Barabara Beuys - Familienleben in Deutschland


Referat / Aufsatz (Schule), 2001

9 Seiten, Note: 15 Punkte


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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kommentar zum ganzen Buch

3. Kommentar zur Auswahl des Kapitels

4. Inhaltsangabe zum Kapitel

5. Die Pest, der „Schwarze Tod“

6. Das Leben des Johannes Butzbach

7. Das Leben und der Einfluß Avicennas

8. Schlußbemerkung

9. Quellennachweis

1. Einleitung

Angeregt durch Frau Bauer laß ich das Buch „Familienleben in Deutschland“ von Barbara Beuys. Das Buch ist einfach aufgebaut. Barbara Beuys versucht einen Einblick in die Vergangenheit der deutschen Familie zu geben. Sie erzählt die private Geschichte der Menschen, die vom Auftauchen der Germanen bis heute im Gebiet des Deutschen Reiches zu Hause waren.

Barbara Beuys, geboren 1943, studierte Geschichte, Philosophie, und Soziologie. 1969 promovierte sie mit einer Arbeit über die US-Präsidenten und wurde 1974 Redakteurin beim Stern. Des weiteren schrieb sie 1979 die Biographie „Der große Kurfürst. Der Mann der Preußen schuf.“

2. Kommentar zum Buch

Das Buch ist einfach zu lesen und ohne komplizierte Gedankengänge. Auch schreibt Beuys in einer so mitreißenden Art und Weise, dass man das Gefühl hat mitten bei den Merowingern zu stecken, oder bei einer Familie des Barocks gelandet zu sein. Barbara Beuys ging es nicht darum, ein Buch rein nur über die politischen oder wirtschaftlichen Fakten zu schreiben. Nein, vielmehr interessierte sie das Leben der einzelnen Menschen dieser Zeit, wie ging es den Kindern, den Großfamilien, den Reichen und Mächtigen, wie weit war die medizinische Versorgung, die Lebenserwartung, die Chancen und Möglichkeiten eines Individuums in der Vergangenheit.

Durch Zeugenaussagen und zeitgenössische Quellen kommt sie der Wahrheit sehr nahe und deckt somit ein Stück unserer Vergangenheit auf.

3. Kommentar zur Auswahl des Kapitels

Um das Thema meines Referates vertiefen zu können schien es mir als die beste Lösung, eines der vielen Kapitel herauszugreifen und diese Zeit, bzw. diesen Abschnitt unserer Vergangenheit zu beleuchten.

Die Auswahl viel mir nicht leicht.

Zuerst wollte ich das Kapitel über die Arbeiterfamilien zur Zeit der Industrialisierung behandeln, jedoch ist dieses Thema schon ausreichend im Unterricht vorgekommen. War jetzt die „Sexualmoral der frühen Kirche“ interessanter oder das „Leben auf der Burg“? Ich entschied mich dann aber doch für das Thema „ Vom Schwarzen Tod und der Kindererziehung“. Dieses Kapitel hat mich besonders fasziniert. Wie kann Menschen ein solches Leid zustoßen und sie kämpfen weiterhin um ihr Überleben. Auch das Problem der großen Kindersterblichkeit und das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern schien mir sehr interessant.

4. Inhaltsangabe über das Kapitel

Beuys gab dem Kapitel „Vom Schwarzen Tod und der Kindererziehung“ die Untertitel : Im Durchschnitt kaum zwei Kinder/

Die Ärzte empfehlen Liebe und Muttermilch/ Schüler auf der Landstraße Anhand dieser Untertitel werde ich den Inhalt des Kapitels erläutern.

Im Durchschnitt kaum zwei Kinder:

Beuys zählt zwei Schrecken des Mittelalters auf, für die es damals keine Lösung gab. Zum einen die immer wieder kommende Seuche Pest, die Menschen zu Tausenden dahinrafft. Aber auch der leise, schleichende Aussatz (Aus-satz, von aussetzten, unter Quarantäne stellen). Das Konzil zu Orléans erklärt 549 n. Chr., dass sich die Bischöfe den Leprakranken annehmen müssen.

Hart war jedoch, dass Leprosen getrennt werden müssen von der übrigen Gesellschaft. So hart dieses Urteil klingen mag, es war die einzige Möglichkeit, weitere Menschen vor diesem Elend zu bewahren.

Durch das vermehrte Aufkommen der Städte zu dieser Zeit wurde diese Krankheit noch gefördert. Menschen lebten zu Hunderten auf kleinem Raum, es gab nur kleine Straßen und Gassen, die Straßenreinigung sowie die Kanalisation funktionierten gar nicht oder nur unzureichend.

Lepra breitete sich so rasch aus, dass man die Erkrankten nicht mehr nur vor das Stadttor jagen konnte. Als Lösung wurden die Siechen - und Leprahäuser gebaut. Paradox jedoch ist, dass diese Häuser meist im Zentrum der Städte standen, um von dem Mitleid der Reisenden zu profitieren.

Das Leben für einen Aussätzigen ist genau festgehalten.

Ein Bischof aus Trier dazu: Es ist dir verboten, jemals in die Kirchen, auf den Markt, in die Mühlen, an den Backofen und in die Versammlung zu gehen. Es ist dir verboten, deine HÄnde und was du sonst zu waschen nötig hast, in Quellen und Rinnen von irgendwelchem Wasser zu waschen Ich gebiete dir außerdem, nur einherzugehen in deinem Leprosenanzug, damit du von anderen erkannt werden kannst

Jungendliche, sowie auch Erwachsene wurden jeden Tag mit diesem Leid und diesen Schicksalen konfrontiert. Jedoch konnten die Kinder auch die Solidarität und die Gemeinschaft sehen. Gesunde sorgten für die Kranken.

Nun aber zur Pest.

Die Pest ist im Vergleich zum Aussatz das größere Übel. Bedeutete es an Lepra zu erkranken das soziale, jedoch nicht das physische Ende, so war die Pest das Todesurteil des Kranken.

Es gibt unterschiedliche Symptome dieser Krankheit. Es soll Kinder gegeben haben, die lachend und hüpfend in den Tod gingen oder friedlich einschliefen. Anders jedoch, und das scheint die häufigere Sterbensweise gewesen zu sein, wurden die Menschen vor Schmerzen wahnsinnig und stürzten sich Fenster und Treppen hinunter, um von diesen Qualen erlöst zu werden.

Nach Einbruch dieser Krankheit war das einzelne Leben nichts mehr wert.

Die Pest war bekannt und die Menschen mit diesem Sterben vertraut. Doch das „große Sterben“ in der Mitte des 14. Jahrhunderts übertraf alles davor Dagewesene.

Der Stadtschreiber von Lüneburg bezeichnete die Zeit für die Nachgeborenen und Überlebenden als die „Jahre der großen Unmenschlichkeit“. In leeren Häusern schrien Alte und Kinder vor Hunger. Allein in Hamburg sterben

18 von 40 Metzgern

12 von 34 Bäckermeistern

27 von 50 städtischen Bediensteten

16 von 21 Ratsherren

Die Pest als Ursache des Geburtenrückgangs?

Nach diesem Dahinraffen der Menschheit war es den Überlebenden vollkommen klar, man müsse die Welt wieder mit Leben füllen. Keiner wollte mehr allein bleiben, nachdem er alle die ihm lieb und kostbar waren, auf ihrem letzten Weg begleitet hatte. Es wurde geheiratet und Kinder in die Welt gesetzt.

Doch auch das war nur die Ruhe vor einem weiteren Sturm. Die Pest kam wieder und nur die, welche genug Reserven hatten, konnten überleben. Mit dieser Erkenntnis fing der Rückgang der Geburtenrate an. Kinder kosteten Geld, und dieses Geld sollte doch in erster Linie mal den Menschen das Überleben sichern. Es wurde sowieso nicht garantiert, das kleine Kinder über das Säuglingsalter hinauskommen werden.

Als kleines Beispiel: Konrad Rohrbach (Gründer eines wohlhabenden Patriziergeschlechtes)

Er starb 1400. In den folgenden 150 Jahren wurden in der Familie Rohrbach 65 Kinder geboren. Nur 18 davon überlebten ihre Eltern, nur 12 heirateten. Einige gingen ins Kloster, andere wurden Priester.

Es starben bald mehr Menschen, als geboren wurden. Zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert kamen bei 1000 Menschen auf 39 Geburten 41 Tote.

Wie groß war die mittelalterliche Familie zu dieser Zeit?

In Nürnberg waren es am Ende des 15.Jahrhunderts nur 1,64 Kinder, in Frankfurt 1,81.

➔ Im Durchschnitt kaum zwei Kinder

DieÄrzte empfehlen Liebe und Muttermilch:

Was muß in diesen Menschen vorgehen, die Jahr für Jahr ihre Kinder zu Grabe tragen. Fängt man noch an ein kleines Kind zu lieben und zu schätzen? Oder muß man hart und abgestumpft sein, um dieses Leid ertragen zu können.

Der arabische Mediziner und Theologe Avicenna wusste schon anfangs des zweiten Jahrtausends, was gut für die Kleinen war.

Falls eine Mutter samt Kind die Geburt überleben sollte, war Avicennas Rat folgender: „Wenn irgend möglich, wird das Kind von seiner Mutter gestillt; denn Muttermilch nährt am besten, weil sie der Ernährung im Mutterleib am nächsten kommt...Es genügt, das Kind zwei-bis dreimal (täglich) anzulegen, anfangs soll es nicht zuviel Milch erhalten...Gewöhnlich wird das Kind zwei Jahre lang gestillt“

Doch die, die reich waren und in besseren Kreisen verkehrten, schlugen diesen Ratschlag in die Luft. Es war immer noch Gang und Gebe, die kleinen Kinder von Ammen ernähren zu lassen, ebenso wie die Angewohnheit, die Säuglinge von Hals bis Fuß zu wickeln. Felix Würtz, ein Züricher Arzt, warnte davor dies zu übertreiben, da die Säuglinge solche Schmerzen dabei erleiden, „ daßich mit den Kindern aus großem erbarmen und mitleiden hÄtte gnugsam weinen mögen “ .

Dass man Kinder mit Strenge erziehen müsse, lehrte aber die Kirche. Dazu Walther von der Vogelweide: „ Niemand kann mit Ruten Kindererziehung erzwingen “

Im Jahre 1237 geschah es in Erfurt, dass sich mehr als tausend Kinder auf den Weg machten nach Arnstadt. Erst am nächsten Morgen holten die Eltern ihre vermissten Kinder zurück. Niemand wusste, was oder wer diese Kinder dazu trieb, ihre Stadt hüpfend und lachend zu verlassen. Die Geschichte vom Rattenfänger von Hameln kam auf und wurde als Warnung gesehen.

➔ DieÄrzte empfehlen Liebe und Muttermilch

Schüler auf der Landstraße:

Zu dieser Zeit war es nicht ungewöhnlich, dass Schüler auf sich allein gestellt durch das Land reisten.

Johannes Butzbach ist ein typisches Beispiel für diese Art zu lernen und Lebenserfahrung zu sammeln. (siehe 6. Butzbach)

5. Die Pest, der „Schwarze Tod“

Was ist die Pest?

(Pest: lateinisch = Seuche, Unglück, Verderben)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Rattenfloh

Es gibt 2 Arten von Pest: Die Beulen/Bubonenpest und die Lungenpest.

Erstere wird durch Rattenflöhe auf den Menschen übertragen. So wie in der Mitte des 14. Jahrhunderts die schwarze Hausratte von Konstantinopel den „Schwarzen Tod“ brachte. Die wesentlich gefährlichere und ansteckender Pestform ist die Lungenpest. Sie wird direkt von Mensch zu Mensch übertragen, durch Tröpfcheninfektion.

Die Inkubationszeit der Beulenpest beträgt 2-10 Tage und macht sich durch auffallende Symptome bemerkbar. Wie: Anschwellen der Lymphknoten, geschwollene Zunge, brennender Durst, hohes Fieber (40°-42°C), Schüttelfrost, ...sowie die gänseeigrossen schwarzblauen Beulen. Die Überlebenschance beträgt zu diesem Zeitpunkt noch 40-50%. Wenn aber diese Art von Pest nicht erkannt wird, breitet sich die Lungenpest aus und man ist unheilbar krank. Nach spätestens 5 Tagen tritt der Tod ein. Heute ist es möglich, beide Formen der Pest mit Antibiotika zu behandeln.

Wie kam es zur Infektion?

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Pestbakterien

Das Pestbakterium (Yersinia pestis) kommt in Nagetieren der zentralasiatischen Steppen vor. Durch die Blutaufnahme des Rattenflohs gelangten die Bakterien in dessen Magen-Darm-Kanal. Dieser infizierte Haus-und Wanderratten, die zu dieser Zeit noch in Gemeinschaft mit Menschen lebten. Werden Menschen von diesem Rattenfloh gebissen, gelangen die Pestbakterien in die Blutbahn des Menschen. Dann entsteht ein Kampf zwischen dem nächstgelegen Lymphknoten und den Bakterien. Dadurch schwellen die Knoten zu Faustgröße an und verfärben sich dunkel. Während ihrer Ausbreitung setzten die Bakterien ihr Toxin aus, welches das Gewebe zersetzt und zu einer einzigen geschwollenen, sulzigen Masse wird. Auch die Lungen könne befallen werden und der Tod tritt durch Luftknappheit und Kreislaufversagen ein.

Die Historik der Pest

Die Pest ist die schlimmste Krankheit der Geschichte. Bei der großen Pestepidemie in der Mitte des 14. Jahrhunderts in Europa starb ein Drittel der gesamten Bevölkerung am schwarzen Tod.

Doch auch schon früher wütete die Pest. Die Antike blieb ebenso nicht verschont wie der römische Kaiser Marc Aurel. Immer wieder gipfelte die Pest in einem schwarzen Höhepunkt.

Es gelang ab etwa 1740 durch ein besseres Hygieneverständnis und durch Ausrottungsversuche der Ratten die Pest in Europa einzudämmen. Doch noch heute ereignen sich besonders in Drittweltländern Pestausbrüche (Indien 1994).

Bekämpfung der Pest und Prävention

Die Pest war im Mittelalter so gut wie nicht bekannt. Deshalb wurden alle möglichen Mittelchen zur Heilung ausprobiert. Rauch, Essig, Schwefel und Parfum wurden zur Desinfektion verwendet. (Anmerkung: Aus diesem Parfum wurde das weltberühmte „Echt Kölnisch Wasser“ entwickelt!!).

Schnabeldoktoren (Bild unten)öffneten die Pestbeulen und ließen Eiter und Blut abfließen.

Der einzige Weg die Pest einzudämmen war die Isolation und Quarantäne.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Heute stehen effiziente Heilmittel zur Verfügung, wie zum Beispiel diverse Antibiotika. Auch gewährleistet eine Impfung einen 5monatigen Schutz.

Die einzigen, effektiven Methoden zur Bekämpfung der Pest sind Quarantäne, Isolation und die Bekämpfung der Ratten.

Zukunft der Pest

Pestepidemien im Stil des Mittelalters gehören der Vergangenheit an. Der Schrecken vor dieser Krankheit sitzt jedoch noch tief. Und auch heute noch gibt es Ausbrüche der tödlichen Seuche. Pro Jahr werden heute 140 Pesttote gezählt. Waren es doch vor einigen Jahrzehnten nicht noch einige weniger. Auch die Anzahl der Erkrankungen stieg zwischen 1981 und 1991 über 100% an. Und auch Experten befürchten einen weiteren Anstieg.

6. Das Leben des Johannes Butzbach

Johannes Butzbach ist der erste, der seine Kindheit in deutscher Sprache in seinem Wanderbüchlein niederschrieb. Butzbach wurde 1478 in Miltenberg am Main geboren. Er litt in seiner Kindheit nicht an der Rute des Lehrers oder der Strenge der Eltern. Aber er bekam auch nicht die Liebe und Führsorge die ein 10jähriger heutzutage empfängt. Seine Eltern ließen ihn ohne zu Zögern in die große weite Welt ziehen.

Butzbach kam mit 6 Jahren in die Schule, war aber kein sehr aufmerksamer Schüler. Er verbrachte die meiste Zeit in einem alten Kahn. Als er beim Schwänzen mal wieder erwischt wird, geht seine Mutter mit ihm in die Schule. Dort erwartet sie schon der Lehrer, „ ließmir die Kleider vom Leibe reißen und mich an einen Pfosten festbinden und nun schlug der harte Mann auf das heftigste und unbarmherzigste aus LeibeskrÄften mit der Rute auf mich los “ .

Doch Butzbachs Mutter, die die Schule schon verlassen hatte, hörte die verzweifelten Schreie ihres Sohnes und schritt wütend zurück zum Lehrer. Frau Butzbach verklagte den Lehrer und dieser wurde von der Schule gejagt. Eine Frau war dazu Autoritätsperson genug.

1490 fingen Johannes Wanderjahre an. Er wurde ein sogenannter „Schütze“ eines älteren Schülers. Johannes kam jedoch an den Falschen. Ihm wurde gelehrt wie man bettelt, singt und stiehlt, da nicht genug Geld da war.

Von Lernen war nie die Rede.

Doch die Rechnungen und Vermutungen moderner Analysen gehen hier nicht auf. Die Tatsache, dass er auf sich allein gestellt war und keine menschliche Nähe gespürt hatte, schadete Butzbach wohl in keiner Weise.

Denn trotz seiner unsteten Jugendjahren wurde er ein Mann von Welt. Zuerst Mönch, dann Kunsthistoriker und schließlich sogar Prior im berühmten Kloster Maria Laach in der Eifel.

7. Das Leben und der Einfluß Avicennas

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Avicenna

Abu Ali al-Hussein Ibn Abdallah Ibn Sina

Arzt, Naturwissenschaftler, Philosoph, Astronom

Avicenna (geboren 979 in Afschana (Usbekistan)) gilt in der orientalischen Welt als einer der wichtigsten Ärzte und Gelehrten aller Zeiten. Mit ihm, dem „Fürsten der Ärzte“, wie er auch genannt wurde, erreichte die orientalische Medizin ihren Höhepunkt. Auch in Europa galt er bis zur modernen Medizin als unbestrittene Autorität.

Durch seine Autobiographie erfahren wir, dass Avicenna Philosophie und Medizin studiert hatte und durch die Hilfe einer großen Hinterlassenschaft war es ihm möglich, durch das Land zu reisen und an verschiedenen persischen Höfen zu dienen. Er bekam den Ehrentitel des Scheichs und starb mit 58 Jahren aufgrund seines ausschweifenden Lebenswandels in Hamadan (Persien).

Sein 1030 entstandenes Hauptwerk Al-quanum fit at-tipp (=canon medicinae/ Kanon der Medizin) wurde zum Meilenstein der Medizin. Es ist gleichbedeutend wie die Schriften Hippokrates (um 460 - ca 370 v.Chr.) und des Galen (129 - 199 v.Chr.). Auch in der Philosophie gelangen ihm einige Durchbrüche. Er befasste sich mit den Lehren Aristoteles und leugnete die Unsterblichkeit der Seele.

Seine Gedanken und Schriften beeinflußten unter anderem den scholastischen Denker und Theologen Thomas von Aquin (1225 -1274).

Wie groß sein Ansehen selbst im christlichen Abendland war, zeigt sich auch an der Tatsache, dass ein Abbild von ihm ein buntes Fenster des Mailänder Doms ziert.

8. Schlußbemerkung

Nun habe ich alle mir wichtig erscheinenden Aspekte dieses Themas aufgegriffen und bearbeitet. Die Fülle des Materials, das ich bei meinen Recherchen fand, war zwar sehr umfangreich aber ich denke, ich habe alles Wichtige geschrieben und erläutert. Im Nachhinein muß ich sagen, dass dieses Thema um einiges interessanter war als ich es erwartet hätte. Namen wie Avicenna waren mir bis jetzt nicht bekannt (und doch ist er einer der bedeuteten Mediziner unserer Geschichte).

Wer sich einmal mit einem so ausschweifendem Thema befasst hat weiss, was Arbeit bedeutet, aber es fiel mir um einiges leichter Quellen und Informationen zusammenzutragen, als irgendwelche trockenen Texte zusammenzufassen.

Das Buch Barbara Beuys ist für jeden, der auch nur annähernd Lust hat seine, bzw. die Vergangenheit der Menschheit zu entdecken, ein Muss.

9. Quellennachweis

Benutzte Quellen:

Barbara Beuys: Familienleben in Deutschland dtv-Atlas

Encarta Enzyklopädie

medicine worldwide online

9 von 9 Seiten

Details

Titel
Barabara Beuys - Familienleben in Deutschland
Note
15 Punkte
Autor
Jahr
2001
Seiten
9
Katalognummer
V100207
Dateigröße
450 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Familienleben in Deutschland, Pest, Kindererziehung, Butzbach, Avicenna
Arbeit zitieren
Maja Brandl (Autor), 2001, Barabara Beuys - Familienleben in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100207

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