Das Kalendersystem der Maya


Referat / Aufsatz (Schule), 2001
1 Seiten, Note: 12 Pkt.

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Die Maya besaßen drei Kalender.

Ihre Zyklen waren miteinander gekoppelt und glichen unterschiedlich großen, ineinandergreifenden Zahnrädern.

Das Sonnenjahr - haab - mit seinen 365 Tagen teilten die Maya in 18 Monate (uinal) zu je 20 Tagen (kin) ein. Um auf die 365 Tage eines Normaljahres zu kommen, hängten sie einen Kurzmonat an, den sie „Tage ohne Namen“ (uayeb) nannten. Diese fünf überschüssigen Tage galten als schutzlos und waren Unglückstage, die Glyphe dafür zeigt zwei dunkle, tote Papageien. Die Maya verbrachten die glücklosen Tage am Ende des Jahres mit Fasten, Beten und Trauern.

Der zweite Kalenderzyklus des Agrar- und Ritualkalenders tzolkin griff in das große Rad des haab ein. Er bestand aus 20 Wochen zu je 13 Tagen. Die Zahl 13 als Symbol des Himmels multipliziert mit der Zahl 20 als Symbol des Menschen (abgeleitet von der Addition der Anzahl von Zehen und Fingern des Menschen), ergab einen 260-Tage-Zyklus, der die Ernährung und Gesundheit des Volkes sichern sollte. Die regenspendenden Götter des Himmels und der auf dem Feld arbeitende Mensch konnten also nur zusammen das Leben erhalten. Der tzolkin begann Mitte Februar mit dem Abstecken der neuen Maisfelder und endete im Oktober mit dem Beginn der Haupternte. Der Anbauperiode folgten dann 100 Tage der Ernte und die 5 glücklosen Tage.

Die Anfangskombination aus jeweils einem der 365 Sonnenkalender-Tage, einer der 20 Ritualkalender-Wochen und einem der 13 dazugehörigen Tageszeichen ergab sich erst wieder nach 18980 Tagen, also 52 Jahren.

Nach Ablauf dieser Zeit endete für die Maya eine Epoche, es bestand die Gefahr einer alles zerstörenden Katastrophe. Die Angst davor wich erst, wenn nach den ersten Tagen der neuen Epoche offensichtlich wurde, dass die Götter einen weiteren Lebenszyklus gewährt hatten. Nun begann für jeden ein neues Leben: als Schlussriten zum Abschied der alten Zeit wurde Tongeschirr zerschmettert und Zeremonialagerät erneuert, auch die alten Stätten wurden verlassen und an anderen Orten neue Tempel gebaut.

Ein drittes Kalendersystem war die „lange Zählung“. Sie stellte keinen wiederkehrenden Zyklus, sondern eine absolute Jahreszählung, welche ungefähr 3100 Jahren vor Christus beginnt, dar.

Die 18 Monate der Maya:

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Details

Titel
Das Kalendersystem der Maya
Note
12 Pkt.
Autor
Jahr
2001
Seiten
1
Katalognummer
V100340
Dateigröße
318 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kalendersystem, Maya
Arbeit zitieren
Holtmann Anna Rosa (Autor), 2001, Das Kalendersystem der Maya, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100340

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