Alte römische Religion - Handout


Referat / Aufsatz (Schule), 2001
3 Seiten, Note: 1+

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Die Heeresreform des Marius

Nachdem die militärische Stärke Roms immer mehr ins Wanken geriet, beschloss Marius (ca.157-86), ein homo novus, eine Strukturreform des Heeres vorzunehmen. Er setzte erstmals Proletarier für das Heer ein, selbst diese, die auf staatliche Hilfe bei der Finanzierung der Ausrüstung angewiesen waren und versprach ihnen nach zunächst 16 Jahren, später 20 Jahren Militärszeit ein Stück Land. Somit entwickelte sich zwischen dem Feldherr und den Soldaten ein gegenseitiges Treueverhältnis (Heeresklientel). Mit diesem Berufsheer gelang es Marius die Kimbern und Teutonen zu schlagen. Trotz dessen geriet mit den Optimaten in einen heftigen Konflikt, da sich der Senat weigerte den Veteranen außeritalische Kolonien zuzusprechen.

Krise der Herrschaftsorganisation und Sullas Staatsreich

Als die Römer die Forderungen des Bürgerrechts erneut abwiesen, kam es zum 'Blutigen Krieg'. Nachdem Rom notgedrungen nachgab, verschärften sich die Verwaltungsprobleme enorm, da der Nobilität nun ein viel größeres wahlberechtigtes Volk gegenüberstand. Derweil erreichte der Streit zwischen den Popularen und den Optimaten einen zwischenzeitlichen Höhepunkt, da Sulla das militärische Kommando gegen König Mithridates zugesprochen bekam. Da jedoch die Popularen die Absetzung Sullas mit Hilfe der Volkstribunen gelang, marschierte Sulla mit seinem Heer nach Rom ein und ließ viele seiner Gegner vertreiben, wenn nicht gar hinrichten. Somit war der Anfang vom Ende der res publica besiegelt. Als Sulla das Rom wieder verließ und Mithridates besiegte, rissen die Popularen Rom wieder an sich und richteten unter den Optimaten ein großes Blutbad an. Sulla, der 82 wieder nach Rom zurückkehrte, ließ sich daraufhin zum Diktator ernennen und erklärte die Anhänger der Popularen für vogelfrei. Sulla verdoppelte die Anzahl der Mitglieder des Senats auf 600 und stärkte dadurch konsequent die Nobilität. Um sich an den Popularen zu rächen, schloss er gar die Volkstribunen aus der Ämterlaufbahn aus. Durch diese Maßnahme sollten kriegerische Auseinandersetzungen in der Zukunft vermieden werden.

Militarisierung der Innenpolitik

Als wichtigste Sullas' Errungenschaften, stellte sich nach seinem Tod ein Jahr, nachdem er sein Amt als Diktator niederlegte, die Militarisierung der Innenpolitik heraus. Danach war nur siegreichen Heersführern erlaubt, politische Macht auszuüben. Einer jener herausragenden Heeresführern war Gnaeus Pompeius (106-48). Doch verweigerte ihm der Senat die Anerkennung seiner großen Siege und billigte den Soldaten kein Land zu. Somit sah er sich gezwungen nach Helfern zu suchen um seine Forderungen erfüllen zu können. Er fand diese in Licinius Crassus (115-53) und Gaius Julius Caesar (100-44).

Caesars politischer Aufstieg

Durch ein Abkommen, indem sie sich gegenseitige politische Hilfe zusicherten, zwischen Pompeius, Crassus und Caesar entstand das 1. Triumvirat (DreimÄnnerbund). Daraufhin wurde Caesar zum Konsul gewählt und übernahm nach Ablauf dieses Amtes das militärische Kommando als Prokonsul in 3 gallischen Provinzen. Ohne Erlaubnis des Senats eroberte er gesamt Gallien. Ausschlaggebend für diese Entscheidungen war höchstwahrscheinlich die innenpolitische Situation in Rom. Da Crassus in einem Feldzug gefallen war und Pompeius sicher seiner Senatspartei wieder genähert hatte, löste sich das Triumvirat auf. Im Jahre 48, als Caesar erneut Konsul werden wollte, wurde er vom Senat aufgefordert sein politisches Kommando abzugeben. Weil er wusste, dass er bei Verweigerung angeklagt werden würde sträubte er sich gegen diese Forderung. Somit enthob ihn der Senat aus seinem Amt, doch durch den darauffolgenden, 4 Jahre lang andauernden Bürgerkrieg hatte er jeden Widerstand gebrochen.

Caesars Alleinherrschaft

Nachdem Caesar aufgrund seinen ernormen Erfolgen zum Diktator auf Lebenszeit ernannt wurde und ihm höchste Ehrungen zuteil wurden, lag die Macht Roms allein in den Händen Caesars.

Durch die Ernennung neuer Gesetze und vor allen Dingen die Anlagen neuer Bürgerkolonien wird die Politik nicht nur auf Rom, sondern auf das gesamte Reichsgebiet ausgeweitet (Romanisierung). Doch als sich Gerüchte verdichteten, Caesar solle Königswürde angetragen werden, erstachen ihn 60 Senatoren während einer Sitzung.

Antonius und Octavian

Nach dem Tod Caesars gelang es dem Senat jedoch nicht mehr die res publica wiederzubeleben. Marcus Antonius (82-30) und Octavian (63v. Chr.-14 n. Chr.), Traten das Erbe Caesars' an. Zusammen mit Lepidus bildeten sie das 2. Triumvirat. Ihre Gegner schalteten sie wie Sulla, durch Proskiption aus. Danach teilten sie das Land unter sich auf: Octavian erhielt den Westen, Antonius den Osten und Lepidus übernahm Afrika. Dadurch, dass Antonius Kleopatra heiratete und das Volk ihm seinen mehr und mehr orientalischen Lebensstil verübelte, konnte Octavian, der zuvor Lepidus ausgeschaltet hatte, die Stimmung zugunsten seiner selbst nutzen. Die Entscheidung über die alleinige Herrschaft fiel in der Seeschlacht bei Aktium, in der sich Octavian durchsetzte und somit die Herrschaft übernahm. Das Ende der Bürgerkriege war gleichzeitig das Ende der Republik und der Beginn der Kaiserzeit.

3 von 3 Seiten

Details

Titel
Alte römische Religion - Handout
Veranstaltung
Geschichtsunterricht
Note
1+
Autor
Jahr
2001
Seiten
3
Katalognummer
V100192
Dateigröße
397 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
3 Seiten.
Schlagworte
Alte, Religion, Handout, Geschichtsunterricht
Arbeit zitieren
Oliver Mayer (Autor), 2001, Alte römische Religion - Handout, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100192

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