In der Arbeit werden zunächst die Begriffe Wettbewerb, Wettbewerbsanalyse und Konkurrenzanalyse definiert. Kapitel 3 betrachtet die Wettbewerbsanalyse in ihrer Gesamtheit. Es werden die Branchenstrukturanalyse, die strategischen Gruppen sowie die Analyse des einzelnen Wettbewerbers genauer dargestellt. Das vierte Kapitel befasst sich mit den vier Phasen des strukturierten Vorgehens in der Konkurrenzanalyse.
In einer funktionierenden Marktwirtschaft stehen sich mehrere Anbieter gegenüber und führen einen Wettbewerb über die Gunst der Abnehmer. Dabei verfolgen die Unternehmen das Ziel der Gewinnmaximierung. Dieser Wettkampf sorgt zum einen für eine ständige Verbesserung in der Wertschöpfungskette und zum anderen, dass nur Unternehmen dauerhaft bestehen können, die wettbewerbsfähig produzieren. Bei der Wettbewerbsanalyse wird der Wettbewerb als auch die Konkurrenz genauer betrachtet. Dabei entwickeln Unternehmen zielführende Strategien, die ihnen zu einer besseren Wettbewerbsposition verhelfen.
Eine erfolgreiche Wettbewerbsanalyse erfordert ein gut strukturiertes Vorgehen. Dieses Vorgehen gliedert sich in mehrere Ebenen, es beginnt beispielsweise bei der Branchenstrukturanalyse und endet mit dem Vergleich der eigentlichen Konkurrenz.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffsbestimmung
2.1 Wettbewerb
2.2 Wettbewerbsanalyse
2.3 Konkurrenzanalyse
3 Konzept der Wettbewerbsanalyse
3.1 Branchenstrukturanalyse
3.2 Strategische Gruppen
3.3 Analyse des Wettbewerbers
4 Vier Phasen der Konkurrenzanalyse
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die grundlegenden Konzepte und Instrumente der Wettbewerbsanalyse systematisch darzustellen. Dabei wird untersucht, wie Unternehmen durch eine fundierte Analyse ihrer Konkurrenzumwelt wertvolle Erkenntnisse für die eigene Strategieentwicklung gewinnen und ihre Marktposition nachhaltig stärken können.
- Grundlagen von Wettbewerb und Konkurrenzanalyse
- Die Branchenstrukturanalyse nach Porter als zentrales Modell
- Identifikation und Analyse strategischer Gruppen
- Methodische Vorgehensweise in vier Phasen
- Ableitung strategischer Schlussfolgerungen aus Marktdaten
Auszug aus dem Buch
3.1 Branchenstrukturanalyse
Bei der Wettbewerbsanalyse ist es wichtig, eine Branchendefinition durchzuführen, um aussagekräftige Ergebnisse über die möglichen Konkurrenten zu erhalten. Dies kann mithilfe der Branchenstrukturanalyse geschehen. Unternehmen erkennen die eigene Position im Wettbewerb und können anhand dessen geeignete Maßnahmen treffen, um Wettbewerbsvorteile zu generieren und ihre Marktanteile zu erhöhen.
Die Branchenstrukturanalyse baut auf dem Konzept der fünf Wettbewerbskräfte nach PORTER auf (siehe Abbildung 1). Diese Kräfte haben einen erheblichen Einfluss auf die Attraktivität einer bestimmten Branche.
Die fünf Wettbewerbskräfte lauten: 1. Verhandlungsmacht der Lieferanten, 2. Verhandlungsmacht der Abnehmer, 3. Bedrohung durch neue Wettbewerber, 4. Druck durch Substitutionsprodukte, 5. Konkurrenzkampf innerhalb der Branche.
Im Folgenden werden die fünf Wettbewerbskräfte näher betrachtet. Die erste Wettbewerbskraft umfasst die Verhandlungsmacht der Lieferanten. Lieferanten können auf ihre Abnehmer Druck ausüben und somit die Rentabilität der gesamten Branche senken, indem sie die Preise erhöhen oder die Qualität mindern. Möglich ist das, wenn es keine Substitutionsmöglichkeit für die Produkte gibt oder die zu beliefernden Abnehmer keine große Bedeutung für den Lieferanten haben. Des Weiteren spielt die Anzahl an möglichen Anbietern eine große Rolle für den Einfluss der Lieferanten. Übersteigt die Nachfrage das Angebot haben die Lieferanten mehr Verhandlungsspielraum.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Wettbewerbsanalyse ein und verdeutlicht die Notwendigkeit eines strukturierten Vorgehens in einer funktionierenden Marktwirtschaft.
2 Begriffsbestimmung: Hier werden die wesentlichen theoretischen Grundlagen zu den Begriffen Wettbewerb, Wettbewerbsanalyse und Konkurrenzanalyse definiert.
3 Konzept der Wettbewerbsanalyse: Dieses Kapitel erläutert die Wettbewerbsanalyse in ihrer Gesamtheit durch die Betrachtung von Branchenstrukturen, strategischen Gruppen und der gezielten Analyse einzelner Wettbewerber.
4 Vier Phasen der Konkurrenzanalyse: Der Fokus liegt hier auf der praktischen Umsetzung einer Konkurrenzanalyse, unterteilt in die Phasen Planung, Datengewinnung, Datenauswertung und Ergebnisverwendung.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der Wettbewerbsanalyse für die strategische Unternehmensentwicklung zusammen und betont die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Anpassung an das dynamische Marktumfeld.
Schlüsselwörter
Wettbewerbsanalyse, Konkurrenzanalyse, Branchenstrukturanalyse, Strategische Gruppen, Wettbewerbskräfte, Porter, Marktwirtschaft, Unternehmensführung, Strategieentwicklung, Markteintrittsbarrieren, Mobilitätsbarrieren, Datengewinnung, Wettbewerbsintensität, Substitutionsprodukte, Marktposition.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Ziele und Instrumente der Wettbewerbsanalyse im betriebswirtschaftlichen Kontext.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Definitionen, die Analyse der Branchenstruktur nach Porter, die Identifizierung strategischer Gruppen sowie den strukturierten Prozess der Konkurrenzanalyse.
Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen, wie Unternehmen Wettbewerbsvorteile durch systematisches Analysieren ihrer Konkurrenzumwelt erzielen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Es wird eine deskriptive und strukturierte Literaturanalyse der gängigen betriebswirtschaftlichen Instrumente zur Wettbewerbsanalyse angewandt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinitionen, die detaillierte Darstellung des Analysekonzepts inkl. Porter-Modell und die methodische Unterteilung in vier Phasen der Konkurrenzanalyse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Wettbewerbsanalyse, Branchenstrukturanalyse, strategische Gruppen, Porter-Modell und Konkurrenzanalyse.
Warum ist die Analyse von strategischen Gruppen für Unternehmen wichtig?
Sie ermöglicht einen tieferen Einblick in die Branche als eine reine Gesamtbetrachtung und hilft dabei, Mitbewerber mit ähnlicher Strategie und vergleichbarem Wettbewerbsverhalten besser zu identifizieren.
Welchen Einfluss hat die Datenauswertung auf den Erfolg der Analyse?
Sie ist die anspruchsvollste Phase, in der aus rohen Daten interpretierbare Muster erkannt werden müssen, um eine akkurate Entscheidungsgrundlage für die Strategieentwicklung zu schaffen.
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- Jakob Münzberg (Author), 2020, Ziele und Instrumente der Wettbewerbsanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1003420