Entwicklung der Frau in der Geschichte


Referat / Aufsatz (Schule), 2001
13 Seiten

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Frauen

- Wie wird die traditionelle Rolle der Frau gesehen und begründet?

- Welche Rechte und Freiräume gab es?

- Wo gibt und gab es Ansätze zu Veränderungen

Einführung:

- nach Tausenden von Jahren der Männerherrschaft benötigt man weiterhin Gruppierungen, die für die Rechte der Frauen und gegen Privilegien der Männer kämpfen

- angeblich schafft erst die Gesellschaft den Unterschied zwischen Mann und Frau

- Universalistinnen M Differentialistinnen

- Klischees, ,,Unterdrückung" zu Hause und auf dem Arbeitsmarkt

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Stellung der Frau in Kreta & Mykene:

Minoische Kultur (ab 2600 v. Chr.):

- Frauen hatten hohe, angesehene Stellung

1. 5. Jahrhundert v. Chr.: ,,Recht von Gortyn" auf Kreta gefunden

- Matriarchalische Elemente:

- Ehefrau hat nach der Hochzeit freies Verfügungsrecht über ihr Vermögen

- kann sich scheiden lassen

- behält ihren Besitz, hat Anspruch auf die Hälfte des Familienbesitzes

- Ehemann zieht ins Haus der Braut

- Abstammung: Name der Mutter!!

- Mutter (un)frei - Kinder (un)frei

* hohe soziale Position, Unabhängigkeit gegenüber Ehemann

Die Rolle der Frau in der mykenischen Zeit (1600-1200 v. Chr.):

- differenzierter als Stellung der Frau in minoischer Zeit

¢ Frauen der Oberschicht

- absolute Herrin innerhalb des Hauses

- ,,Schlüsselgewalt"

- verantwortlich für Produktivität des häuslichen Wirtschaftsbereiches

- Abhängigkeit von der hohen sozialen Position des Gatten (z.B. Penelope)

1. Bsp.: ,,schöne Helena"

- lief ihrem Gatten davon

- Verstoß gegen Recht und Moral

* Handeln gegen patriarchalische Verhältnisse

i Hetäre (von griech. Hetaira = Gefährtin)

- oft sehr gut ausgebildet (Musik, Tanz, Gesang)

- Gesprächspartnerin und Begleiterin (denn die Ehefrau war im Haushalt) bei Gelagen, Festen, Gastmählern

---- Beschreibe die gesellschaftliche Rolle der Frauen in Athen ----

---- Arbeitet heraus inwiefern Aspasia ein Sonderfall war und wie man in Athen mit ihrer Ausnahmeerscheinung umgeht ----

Literatur:

1. Medeia

- zauberkundige Königstochter

- Rache, nachdem Held sich anderer Frau zuwendete

- tötet eigene Söhne

- Widerstreit zwischen Vernunft & Leidenschaft

- von Trieben beherrscht

- das Böse an sich, ,,ewige Strafe" für Männer

- Wurzel allen Übels

- scham- und hemmungslos

2. Kult und Orakel

- Gleichberechtigung: Priester-Priesterin (Priesterin der obersten Stadtgöttin hatte sogar politischen Einfluss)

- Orakel von Delphi: Pythia = gehobene Stellung (Gleichberechtigung zugunsten der Frau verschoben)

ABER: geringes Sozialprestige (Tabus,...); Weitergabe des Orakels (Wiedergabe/ Ausspruch) durch einen Mann

- religiöse Feste teilweise nur für Frauen

- vielfältiges Aufgabenfeld M Klischee von eingeengter athenischer Frau

SPÄTER: Einschränkung religiöser Rechte der Frau (kritiklos hingenommen

Funktion der Ehe(frauen):

- legitime Nachfolger

- Sicherung des Erbes

- Sicherung des Bürgerrechts innerhalb der Polis - innerhalb der Familie (· Vollbürger, die wählen können)

- Abgrenzung gegenüber Ausländern

- soziale Sicherung des ,,oikos" (Generationenvertrag

- neue Generation sorgt für die alte)

- allgemeine politische Funktion:

- oikos als Grundlage für den Staat

- Stabilität der Polis durch die kleinste Gemeinschaft

Xenophon: (relativ fortschrittlich)

- ungleichartig (von der Physis, zum Teil vom Charakter)

- gleichrangig, gleichartig

- beide müssen sich ergänzen, brauchen einander

* das Prinzip der Nützlichkeit bestimmt die Ungleichartigkeit

Die römische Frau:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

---- Auffassung von Titus Livius ----

Vergleich römische mit griechischer Frau:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

- Bsp.:

- Ciceros Frau Terentia: reicher als ihr Mann, finanzielle Selbständigkeit

- Eumachia aus Pompeji: übte kein politisches Amt aus, gehörte aber zu den gesellschaftlich wichtigen und geachteten Persönlichkeiten ihrer Stadt

Hildegard von Bingen:

- Dichterin, Ärztin, Theologin, Komponistin (breites Spektrum)

- starken Einfluss in der ,,männer-kirchlich"-dominierten Welt

- Ermahnungen an Männer!

- Autorität

- wichtig: früher Kontakt (da sie unsicher war) mit dem Papst (- höchste Autorität)

- überzeugte den Papst (trotz patriarchalischer Ordnung)

- Anerkennung * keine weiteren Probleme

i Hospital (lat. Hospitalia) - Gastraum für Reisende, Kranke, Bedürftige, Pilger

- Prinzip später abgeschaut

Frauenarbeit im MA (Beispiele):

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Hebamme:

Reine Frauendomäne, heilkundige Frauen, weise Frauen

- Wissen gehütet (Frauenwissen)

- führt zu Verdächtigungen und Verurteilungen

- Verdacht , Hexen zu sein; 1487 ,,Hexenkammer"

Stadt richtet Kontrolle ein:

- Hebammenprüfungen

- Kontrolle ihrer Tätigkeit

- städtische Anstellung und Besoldung

Stellung der Frau im Handwerk (mittelalterliche Stadt):

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Portrait eines durchschnittlichen Revolutionärs:

- beruft sich auf: Vertreter der Aufklärung wie Voltaire (Meinung: Frauen sollen den Männern untertan sein) und Rousseau (traditionelle Vorstellung der Rolle der Frau; Mann als Vertreter des Verstandes, Frau vom Herz regiert und ihrem Geschmack, beschränkte Moral, Mädchen soll zur liebenden Gattin und Hausmutter ausgebildet werden)

- ist nicht einverstanden mit Frauen wie Maria Olympe de Gouges und ihre ,,Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin"

- ist dafür, dass das aktive und passive Wahlrecht allein dem männlichen Teil der Bürgerschaft vorbehalten bleibt (wie es in der Verfassung von 1791 festgeschrieben ist)

- er registriert eventuelle Antoine de Condorcets Schrift ,,Über die Zulassung der Frau zum Bürgerrecht" - aber wenn überhaupt, so bleiben es für ihn rein theoretische Überlegungen, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun haben - Condorcet ist für ihn zwar eine wichtige politische Figur als zeitweiliger Präsident der Nationalversammlung, aber dieser selbst tut ja auch nichts für die Umsetzung der Ideen, also fühlt er sich bestärkt in seiner Haltung, Frauen hätten in der

Politik nichts zu suchen

- er findet, dass es schon ein sehr großes Zugeständnis ist, dass Frauen in manchen politischen Klubs zugelassen werden und dort vom Redepult aus sprechen dürfen und sogar abstimmen (allerdings in begrenzter Zahl; Frauenquote: ¼ der Gesamtmitglieder dürfen Frauen sein bei der ,,societé fraternelle de l'un et l'autre sexe")

- sehr ablehnend steht er reinen Frauenklubs gegenüber, wie sie seit 1790 in Paris und der Province entstehen, aber ihre karitative Tätigkeit schätz er (Krankenpflege, soziale Hilfeleistungen, Dienste für die Ausrüstung der Armee)

- auch die Tatsache, dass Frauen in der Nationalversammlung zugelassen sind (seit 1789) und dort sogar das Rederecht erhalten, empfindet er schon als Zumutung

- Zustimmung äußert er hingegen, als im April 1793 der Abgeordnete Lanjuisnais vor dem Konvent erklärt, der Stand der sittlichen Reife der Frau und ihre mangelhafte Vorbildung machen es notwendig, Entscheidungen über die Bürgerrechte der Frau für mehrere Jahre zu vertagen

- obwohl nun Seite an Seite an revolutionären Aktionen teilgenommen hatte, behält er seine Vorbehalte gegen weibliche Aktivität in der Öffentlichkeit und sie nahmen im Verlauf der Revolution noch zu (seit 1792)

- er ist wie viele seiner Mitstreiter misstrauisch und verweist die Frau auf die Verpflichtungen innerhalb der Sphäre des Haushalts

- er ist schließlich völlig einverstanden mit dem Verbot feindlicher Frauenvereine seit dem 30.10.1793 (Begründung: die Frauen hätten nicht die nötige Charakterstärke, um an Staatsgeschäften beteiligt zu werden; vernachlässigen ihre eigentlichen Aufgaben, oft mangelnde politische Vorbildung = Gefahr für die öffentliche Sicherheit)

- er stimmt auch einem Beschluss des Verbots von 1794 zu: untersagt Zulassung von Frauen bei öffentlichen Versammlungen

- obwohl bei der Niederschlagung der letzten großen Volksaufstände (April/ Mai 1795) Frauen sich wieder rege beteiligen will auch ,,Mann" sie es der politischen Öffentlichkeit verboten sehen

- am liebsten sieht ,,Mann" die Frau in der Rolle der Dienenden: (siehe auch Wehrgesetz des Konvents vom 23. April 1793)

- Zelte fertigen + Kleider

- in den Lazaretten dienen

- Frau soll zunächst Mutter sein und ihr Kind nähren (stillen) - nur die stillende Frau ist eine wirkliche Mutter!!

- Mutter soll 5 Jahre lang Söhne und Töchter erziehen, danach nur noch Mädchen, sie werden im Hause der Mutter erzogen

- es wird streng auf Sitte bei jungen Mädchen geachtet (älter als 10 Jahre in der Öffentlichkeit nicht ohne Mutter, Vater oder Vormund)

Portrait einer durchschnittlichen Frau aus dem Bürger- oder Kleinbürgertum wie es bei den Revolutionären vorherrschte:

Bsp: Anne Pauline Léon (Biographie, Daten)

- enge Bindung an die Familie/ hilft Mutter, Geschwister großzuziehen

- nach Heirat Verpflichtung, Handel der Mutter selbständig zu führen - von da an ganz im Hause tätig

- 1789 · Tage der Einnahme der Bastille

- politische Agitation (Aufstacheln der Bürger gegen die Tyrannen)

- Barrikadenaufbau

- Einsetzen aller möglichen Mittel, um Lafayette (für sie ein Verräter) zu entlarven

- Stürmung einer Wohnung

- Teilnahme an Veranstaltungen der politischen Klubs (Cordeliers, Brüderliche Gesellschaft beider Geschlechter, Volksgesellschaft Mutius Scaevola)

- Protestaktion gegen Fluchtversuch des Königs und seiner Familie

- Bittschrift - Unterzeichnung auf dem Marsfeld (Bedrohung mit Gefängnis und Misshandlung schrecken sie nicht zurück)

- sogar mit Pike bewaffnet bei Demonstrationen gegen den König

- Unterzeichnung der Petition, die Tod des Königs fordert

- Anstrengungen, einen revolutionären Frauenklub zu gründen - Ziel: Durchsetzung der revolutionären Ideen beschleunigen

- gründet den ,,Klub republikanisch-revolutionärer Bürgerinnen"

- Verbreitung von revolutionären Grundsätzen: Gleichheit, Einheit und Unteilbarkeit der Republik

- Eintreten für republikanische Verfassung von 1793

- Rede in Nationalkonvent anlässlich der Verabschiedung der Verfassung von 1793

- Trennung vom Ehemann, der auch Revolutionär ist, ertragen (nach Heirat: kümmert sich um das Haus und häusliche Tugenden

- so wie Anne-Pauline klingt, hat sie sich den ,,Institutions" von St. Just (1793/94) gebeugt (- Grundzüge einer zukünftigen Gesellschaft - u.a.: Mutter erzieht 5 Jahre lang, stillt das Kind, Mädchen werden im Hause der Mutter erzogen, strenge Sittenregel)

- ob sie einverstanden ist bezüglich der dienenden Funktion im Wehrgesetz vom 23. August 1793 (Frauen fertigen Kleider und Zelte, dienen in Lazaretten)

- wahrscheinlich hat sie sich keine großen Gedanken über theoretische Schriften gemacht (ihre Vorbildung war nur mäßig, Vater hatte kein Geld für glanzvolle Ausbildung)

- wahrscheinlich hat sie die gelehrten Salons + Zirkel von Frauen aus dem gehobenen Bürgertum, dem Adel und aus Künstlerkreisen abgelehnt (Mme de Stael, Mme Rohd (?), Mme Robert)

- wahrscheinlich hat sie sich auch nicht um Aufklärer wie Friedrich Melchior Grimm, der für Gleichheit der Geschlechter eintritt, gekümmert, sie war sicher viel mehr praktisch orientiert mehr für die Aktion als für die Theorie; deshalb war ihr wohl auch Condorcet nicht so wichtig, der ja auch nur theoretische und nichts für die praktische Umsetzung der Ideen tat, obwohl sie heftig seine Gedanken der gleichen Rechte vertreten hat

- Kampf um die Bürgerrechte vor allem von Frauen der gehobenen Schicht des 3. Standes durchgefochten

- sie war unter denen, die als Frauen die wirtschaftlich schwierige Situation durchzutragen hatten (auch Händler, zu ihnen gehört Anne-Pauline Léon verdiente in guten Jahren gerade so viel, dass es zur Erhaltung des eigenen Haushaltes ausreichte)

- Anne-Pauline Léon musste sich ebenfalls wie alle anderen der Verdrängung aus der Revolution beugen (1793: Frauenvereine verboten!)

- noch schlimmer ergeht es den revolutionären Frauen später zur Zeit Napoleons (Code Civil - Unterordnung der Frau, Autorität des Mannes)

Portrait einer Frau des Bürgertums zur Zeit der Französischen Revolution:

- strenge Erziehung

- schon früh eigenständig Haushalt geführt

- wenig Bildung

- Begeisterung an Geschehnissen der Revolution (u.a. Sturm auf die Bastille)

- Ermutigung der Männer

- Frauenklubs

- politische Ziele

- Kampf um Gleichberechtigung (Beteiligung an Revolution)

- Öffentlichkeit

- selbst Meinung sagen

- 17. Juli und 10. August 1792: selbst in Kampf ziehen M Nachbarn, Bekannte

- Aufruf an Leute: Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit

- Hinnahme von Opfern für das Vaterland

- Mann im Krieg

- häusliche Tugenden als Grundlage

- Verhaftung

- Tagesablauf

- Vormittag: Haushalt

- Nachmittag: Politik (Öffentlichkeit)

- Abend: Familie

- Spätabend: Club

- Vorbild: Olympe de Gouges

- Bildung

- Frauenrechte

* Männer und Frauen gleichberechtigt; Frauen beeinflussen Männer, bestimmen die Revolution

- nach Heirat: Rückfall ins Traditionelle

1. Phase: Politik, Öffentlichkeit

- aktive Phase

-- Hochzeit --

2. Phase: Familie (traditionelle Rolle)

Porträt einer Revolutionärin: (kurz) Bsp. Anne-Pauline Léon

- Verfassung 1793

- Clubgründung

- Rede im Nationalkonvent

- kritisch gegen Salons (Reiche)

- Hinnahme

- Veränderungen in der Rolle der Frau:

- keine direkten Veränderungen

- Rückschritt (rechtlich)

- Fortschritt auf längere Sicht (Bewusstsein)

- Teilnahme an revolutionären Aktionen (1789)

- 1791 Zulassung zu den Clubs

- eigene Frauenclubs, eigene Forderungen, Partizipation gefordert

- 1794 Verbot der Frauenklubs

* CODE CIVIL (Napoléon)

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Details

Titel
Entwicklung der Frau in der Geschichte
Autor
Jahr
2001
Seiten
13
Katalognummer
V100211
Dateigröße
403 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Stichwortartig, 12 Seiten.
Schlagworte
Entwicklung, Frau, Geschichte
Arbeit zitieren
Anton MAuser (Autor), 2001, Entwicklung der Frau in der Geschichte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100211

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