Die Frage die diese Arbeit nachgeht, ist, ob durch die zunehmende Transparenz und Kenntnis, sowie die Möglichkeit der Digitalisierung, ein Einfluss auf den Produktlebenszyklus des Endprodukts entsteht und diesen zeitlich verändert. Als Beispiel dient hierbei die Fertigung eines PKW.
Durch den Wandel der Welt wird die Digitalisierung immer weiter vorangebracht. In vielen Bereiche hat die Digitalisierung einen großen Einfluss, besonders in der Automobilbranche. Auf gewisse Faktoren des Produktlebenszyklus oder auch bei gewissen Rückrufaktionen kann die Digitalisierung hilfreich sein. Die Nachverfolgbarkeit der einzelnen Komponenten, Inhaltsstoffe oder Bauteile eines Produktes wird immer häufiger gefordert. Ziel ist es durch die Transparenz in den Herstellungs- und Produktionsprozessen der einzelnen Komponenten mögliche Folgekosten zu reduzieren. Die Automobilbranche ist von dieser Anforderung an Produkte zunehmend betroffen. Rückrufaktionen sind teuer, da die Käufer kostenlos eine Korrektur des Problems verlangen und sind auf der anderen Seite rufschädigend. Zuletzt gesehen bei Ford. Ford musste beim neuen Ford Kuga Hybrid eine Rückrufaktion starten. Durch ein Software- und Batterieproblem mussten dadurch mehrere hunderte Fahrzeuge zur Werkstatt und überprüft werden. Durch die genaue Nachverfolgung konnten die Fahrzeuge genau identifiziert werden. Um einzelne Bauteile des Endprodukts, in diesem Fall des PKWs rückverfolgen zu können, müssen Daten erfasst und gespeichert werden können. Der Zulieferer muss die entsprechenden Informationen liefern können, diese Information hängt vom jeweiligen Zulieferer ab. Die zunehmende Digitalisierung von Produktionsprozessen macht dies möglich.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung: Problemstellung und Forschungsfrage
1.1 Vorgehensweise – grobe Gliederung der Hausarbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Das Produktmanagement und seine Aufgaben
2.2 Der Produktlebenszyklus und seine Phasen
2.3 Digitalisierung mehr als ein Wort
2.3.1 Die Definition der Digitalisierung
2.3.2 Industrie 4.0
2.3.3 Smart Factory
2.3.4 Digitale Zwillinge
2.3.5 Datenspeicherung-Big Data
3 Das Personalkraftfahrzeug
3.1 Der Lebenszyklus eines PKWs
3.2 Industrie 4.0 & Smart Factory in der Automobilindustrie am Beispiel der Next e.Go Mobile
3.3 Produktmanagement in der Automobilbranche
3.4 Herausforderung, Chancen und Risiken
4 Zusammenfassung
5 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit untersucht den Einfluss der zunehmenden Digitalisierung und datengestützter Transparenz auf den klassischen Produktlebenszyklus in der Automobilindustrie, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, ob diese technologischen Möglichkeiten den zeitlichen Verlauf des Lebenszyklus eines Personalkraftwagens signifikant verändern können.
- Grundlagen des modernen Produktmanagements und des klassischen Produktlebenszyklus.
- Definition und technologische Komponenten der Digitalisierung (Industrie 4.0, Smart Factory, Digitale Zwillinge, Big Data).
- Analyse des Produktlebenszyklus von Automobilen unter Berücksichtigung von Innovationszyklen und Facelifts.
- Praxisbeispiel der Next e.GO Mobile zur Veranschaulichung digitalisierter Produktionsprozesse.
- Herausforderungen, Chancen und Risiken der digitalen Transformation in der Automobilproduktion.
Auszug aus dem Buch
3.2 Industrie 4.0 & Smart Factory in der Automobilindustrie am Beispiel der Next e.Go Mobile
Im Handelsblatt (2019) aber auch in der Automobilwoche (2017), wird die Next e.GO Mobile als die „Industrie 4.0 Produktion“ angepriesen. (Delhaes, Scheurer & Tyborski,2019). Doch was macht diese Produktion zu einer Industrie 4.0 Produktion. Die Produktion ist zu 80 % automatisiert. Neben den autonom fahrenden Transportsystemen, die das Chassis aufnehmen und zu jeder Station fahren bis hin zu vernetzten Werkzeugen wie z.B. ein Drehmomentschlüssel, der sein Drehmoment aus dem System heraus automatisiert umstellt und das je nach Prozessschritt in der jeweiligen Station. Ziel ist es den Mitarbeiter zu 100 % zu unterstützten und Fehlervermeidung zu betreiben.
Auch in Puncto Qualität ist die e.GO auf den neuesten Stand. Im sogenannten „Qualitätstunnel“ kann durch eine spezielle Software der Firma PTC mögliche Fehler auf der Karosserie oder Interieur genau dokumentiert und markiert werden. Diese Information gelangt sofort in die anderen Systeme. Man verspricht sich dadurch eine Reduzierung der Bearbeitungszeit von 45 min auf 10 min. (HPE,2020,01:24)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Problemstellung und Forschungsfrage: Einführung in die Relevanz der Digitalisierung für die Automobilbranche und Formulierung der Fragestellung zur Veränderung des Produktlebenszyklus.
2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Begriffe Produktmanagement, Produktlebenszyklus sowie zentraler digitaler Konzepte wie Industrie 4.0 und Smart Factory.
3 Das Personalkraftfahrzeug: Untersuchung des Lebenszyklus von Pkw, Analyse der digitalen Fertigung bei Next e.GO Mobile sowie Diskussion der Auswirkungen auf das Produktmanagement und Risiken.
4 Zusammenfassung: Fazit der Arbeit, dass Daten vor allem die Lebensdauer und Produktionseffizienz beeinflussen, aber nicht zwangsläufig den gesamten Lebenszyklus transformieren.
5 Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Produktlebenszyklus, Automobilindustrie, Industrie 4.0, Smart Factory, Produktmanagement, Big Data, Digitale Zwillinge, Prozessoptimierung, Next e.GO Mobile, Transparenz, Wertschöpfungskette, Qualitätssicherung, Automatisierung, Datenmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie Digitalisierung und Datentransparenz die traditionellen Prozesse des Produktlebenszyklus in der Automobilbranche beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Hausarbeit?
Zu den Kerngebieten zählen das Produktmanagement, der klassische Produktlebenszyklus von Automobilen sowie moderne technologische Ansätze wie Industrie 4.0 und die Smart Factory.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, ob die zunehmende digitale Transparenz einen messbaren Einfluss auf den Produktlebenszyklus eines Pkw hat und diesen zeitlich verkürzen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die theoretische Grundlagen mit Praxisbeispielen, insbesondere der Next e.GO Mobile, verknüpft und durch Experteninformationen ergänzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen definiert, der spezifische Lebenszyklus von Pkw dargelegt und die Anwendung von Smart Factory-Konzepten anhand der Next e.GO Mobile analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Digitalisierung, Produktlebenszyklus, Industrie 4.0, Smart Factory, Produktmanagement und Datenanalyse.
Warum wird Next e.GO Mobile als Fallbeispiel verwendet?
Next e.GO Mobile gilt als Vorreiter einer vollständig digitalisierten Produktion, die verdeutlicht, wie durch Datennutzung Entwicklungszeiten signifikant verkürzt werden können.
Welche Rolle spielt das "Facelift" für den Lebenszyklus?
Das Facelift dient dazu, ein Modell in der Reifephase durch Designänderungen erneut attraktiv zu machen und den Lebenszyklus sowie den Umsatz zu verlängern.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2020, Der Produktlebenszyklus. Ein Kraftfahrzeug im digitalen Zeitalters, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1002027