Das Ziel dieser Arbeit ist es, Chancen auf einen erfolgreichen Hochschul- und Universitätsabschluss und damit auf einen sozialen Aufstieg von Studierenden aus Arbeiterfamilien im Vergleich zu Studierenden aus Akademikerfamilien zu analysieren. Dabei ermöglicht es die theoretische Einbettung, Aufstiegsprozesse sowie Transformationen der Herkunftsbedingungen ausgehend vom Habitusbegriff zu erläutern. Der Beantwortung der Forschungsfrage ist eine umfangreiche Auseinandersetzung mit Literatur vorausgegangen. Außerdem sind Studien, die soziale Aufstiegsprozesse untersucht haben, analysiert worden.
In dieser Arbeit geht es zuerst darum, die Verknüpfungen zwischen sozialer Herkunft und Bildungsungleichheit darzustellen. Darauf aufbauend werden Aufstiegsprozesse sowie Transformationen der Herkunftsbedingungen erläutert. Eine fundierte Auseinandersetzung mit der Thematik soll Aufschluss darüber geben, welche Chance auf einen erfolgreichen Hochschul- und Universitätsabschluss und damit auf einen sozialen Aufstieg Studierende aus Arbeiterfamilien im Vergleich zu Studierenden aus Akademikerfamilien haben.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Soziale Herkunft
- Begriffsklärung
- Ökonomisches, kulturelles und soziales Kapital nach Bourdieu
- Ökonomisches Kapital
- Kulturelles Kapital
- Symbolisches Kapital
- Soziales Kapital
- Symbolische Gewalt
- Sozialisation
- Bildungsungleichheit
- Primäre Effekte der Sozialschichtzugehörigkeit
- Sekundäre Effekte der Sozialschichtzugehörigkeit
- Bildungsaufsteiger*innen
- Habitustransformation
- Narrativ-biografische Interviews
- Die dokumentarische Methode der Interpretation
- Soziale Milieus
- Das deutsche Schulsystem
- Das meritokratische Selbstverständnis
- Theoretische Einbettung der Chancengleichheit
- Habitus und kulturelle Passung
- Symbolische Macht
- Zur Wahl der Bildungswege nach Boudon
- Bildungsprivileg und Bildungschancen
- Die Aufrechterhaltung der Ordnung
- Soziale Herkunft der Studierenden
- Sozioökonomisches Profil und Hochschulzugang
- Soziale Aufstiegsprozesse und Habitustransformation
- Habitustransformation als Synthese und Opposition
- Herausforderungen sozialer Aufstiegsprozesse
- Entscheidende Fähigkeiten für den sozialen Aufstieg
- Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der sozialen Herkunft auf den Bildungsweg und die Bildungschancen von Studierenden aus Arbeiterfamilien im Vergleich zu Studierenden aus Akademikerfamilien. Das Ziel ist es, die Chancen auf einen erfolgreichen Hochschul- und Universitätsabschluss sowie den sozialen Aufstieg von Studierenden aus Arbeiterfamilien zu analysieren.
- Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungsungleichheit
- Aufstiegsprozesse und Transformationen der Herkunftsbedingungen
- Habitusbegriff und seine Anwendung im Kontext der Bildungsungleichheit
- Einfluss der sozialen Herkunft auf die Wahl des Bildungsweges
- Chancen und Herausforderungen für den sozialen Aufstieg von Studierenden aus Arbeiterfamilien
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in das Thema der sozialen Herkunft und Bildungsungleichheit. Sie beleuchtet den Einfluss von ökonomischem, kulturellem und sozialem Kapital auf Bildungsprozesse sowie die Rolle von sozialer Gewalt und Sozialisation. Anschließend wird die Bedeutung von Bildungsungleichheit und Bildungsaufsteiger*innen sowie der Habitustransformation diskutiert. Das zweite Kapitel befasst sich mit der theoretischen Einbettung der Chancengleichheit anhand des Habitusbegriffs und der symbolischen Macht. Darüber hinaus werden die Wahl der Bildungswege nach Boudon sowie das Bildungsprivileg und Bildungschancen von Studierenden aus verschiedenen Herkunftsmilieus analysiert. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der sozialen Herkunft der Studierenden und beleuchtet das sozioökonomische Profil sowie den Hochschulzugang von Studierenden aus Arbeiter- und Akademikerfamilien. Es werden soziale Aufstiegsprozesse und Habitustransformationen im Kontext der Bildungsbiografien untersucht.
Schlüsselwörter
Soziale Herkunft, Bildungsungleichheit, Habitus, kulturelle Passung, symbolische Macht, Bildungschancen, sozialer Aufstieg, Arbeiterfamilien, Akademikerfamilien, Hochschulzugang.
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflusst die soziale Herkunft den Bildungserfolg?
Die soziale Herkunft bestimmt maßgeblich den Zugang zu ökonomischem, kulturellem und sozialem Kapital, was die Bildungschancen von Kindern aus Arbeiterfamilien oft einschränkt.
Was versteht Pierre Bourdieu unter „kulturellem Kapital“?
Es umfasst Bildung, Wissen und kulturelle Güter, die innerhalb der Familie weitergegeben werden und den Erfolg im Bildungssystem erleichtern.
Was sind primäre und sekundäre Herkunftseffekte?
Primäre Effekte beziehen sich auf die tatsächliche schulische Leistung, sekundäre Effekte auf die Bildungsentscheidungen der Eltern, die oft schichtspezifisch variieren.
Was bedeutet „Habitustransformation“ bei Bildungsaufsteigern?
Es beschreibt den Prozess, bei dem Studierende aus Arbeiterfamilien ihren Habitus an das akademische Milieu anpassen müssen, was oft mit Identitätskonflikten verbunden ist.
Ist das deutsche Schulsystem meritokratisch?
Obwohl das System auf Leistung (Meritokratie) basieren soll, zeigt die Arbeit, dass soziale Privilegien und die „kulturelle Passung“ weiterhin eine große Rolle spielen.
- Quote paper
- Aurela Ukshinaj (Author), 2021, Soziale Herkunft und Bildungsungleichheit. Bildungschancen und Bildungserfolg von Studierenden aus Arbeiterfamilien im Vergleich zu Studierenden aus Akademikerfamilien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1003960