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Maria Ward. Ihr Institut und der Streit mit der Amtskirche bis 1631

Titel: Maria Ward. Ihr Institut und der Streit mit der Amtskirche bis 1631

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 24 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Biographien
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit soll es sein, die Probleme, die Maria Ward in ihrem Leben und bei der Gründung ihres Institutes sah, zu erläutern. Hierbei wird der Fokus auf die Probleme mit der Amtskirche gelegt, welche die Errichtung des Instituts durch Maria Ward ungemein erschwerten. In einem ersten Schritt sollen die Verhältnisse in Europa kurz betrachtet werden, wobei gerade die Rolle der Katholiken in Europa beziehungsweise in England als Hauptproblem betrachtet werden muss und unerlässlich für ein Verständnis von Maria Ward und ihrem Institut ist. Des Weiteren wird in einem kurzen Umfang die Person Maria Ward vorgestellt, allerdings nur diejenigen Aspekte, die für die Gründung des Instituts, den Auseinandersetzungen mit den Päpsten, der Amtskirche sowie den politischen Umständen von Belang sind.

In einem zweiten Teil soll dezidiert das Verhältnis von Maria Ward, ihrem Institut, der Amtskirche sowie dem weltlichen Arm in Europa betrachtet werden. Hierzu sollen einige Dokumente der Maria Ward bzw. der Gegenseite betrachtet werden. In diesem Kontext soll vor allem die Zeit von der Gründung des Institutes bis 1631 betrachtet werden. Des Weiteren wird die Bulle Pastoralis Romani Pontificis von 1631 genauer untersucht und bildet einen weiteren Schwerpunkt dieser Arbeit.
In einem letzten Schritt soll ein Fazit gezogen werden sowie ein kleiner Ausblick auf die Auswirkungen Maria Wards gegeben werden, etwa auf ihre Rolle für die Mädchenbildung sowie auf das weitere Schicksal des Institutes nach ihrem Tod.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. MARIA WARD UND DIE LAGE DER KATHOLIKEN IN ENGLAND

III. DIE GRÜNDUNG DES INSTITUTS DER ENGLISCHEN FRÄULEIN

IV. DER PAPST, DIE ANKLAGEN UND MARIA WARD

V. ZWEITER AUFSCHWUNG UND DIE AUFHEBUNG DES INSTITUTS

V.1. DIE BULLE PASTORALIS ROMANI PONTIFICI UND DIE ZERSCHLAGUNG DES INSTITUTS

VI. DAS ENDE DER MARIA WARD UND IHRES INSTITUTS

VII. FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Gründung des Instituts der Englischen Fräulein durch Maria Ward im Kontext der kirchenpolitischen Spannungen des 17. Jahrhunderts. Ziel ist es, die Gründe für die Ablehnung des Instituts durch die Amtskirche sowie die Rolle der katholischen Unterdrückung in England und Maria Wards Auseinandersetzungen mit der Kurie aufzuzeigen.

  • Die schwierige Lebenssituation der Katholiken im England des 16. und 17. Jahrhunderts.
  • Der Einfluss ignatianischer Grundsätze auf die Gründung und Struktur des Instituts.
  • Die Konflikte zwischen Maria Ward und den päpstlichen Kongregationen bezüglich der Ordensklausur.
  • Die Analyse der Bulle Pastoralis Romani Pontifici von 1631 und ihre verheerenden Folgen.
  • Die Rolle weltlicher Fürsprecher wie Maximilian I. im Spannungsfeld der Gegenreformation.

Auszug aus dem Buch

V.1. Die Bulle Pastoralis Romani Pontifici und die Zerschlagung des Instituts

Im Folgenden soll die Aufhebungsbulle vom 13. Januar 1631 genauer betrachtet werden. Des Weiteren werden die Auswirkungen der Bulle auf das Institut und auf Maria Ward untersucht. Entscheidend für ein Verständnis der Bulle sind alle bereits genannten Punkte. Das Trienter Konzil, das Wirken des englischen Weltklerus‘, der Brief nach Lüttich sowie das Wirken des Nuntius Carafa. An dieser Stelle muss auch angemerkt werden, dass Maria Ward bis Ende 1630 noch an ein Bestehen ihrer Organisation glaubte. Sie ging immer noch davon aus, dass es sich bei der Aufhebung nicht um ein offizielles päpstliches Dekret handle, sondern dass es dem alleinigen Handeln des Kardinal Bentivoglio geschuldet sei, dass sich das Institut in dieser prekären Lage befindet.

Beweis hierfür ist ein Brief, den Maria Ward an den Papst schrieb, in dem sie an die Einsicht des Papstes appelliert, ohne zu wissen, dass dieser bereits eine Entscheidung getroffen hat. Der Brief kann als Beweis gewertet werden, da es sehr unwahrscheinlich ist, dass Maria Ward eine Entscheidung des Papstes schlichtweg ignorieren würde und ihn daraufhin bitten würde, das Institut zu bestätigen, obwohl er dieses bereits verboten hatte, nicht zuletzt, da in der Satzung des Institutes geschrieben steht, dass man dem Papst zur absoluten Treue verpflichtet ist. Bereits die ersten Sätze der Bulle beginnen ungemein scharf. So wird an dieser Stelle das klassische Bild des Weinberges herangezogen, in dem die Englischen Fräulein als die Schädlinge auftreten und die gute Saat im Weinberg vernichten wollen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Hinführung zur Thematik und Erläuterung der Relevanz von Maria Wards Wirken sowie Einordnung der sehr guten Quellenlage.

II. MARIA WARD UND DIE LAGE DER KATHOLIKEN IN ENGLAND: Darstellung der bedrängten Situation der englischen Katholiken, die den Hintergrund für Maria Wards religiöses Engagement bildete.

III. DIE GRÜNDUNG DES INSTITUTS DER ENGLISCHEN FRÄULEIN: Beschreibung der Anfänge der Gemeinschaft in St. Omer und der Versuch, einen Orden nach ignatianischem Vorbild ohne strikte Klausur zu etablieren.

IV. DER PAPST, DIE ANKLAGEN UND MARIA WARD: Analyse der zehnjährigen Verhandlungen in Rom und der kirchenrechtlichen Ablehnung des Instituts aufgrund des Fehlens der Klausur.

V. ZWEITER AUFSCHWUNG UND DIE AUFHEBUNG DES INSTITUTS: Untersuchung der ambivalenten Phase zwischen dem Erfolg in katholischen Territorien und dem päpstlichen Dekret zur Aufhebung.

V.1. DIE BULLE PASTORALIS ROMANI PONTIFICI UND DIE ZERSCHLAGUNG DES INSTITUTS: Detaillierte Analyse der Bulle von 1631 und deren Funktion als offizielles Zerschlagungsinstrument der Kurie.

VI. DAS ENDE DER MARIA WARD UND IHRES INSTITUTS: Dokumentation der Inhaftierung Maria Wards und ihrer Rehabilitierung durch den Papst nach der Aufhebung ihres Werkes.

VII. FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Persönlichkeit Maria Wards und des langfristigen Erfolgs des Instituts trotz der frühen Rückschläge.

Schlüsselwörter

Maria Ward, Institut der Englischen Fräulein, IMBV, Katholikenverfolgung, Amtskirche, Gegenreformation, Klausur, Jesuitinnen, Pastoralis Romani Pontifici, Urban VIII., Ordensgründung, Kirchenrecht, Propaganda Fide, Bildungsgeschichte, Religiöse Unterdrückung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Lebensgeschichte von Maria Ward und dem konfliktreichen Prozess der Gründung ihres religiösen Instituts bis hin zur päpstlichen Aufhebung im Jahr 1631.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die europäische Kirchenpolitik des 17. Jahrhunderts, die Rolle der Frau in der Kirche, das Wirken der Jesuiten und die rechtlichen Auseinandersetzungen mit der Kurie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die kirchenpolitischen Probleme und die Gründe für die massive Ablehnung aufzuzeigen, die zur Zerschlagung des Instituts führten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geschichtswissenschaftliche Analyse, die primär auf der Auswertung edierter Quellentexte und vorhandener Standardwerke zur Forschungsgeschichte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Gründungsidee, die gescheiterten Versuche der Anerkennung in Rom, die Rolle weltlicher Fürsprecher und die finale rechtliche Vernichtung des Ordens durch die Bulle Pastoralis Romani Pontifici.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Maria Ward, Englische Fräulein, Gegenreformation, Kirchenrecht, Klausur, päpstliche Bulle, IMBV.

Warum lehnte die Amtskirche die Gründung des Instituts so entschieden ab?

Hauptgrund war das Fehlen der für Frauenorden verbindlichen Klausur gemäß der tridentinischen Vorschriften sowie der Verdacht, dass das Institut eine gefährliche „Jesuitinnen-Sekte“ sei.

Welche Bedeutung hatte der Brief Maria Wards aus dem Jahr 1630?

Der Brief, in dem sie zu Widerstand gegen die Aufhebungsversuche aufrief, wurde in Rom als Auflehnung gegen den Papst fehlinterpretiert und beschleunigte maßgeblich die Ausstellung der Aufhebungsbulle.

Inwiefern beeinflusste die politische Lage in England das Handeln Maria Wards?

Die Unterdrückung der Katholiken und die drohende Entfremdung der Jugend vom katholischen Glauben waren die treibenden Motive für Maria Ward, durch Bildung und ein neues Ordensmodell gegensteuern zu wollen.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Maria Ward. Ihr Institut und der Streit mit der Amtskirche bis 1631
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Note
1.3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
24
Katalognummer
V1003135
ISBN (eBook)
9783346380579
ISBN (Buch)
9783346380586
Sprache
Deutsch
Schlagworte
maria ward institut streit amtskirche
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Maria Ward. Ihr Institut und der Streit mit der Amtskirche bis 1631, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1003135
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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