen Jungfrauen neu entfacht

- Zwischen Menschen und Göttern bestanden Verträge die von beiden Seiten eingehalten werden mussten, was zur Folge hatte, dass sich kein inniges religiöses Verhältnis entwickeln konnte

- Somit konnte es leicht zu einem politisch-religiösen Konflikt kommen, da die Götter zwar über die Gerechtigkeit herrschten, jedoch der Senat oder der Richter darüber entschied, was Gerechtigkeit im Einzelfall ist

- So brachten die Römer auch keine Philosophen und Gelehrten hervor, die mit wissenschaftlichen Erklärungen die Phänomene der Natur und den Ursprung der Welt hinterfragen wollten

- Die Strenge und der Formalismus der römischen Religion ist auf etruskischen Einfluss zurückzuführen (Darstellung der Götter), der Mythenreichtum wurde von den Griechen übernommen

- Dennoch wurde der römische Staat von Religion zusammengehalten, vor allem vom „kapitolinischen Trias" bestehend aus Jupiter, Juno und Minerva

- Die Verehrung war für alle Reichsbewohner verpflichtend und ein Zeichen von Staatstreue und Loyalität

- Wer nicht opfern konnte oder wollte wie z.B. Christen wurde verfolgt und mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft

- Alle Lebensbereiche standen unter dem Schutz bestimmter Götter

- Wenn man den Namen des zuständigen Gottes nicht wusste wurde dem Genius (einem Schutzgeist, der Personengruppen oder Örtlichkeiten schützte) geopfert

- (Durch die sogenannte „Weissagung", die von ausgebildeten Priestern praktiziert wurde, war es sogar möglich vor größeren Unternehmungen zu bestimmen, ob der Zeitpunkt günstig war oder nicht)

- (Eine weitere Besonderheit der römischen Staatsreligion war die göttliche Verehrung von Wertbegriffen, welche die zwischenmenschlichen Beziehungen und das Verhältnis des Individuums zum Staat und umgekehrt regelten)

- (Diese Wertbegriffe waren nach römischer Vorstellung feste Bestandteile der göttlichen Weltordnung und hatten im Römischen Reich einen Kultus)

- Wichtig war für die Römer am richtigen Ort die richtige Gottheit um das Richtige zu bitten

- Das versehentliche oder bewusste Missachten wurde unweigerlich mit dem Zorn oder der Strafe der Götter bestraft

- Die Römer führten jedoch nie Religionskriege, sodass z.B. auch Paulus auf seinen Missionsreisen ungehindert öffentlich predigen konnte

- Außerdem unterdrückten sie niemals fremde Religionen von unterworfenen Völkern

- Wichtig war, dass alle Reichsbewohner das kapitolinische Trias verehrten

- Diese Loyalitätsverehrung forderten sie allerdings ohne Kompromisse überall im römischen Reich

- Ansonsten betrachteten die Römer fremde Götter nur als andere Erscheinungsformen ihrer Götter und übernahmen sie in das römische Pantheon

- In den bildlichen Darstellungen stellten sie die einheimischen Götter wie ihre eigenen dar, so dass es fremden Völkern keine Probleme bereitete ihre religiösen Eigenheiten beizubehalten

- Somit konnten alle römischen Bürger überall ihren einheimischen Göttern opfern ohne „Pflichtverletzung"

- Doch in Folge der Veränderung der traditionellen Wertvorstellungen und der Distanzierung von den alten religiösen Ideen drangen Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. allmählich Gottheiten aus Kleinasien, Syrien, dem Iran und Ägypten in das römische Pantheon ein, deren Kulte sich wesentlich vom Formalismus und Ritualismus unterschieden

- Diese in den Augen der Gläubiger wahrhaft unsterblichen Götter waren ein Ausdruck persönlicher Frömmigkeit

- Sie fanden umso mehr Anhänger je unsicherer die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse wurden

- Somit waren die orientalischen Kulte („Mysterien") Erlösungsreligionen

- Sie versprachen den Gläubigen Unsterblichkeit und ein glückseliges Jenseits

- Ihnen gemeinsam waren geheimnisvolle Riten, Kultgeschichten und Symbole, die nur von Eingeweihten verstanden wurden

- Der Verrat der Kultgemeinschaft konnte mit dem Tod bestraft werden; mit Sicherheit jedoch führte er zum Ausschluss aus der Kultgemeinschaft und damit zum sicheren Verlust aller Glückseligkeiten im Jenseits

- Nachdem sich auch Kaiser Konstantin im Jahre 312 ,offiziell zum Christentum bekannt hatte, verlor das „Heidentum", wie es nun genannt wurde, immer mehr an Bedeutung

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Details

Titel
Alte römische Religion
Veranstaltung
Deutschunterricht
Note
1-
Autor
Jahr
2001
Seiten
3
Katalognummer
V100191
Dateigröße
373 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Stichwortartig, 2einhalb Seiten.
Schlagworte
Alte, Religion, Deutschunterricht
Arbeit zitieren
Oliver Mayer (Autor), 2001, Alte römische Religion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100191

Kommentare

  • Gast am 15.10.2001

    JO! DU bist der Beste!!!.

    Deine Arbeit hat uns den Arsch gerettet.........
    ...........glaubs mir.

  • Gast am 7.3.2002

    hui.

    Hey is ehrlich jut.

  • Gast am 22.4.2002

    Da fehlt was!.

    Isn ganz gutes referat! allerdings wäre eine gliederung wünschenswert!

  • Gast am 27.6.2002

    Hallo.

    Danke Schön! Hast uns echt geholfen!:)

  • Gast am 1.4.2008

    Hallo.

    ich finds toll
    hat mir sehr geholfen

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Titel: Alte römische Religion


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